67-1 Schafe und Böcke – Mt 25,31-46

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Mt 25,31-46

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    Woher kommt der Ausdruck „Menschensohn“?                    31

  • Was bedeutet er?
  • Warum „Menschensohn“ und nicht „Sohn Gottes“?
  • Um welches Ereignis geht es?

o    Wohin kommt Jesus?

  • Wer kommt mit ihm? Warum?
  • Wo wird Jesus sitzen?!!!

o    Was meint „alle Völker“?                                                    32
è Vertreter aller Völker? Alle Menschen?
Nur die Gläubigen / Ungläubigen?

o    Wie werden Schafe von den Böcken getrennt?
Im Fernseher schon gesehen? (oder bei Pferden, Rentieren?)

o    Was heißt es „gesegnet zu sein“?                                       34

o    Wer ist der König? Wer ist sein Vater?

  • Was meint: „das Reich erben“?
  • Welches Reich?

o    „Bereitet von Anbeginn der Welt“ – Ist das Vorherbestimmung?

o    Mit welcher Begründung werden sie belohnt – „denn“?         35

o    Die 6 Werke der Barmherzigkeit!!                                        35-36

o    Warum sind die Gerechten so überrascht?                          37-39

  • Haben sie wirklich nichts davon gewusst?

o    Wer sind die geringsten Brüder? Warum gerade diese?       40

  • Welche Varianten gäbe es noch?

o    Was meint „verflucht“? Warum verflucht?                            41

  • Mit welchem Ergebnis verflucht?

o    Wem wurde ursprünglich „das ewige Feuer“ bereitet?

o    Was ist die ewige Strafe?                                                  46

  • Warum müssen sie dorthin? 42-43

 

o    Wem erzählt Jesus dieses Gleichnis?

o    Um was für ein Gericht geht es?

o    Für wen wurde das Matthäusevangelium geschrieben?

o    Was will dieses Gleichnis sagen?

o    Wem will es Was sagen?

o    Wie passen folgende Bibelstellen dazu? Joh 3,16; 3,18,36!!; 5,24

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    „Auf Wiedersehen am Jüngsten Tag!“

o    So menschlich, ist so christlich!

o    Hilf dem Menschen um keines Prinzips Willen.

o    Sieh den sichtbaren Menschen!                              (Bösinger)

 

o    Von der Richterfunktion des Menschensohnes sprechen schon 16,27; 10,32f; Mk8,38; Lk 12,8f (oder ist der Menschensohn in den drei letzten Stellen nur Zeuge?). (Voigt)

o    Er, der von den Menschen gerichtet wurde, wird die Menschen richten. Der Verurteilte wird verurteilen. Seine Richter werden Angeklagte sein und er, der Angeklagte, wird richten. (Rienecker)

o    Bei der Sammlung aller Völker (32) wie in Dan 7,14 ist nicht nur an die Heiden im Gegensatz zur Gemeinde gedacht, sondern an die ganze Menschheit. (Voigt)

o    Die rechte Seite (34) ist die ehrenvollere. (Voigt)

o    Der „König“ (34) ist der Menschensohn. Gott hat alles Gericht dem „Sohn“ übergeben. An Ihm scheiden sich die ewigen Schicksale aller Menschen. (Stählin)

o    Die „kleinsten Brüder“ (40; vgl. 18,6.10) werden hier auch die sein, für die sich Jesus immer besonders eingesetzt hat, die Armen, Verachteten, Unbedeutenden, Ausgestoßenen. (Voigt)

o    Die Verdammten müssen dort sein (41), wo die Verderbensmächte sind, der Teufel und seine Engel. … Jesus hat auch sonst die Möglichkeit eines heillosen Endes angesagt (8,12; 13,42.50; 22,13 …; Lk 16,23 …). (Voigt)

o    Dieses Gericht ist endgültig. Es gibt keine höhere Instanz, an die man Berufung einlegen könnte. Es bedarf keiner solchen Instanz, weil der Spruch in diesem Gericht frei ist von jedem Irrtum. … Niemand kann sich weigern, sich diesem Gericht zu stellen. (Stählin)

o    Unser Text hat im Zusammenhang des Matthäusevangeliums den Charakter einen letzten Wortes. (Voigt)

o    Jesus will uns vorausschauend auf eine Situation gefasst machen, die unweigerlich auf uns zukommt. – 2Kor 5,10. Der Text weist uns auf ein künftiges Geschehen hin, eben auf diese über das ewige Schicksal aller Menschen entscheidende Direkt-Begegnung mit dem himmlischen Menschensohn-Richter. Noch ist uns Christus so nicht begegnet, aber es wird dazu kommen. (Voigt)

o    Interessant ist, dass wir nicht nach unserer politischen oder sozialen, noch nach unserer kirchlichen oder religiösen Überzeugungen gefragt werden. … Das einzige, wonach gefragt wird, oder was auch ungefragt gilt und anerkannt wird, sind die Werke der Liebe. (Stählin)

o    Zu den Merkwürdigkeiten jenes Urteils gehört es freilich vor allem, dass nicht irgendwelche „bösen Taten“ zur Verdammnis führen, sondern allein dies, dass jene Taten der Liebe versäumt worden sind. (Stählin)

o    Jesus weiß, warum er so redet -, aber begreifen wir, dass Jesus mit uns spricht, weil er nichts dringlicher wünscht wie dies, dass wir am Schluss auf der richtigen Seite, dass wir also bei Ihm stehen? (Voigt)

o    In das Wunder der Barmherzigkeit Gottes kann man sich nicht einüben. (Voigt)

o    Menschliches Leben muss verantwortet werden. Freiheit, Zurechnung und Verantwortlichkeit hängen zusammen. … Gemeinschaft beruht darauf, dass wir uns gegenseitig ernst nehmen können. …Unser Miteinander legt uns Verpflichtungen auf, und wir werden gefragt, ob wir ihnen gerecht geworden sind. … Wir werdenden uns zur Verantwortung ziehenden Gott nicht dadurch los, dass wir ihn ignorieren. … Es bleibt Gottes Geheimnis, warum uns unsere Situation vor ihm und den Menschen oft lange verborgen bleibt und mancher ein Leben lang nicht über sich selbst erschrickt. … Gott straft Sünde mit Sünde. Er braucht keinen Finger zu rühren. Wir gehen, indem wir uns am Gericht vorbeizudrücken suchen, mit uns selbst ins Gericht. (Voigt)

o    Wo einer in der Begegnung mit Jesus Christus seine Sünde entdeckt und im Glauben an Jesus Christus die Vergebung empfangen hat, da liegt das Gericht bereits hinter ihm. … Und doch rechnet der Glaube mit dem kommenden Endgericht. … Wie es im Ganzen um mich steht, ist jetzt noch nicht zu sehen: „der Tag wird es klarmachen“ (1Kor 3,13). … Jetzt habe ich noch Raum zur Umkehr (vgl. Bußtag), dann werden die Akten geschlossen sein. (Voigt)

o    Christus lässt es für uns auf keine Überraschung ankommen, sondern stellt uns jetzt schon auf die Situation ein, in die wir kommen werden. … Zunächst steht deutlich da, dass wir nach unseren Werken gerichtet werden. (Theologisches Nachdenken hat an dieser Stelle erhebliche Nöte. (Voigt)

o    Können Menschen selig werden, allein durch Werke? Können Menschen selig werden ohne Glauben an den Herrn Jesus Christus, ohne von Ihm gehört zu haben? … Wir werden den Sinn des Wortes vom Völkergericht nicht bis ins Letzte lösen können. (Rienecker)

o    Das paradoxe Nebeneinander der beiden Sätze, dass wir allein durch die Gnade, um Jesu Christi willen, im Gericht gerettet werden, und dass wir „nach unseren Werken gerichtet werden“, kann auf keine Weise, weder nach der einen noch nach der anderen Seite, aufgelöst werden. (Stählin)

o    Das Gericht nach den Werken ist im Neuen Testament eindeutig bezeugt: Rö2,6-10; 1Kor 4,5; 6,9f; 2Kor 5,10; 11,15; Gal 5,21; Eph 5,5; 1Thess 4,6; 1Petr 1,17; 1Joh2,17;3,8.14f; Offb 2,23 …(Voigt)

o    Kommt nicht bei jedem Handeln und Wirken des Menschen das in ehrlicher und lauterer Absicht selbstlos geschieht, die innerste Herzensverfassung des Menschen zum Ausdruck? Ist es nicht eine ganz große, übermächtige Gnade des Herrn, wenn er auf diese innerste Haltung des Herzens blickt und sie schon sieht und anerkennt „gleich einem glimmenden Docht“? … Vielleicht murren wir wie jene Männer im Gleichnis „von den Arbeitern im Weinberg“ (Mt 20,1-16), die über die „Ungerechtigkeit“ des Herrn ungehalten waren. (Rienecker)

o    Wem es zu gering scheint, den Notleidenden zu speisen, der ist des Himmelreichs nicht wert! (Mt 20,15) (Rienecker)

o    Der von Christus geliebte Sünder wird, gerade weil er sich von Christus geliebt und begnadigt weiß, sich auch in Christi Dienst und also auch in Pflicht genommen wissen. (Voigt)

o    Es ist ein großer Unterschied, ob wir unser Werk preisen oder ob er es preist. … Echte Liebe lässt den Herrn unser Werk rühmen. Denn von seiner Gnade erwarten wir das Himmelreich und nicht von unserem Werk. (Rienecker)

o    Die Gerechtigkeit aus dem Glauben beruht nicht auf „Freispruch mangels Beweise“ bzw. „Einstellung des Verfahrens“, sondern auf der Vergebung der Sünden, also auf „Begnadigung“. (Voigt)

o    Jesus erwartet keine besonderen Unternehmungen, keine sensationellen Leistungen. …Er erwartet das Nächstliegende, das Dasein für die Mitmenschen, für die besonders, die es besonders nötig haben. … In dem anderen Menschen verbirgt sich in jedem Falle Jesus. (Voigt)

o    Welche konkreten notleidenden Menschen und Menschengruppen sind uns bekannt?

o    Der Mensch, wer er auch sei, hat seine tiefste Würde in dem Geheimnis, dass Jesus sich für ihn einsetzt, sich mit ihm solidarisiert, ja sich in ihm verbirgt. Addiere alle Gründe, die dafür sprechen mögen, dass du dich für einen Menschen einsetzt: Den einen, entscheidenden Grund sollst du darin sehen, dass dieser Mensch durch Jesu Solidarisierung mit ihm geheiligt ist. Addiere alle Gründe, die dagegen sprechen, das man „so Einem“ bzw. „so Einer“ hilft: Diese Gründe kommen nicht auf gegen den einen Grund, dass Jesus für diesen Einen und diese Eine ist. … (Gal 2,20) Mit allem, was ich einem Menschen tue, damit treffe, beglücke, ehre, verachte, beleidige ich Christus. (Voigt)

o    Jeder, dessen Gewissen erwacht ist, wird Angst haben vor Menschen, die im letzten Gericht als Ankläger und Zeugen gegen ihn auftreten werden. (Voigt)

o    Jesus selbst wird ihr Sprecher sein, weil er jedes Mal der Betroffene war. Er wird auch das zur Sprache bringen, was für uns spricht. Es tut ihm vieles wohl, was Er von Seinen Menschen erfährt. (Voigt)

o    Es gibt Menschlichkeit. Kein Wort steht davon da, dass Jesus sie nur bei Christen fände. Er findet sie bei Menschen aus allen Völkern, auch bei Juden, Moslems, Buddhisten, Atheisten. Wir werden an Jesu Tag allerlei Überraschungen erleben (7,21ff; 8,11f; 19,30). (Voigt)

o    Jesus wird wissen, warum er diese harte, entsetzliche Möglichkeit (V.41) aufzeigt. Heilsautomatismus ist Irrlehre. … Wie wir uns zu Gott und Menschen stellen und verhalten, dies entscheidet über unsere ewige Zukunft. (Voigt)

o    Die Möglichkeit des Scheiterns bleibt bis zuletzt. (Voigt)

o    Das Evangelium liegt gerade darin, dass der, der uns richten wird, derselbe ist, der sich für uns Sünder umbringen lässt; dass dies beides zusammengehört, daraus ergibt sich die Vollmacht, Sünden zu vergeben (9,6).

o    Diese Geschichte vom Völkergericht zeigt uns, trotz des schweren Ernstes der Verwerfung, dass Gott will, dass alle Menschen selig werden sollen (1Tim 2,4).

o    Der über uns das letzte Wort spricht, wird kein anderer sein als der, der sich unmittelbar nach dem Ende dieser Rede zum Leiden und Sterben für uns auf den Weg machen wird. … Wohl denen, die diesen Herrn zum Richter haben! (Voigt)

o    Höllenpein: ewig Gott vor Augen haben – und Ihn doch nicht lieben können. (Voigt)

o    „In Christo sein“ heißt in der Liebe leben, in einer Liebe, die dem hilfsbedürftigen Menschenbruder zugute kommt; auch da, wo wir selber es vielleicht nicht einmal wissen oder wollen. … Nicht nach den „Taten“ als solchen, sondern nach den Früchten werden wir gefragt. (Stählin)

o    Ab 334 war Martin von Tours als Soldat der Reiterei der Kaiserlichen Garde in Amiens stationiert. Die Gardisten trugen über dem Panzer, einen weißen Überwurf aus zwei Teilen, der im oberen Bereich mit Schaffell gefüttert war. In nahezu allen künstlerischen Darstellungen wird er allerdings mit einem roten Offiziersmantel abgebildet.
An einem Tag im Winter begegnete Martin am Stadttor von Amiens einem armen, unbekleideten Mann. Außer seinen Waffen und seinem Militärmantel trug Martin nichts bei sich. In einer barmherzigen Tat teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen. In der folgenden Nacht sei ihm dann im Traum Christus erschienen, bekleidet mit dem halben Mantel, den Martin dem Bettler gegeben hatte. Im Sinne von Mt 25,35–40 erweist sich Martin hier als Jünger Jesu. (https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours)

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