56-1 Trachtet nach dem Reich – Mt 6,25-34

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Mt 6, 25-34

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    Kontext: Zu welcher Rede gehört dieser Absatz?                  25

  • Wer spricht zu wem?

o    Auf welche Aussage bezieht sich „darum“?

o    Wie sorgt man? Wie macht man sich Sorgen?

  • Welche Sorgen darf (soll) man sich machen, welche nicht?

o    Die Worte „mehr als“ wiederholt Jesus hier. Was will er damit sagen?

o    Was beinhalten die Worte: „Leben und Leib“? Worum geht es?

o    Was will Jesus mit dem Bild von den Vögeln sagen?             26

  • Was tun Vögel alles nicht?
  • Was tut Gott trotz Allem?

o    Jesus benutzt das Wort „Vater“ für Gott. Was will er damit sagen?

  • Welche Eigenschaften eines Vaters sind hier wichtig?

o    Was will Jesus mit der letzten Frage im Vers 26 sagen?

  • Ja oder Nein? Was bedeutet diese Antwort für den Hörer?

o    Wie lautet die Antwort auf die nächste Frage (Vers 27)?        27

  • Könnte das erklären, warum Jesus sagt: Sorgt euch nicht?
  • Wie würde eine erste Antwort lauten?

o    Mit „und“ beginnt ein neues Gleichnis.                                 28-30

o    Über welchen Bereich von Sorgen lehrt Jesus hier?

  • Wann blühen die Lilien (oder Feldanemonen)?
  • In welcher Jahreszeit hat Jesus die Bergpredigt gehalten?
  • Wird hier Männer- oder Frauenarbeit beschrieben?

o    Jesus verwendet im Vers 30 das gleiche Lehrprinzip wie in Vers 26.

  • Welche Methode des Lehrens wendet Jesus hier an?
  • Was wollte Jesus mit dem „wenn nun“ … „sollte er nicht vielmehr“ verdeutlichen? 30

o    „Darum“ = Achtung! Was wird hier zusammengefasst?          31

  • Warum? Weshalb?

o    Geht es bei diesen drei Fragen um Luxus?

o    „Die Heiden“ – Was sind das für Leute?                               32

  • Was soll den Juden / Gläubigen von ihnen unterscheiden?

o    Warum ist das Wort „denn“ hier so wichtig?

  • „Himmlischer Vater“ wird wiederholt!!! – Warum?

o    „der Vater weiß“ – Was für ein Trost!!!

  • Stell dir fünf schwierige Situationen aus dem Leben der Gemeindeglieder vor. Wie kann dieses Wort euch trösten?

o    Was ist das „Reich Gottes“?                                                           33

  • Suche 5 wichtige Bibelstellen über das Reich Gottes!
  • Wie kann man danach „trachten“?

o    Was ist „Gottes Gerechtigkeit“?

  • Suche auch hier einige wichtige, erklärende Bibelstellen!

o    „zuerst“ … „so wird“ – Kausalzusammenhang!!!

  • Was heißt das?

o    Bis hierher lehrte Jesus, was wir nicht tun sollen. Jetzt sagt er, was wir anstelle des Sorgens tun sollen. Wie können wir das tun?

  • Was verspricht Jesus in diesem Vers?
  • Was ist die Bedingung für das Versorgt sein?

o    „darum“ = „weil das eben so ist“!                                          34

  • Was dürfen wir uns „heute“ leisten im Vertrauen auf Gottes erneute Versorgung „morgen“?
  • Ist es schwer, mit der „heutigen Plage“ zufrieden zu sein?

o    Verkündigt Jesus hier „Evangelium“ oder „Gesetz“?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

o

o

o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Jede Steigerung an Bedürfnissen und Gütern, jeder Aufstieg zu feineren Daseinsformen und Genüssen, jeder Zuwachs an sogenannter Zivilisation verstrickt uns zugleich in ebenso viele Abhängigkeiten und schneidet jede Lebensmöglichkeiten ab, die mit äußerer Bedürfnislosigkeit verbunden sind. … Wir werden uns auch darüber nicht täuschen, wie schwer es ist, wirklich zu haben, als hätten wir nicht und zu entbehren, als hätten wir. … Es ist besser, wir gestehen ehrlich unsere Verlegenheit vor diesem Wort, als dass wir Phrasen machen, an die wir selber nicht glauben. (Stählin)

o    Der hier die Sorglosigkeit in Essen und Trinken lehrt, ist mit dem Ruf gestorben: „Mich dürstet!“ (Bösinger)

o    „Vater“ ist das wichtigste Wort im Text! (Bösinger)

o    „Vater“ – in diesem Wort liegt der Grund für alles Vertrauens. (Voigt)

o    Leben ist, was ER gab … gibt … und geben wird. … Sorge ist der Urinstinkt gegen die vielfältige Gefahr des Lebens. … Es gibt dann Zufälle, die schon keine Zufälle mehr sind. … Die Herrlichkeit Gottes kann über Suppentellern schweben, wie damals als sie die Welt aus dem Nichts erschuf. (Bösinger)

o    Sorget nicht! Das lässt uns Gott durch unseren Herrn Jesus Christus sagen. Denn „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine andern Götter haben neben mir!“ Siehe auch Luthers Erklärung (Rathke)

o    Gerechtigkeit ist das mit dem Willen Gottes übereinstimmende, Ihm wohlgefällige, richtige Verhalten der Menschen. (Voigt)

o    Sorge ist unstatthaft. Sie ist Merkmal des Heidnischen in uns. … Sorge ist eine Grundbefindlichkeit menschlichen Daseins. … Wir sind ungefragt alle auf das Schaffen Gottes angewiesen. … Wer sorgt, verleugnet, dass sein Leben nicht in seiner Hand liegt. (Voigt)

o    Diese Verbissenheit, diese Hektik, diese Spannung und Verkrampfung, diese Humorlosigkeit, das Misstrauen, die Nervosität: Dies alles muss Gott (wir reden menschlich) als tiefe Kränkung empfinden, als wäre auf Ihn kein Verlass, und als könnte man Ihm nicht glauben, dass Er es wohlmacht. (Voigt)

o    „Sorget nicht!“ ist eigentlich kein Befehl, sondern eine Erlaubnis, die kühnste, die auf Erden jemals gewagt worden ist

o    Der Vater war streng und ich fürchtete ihn sehr. Viel Gutes bekam ich nicht von ihm. Dann lernte ich mit 13 Jahren Radfahren. Das Elternhaus steht unten an einer steilen Straße. Oben auf dem Berge ist die Kirche. Dort stieg ich auf und wollte elegant vorfahren. Aber der Anfänger verlor die Pedale und raste in die Tiefe. An dem Haus quer unten wird er sich den Schädel einrennen. Die Leute auf der Straße schreien, das kommende Unheil sehend. Auf die Sekunde genau stürzte unten der Vater aus seiner Werkstatt und lief mir in das Rad. Wir lagen alle drei am Boden, mit blutigen Schrammen, Straßenstaub im Mund, das Rad verbogen. Aber ich entdeckte den Vater: Niemand ist in das Rad gelaufen, nur er, der Gefürchtete, der mich also heimlich lieb hatte. Der Vater im Himmel ist auch in das Rad gelaufen, in das Rad der Weltgeschichte. Das nennt man Kreuzigung Christi. (Bösinger)

o    Das erste Gebot (V. 24c) wird in V. 33, dem Zielsatz der Perikope, erneut angesteuert. (Voigt)

o    Ist uns das Leben gewiss (25), dann ist auch für Nahrung und Kleidung gesorgt. (Voigt)

o    V. 28: „sie plagen sich nicht ab“ (Feldarbeit der Männer), „sie spinnen nicht“ (Arbeit der Frauen). (Voigt)

o    Ihr seid teuer erkauft und gehört in den Himmel, nicht in den Ofen. (Rienecker)

o    Hier redet Jesus, der die Abgründe der Sünde und des Dämonischen kennt und darum weiß, welche Widerstände die kommende Gottesherrschaft zu überwinden hat. Der Jesus also, der sich selbst auf das Kreuz gefasst zu machen hat und uns, seine Leute, in die Kreuzesnachfolge ruft. (Voigt)

o    Wir werden im Vers 30 nach der Größe unseres Glaubens gefragt, und das heißt doch: danach, ob wir Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen.

o    Die Existenzphilosophie lehrt, dass Sorge eine Grundbefindlichkeit menschlichen Daseins ist. Jeder sucht sich zu erhalten und zu sichern. Man ist immer auf etwas aus, was es zu gewinnen und zu erreichen gilt. Wir begnügen uns nicht mit dem, was wir haben, sondern wollen mehr. Was wir haben, droht uns verloren zu gehen (19b). (Voigt)

o    Wir möchten gern der unbekannten Zukunft das Unheimliche nehmen, und dies kann nur geschehen, indem wir sie in den Griff bekommen. Wie beim Bau einer Eisenbahnlinie legen wir das Gleis, auf dem wir das Material für den Weiterbau heranführen, in die Zukunft. (Voigt)

o    Worum es Jesus geht, ist die Art und Weise unserer Zukunftsbewältigung. Was die Sorge zur Sorge macht, ist, dass all das eben Genannte in einer Haltung der Vertrauenslosigkeit geschieht, als müsste ich mein eigener Schöpfer und Erhalter sein. (Voigt)

o    Mit dem Wort „sorgen“ meint der Herr das grüblerische, quälende Sichabsorgen und Ängstigen – Nicht das Fürsorgen. In dreifacher Weise widerspricht der Herr diesem falschen, qualvollen, grübelnden, Herz und Nerven zermürbenden Sorgen: 1. Er weist uns hin auf die Offenbarung Gottes im eigenen Leben (25b), 2. in der Schöpfung (26-29) und 3. in seinem Reich (30-33). (Rienecker)

o    Wir sind ungefragt, alle auf das Schaffen Gottes angewiesen. (Voigt)

o    Wer sorgt, verleugnet, dass sein Leben nicht in seiner Hand liegt. Er macht sich selbst zu seinem Schöpfer. Und er gerät eben dadurch in die Gewalt der Dinge, mit denen er umgeht, um sich zu sichern. (Voigt)

o    Es wäre verantwortungslos, so zu tun, als wäre man ein Spatz oder eine Lilie. (Voigt)

o    Ein Vogel kann nicht säen, aber er muss doch die Gaben, die Gott in ihn hineingelegt hat, benutzen, um seine Nahrung zu bekommen. … Aber über ihre Vogelnatur und Liliennatur hinaus brauchen Vogel und Lilie sich nicht zu beunruhigen. (Rienecker)

o    Ich glaube, dass uns Gott in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber Er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein. (Rienecker)

o    Es geht Jesus darum, dass wir sorglos schlafen können. Er sagt diese Worte nicht, um uns die Möglichkeiten des Menschseins abzuschneiden, sondern um uns in unserer Welt, wie sie ist, wirklich Menschen sein zu lassen. (Voigt)

o    Vor Gott sind (im Bild gesprochen) der höchste Berg der Erde und die tiefste Tiefe des Meeres und ein kleiner Maulwurfshügel ganz gleich. Denn Gott steht über allen Raummaßen und Zeitmaßen dieser Welt. Vor ihm gibt es keine großen Dinge und keine kleinen Dinge. (Rienecker)

o    Es hat sich herumgesprochen, dass nicht alle Dinge „machbar“ sind oder aber, wenn sie es doch sind, wir nicht alles dürfen, was wir können. (Voigt)

o    Das zermürbende „Sorgen“ richtet sich auf „zukünftige Spannen“ (27): länger, besser, reicher, üppiger, sensationeller, weiträumiger, komfortabler, luxuriöser … leben! (Voigt)

o    Das griechische Wort für „Länge“ (27) kann sowohl die Lebenslänge als auch die Körpergröße meinen.

o    Wichtig ist, dass wir die Dinge haben, nicht die Dinge uns. (Voigt)

o    Als „Vater“ dürfen wir Gott anreden, unbeschwert, herzlich, fast zärtlich. Man mache sich klar, was es bedeutet, dass diese Erlaubnis Menschen erteilt wird, die total und völlig Sünder sind, Abgefallene, Weggelaufene, Gottesverächter. (Voigt)

o    Es ist Gotteslästerung, sich ängstlich zu sorgen und zu grämen. Es ist „heidnisch“, solches zu tun. (Rienecker)

o    Jesus macht uns Mut zu glauben, dass ein Gott da ist, der unser Dasein in schrankenloser Macht und Treue trägt und der uns damit die Fessel des Sorgenmüssens ein für allemal abnimmt. (Voigt)

o    Es ist das große Wort der Befreiung, das uns aus Gebundenen zu Gottes Kindern macht. (Doerne in Voigt)

o    Ein Mensch wird in den Operationssaal gebracht, und er weiß, dass es um Leben und Tod geht. Er braucht sich nicht zu sorgen, weil es für ihn “Leben“ heißt, selbst wenn er auf dem Tisch bleiben sollte. (Voigt)

o    Der verschwenderische Gott. Er knausert nicht. Nur zu gern schenkt er. (Voigt)

o    Ihr macht es euch nur unnötig schwer. Es ist schon wahr: Jeder Tag hat seine Plage (34). Ihr braucht sie nicht dadurch zu vergrößern, dass ihr die Last von morgen selbstquälerisch schon ins Heute hineinnehmt. (Voigt)

o    Wer Vertrauen hat, kann unmittelbar seiner heutigen Aufgabe zugewandt sein. Gott sorgen lassen, das macht also das Leben nicht nur fröhlicher und leichter, sondern auch ergiebiger und fruchtbarer, denn man verbraucht die Kraft nicht für das, was noch nicht dran ist. (Voigt)

o    Jesus spricht im eschatologischen Horizont. (Voigt)

o    „Trachten“ heißt, sich jetzt schon füllen lassen mit dem ganzen Reichtum dieses herrlichen zukünftigen Reiches Gottes. (Rienecker)

o    Was die Sorge sorgend macht, ist letztlich die Tatsache, dass wir vom Tode eingekreist sind. Auch unsere kleinen Sorgen sind zuletzt nur Ausdruck dieser großen Sorge. Aber eben diese große Sorge ist uns abgenommen. Der Gott, den Jesus uns bringt, hält an uns auch dann fest, wenn wir durch „Wasser und Feuer“ müssen (Jes 43,2). (Voigt)

o    Gott ist immer der Gebende, und er möchte gern, dass wir uns als Empfangende verstehen und es werden. (Voigt)

o    Je wichtiger uns Gott ist, desto mehr empfangen wir von ihm. (Voigt)

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