28-3 Das letzte Abendmahl – Mk 14,17-26

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Mk 14,17-26

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Lies die Vorgeschichte vor unserem Text!
  • Was weißt du über die Geschichte des Passahfestes?
  • Was weißt du über den Ablauf der Passahfeier (Liturgie)?
  • Wann beginnt der Abend? 17
  • Waren es nur die Zwölf oder an wen wäre noch zu denken?
  • Was bedeutet für die Juden die Tischgemeinschaft? 18
  • Beachte die Betonung durch „Amen“!
  • Was ist „verraten“? Welche Synonyme gibt es?
  • Wie passen „gemeinsam essen“ und „verraten“ zusammen?
  • Stell dir vor, du wärst ein Jünger und hörtest diese Worte: „Einer …!“
  • „Bin ich’s?“ – Kennst du diese Frage persönlich?             19
  • Hast du schon einmal erschreckend erkannt, dass du nicht für dich die Hand ins Feuer legen kannst?
  • Kennst du eine Traurigkeit vor Jesus / Gott?
  • Beachte dass Jesus die gemeinte Gruppe auf die Zwölf einengt! 20
  • Wir essen aus der gleichen Schüssel – welch eine Liebe!
  • Was bedeutet das Wort „Menschensohn“? 21
  • „Wie ist von Ihm geschrieben“?
  • Was bedeuten die Worte: „Weh aber!“
  • Warum ist der Mensch für seine Handlung verantwortlich, wenn es so prophetisch vorherhergesagt wurde?
  • Beachte den Ernst der Lage in 21c!
  • Gibt es einen Unterschied zwischen „essen“ in Vers 18 und 22? 22
  • Welches Brot nahm Jesus?
  • Warum dankt Jesus für das Brot „als sie (schon) aßen“?
  • Wie sind die Worte „Das ist mein Leib!“ zu verstehen?
  • Welcher Kelch ist hier gemeint? 23
  • „Alle“ – auch der Verräter?
  • „Was ist mit „mein Blut des Bundes“ gemeint? 24
  • Um welchen Bund geht es?
  • Was ist ein Bund?
  • Was sind die Bedingungen dieses Bundes?
  • Wer sind die „Vielen“ aus der Sicht Jesu?
  • Und aus der Sicht des Markus?
  • Beachte die Betonung mit „Amen“!             25
  • Was wollte Jesus mit dem ersten Teil dieses Satzes sagen?
  • Ist dieser Vers buchstäblich oder bildlich zu verstehen?
  • Welcher „Tag“ ist hier gemeint?
  • Beachte die Weitung des Blickes über die Katastrophe hinaus!
  • Was meint Jesus hier mit Reich Gottes?
  • Was ist mit dem „Lobgesang“ gemeint? 26
  • Wofür werden sie in dieser Situation Gott gelobt haben?
  • Warum gingen sie gerade an den Ölberg?
  • Was wollte Jesus Seinen Jüngern mit diesen Worten sagen?
  • Weshalb hat Markus diese Worte und diese Begebenheit überliefert?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

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2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

  • Obwohl zwei Jünger vorausgesandt sind, ist von den Zwölfen die Rede (17). (Voigt)
  • Die beiden Boten von 13 waren offensichtlich wieder dabei; zum Botenauftrag gehört auch die Vollzugsmeldung. (Pohl)
  • Die Passahfeier begann zu einer vorgeschriebenen „Stunde“ (Lk 22,14), nämlich um 18 Uhr, und zog sich bis Mitternacht hin. (Pohl)
  • Zum Passa (V. 2.12) gehört eine Vorspeise (Grünkräuter, Bitterkräuter, Fruchtmustunke, Gewürze und Essig). Während dieses Vormahls gibt Jesus bekannt (18), dass einer der Mahlteilnehmer ihn ausliefern wird (Ps 41,10; Joh 13,18). (Voigt)
  • Der Verlauf des Mahles mit seinen Speisen und Getränken – viermal ging der Becher im Kreis herum -, mit seinen Lob und Dankgebeten (Ps 115-118), mit dem Zitieren und Vorlesen bestimmter Schriftabschnitte vollzog sich genau nach althergebrachter Ordnung. Diese Ordnung wird unterbrochen, indem Jesus den Verrat ankündigte und durch die Ankündigung Seines Sterbens. (nach Rienecker)
  • Gott hat Sein Ziel erreicht, gegen den Willen der Oberpriester mit ihrem „Ja nicht am Fest“ (14,1). Jesus sollte eben nicht vorher schon von der Bildfläche verschwinden, sondern bedeutungsvoll am Fest als das wahre Passahlamm zur Schonung der Schöpfung geopfert werden. (Pohl)
  • Der freie, vornehme Mann lag; und Passah war das jüdische Fest der Befreiung. Wenn nun die vier Evangelien im Zusammenhang mit dem letzten Mahl Jesu achtmal bemerken, dass Jesus sich mit Seinen Jüngern niederlegte, soll der Freiheitsgedanke sicher auch für das ntl. Bundesmahl festgehalten werden. (Pohl)
  • Die ersten Christen brachen das Mahl unter Erlösungsjubel, erlöst von Angst (Apg 2,47; Röm 8,15). (Pohl)
  • Wir haben hier einen schwergewichtigen Zwölferabschnitt vor uns. Sinn der Berufung dieses Kreises war ja das Mit-Ihm-Sein gerade in dieser Nacht und bei Seinem Sterben. Wie ein Echo auf das „mit Ihm sein“ in 3,14 wirkt hier das „mit Mir“ in 18 und 20. (Pohl)
  • In dieser Nacht sollen die Jünger die eigentliche Rolle spielen, indem sie Zeugen und Betroffene des neuen Passah werden. (Pohl)
  • Die Jünger erfahren bei Markus nicht, wer der Verräter ist (20). (Voigt)
  • „Menschensohn“ – „Mensch“ (21), aufschlussreicher Wechsel im Ausdruck. (Voigt)
  • Gottes Walten und menschliche Verantwortung sind zusammenzudenken. Die Schuld des Verräters ist schwer. (Voigt)
  • Jesus spricht aus, dass die Mahlgemeinschaft mit den Jüngern jetzt endet (25) und beim Anbrechen des Reiches Gottes erneuert werden wird. (Voigt)
  • Es scheint, wie auch 1Kor 11,23 ahnen lässt, ein gewisser innerer Zusammenhang zu bestehen zwischen der bevorstehenden Auslieferung Jesu an Seine Feinde und der Stiftung des Mahles. Wir sagen Stiftung, obwohl sich ein gewisser Wiederholungsbefehl nur in 1Kor 11,24f und Lk 22,19 findet. (Voigt)
  • Jesus kennt den Auslieferer; so weiß Er auch, dass diese Stunde den Abschied bringt (21a). Auf dem Hintergrund will die Einsetzung des Abendmahles gesehen sein. (Voigt)
  • Es scheint sich um ein befreundetes Haus zu handeln (14). … So dürfte auch der junge Mann, der offenbar an Jesus interessiert ist und dieses Interesse beinahe mit seiner Freiheit bezahlt hätte (51), in das Haus gehören. Weiß Lukas mehr von dem Hause? Es sieht so aus, als sei in Apg 1,13; 12,12, an dieses Haus gedacht und damit zugleich besagter junger Mann identifiziert. (Voigt)
  • Wichtiger ist, dass Jesus weiß, wie weit die Dinge inzwischen gediehen sind (10ff). Was Er längst hat kommen sehen (8,31ff; 9,30ff; 10,32ff; 10,38.45; 12,6ff; 14.8), wird durch die Aktion des Verräters ausgelöst. (Voigt)
  • Das NT zeigt Jesus nicht unangefochten und unerschüttert, sondern in ganz menschlicher Weise leidend und geängstet. (Voigt)
  • Der Verräter ist einer, der als Tischgenosse mit Jesus in engster Lebensgemeinschaft gestanden hat und im Augenblick noch steht. Gemeinsames Essen und Trinken verbindet und ist Zeichen der Verbundenheit. Eben darum war, was man 2,15 liest, etwas Provozierendes. (Voigt)
  • Jesus hat Sünder an Seinen Tisch gezogen, und man kann an unserem Abschnitt sehen, dass sie auch in Seiner Gemeinschaft nicht aufgehört haben, Sünder zu sein. Jesu Gemeinde besteht nicht aus perfekten Heiligen. (Voigt)
  • Jede Tischgemeinschaft ist für die Morgenländer Gewährung des Friedens, der Bruderschaft, des Vertrauens; Tischgemeinschaft ist Lebensgemeinschaft. (Jeremias in Pohl)
  • Tischgemeinschaft mit Jesus ist mehr, nämlich Heil und Gemeinschaft mit Gott selbst. Genau aus diesem Kreis, der das Mit-Ihm-Sein von 3,14 handgreiflich genoss, hebt einer die Ferse gegen ihn, wie es in Ps 41,10 heißt und in Joh 13,18 zitiert wird. Aus dem Zwölferkreis versetzt einer dem Herrn einen heimtückischen und verächtlichen Fußtritt. Das heißt „übergeben“ (18). (Pohl)
  • „Ich bin es doch nicht etwa?“ (19) Obwohl eigentlich ein jeder wissen müsste, ob er dergleichen vorhat oder auch nur erwägt, ob er sich mit Jesus in irgendeinem Konflikt befindet oder nicht: Jeder muss es grundsätzlich für möglich halten, dass er es ist, der ausbricht, treulos wird, abtrünnig, feindlich. Jeder hat das Zeug dazu, Judas zu sein. Mit solchen hält Jesus Gemeinschaft – bis heute. (Voigt)
  • Sie waren noch viel zu stark, um Jüngerschaft durchhalten zu können (19). (Pohl)
  • Ein Abgrund der Liebe wird erleuchtet. Jesus speist Seinen Feind (Röm 12,20)! … Nach Joh 13,27 ließ gerade dieser Liebesbeweis das Herz des Judas versteinern. (Pohl)
  • Jesus „geht dahin“ (21). Er ist zum Menschensohn bestimmt, Er wird den durch Dan 7 vorgezeichneten Platz einnehmen. Aber zuvor muss Er durchs Leiden. Und dazu bedient sich Gott des menschlichen Werkzeugs (Judas). Jesus bedauert diesen Menschen (21). Aber das „Wehe!“ gilt. (Voigt)
  • Unsere Verantwortlichkeit wird durch das göttliche Muss (8,31) nicht aufgehoben, sie ist in dieses Muss eingeschlossen, von ihm umgriffen. Wir bringen es logisch nicht zusammen, aber unser Gewissen weiß, dass es sich so verhält. (Voigt)
  • „Besser ihm, wenn er nicht geboren wäre“ (21) – Das Judentum hat diese Wendung häufig auf Sünder angewendet, so dass Judas hier nicht zum Sondersünder erklärt wird. (Pohl)

 

  • Jesus wird den Seinen genommen sein. Und damit werden sie alles entbehren, was sie an Ihm hatten: Gott, das „Reich“, die Vergebung; die neue Existenz, die Hoffnung, die Gemeinschaft mit Ihm und, daraus hervorgehend, auch untereinander. Mit Jesus verlieren sie alles. (Voigt)
  • Er schenkt durch das Mahl nicht nur Vergebung (das auch!); auch nicht nur ein neues Miteinander Seiner Leute (das auch!). Er schenkt vor allem und eigentlich sich Selbst. Wird Er in den nächsten Stunden ihnen genommen, so wird Er sich doch ihnen – und Seiner Gemeinde zu allen Zeiten – auf eine neue Weise geben. Wir sollen Ihn nicht entbehren oder vermissen. (Voigt)
  • Nicht: Er war einmal, wir müssen uns mit Erinnerungen zufrieden geben. Sondern: Er kommt auf neue Weise zu uns und gibt sich uns. (Voigt)
  • Unser Glaube lebt nicht von einem erkannten ruhenden Sein, wie griechisches Denken sich dies vorgestellt hat. Er hat es mit dem lebendigen Gott, hier, mit dem auf uns zukommenden, mit uns umgehenden, an uns handelnden, für uns sterbenden Jesus Christus zu tun. (Voigt)
  • Jesus hat uns Menschen immer in unserer Leibhaftigkeit ernst genommen. So gibt Er sich auch „in, mit und unter“ etwas Leibhaftem: im Brot und Wein. Wie Er sich mit den Elementen verbindet, lassen wir getrost auf sich beruhen; das bleibt Sein Geheimnis. Dass Er sich in den Elementen gibt, sollten wir Ihm danken. (Voigt)
  • Indem wir Ihn in uns aufnehmen, geht das Heilige in und mit uns hinein in die Welt. Wir haben den Herrn bei uns. (Voigt)
  • Wir haben nicht etwas, sondern IHN. (Voigt)
  • Der Herr begegnet Seiner Gemeinde, indem Er sich an sie austeilen lässt. Aber in diese Begegnung bringt Er alles ein, was Er der Gemeinde ist und tut. (Voigt)
  • Er gibt Sein Leben zum Opfer (24). Die griechische Präposition „hyper“ (für) hat mehrfachen Sinn: „zugunsten von …“, „in Parteinahme für …“, „in Stellvertretung von …“. Alle drei Grundbedeutungen dürften hier zutreffen. (Voigt)
  • Im Abendmahl ist gegenwärtig der für uns sich opfernde, am Kreuz sterbende und in einem „unvergänglichen Priestertum“ immerzu für uns eintretende Christus (Hebr 7,24; Röm 8,34; 1Joh 2,1). Indem Er bei uns ist, ist Er immer unser Anwalt, Fürsprecher, Beistand, der für uns Parteiergreifende und sich dabei auf sein ein für allemal geschehenes Opfer Berufende. (Voigt)
  • Aus Seiner Gegenwart kommen uns folgende Gaben: Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit, Hoffnung, Gemeinschaft untereinander, die Freiheit zum Handeln und Wirken in der Welt. (Voigt)
  • Mit Vers 25 wendet sich Jesus der Zukunft zu. (Voigt)
  • Trotz des Todesernstes, der auf dem Ganzen bisher gelegen hat, bringen die abschließenden Worte den frohen, hellen, sieghaften Ausblick auf das Neue Mahl der Gemeinschaft im Reiche des Vaters. (Rienecker)
  • Im Abendmahl lädt der erhöhte Herr die Seinen an Seinen Tisch und gibt ihnen jetzt schon Anteil an der zukünftigen Gemeinschaft im Reiche Gottes. Wir warten in Freude auf Seine Wiederkunft als die zur Herrlichkeit in der Vollendung Berufenen. (Arnoldshainer Abendmahlsthesen in Voigt)
  • Wichtig für die Predigt scheint mir, dass Jesus in der Stunde der Stiftung des Mahles auf die Tischgemeinschaft in der Vollendung hinweist. Gottes Reich: ein großes, fröhliches Mahl, bei dem alle willkommen sind (Lk 13,29f; 14,21ff). Gottes „Herrschaft“ besteht darin, dass Er die Menschen bewirtet! Er fordert nicht, Er schenkt und gibt und erfreut. (Voigt)
  • Den an alttestamentlichen Opfermahlzeiten Beteiligten war geläufig, dass sie Gottes Gäste waren. (Voigt)
  • Tischgemeinschaft: Wir gehören zusammen! Man sollte dem auch Ausdruck geben. (Voigt)
  • Die Öffnung von Lk 14,21ff ist Gnadenhandeln Gottes. Wir praktizieren an Jesu Tisch nicht unsern natürlichen Gemeinschaftssinn, sondern empfangen Seine unverdiente Güte. (Voigt)
  • Er selbst hat nicht mitgegessen und mitgetrunken. Der im Sakrament sich uns schenkende Christus ist in mir und in dir und in den anderen, und das ist es, was uns – jenseits aller Erfahrungen, die wir aneinander gemacht, aller Enttäuschungen, die wir einander bereitet haben, aller Sym- oder Antipathien, die zwischen uns sind – zusammenbindet. (Voigt)
  • Indem ich Schwester oder Bruder vernachlässige oder betrübe, treffe ich den Herrn schmerzhaft, der in mir ist. (Voigt)
  • In jeder Abendmahlsfeier leben wir – unter bescheidenen Formen verdeckt – das Künftige. Wir haben den Blick nach vorn gerichtet, „bis dass Er kommt“ (1Kor 11,26). Wir beten: „Maranatha“ (1Kor 16,22; Offb 22,20). Wir wissen uns deshalb heute schon verbunden mit den „vollendeten Gerechten“ (Hebr 12,23). Vielleicht wird uns, indem wir dies sehen, auch die Liturgie der Kirche wieder verständlich. (Voigt)

 

  • Der Herr erduldete nicht nur das Kreuz, sondern hat es auch sprechend, sagbar, glaubbar und erfahrbar gemacht. … Er selbst schlüsselte uns in dieser Nacht Seinen Tod auf, so dass es nun heißen kann (1Kor 11,26): „Sooft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, verkündet ihr des Herrn Tod“, nämlich voller Jubel, Anbetung, Geist und Hoffnung. (Pohl)
  • Jesus war nicht für das Passah da, sondern dieses Fest war für Ihn da. (Pohl)
  • Handlungen wirken gegenüber dem bloßen Wort sehr lebhaft auf die Zuschauer ein, haben aber den Nachteil, dass sie mehrdeutig sind und jeder sich sein Verständnis zurechtlegen könnte. Das Deutewort sichert das authentische Verständnis (22-24). (Pohl)
  • „Und während sie aßen“, also in erhobener Stimmung feierten. Essen war Zeichen der Freude, Trauernde fasteten. (Pohl)
  • In Jesu Muttersprache enthielt das Sätzchen (22) kein Verb. Es lautete einfach: „Dies da – mein Leib.“ Man dürfte durchaus „bedeutet“ ergänzen. Aber auch ein „ist“ kann in diesem Zusammenhang nicht missverstanden werden. (Pohl)
  • Der Text (22) sagt nicht, dass Jesus sich beim letzten Festmahl durch Nichtbeteiligung von der Gemeinschaft Seiner Jünger ausgeschlossen habe. (Pohl)
  • Das „alle“ (23) setzt sich in den Versen 27.29.31. 50 erschütternd fort. (Pohl)
  • Ein Bund Gottes mit Menschen ist in jedem Fall Gnadenbund, denn wir Menschen haben mit Gott nur Gemeinschaft, wenn Er sie will. Er will sie, auf Seine Kosten und zu Seinen Lasten. Gott Seinen Willen zu lassen, sich völlig bei Gottes Zusage zu beruhigen – das nennt die Bibel „glauben“. So glaubte Abraham Gott und war Gott recht (1Mo 15,6; Röm 4,3; Gal 3,6; Jak 2,23). (Pohl)
  • Der Karfreitag öffnete allen die Tür zu Gottes Fest. Dementsprechend wird auch Jes 53 vom Staunen der Geretteten durchzogen. (Pohl)
  • Das zweite Wort (24) dient der erläuternden Rede beim Mahl. Das Brotwort liefert die grundlegende Deutung, das Becherwort ist darauf aufbauend dem Verkündigungsgeschehen zugeordnet. Das Brotwort gibt Tiefe, das Becherwort Weite. (Pohl)
  • Die Todesverkündigung (25) trägt keinen schwarzen Trauerrand, sondern ist verflochten mit einem Triumphwort: „bis zu jenem Tage, wenn ich es trinke neu in der Herrschaft Gottes (Mt ergänzt: „mit euch“)“. (Pohl)
  • Der Gekreuzigte wird als Lebendiger Mittelpunkt des Essens sein, das Gott geben wird (Jes 25,6; 65,13; Offb 2,7), und die Vielzahl der Abendmahle münden in das große „Hochzeitsmal des Lammes“ (Offb 19,9). (Pohl)
  • Im Wechselgesang ertönten an dieser Stelle (26) die Psalmen 115-118. Das ganze Hallel besteht aus den Dankgebeten 113-118, wobei die Juden auf jeden Halbvers mit einem Halleluja antworteten, insgesamt 123mal. (Pohl)
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