46-1 Der Fischzug des Simon – Lk 5,1-11

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Lk 5,1-11

1.    Exegese

1.1Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    Was „begab sich aber“? War das an einem Sabbat?                        1

  • Was motivierte die Menge, zu Jesus zu kommen?

o    Das Wort Gottes stand damals in den Schriftrollen in den Synagogen. Wie konnte man dort am Ufer des See Genezareth das Wort Gottes hören?

o    Auf welcher Seite vom See stand Jesus? à Atlas

o    Wann und warum waschen Fischer ihre Netze?                    2

o    Standen die Fischer im Wasser?

o    Warum fragt Jesus nicht, ob er das Boot benutzen darf?     3

o    Wer war Simon? Was bedeutet der Name?

  • Wie lange kennen sie sich schon?

o    Warum wollte Jesus ein Stück weg vom Ufer?

o    Warum setzte Jesus sich?

  • Was machte Simon in der Zeit?

o    Warum will Jesus, dass die Fischer rausfahren?                  4

  • Warum „wo es tief ist“?

o    Was sagt das Wort „aber“ aus?                                          5

o    Warum sagt Simon „Meister“?

  • Wer sind „wir“?

o    „Nichts gefangen“ – Was macht das mit einem?

o    Wer war bei Simon?                                                           6

  • Was ist eine „große Menge“?

o    „Netze begannen zu reißen“ – Warum ist das so wichtig?

  • Was lernte Simon dadurch gleich zu Anfang?

o    Wen rief Simon?                                                                7

  • Was taten sie zusammen?
  • Wie viel Last braucht ein Boot, damit es fast untergeht?

o    Wo war Jesus?                                                                  8

o    Was hat Simon mit Petrus zu tun?

  • In welcher Umgebung fiel Simon Jesus zu Füßen?

o    Warum gebraucht Simon hier den Titel „Kyrios“?

  • Warum schickt er Jesus weg?
  • Was haben Fische mit Sündenerkenntnis zu tun?

o    Woher dieser „Schrecken“?                                                9

  • Warum eigentlich Erschrecken statt Freude?

o    Warum wird das „Miteinander“ betont?

  • „Miteinander“ mit wem?

o    Wer sind Jakobus und Johannes? Wo kommen sie her?      10

o    Warum „nicht fürchten“? Wovor fürchtete Simon sich?

o    Wie geht das: „Menschenfischen“?

  • Woher hat Jesus die Autorität, Simon zu sagen,
    was er in Zukunft tun wird?
  • Wie mag Simon sich dabei gefühlt haben?

o    Wer folgte nach?                                                               11

  • Was ist Nachfolge? à Lexikon!!

o    Was taten sie vorher?

  • Was wurde aus den vielen Fischen?

o    Was wollte Lukas seinen Lesern sagen?

1.3Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

o

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o

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1.4Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

Der See ist etwa 21 km lang und an der breitesten Stelle etwa 12 km breit. … Zur Zeit Jesu lagen dort neun Stadtgemeinden dicht beieinander am Ufer, von denen keine weniger als 15.000 Einwohner hatte. (Barclay)

  • Die zuhörenden Menschen „bedrängen“ Jesus so, dass sie nahezu „auf ihm liegen“. … Jesus nimmt Simons Boot in Anspruch, ein hoheitlicher Akt. Jetzt kann er wie üblich sitzend lehren. (Voigt)
  • Simon erscheint ganz deutlich als der Leiter des Fischfangs. Ihn bittet Jesus (3). Ihn kann er auch bitten. Hat Jesus doch noch nicht lange vorher seine Schwiegermutter vom Fieber geheilt (4,38-39). (Rienecker)
  • Jesus ging von nun an überall hin, wo Menschen bereit waren ihm zuzuhören. John Wesley, der Begründer der Methodisten, sagte einmal: „Unsere Gemeinschaft ist aus den Menschen hervorgegangen, die auf den dunklen Bergen wanderten, die zu keiner christlichen Kirche gehörten, doch sie wurden von Methodistenpredigern erweckt, die ihnen in die Wildnis dieser Welt gefolgt waren, auf die Landstraßen und in die entlegensten Winkel, auf die Märkte und Messen, über Höhen und durch Täler. Sie haben das Kreuz auf den Straßen und Gassen der Großstädte ebenso errichtet wie in den Dörfern, in Scheunen und in Küchen der Bauernhäuser, und zwar in einer Weise und in einem Ausmaß, wie es seit den Tagen der Apostel nicht mehr vorgekommen war. Ich schätze ein gemütliches Zimmer, ein weiches Kissen und eine schöne Kanzel: Doch Seelen werden durch das Predigen im Freien gerettet.“ (Barclay)
  • Der in V.4 beginnende Erzählfaden lässt nicht erkennen, dass Jesus zum Fischen mit ausgefahren ist. (Voigt)
  • „Meister“ (5), griech. „epistates“, heißt auch Vorgesetzter, oder Bevollmächtigter. … Zu dem, was dem Bevollmächtigten untersteht, gehören nach dem Psalm 8 auch die Fische im Meer. Darum kann der epistates einen Fischzug befehlen; zu einer Stunde, wo sonst ein Fischzug so gut wie aussichtslos ist. (Rienecker)
  • Während Simon die Fische in seine Netze zieht, ist er selbst in das Netz des Heilandes gefallen! (Rienecker)
  • In Vers 8 kommt der Name Petrus für Simon das erste Mal vor.
  • Die besondere Hervorhebung des Kniefalls des Simon will darauf hinweisen, dass sich mit dem Erlebnis des Fischfangs im Verhältnis zwischen Jesus und Simon etwas geändert hat. (Rienecker)
  • Vers 10 „Fürchte dich nicht!“ Jesu spricht „wie ein himmlisches Wesen“. „Fangen“ hat nach dem Gebrauch der Septuaginta die Nebenbedeutung: „lebendig einfangen“. (Voigt)
  • Es ist Schuld (der Epoche) der Aufklärung, dass uns Heutige weithin nicht Schauder und Furcht ergreift, wenn Gott eingreift. Sie hat aus Gott einen schwachen, weichherzigen, lieben Gott gemacht. Sowohl das Alte wie das Neue Testament ist der Zeugnisse voll, dass, wo Gott naht, der Mensch erschrickt und sich fürchtet. (Rienecker)
  • Fürchte dich nicht!“ So reden Engel oder gar Gott selber, und so wird Jesus als der Auferstandene und Erhöhte die Seinen anreden. (Voigt)
  • Die Kirche wagt es mit dem Auferstandenen: Fürchte dich nicht! Sie hat nur das Wort. Selbst sündig und machtlos, wirft sie das Netz. Wir alle sind Christus ins Netz gegangen. (Voigt)
  • Unser Text leitet den großen Abschnitt 5,1-9,50 ein.
  • Der Vergleich (10) hinkt: Gehen die Fische ins Netz, ist es ihr Verderben: gehen die Menschen ins Netz, ist das ihre Rettung – wie wenn Schiffbrüchige aus dem Wasser gezogen werden. (Voigt)
  • Dass Jesus einer unter aussichtslosen Bedingungen arbeitenden Kirche immer wieder Erfolg gibt, ist auch ein Wunder. (Voigt)
  • Man fischt nachts, wenn der Schatten des Bootes die Fische nicht verscheucht. Und man fischt in Ufernähe, wo sich die Schwärme normalerweise aufhalten. … Wir fragen, welchen Sinn es wohl haben sollte, sich zu mühen, wo doch kein Erfolg zu erwarten ist. (Voigt)
  • Vergeblich sich mühen, das gehört zu den Berufslasten der Dienstleute Jesu. Kommt es anders, dann eben deswegen, weil der Herr der Kirche sein großes Wunder tut. (Voigt)
  • Da Jesus es gesagt hatte, war Petrus bereit, es nochmals zu versuchen, obwohl er erschöpft war. Das Unglück der meisten Menschen besteht darin, dass sie genau vor den letzten, unbedingt noch erforderlichen Anstrengungen aufgeben. (Barclay)
  • Was Petrus tun soll, ist das grundsätzlich Menschenunmögliche. Ohne das Wunder kann nichts daraus werden. Man beachte: die Nacht der „Frustration“ (5) gehört in die Gleichnishandlung mit hinein (2Kor 4,7). … So hart es ist, die Kirche hat immer wieder einmal Zeiten durchzumachen, in denen sie lernen muss, sich nicht auf ihre Fischereimethoden und ihre Erfahrungen und Kniffe zu verlassen. „Aber auf dein Wort …“ – das haben wir zu lernen. Unsern Auftrag ausführen (2Tim 4,2), einfach weil Er es gesagt hat. Mehr wird von uns nicht verlangt. (Voigt)
  • Nur zu oft warten wir auf eine günstige Gelegenheit, weil der Augenblick uns ungünstig erscheint. … Wenn wir wollen, dass ein Wunder geschieht, müssen wir dem Wort Jesu folgen, wenn er uns auffordert, das Unmögliche zu versuchen. (Barclay)
  • Petrus ist über den Fang erschüttert und erschrocken. … Das Sündersein äußert sich immer wieder auch in konkreten Sünden. Aber hier geht es nicht um das einzelne Versagen, sondern hier ist es zu einer Sündenerkenntnis gekommen, die sich auf die ganze Person bezieht. … Der und ich, wir passen nicht zusammen, denn Er ist das Gegenteil von mir, dem Sünder. … Dass wir entdecken, wir sind dieses Herrn nicht wert, eben dies bindet uns an ihn wie nichts sonst. (Voigt)
  • Petrus soll jetzt von diesem göttlichen Herrn, der ihn mit Güte erschreckt hat, in Dienst genommen werden. Der Auftrag, Menschen aufzufischen, kann nur wahrgenommen werden, indem man dieses „Fürchte dich nicht“ im Ohr hat. (Voigt)
  • Petrus meint: Wir können uns nur trennen. Jesus verfügt: Du bleibst bei mir als mein autorisierter Beauftragter. Dass Petrus ein „sündiger Mann“ ist, verneint Jesus nicht. Eben mit Sündern betreibt er von nun an seine Sache – mit solchen die Sünder sind. (Voigt)
  • Die drei (11) haben Jesus nicht freiwillig zum Vorbild gewählt, sondern Er hat sie als der Kyrios berufen. … Jesus ist in Simons Boot gestiegen, als sei es ganz selbstverständlich, dass Er darüber verfügt. Jesus, der Rabbi, hat in den Fischereibetrieb eingegriffen und Simon und seinen Leuten Anweisungen gegeben, als hätte Er ein Recht dazu. … Und dann hat Petrus den Auftrag (10) erhalten, ohne dass er gefragt worden wäre, ob er zu dergleichen auch bereit ist. (Voigt)
  • Der Augenblick wird nicht kommen, wo Petrus sagen kann, es geht nun allein. Petrus wird sich samt allen Mitarbeitern keinen Augenblick von diesem Jesus lösen können. (Voigt)
  • Das Netz ist nie zum Zerreißen voll gewesen. Die Christenheit hat sich immer gegen ihre Erfahrung an ihres Herrn Verheißung halten müssen (2Thess 3,2). Man wir im NT lange suchen müssen, ehe man Klagen über eine „frustrierte“ Kirche findet (im Sinne von: „die ganze Nacht geschuftet und nichts gefangen“), wohl aber findet man viele Äußerungen der Freude darüber, dass Christus zu seinen Zusagen steht. (Voigt)
  • Am Anfang des Jüngerkreises und damit auch zu Beginn der Gemeinde Jesu, steht nicht das Gerichtswort, sondern das Gnadenwort. … Jesus war ihnen zu groß geworden. … Nicht an jeden, der in die Nachfolge Jesu berufen wurde, wird die Forderung gestellt, seinen Beruf zu verlassen. … Aber jeder kann in seinem irdischen Beruf nicht bloß für seine Seele, sondern auch für die Seelen anderer sorgen. Selbst gewonnen und gefangen zu werden, das ist die erste Seligkeit. Andere zu werben und ins Reich Gottes zu bringen, das ist die andere Seligkeit. (Rienecker)
  • Petrus erhielt zuerst den Auftrag: „Du sollst Menschen fangen“(10) und dann: „Weide meine Schafe.“ (Joh 21.16f) Diese Befehle sind nicht zwei verschiedene Aufträge, sondern zwei Seiten und Gesichtspunkte ein und desselben Auftrages. (Mission – tägliche Fürsorge)

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