51-4 Ich möchte ihre Rettung – Röm 9,1-10,4

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Röm 9,1-10,4

1.     Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Beachte, dass die Kapitel 9-11 eine Einheit sind?
    • Um welches Thema geht es hier?
    • Welches besondere Thema hat der 10. Sonntag nach Trinitatis?
  • Beachte die Autorität, auf die Paulus sich beruft! 1
    • Was ist die „Wahrheit in Christus“?
    • Was hat das Gewissen mit dem Heiligen Geist zu tun?
    • Wie kann der HG durch das menschliche Gewissen etwas bezeugen?
  • Woher kommen bei Paulus „Traurigkeit und Schmerzen“? 2
    • Was bedeutet: „in meinem Herzen“?
    • Warum schreibt er „ohne Unterlass“?
  • Was bedeutet „verflucht sein“? 3
    • Warum ist Paulus bereit auf Gottes Gnade zu verzichten, um sie seinen Landsleuten zu geben?
  • Welche acht Privilegien besitzt jeder Israelit? 4-5
    • Was bedeutet es ein Israelit zu sein?
    • Was ist das Besondere an den einzelnen Privilegien?
  • Welche gewaltige Aussage wird hier über Christus gemacht? 5
    • Wer ist der Christus, den Paulus hier meint?
  • Beachte das Bindewort „aber“! 31
    • Welche Tragik steht hinter diesen zwei Worten „Israel aber“?
  • Was bedeutet es, dass Israel „nach dem Gesetz der Gerechtigkeit“ getrachtet hat?
    • Was ist das „Gesetz der Gerechtigkeit“?
    • Warum haben sie es nicht erreicht? à 32
  • Wie kann man die Gerechtigkeit „aus dem Glauben“ suchen? 32
    • Um welchen Glauben und um welche Werke geht es hier?
    • Was ist „Gerechtigkeit?
  • Was ist mit dem „Stein des Anstoßes“ gemeint? 33
    • Wozu gibt es diesen „Stein“?
    • Wann haben sie sich gestoßen?
    • Was ist mit „Zion“ gemeint?
  • Wer ist in diesem Vers die aktive Person?
    • Welche Reaktion erwartete Gott von den Zeitgenossen Jesu?
  • Beachte die liebevolle Anrede! 10,1
    • Was ist ein „Herzenswunsch“?
  • Warum sehnt sich Paulus nach der Errettung seines Volkes?
    • Kennen wir so einen Wunsch und solche Gebete?
  • Beachte das Bindewort „denn“! 2
    • Welchen „Eifer für Gott“ sieht Paulus bei seinem Volk?
    • Warum schreibt er: „aber ohne Einsicht“?
    • Welche Einsicht reicht ihnen nicht?
  • Beachte das wiederholte Bindewort „denn“! 3
    • Welche Gerechtigkeit „gilt vor Gott“?
    • Wie versuchen gläubige Menschen ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten?
  • Wie kann man der Gerechtigkeit Gottes „untertan“ sein?
    • Was ist die „Gerechtigkeit Gottes“?
  • Beachte das wiederholte Bindewort „denn“! 4
    • Was bedeutet: „des Gesetzes Ende“?
  • Wie ist der letzte Satz zu verstehen: „Wer glaubt, der ist gerecht?
    • Um welchen Glauben geht es hier?
    • Was bedeuten die Worte: „ist gerecht“?
  • Warum schrieb Paulus diese Zeilen an die Menschen in Rom?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2       Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

  • Dass Christus den aus seiner Mitte stammenden Christus nicht angenommen hat, ist das notvolle Problem, mit dem sich die Kap 9-11 beschäftigen. (Voigt)
  • Nach dem Kapitel über Gesetz und Geist ist die Problematik Israels an dieser Stelle fällig. (Voigt)
  • Große, ununterbrochene Traurigkeit (2), Schmerz im Herzen. Erst V3 sagt, was den Apostel so bewegt. … Der Wunsch ist ernstgemeint, aber nicht realisierbar. (Voigt)
  • Paulus würde seinen in der Taufe empfangenen Heilsstand, das Sein in Christus, drangeben um seine „Brüder“ zu retten. (Voigt)
  • Die Juden sind „Israeliten“ (4) (heilsgeschichtlicher Ehrenname). Die Vorzüge, die Israel in seiner Erwählung für sich hat und die Paulus in 3,1f aufzuzählen im Sinne hatte, werden in überlegter Steigerung aufgeführt. (Voigt)
  • Setzt man nach „dem Fleisch“ (5) einen Punkt, bezieht sich der Lobpreis (Doxologie), das Ganze abschließend, auf Gott, der Israel all diese Vorzüge gegeben hat. Setzt man ein Komma, dann bezieht sich die Aussage „Gott“ auf Christus, und Ihm gilt die Anbetung. (Voigt)
  • Gottesgerechtigkeit gibt es nur als Glaubensgerechtigkeit (32). (Voigt)
  • War 9,27 an einen „Rest“ gedacht, scheint hier (10,1) an Israel im Ganzen gedacht zu sein. (Voigt)
  • Gottesgerechtigkeit (3) steht der eigenen, selbsterstrebten, gegenüber (Phil 3,9). (Voigt)
  • Gerade indem Christus des Gesetzes Ende ist (nicht „Ziel“), kommt es zur Gerechtigkeit. (Voigt)
  • Es geht an diesem Sonntag um das Verhältnis zwischen Kirche und Israel und darum, dass Gott, wenn es sein muss, auch hart zugreift.
  • Für uns Deutsche bedeutet es weder Trost noch Beruhigung, dass es „die Anderen“ waren, die die schrecklichen Gräuel inszeniert haben. Ohne die Gedankenlosigkeit der vielen und die Feigheit derer, die es besser hätten wissen können, hätten die – zugleich treibenden und getriebenen – Kräfte des Bösen ihr Werk nicht tun können. (Voigt)
  • Wir müssen bekennen, dass die Christenheit durch viele Jahrhunderte dieses Volk bedrückt und gejagt, gequält und gemordet hat, angeblich in Vollstreckung des Fluches, mit dem die unmittelbar Schuldigen sich selbst verflucht haben (Mt 27,25). Christen hätten wissen müssen, dass ihr Herr an der Sünde der Welt zugrunde gegangen ist, auch an unserer Sünde. (Voigt)
  • Die Geschichte der christlichen Gemeinde beginnt in der Synagoge. Es ist eine harte Sache, dass es zum Bruch gekommen ist. (Voigt)
  • Paulus bekennt sich mit großer Liebe zu dem Volk, aus dem er stammt. Er ist Jude, das hat er nie geleugnet (11,1; 2Kor 11,22; Phil 3,5), Wer auch immer Israelit ist – er ist des Paulus „Bruder“. (Voigt)
  • Es versteht sich nicht von selbst, dass Paulus sich so zu seinem Volke stellt. Als ein Abtrünniger hat er vom ihm nichts Gutes zu erwarten gehabt. … Aber Paulus – liebte sie. Sie sind nach wie vor seine „Brüder“. Er weiß sich mit ihnen solidarisch, obwohl er im Glauben ganz woanders steht. (Voigt)
  • Paulus ist nicht Missionar, weil er es gern sieht, wenn andere sich seiner Meinung über Gott anschließen und sich damit erweist, dass er „recht hat“. Wir predigen – hoffentlich – auch heute das Evangelium nicht, weil es schön ist, Gesinnungsgenossen zu haben, und weil man gern andere für das interessieren möchte, was einem selbst wichtig ist. Es geht um „Rettung“! (Voigt)
  • Das Paulus in 9,33 zwei Zitate kombiniert, hat guten Grund. Jes 28,16 spricht von Gott als dem kostbaren Grund- und Eckstein. Jes 8,14 sagt von demselben Gott, er werde den beiden Häusern Israels zum „Stein des Anstoßes und Fels des Ärgernissen“ (Voigt)
  • Wer kann schon ruhig bleiben, wenn er Menschen an Gott scheitern sieht! Dazu kommt in diesem Fall, dass es sich um das Volk handelt, dass wie kein anderes zu der in Christus verwirklichten Gottesgemeinschaft zubereitet und für sie bestimmt war. (Voigt)
  • Viererlei trennt Juden und Christen voneinander:Jesus war ein vorbildlich-frommer Mann (viel jüdischer, als wir Christen Ihn sehen), aber der Messias war Er nicht. Die Aufgabe des Messias ist „Erlösung des Diesseits von Krieg und Feindschaft, von Hass und Unfrieden“, und das ist Jesus schuldig geblieben.
    2. Dass sich Israels Erwählung in der christlichen Kirche fortsetzt, ist „arrogante Enterbungstheorie“. Israels besondere Stellung zu Gott ist „unübertragbar“.
    3. Dass Jesu Tod – als Sühnetod „ebenso unbegreiflich wie bibelwidrig“ – den Hass Gottes und Sein Gericht (Zerstörung des Tempels und Zerstreuung der Juden) auf sie gezogen habe, ist folgenschwere Verleumdung.
    4. Christus hat das Gesetz „aufgerichtet“ (Mt 5,17); Er ist nicht des Gesetzes Ende.
    Alle vier Aussagen stoßen sich mit dem „Wort vom Kreuz“ (Voigt)
  • Es geht dem Apostel wirklich um Israel – so aber, dass das Problem Israel von der Christusbotschaft her gesehen ist. (Voigt)
  • Der Grund zur Trauer ist: „Sie eifern um Gott“ – wir sagen es mit tiefen Respekt, gerade auch im Blick darauf, wie sie diesen Eifer im Leiden bewährt haben -, „aber nicht mit rechter Einsicht“ (10,2). Sie sind für das, was Gott in Christus getan hat, „blind“ (11,25). (Voigt)
  • Israel merkt nicht, dass es auf dem Weg der eigenen Anstrengung bei Sündern – und das sind wir alle – nie zur „Gerechtigkeit“, zum heilen, normalisierten Verhältnis zu Gott kommen kann (9,31). (Voigt)
  • Der Eifer kann zu größerer Sünde führen: dazu nämlich, dass der Mensch in seinem illusionären Selbstvertrauen den um ihn bemühten Gott – fortschickt, abweist, wegschiebt, im äußersten Fall umbringt. … Menschliche Eigenmächtigkeit ist unser aller Sünde. (Voigt)
  • Es gibt nur eine Möglichkeit, in Gottes Gericht bestehen zu können: der Glaube an Christus, den Gott zur Sünde gemacht hat, damit wir die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt. (Voigt)
  • Wir erkennen an dem, wie es den Apostel umtreibt, dass er Menschen verlorengehen sieht. (Voigt)
  • Die Kirche ist aus Israel hervorgegangen. Das Alte Testament ist auch für sie Heilige Schrift. Die Kirche hat sich nicht nur an den lebendigen Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs gebunden, sondern auch an die konkrete Geschichte Seines Heilshandelns mit Israel. (Voigt)
  • Aber wir verstehen alles, was im AT steht von daher, dass es auf Christus zugeht und in Ihm seine Erfüllung findet. (Voigt)
  • Paulus sagt nicht: Gebt eure Erwählung auf. Sondern: Nehmt sie ernst und macht sie fest. Nicht: Reißt euch endlich von eurem Glauben Israels los und lauft zu Christus über. Sondern: Werdet, was ihr seid, indem ihr zu Christus kommt. (Voigt)
  • Israel wird nicht enterbt, sondern es wir aufgerufen sein Erbe wirklich anzutreten, gemeinsam mit denen, die seit Christus an Israels Erwählung teilgewinnen. (Voigt)
  • Wir Christen würden total verkennen, was wir sind und haben, wenn wir Israels Glaubensgut nicht als das unsere annähmen. (Voigt)
  • Israel würde seine Berufung verspielen, wenn es nicht sähe, dass seine eigene Glaubensgeschichte sich in Jesus Christus fortsetzt und vollendet.
  • Die Verse 4-5 reden durchweg nicht von dem, was Menschen für ihren Gott tun, sondern von dem, was Gott für sie tut. (Voigt)
  • „Israeliten“ Das Volk der gnädigen Wahl Gottes, Menschen, die mit Gott und Menschen streiten und dabei siegen (1Mo 32,29). Aber auch solche, für die Gott streitet (2Mo 14,14). … 1Petr 2,9 – Die Kirche ist das neue Israel; wie ein Mündungsdelta hat sich der Strom der alttestamentlichen Heilsgeschichte ausgebreitet. (Voigt)
  • „Annahme in die Sohneswürde“ Israel wird „Gottes Sohn“ genannt – Zeichen besonders enger Verbundenheit. An wenigen Stellen findet sich die Aussage, dass Gott Israels Vater sei; als Anrede Gottes findet sich „Vater“ im AT nicht. (Voigt)
  • „Herrlichkeit“ Israel hat lebendige Gotteserfahrung. Die Doxa Gottes erscheint und wohnt inmitten des Volkes. (Voigt)
  • „Bundesschlüsse“ sind gnädige Selbstverpflichtungen Gottes, die das Verhältnis zwischen Gott und Volk ordnen und stabil machen, freilich auch für Israel verpflichtend sind. … Durch des Volkes Untreue ist ein bundes- und damit rechtloser Zustand eingetreten. Doch Gott will einen „neuen Bund“ schließen (Jer 31).
  • „Gesetzgebung“: Vielleicht ist dasselbe gemeint wie die „Worte Gottes“ in 3,2, jedenfalls geht es um Gottes Willenskundgabe. (Voigt)
  • „Kult“: Israel betet, lobt, dankt, klagt, bekennt, sammelt sich um Seinen Gott. Seine Gebet sind in die Liturgie der neutestamentlichen Gemeinde eingegangen. Seine Opfer sind in dem einen großen Opfer „aufgehoben“, das Christus gebracht hat und das Er Selbst war. (Voigt)
  • „Verheißungen“: die Zusage von Segnung und Führung, Beistand und Schutz, Frieden und ungestörtem, reichem Leben, besonders die Ankündigung des Heilskönigs. … Auf alle Gottesverheißungen ist das „Ja“ in Christus gesprochen. (Voigt)
  • Die „Väter“: die großen Zeugen der göttlichen Berufung, Bewahrung und Leitung dieses Volkes. (Voigt)
  • „Christus – nach dem Fleisch“ Das Heil kommt von den Juden (Joh 4,22). (Voigt)
  • Soweit Israels unverlierbare Gaben (11,29). (de Boor)
  • Alle Linien des AT laufen da zusammen, wo Gott in Jesus Christus unser Gott und der Gott-für-uns wird. (Voigt)
  • Wenn es wahr ist, dass Gott Sein Bundesvolk nicht aufgegeben hat, dann besteht Hoffnung für Israel. Beten ist betätigte Hoffnung (10,1). (Voigt)
  • Gott hat Sein Volk nicht verstoßen (11,1f)! Die Untreue einiger hebt nicht Gottes Treue auf (3,3). Denn Gottes Gaben und Berufung können Ihn nicht gereuen. (11,19). Was hier gesagt ist, gilt nicht nur Israel. Es ist das Evangelium überhaupt: Gott steht unbeirrbar zu denen, die einmal Sein geworden sind (z.B. in der Taufe). (Voigt)
  • Es kann sein, Er kann uns Sein Gutes nicht zuführen, wenn wir uns weigern, es anzunehmen, aber Er hört nicht auf, es für uns bereitzuhalten, auch dann, wenn wir uns – zeitweilig? – verschließen. Dies ist der große, starke Trost für solche Leute, wie wir sind. (Voigt)
  • Auf unserer Seite der wacklige, brüchige, unstetige, leichtbeirrbare, oft erkaltende Glaube – aber ER: der Gott und Heiland, der durchhält und dem kein Schwacher zu schwach ist, als dass Er ihm nicht zu Hilfe kommen wollte. (Voigt)
  • Indem Israel Christus ergreifen wird, wird es zu seiner eigenen Zukunft gelangen. (Voigt)
  • Das Kreuz Christi ist dem Volk Israel näher, als sie, die Glieder dieses leidgeprüften Volkes, es wissen. (Voigt)
  • Gottes Gnade „belagert“ unsere festvermauerten Herzen. Wenn sie sich durchsetzt, gehören wir wieder IHM. (Voigt)
  • Der Vorspruch (9,1-5) ist überaus bemerkenswert. Er enthält Klage ohne Anklage. Nicht Israels Verhalten, sondern allein sein Geliebtsein kommt zur Sprache. (de Boor)
  • Was Israel unter den Völkern in einzigartiger Weise (Eph 2,12!) und auch in dunkelster Nacht eine Nation der Hoffnung bleiben ließ, sind seine Heilsverheißungen. (de Boor)
  • Bisher im Röm 9-mal »Juden«, ab jetzt in Kap. 9-11 elf Stellen mit »Israel«, »Juden« nur noch 9,24; 10,12. (de Boor)
  • Auf Christus hin wurde Israel erwählt, gesegnet, beauftragt, erzogen und erhalten. Um Christus unmissverständlich als Höhepunkt zu bestimmen, fügt Paulus an: Der über allem Gott ist, gepriesen in die Zeitalter hin, Amen. (de Boor)
  • Mit diesem Lobpreis bringt Paulus das volle christliche Bekenntnis in den Gedankengang herein. Der erwartete »Christus nach dem Fleisch« ist inzwischen als Herr und Gott (10,9) »nach dem Geist« und »in Kraft durch die Auferstehung von den Toten« (1,3-4) anwesend.
  • Dies (5b) ist die einzige Stelle bei Paulus, in der Jesus Christus einfach „Gott“ genannt wird. (de Boor)
  • Das Wort „Gott“ steht hier so artikellos wie am Beginn des Johannesevangeliums: „und Gott war das Wort“. (de Boor)
  • Der subjektiven Versicherung seiner Aufrichtigkeit (1-2) wird von drei „objektiven“ Zeugen unterstützt. Er redet „in Christus“. … Auch „sein Gewissen“ legt für ihn Zeugnis ab. … Und es ist ein „Gewissen im Heiligen Geist“. … So dürfen die Römer ihm glauben, auch wenn er Unglaubliches sagt. (de Boor)
  • Was tut ein Mensch, wenn dieser ungerechte Hass ihm nicht nur persönlich Leiden über Leiden bringt, sondern auch sein Lebenswerk zu zerstören sucht? (de Boor)
  • Das Wort ich „wünschte“ (3) ist das gleiche, das an vielen Stellen mit „beten“ übersetzt wird. Da Paulus alles mit seinem Herrn besprach, wird er auch dieses im Gebet Ihm vorgelegt haben, wie einst Mose (2Mo 32,32). (de Boor)
  • Der Abschluss (30-33) bereitet zugleich das nächste Kapitel vor, indem er das ganze geschichtliche Geschehen, von dem das Kapitel sprach, in das Licht der Rechtfertigungslehre stellt. (de Boor)
  • Wirkliche „Gerechtigkeit“ als Gerechtsprechung durch Gott Selbst gibt es nur für den „Glauben“. (de Boor)
  • Wer sich Gott im Glaubensgehorsam anvertraut, wird nicht beschämt, sondern erfährt die Gerechtsprechung, gegen die sich keine Anklage mehr erheben kann. Wer in seiner Selbstgerechtigkeit sich an der freien Gnade stößt, kommt zu Fall. (de Boor)
  • Paulus hätte nicht fortdauernd mit Zuversicht für sein Volk beten können (10,1), wenn ihm nicht das Geheimnis von 11,25 gezeigt worden wäre. (de Boor)
  • Wie schon 9,2f verbinden sich »Herz« und »Gebet« (10,1), so dass Paulus wieder die Dringlichkeit seines Flehens beteuert. (de Boor)
  • Es ist und bleibt etwas Großes, wenn Gott und Gottes Sache einem Menschen nicht gleichgültig ist, sondern sein stetes Denken um Gott kreist und sein Leben von der ständigen Rücksicht auf Gott durchzogen wird. (de Boor)
  • Im eifrigen Bemühen um den vollendeten, jedes einzelne Gebot genau beachtenden und auslegenden Gehorsam steckt ein tiefer letzter Ungehorsam. (de Boor)
  • Vers 4 könnte man auch übersetzen: „Das Ziel des Gesetzes ist Christus.“ (nach de Boor)
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