14-4 Was kein Auge gesehen hat – 1Kor 2,1-10

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1Kor 2,1-10

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    Um welches Thema geht es im ersten Teil dieses Briefes?

o    Warum betont Paulus sein „ich“ so sehr?                             1

  • Was hat man unter dem Wort „Brüder“ zu verstehen?

o    Wann kam Paulus nach Korinth? à Atlas; Lexikon!

o    Was meint Paulus mit „Geheimnis Gottes“?

  • Was sind für ihn „hohe Worte“ und „hohe Weisheit“?

o    Beachte das Bindewort: „denn“!                                           2

o    Warum hielt Paulus es für richtig, diese „Methode“ anzuwenden?

  • Warum „allein“ von Jesus Christus?
  • Warum „allein“ vom Gekreuzigten?

o    Beachte sein Zeugnis!                                                        3-4

  • Was meint er mit „Schwachheit, Furcht und Zittern“?
  • Was versteht Paulus in „menschlicher Weisheit“?
  • Was ist „Erweisung des Geistes und der Kraft“?

o    Beachte das Bindewort: „damit“!                                          5

  • Beachte das Geist (4) und Gott (5) hier parallel gebraucht werden!
  • An was denkt Paulus bei dem Gegensatz zwischen „Menschenweisheit“ und „Gottes Kraft“?

o    Beachte das Bindewort „aber“!                                             6

o    Beachte, dass Paulus von hier an das Wort Weisheit im positiven Sinn gebraucht!

  • Was versteht er hier unter „Weisheit“?
  • Warum benutzt er das gleiche Wort für verschiedene Aussagen?

o    Was ist „Weisheit bei den Vollkommenen“?

  • Was ist die „Weisheit dieser Welt“?
  • Wer sind die „Herrscher dieser Welt“ (vgl. auch 8)?

o    Was will Paulus mit den Worten „die vergehen“ aussagen?

o    Beachte den Kontrast: „sondern“!                                        7

  • In welchem „Geheimnis“ ist die Weisheit Gottes verborgen?

o    Welche Weisheit wurde von Gott „vorherbestimmt“?

  • Was meint „zu unserer Herrlichkeit“?

o    Was hat diese Weisheit mit der Kreuzigung zu tun?             8

  • Was meint das Wort „erkennen“?
  • Wie „erkennt“ man?
  • Beachte die Kombination: „denn wenn …, so …“!

o    Beachte den Kontrast: „sondern“!                                        9

  • Was bedeutet: „wie geschrieben steht“?
  • Warum ist es wichtig, dass es „geschrieben steht“?

o    Was hat „Gott bereitet“ denen, die Ihn lieben?

  • Wer sind die, „die Ihn lieben“?

o    Hat es Gott etwas ausgemacht, dass die, die Ihn lieben unter der Trennung von Ihm leiden?

  • Oder hat Gott unter der Trennung gelitten?

o    Was meint „uns aber“?                                                       10

  • Wer ist „wir“?

o    Was ist „offenbaren“?

o    Wer oder was ist „Sein Geist“?

  • Wenn der Geist „forschen“ und „offenbaren“ kann, dann muss er eine Person sein?!

o    Was ist mit den „Tiefen der Gottheit“ gemeint?

o    Was wollte Paulus den Gläubigen in Korinth mit diesem Absatz sagen?

  • Was hat der Gekreuzigte (2) mit dem Geheimnis (7) der Tiefen Gottes (10) zu tun?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

o

o

o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

o

o

o

o

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    „Auch ich“ (1) Was man am Bild eurer Gemeinde ablesen konnte, dafür bin ich selbst (Paulus) ein Beispiel. Mit einem zweiten „und ich“ (3) wird derselbe Gedanke erneut aufgegriffen. Paulus blickt gern auf seine ersten „Eingänge“ (1Thes 1,9; 2,1) bei den Gemeinden zurück (Gal 4,13; Phil 1,5; 1Thess 1,5; 2,5ff). (Voigt)

o    „Und auch ich“, diese Anknüpfung zeigt, dass Paulus mit diesem Abschnitt seinen Beweisgang fortsetzen will (von 1,17 an). (de Boor)

o    „hielt es für richtig“ (2) = „hab mich entschlossen“. (Voigt)

o    Wie Paulus die Erkenntnis (2) zu schätzen wusste, haben wir in Kap. 1,5 gesehen. Aber nun wird aus der „Erkenntnis“ das egoistische Streben des gefallenen Menschen, der nicht als ein Verlorener glaubend von der Gnade Gottes leben, sondern seinerseits im „Erkennen“ Gott beherrschen und Gott in sein Gedankensystem einfangen will. Der heilige, lebendige Gott wird zum „Objekt“ des menschlichen Denkens und Verstehens. (de Boor)

o    Der Mensch sucht instinktiv eine Theologie und eine Verkündigung, … die ihm über Gott alles „beweist“ und „erklärt“ und ihm den Zusammenbruch vor Gott und das glaubende Ergreifen der Rettung erspart. (de Boor)

o    Vers 5 ist gegen den Irrtum der Korinther geschrieben, die deshalb auf die Gruppenhäupter schworen, weil sie auf die im Menschen liegenden Kräfte aus waren. (Voigt)

o    Der „Vollkommene“ (6) = der im Glauben „Erwachsene“, „der Eingeweihte“ (Voigt)

o    „Herrscher dieser Welt“ (es dürfte an die unsichtbaren „Machthaber“ gedacht sein) haben den Verfechter der Sache Gottes beseitigt, ohne zu wissen, dass sie es mit dem „Herrn der Herrlichkeit“ selbst zu tun hatten. (Voigt)

o    Unser Absatz ist eine der schwierigsten Stellen der paulinischen Briefe. Innerhalb des Textes, zwischen 5 und 6, wechselt Paulus die Tonart. … Von Vers 6 an, ist von der Weisheit im positiven Sinne die Rede. Es tauchen Worte auf, die dem gnostischen Denken und Reden entnommen sind. (Voigt)

o    Gottes direkt ansichtig zu werden, nicht in der indirekten Sicht des Spiegels und nicht im Rätselwort vom Gekreuzigten, sondern – jetzt schon – von Angesicht zu Angesicht (13,12): Das ist sicher das heimliche Begehren jedes Menschen, der sich mit Gott verbunden weiß und der sich nach dieser Verbundenheit mit Ihm sehnt. (Voigt)

o    Paulus ist, wie er den Juden ein Jude, den Griechen ein Grieche geworden ist, hier den Gnostikern wie ein Gnostiker geworden (in der Sprache, nicht in der Sache). Die Worte der Gesprächspartner bekommen neuen Sinn. (Voigt)

o    Wie die Korinther mit ihrem überwiegend bescheidenen menschlichen Status – nicht viele Weise, Einflussreiche, aus höheren Ständen Stammende – den Verdacht nicht aufkommen lassen, als sei Christsein nichts als eine gesteigerte, sozusagen optimale Variante des Menschseins, so verhält es sich auch mit Paulus und seiner Predigt. (Voigt)

o    Predigt kann nicht darin bestehen, dass der predigende Mensch das Seine darbietet, Selbstentwickeltes also, Selbsterdachtes, aus der Substanz des eigenen Menschseins Hervorgebrachtes. … Man kann sich auf der Ebene des Menschlichen treffen, kann Selbsterfahrenes, Selbstgedachtes, Selbstgestaltetes dem anderen verständlich machen, indem man an die in ihm vorhandenen analogen Anlagen und Fähigkeiten anknüpft. Beim Prediger ist es anders. Er spricht von dem Gott, den keiner seiner Hörer gesehen hat, er selbst ebenso wenig. (Voigt)

o    Der Prediger, wenn er denn wirklich die Linie des Apostels einhält, predigt einen Gott, den keiner von uns sich so gedacht hätte, wie Er da offenbar wird: den gekreuzigten Gott – schändlich hingerichtet, grausam umgebracht. (Voigt)

o    Man muss sich klarmachen, was in einem Todesurteil beschlossen ist: Du bist nicht mehr wert, in der Welt zu leben; in dem unter Menschen gültigen System von Normen, Werten, Grundsätzen, Überzeugungen ist für so einen, wie Du bist, kein Platz; wo kämen wir hin, wenn wir gelten ließen, was Du bist! (Voigt)

o    Man mache sich klar: Dies dem unter uns anwesenden Gott ins Angesicht gesagt! Hier findet ein Zusammenprall statt zwischen den Menschen, samt allem, was ihnen gültig ist, und dem wirklichen Gott; ein Zusammenprall, wie man ihn sich heftiger nicht denken kann: die Konfrontation auf Tod und Leben! (Voigt)

o    In Jesus Christus verkündigte Paulus stets den Auferstandenen, den Wiederkommenden, aber aller menschlichen „Weisheit“ entgegen „diesen als Gekreuzigten“. (de Boor)

o    Wie aber sieht eine Verkündigung aus, die diese törichte Botschaft zum Inhalt hat? Wie sieht ein Bote aus, der diese Botschaft in ihrer ganzen „Torheit“ und rettenden „Gotteskraft“ verantwortlich zu verkündigen hat? Paulus zeigt es der Gemeinde in Korinth und uns an seinem eigenen Beispiel. (de Boor)

o    Die Bangigkeit (3) ist in der Sache begründet. Wer wird einen solchen Gott und Herrn annehmen und eine Botschaft, die ihrem Wesen nach im Urteil der Menschen nur Anstoß und Nonsens (1,23) sein kann? Und nun achte man darauf, dass der Apostel nicht etwa – weil ihm bange war – diese harte, schockierende Botschaft gemildert, gedämpft, mit anderen einleuchtenden Aussagen gepolstert hat. Die Kirche hat dies immer wieder getan, und sie ist damit der ihr aufgetragenen Sache untreu geworden. (Voigt)

o    Gerade hier, wo noch ganz anders als bei jeder anderen Rede alles auf den „Erfolg“ ankäme, ist der Redner zugleich grundsätzlich und total unfähig zu diesem Erfolg. Diese seine „Schwachheit“ treibt ihn in eine tiefe Furcht und lässt ihn immer neu erzittern. (de Boor)

o    Paulus hat, als er sich „in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern“ in den Spuren seines gekreuzigten Herrn bewegte, eine bewusste Entscheidung getroffen. Nicht mangels Besserem hat er diese Botschaft nach Korinth gebracht, sondern weil diese Botschaft die einzig stichhaltige ist. (Voigt)

o    Paulus verlässt sich auf den Beweis des Geistes und der Kraft, den nicht er, Paulus, zu erbringen hat, sondern den die Botschaft bzw. der in ihr wirkende Herr Selbst leistet. (Voigt)

o    Paulus weiß, dass die Gemeinschaft mit Gott durch die Sünde gestört ist – vom Sünder her gesehen: hoffnungslos – und nur dort (wieder-) hergestellt werden kann, wo der Gott-Mensch-Konflikt bis zur letzten Konsequenz ausgetragen wird und Christus mit dem Sünder und der Sünder mit Christus stirbt. (Voigt)

o    Die Botschaft vom gekreuzigten Christus verkündigt und bringt uns den Gott, der mit dem Sünder Verbindung aufnimmt und ihn sich heimholt. (Voigt)

o    Dieser „Geist“ und diese „Kraft“ kann gerade in einer sehr einfachen, stillen und „verächtlichen“ Rede das Wunder des Glaubens wirken. (de Boor)

o    Das Verlangen nach „Weisheit“ bei den Korinthern hat Paulus in den drei zusammengehörenden Abschnitten Kap. 1,18-25; 1,26-31; 2,1-5 mit tiefem Ernst abgewiesen. Aber Paulus weiß es wohl: Es ist kein Verlangen in uns hineingelegt, für das nicht Gott auch die Stillung bereit hätte. Nur die egoistische und eigenmächtige Befriedigung wird uns verwehrt. (de Boor)

o    Paulus unterscheidet – und dies schon 1,22-25! – zweierlei Weisheit: die der Welt – und die heimliche, verborgene Weisheit Gottes. (Voigt)

o    Warum sind die beiden Arten von Weisheit nicht auf einen Nenner zu bringen? (Voigt)

o    Der Mensch erkennt, was im Menschen ist, aber für die Wirklichkeit Gottes hat der natürliche Mensch keine Antenne. Gleiches kann nur von Gleichem erkannt werden. (Voigt)

o    Der Glaubende hat den Blick für das Gottsein Jesu und für die in Jesus sich erschließende Gottesweisheit. Wer nicht glaubt, dessen Sinn ist verblendet (2Kor 4,3f). (Voigt)

o    Für das Göttliche ist das natürliche Erkenntnisvermögen des Menschen nicht zuständig. (Voigt)

o    Gott ist in dem, was Er ist, und in dem, was Er will, plant und beschließt allezeit „Geheimnis“ – einfach deshalb, weil Er anders ist, „der ganz Andere“, eben Gott und nicht Mensch. (Voigt)

o    Dass Gott uns, die Ihm verlorengegangenen Menschen, wiederhaben will, entspringt nicht der Eingebung oder gar Laune eines Augenblicks, sondern Gott bewegt dies in Seiner Weisheit und in Seinem ewigen Erbarmen jenseits von Raum und Zeit; und Seine Liebe sorgt sich um uns und sucht uns, ehe wir um uns selbst, erst recht, ehe wir um Ihn wissen können. In diese Abgründe des göttlichen Vordenkens und Vorausliebens schaut kein Mensch hinein. (Voigt)

o    In Jesus war Gott nicht nur anders, sondern Er erschien, als der Gekreuzigte, in der ungöttlichsten Gestalt: erniedrigt, gedemütigt, verhöhnt, verabscheut, gequält, vernichtet. (Voigt)

o    Unsere Vorstellungen von Gott lassen sich nicht mit dem wirklichen Gott verbinden, der am Kreuz hängt und elend stirbt. Wo bleibt da das Göttliche? (Voigt)

o    Die Entscheidung dafür, dass wir wirklich nichts anderes mehr wissen als allein Jesus Christus und diesen als Gekreuzigten, fällt im Personenzentrum unseres Wesens und ist die Entscheidung gegen unser Ich für die Liebe. (de Boor)

o    „Vollkommene“ (6) – Es hat mit „Perfektionismus“ nichts zu tun, macht aber Ernst mit der Tatsache, dass es im Leben der Wiedergeborenen ein Wachstum und Reifen gibt. In Kap. 3,1 f wird Paulus es gerade den selbstsicheren und auf die Höhe ihres Christenstandes stolzen Korinthern sagen, dass sie in seinen Augen noch „Unmündige“ sind, denen man „feste Speise“ noch gar nicht zumuten kann. (de Boor)

o    Der Widerstand der unsichtbaren gottwidrigen Mächte gegen Jesus, bis hin zu Seiner Vernichtung durch das Kreuz, ist nur von daher verständlich, dass sie überhaupt nicht gemerkt haben: dieser Tod entspricht dem göttlichen Heilsplan und dient gerade dazu, das Gottwidrige zu entmachten, ja zu „beseitigen“ (6). (Voigt)

o    Der vom Tod verschlungene wahrhaft Lebendige ist für den Tod das Gift, an dem er selber sterben muss. (Voigt)

o    Die „Mächte“ vergreifen sich am „Herrn der Herrlichkeit“ (übrigens eine für die Christologie hochwichtige Stelle), um Gott das Konzept zu verderben – und in Wirklichkeit müssen sie unwissend Seinen Plan vollstrecken (Röm 11,33ff). (Voigt)

o    Paulus sieht dabei aber „diesen Äon“ nicht nur als eine Sache der Menschen an. Schon das Judentum wusste von Engelmächten, die die Welt und die Geschicke der Völker in ihr beherrschen (vgl. Da 10, 8-20). Paulus nimmt diese Überzeugung auf, die seinem Volk geschenkt worden war. Er spricht von den „Herrschern dieses Äons“ und meint damit nicht den Kaiser in Rom und die Fürsten der größeren und kleineren Völker. Er denkt an die Engel, die er anderweitig als „Throne, Herrschaften, Fürstentümer und Gewalten“ bezeichnet (Rö 8,28;Kol 1,16;Eph 6,12). (de Boor)

o    Wie soll sich uns die für den Menschen unbegreifliche „Weisheit“ erschließen? „Uns hat Gott es offenbart durch Seinen Geist“ (10). … Gott gibt Seinen eigenen Geist, Seine eigene Lebendigkeit und Dynamis in den Menschen hinein! (Voigt)

o    Der Heilige Geist: Gott in uns. Nicht, dass der Menschengeist zum Gottesgeist hinaufgesteigert würde, Gottesgeist und Menschengeist sind und bleiben zweierlei (Röm 8,16). (Voigt)

o    Indem Gott uns Seinen Geist gibt, haben wir in uns eine Art himmlischer Exklave („Anzahlung“ – 2Kor 1,22; 5,5; Eph 1,14). (Voigt)

o    Wir sind an den himmlischen, den göttlichen Stromkreis angeschlossen: Gottes Geist in uns erkennt Gott. (Voigt)

o    Der Geist führt nicht am Gekreuzigten vorbei oder über Ihn hinaus. Er zeigt die „andere Seite“ des Kreuzesgeschehens, eben das, was die „Herrscher“ (8) nicht wahrhaben können. Er macht die Hülle, unter der der erniedrigte Gott und Herr uns begegnet, durchsichtig. (Voigt)

o    Gekreuzigt wurde tatsächlich „der Herr der Herrlichkeit“, und zwar so, dass eben darin Gott das nur Ihm Selbst verstehbare Werk der Versöhnung der Welt geschehen ließ. (Voigt)

o    In der Tat, kein Auge konnte und kann dieses geheimnisvolle Wollen, Planen und Wirken Gottes sichten, kein Ohr es vernehmen, und kein Menschenherz kann sich solches ausdenken. Keine Spekulation erreicht den wirklichen Gott – und kein Mensch könnte, in seiner schuldhaften Verlorenheit, Gott dergleichen abverlangen. (Voigt)

o    Aber Gott hat, was Er in Jesus Christus an uns tut und durch Ihn zum herrlichen Ende führen wird, für uns „bereitgelegt“ (9 – Kol1,5; 1Petr 1,4). (Voigt)

o    Der Geist beglaubigt uns gerade am gekreuzigten Christus das wunderbare Gott-für-uns. (Voigt)

o    Indem Gott die Liebe entstehen lässt, indem Er also selbst durch Seine Liebe unsere Liebe weckt, schafft Er die personale Beziehung, in der allein Sein Geheimnis uns erschlossen sein soll. (Voigt)

o    Nach dem in den Tiefen Gottes, in den Abgründen Seines Erbarmens gefassten Plan unserer Errettung und Wiedergewinnung ist Christus für uns gestorben. Das ist die Weisheit, die der Geist uns erschließt und in der die Kraft des Gekreuzigten wirksam ist. (Voigt)

o    Ein „Geheimnis“ ist etwas, was nicht einfach alle wissen, weil es allgemein bekannt und einsichtig ist. So können Menschen ein Geheimnis miteinander haben, und es ist ihre Sache, ob und wem sie etwas davon mitteilen wollen. (de Boor)

o    Ein „Geheimnis“ ist aber nicht ein „Rätsel“. Ein Rätsel ist völlig unverständlich, bis man es „gelöst“ hat, dann aber ist es auch völlig klar. Ein „Geheimnis“ dagegen ist wohl mitteilbar und erfahrbar, bleibt aber auch als ein vernommenes und erkanntes von unausschöpfbarer Tiefe und überragt alle Berechenbarkeit und Einsichtigkeit. (de Boor)

o    Paulus spricht von dem „Geheimnis“ in der Führung Israels (Rö 11,25), vom „Geheimnis“ der Gemeinde (Eph 3,3;5,32;Kol 1,26 ff), vom „Geheimnis“ der Gesetzlosigkeit (2 Th 2,7) und dann auch von den „Geheimnissen“ Gottes, über die die Apostel als Haushalter gesetzt sind (Kap. 4,1). (de Boor)

o    Gottes geheimnisvoller Weltplan zielt auf „unsere Herrlichkeit“. Was schon im Entwurf der Schöpfung des Menschen angelegt war, Schöpfung zum Bilde Gottes, das wird am Endziel verwirklicht. Darum hat es Jesus in seinem letzten Gespräch mit dem Vater sagen können: „Vater, ich will, dass, wo ich bin, die bei mir seien, die du mir gegeben hast, dass sie meine Herrlichkeit sehen“ (Jo 17). Denn eben im Sehen des „Herrn der Herrlichkeit“, „wie er ist“ (1 Jo 3,3), werden wir „ihm gleich sein“, endgültig selber „herrliche“ Menschen bis in den „Leib der Herrlichkeit“ hinein (Phil 3,21). Unaussprechliches hat Gott für den Menschen bereit. So unsagbar groß ist der Mensch! (de Boor)

o    Wenn wir die Weisheit Gottes als reife Christen erkennen, dann wissen wir nicht eigentlich quantitativ mehr als das Wort vom Kreuz, aber wir wissen und erfassen es qualitativ anders, tiefer, umfassender, staunender. (de Boor)

o    Spurgeon, dieser mächtige und innerlich unerhört reiche Prediger, sagte auf seinem letzten Krankenlager: „Meine Theologie wird immer einfacher, sie besteht nur noch aus vier Worten: Jesus starb für mich.“ Genau dies hatte der 16jährige bei seiner Bekehrung erfasst. „Mehr“ wusste nun der alte, gereifte Gottesmann auch nicht. Aber wie anders, wie erfüllter sagte sein Herz jetzt diese vier Worte! (de Boor)

o    „Was ein Auge nicht sah“, das ist der Messias am Schandpfahl. Was „ein Ohr nicht hörte“, das ist Kunde von dem König, der selber die Strafe für die Rebellen erlitt. Was „auf ein Menschenherz nicht hinaufkam“, was ein Menschenherz sich nie erdenken konnte, ist die Liebe Gottes, die für eine Welt der Sünde und Gottlosigkeit den geliebten Sohn hingab. Das „alles hat Gott bereitet denen, die ihn lieben“. Und diese Menschen, die ihn lieben, schafft Gott gerade erst durch das Kreuz, durch seine „Schwachheit und Torheit“. (de Boor)

o    Gott mehr lieben und achten als alle eigenen Vorstellungen

o    Seinen Weg dankbar staunend annehmen, auch wenn er nicht unserer Logik entspricht

o    Seiner Weisheit mit Ehrfurcht begegnen, auch wenn sich alle darüber lustig machen

o    Ein einfacher Weg; für jeden gangbar, der bereit ist, Gott zu vertrauen

o    Ein einfacher Weg, der uns mit Dem in Verbindung setzt, Der uns zurückgestalten möchte in Seinen Entwurf von uns

o    „Siehe, ich mache alles neu“ hat verschiedene Dimensionen

o    Neben der großen göttlichen Offenbarung hat nur die heilige Einfalt Platz (Langsdorff)

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