64-2 Himmlisches Bürgerrecht – Phil 3,17-21

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Phil 3,17-21

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Was meint Paulus mit „folgen“? 17
    • Warum schreibt er „mir“ und nicht „Jesus“?
    • Ist es richtig, dass wir Menschen ermutigen, uns zu folgen?
  • Wer sind die „lieben Brüder“?
    • Sind auch Schwestern damit angeredet?
  • Wer sind „die, die so leben …“?
  • Wer ist mit „uns“ gemeint?
  • Kannst du in diesem Vers drei Gruppen von Menschen sehen?
  • Wann ist man ein „Feind des Kreuzes Christi“? 18-19
    • Wenn Vers 19 eine Beschreibung der „Feinde des Kreuzes Christi“ ist, was sind das dann für Leute?
  • Beachte das Bindewort „denn“ in Vers 18!
  • Beachte den Kontrast „aber“! 20
  • Was ist ein Bürgerrecht in damaliger Zeit?
    • Paulus hatte römisches Bürgerrecht – was war das?
    • Gibt es eine Beziehung zwischen „Bürgerrecht“ und Vers 17?
  • Was ist der Himmel, von dem Paulus hier spricht?
    • Wo ist der Himmel?
  • Was ist die Bedeutung des Wortes „Heiland“?
    • Was machte oder macht er heil?
  • Erwarten wir die Wiederkunft Jesu?
    • Wie drückte sich die Erwartung damals aus?
    • Wie warten wir? Wie erwarten wir IHN?
  • Wer wurde damals mit dem Titel „Herr“ (kyrios) angeredet?
    • Was will Paulus damit sagen, wenn er diesen Titel so betont auf Jesus den Messias bezieht?
  • Warum bezeichnet Paulus unsern Leib als „nichtig“? 21
    • Was ist „nichtig“?
  • Wie stellt Paulus sich die „Verwandlung“ vor?
  • Wodurch ist der Leib Jesu „verherrlicht“?
    • Was meint „gleich werden“? Was wird wie „gleich“?
  • Wozu braucht es diese „Kraft, mit der …“?
  • Was sind „alle Dinge“?
    • Wozu sollen die „Dinge untertan gemacht werden“?
  • Was will Paulus gerade mit diesen Versen den Philippern sagen?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

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2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

  • Dom bauen
  • Paulus führt einen Zweifrontenkampf: Er wehrt sich immer zugleich gegen das judaistische und gegen das hellenistische Missverständnis des Evangeliums. In der Verneinung des Kreuzes rücken beide Irrlehren freilich eng zusammen. (Voigt)
  • Die wirklich „Vollkommenen“ wissen sich eben gerade nicht „vollkommen“ (3,12.15). Darin sollen die Philipper den Paulus „nachahmen“ (1Kor 4,16; 11,1) und die, die ebenso wandeln. (Voigt)
  • Dem „Erstling“ (21) folgen die anderen (1Kor 15,20; 6,14; 2Kor 4,11.14). Christus wird unsern Niedrigkeitsleib „in eine andere Verfassung bringen“, so dass er „gleichgestaltet“ sein wird „seinem Herrlichkeitsleib“. (Voigt)
  • Die Bibel selbst durchbricht zuweilen das antike Stockwerk- und Raumdenken (1Kor 8,27; Jer 23,23f; Amos 9,2ff; Ps 139,3ff; Apg 17,28a). (Voigt)
  • „Jenseitig“: Gott und der Himmel als „Ort“ des Eschatischen sind weder im All noch in dieser Welt zu lokalisieren. (Voigt)
  • Man wird gewiss sein, dass der allgegenwärtige Gott sich selbst in Christus leibhaftig gebunden hat und damit, wo seine Gnadenmittel sind, Sich und die Realitäten des kommenden, eschatischen Lebens anbietet. (Voigt)
  • Paulus selbst steht in dem, worin er nachgeahmt sein will, nicht allein. Zum Glück gibt es noch andere, die ihr Leben so führen (17). (Voigt)
  • Paulus ist einer, der weiß, dass er es nicht ergriffen hat. Er jagt, als ein von Christus Ergriffener, dem nach, das er ergreifen will (12). (Voigt)
  • Die Judaisten, wie die hellenistischen Enthusiasten sollen das Noch-Nicht respektieren, die Unterwegssituation. Christen sind Menschen der himmlischen Zukunft und darum auf diese hin unterwegs. Die Irrlehrer halten sich für „vollkommen“? Meinetwegen!, würde Paulus sagen, lassen wir es gelten! Nur, was heißt dann „vollkommen“? Eben doch nicht am Ziel! Keineswegs in dem Zustand, in dem man sich des Erreichten freuen und darauf ausruhen könnte! Keineswegs schon in der Herrlichkeit! Wir tragen noch den Niedrigkeitsleib (21). Man sieht uns noch immer deutlich an, dass wir die Leute des gekreuzigten Christus sind. (Voigt)
  • Vielleicht geht es hier ähnlich wie in Galatien oder Korinth, um tiefgreifende Missverständnisse des Evangeliums? (Voigt)
  • „Irrdisch gesinnt sein“ (19): Das kann auf eine Einstellung und Haltung deuten, die uns höchsten Respekt abnötigt, … weil sie nicht nur Höchstes geleistet hat, sondern sogar sich selbst zum Opfer brachte. … Es gibt eine Weltlichkeit, von der wir als Christen zu lernen haben. … Es gibt auch eine stichhaltige, vom Glauben nicht negierte, sondern geradezu in ihm begründete Weltfreude. (Voigt)
  • Trotz der „Tränen“ des Apostels (18): Unsere Predigt hat nicht mit Menschen abzurechnen. Aber sie hat auf Gefahren und Verirrungen aufmerksam zu machen. Versuchen wir den Zugang zu Vers 18f von V. 17 – und damit von V.12ff – her zu finden. (Voigt)
  • Wer selbstzufrieden und selbstgläubig stehenbleibt, wo er steht, als hätte er es schon ergriffen, muss verfehlen, was Christus ihm zugedacht hat. Er wird es übrigens auch dann verfehlen, wenn er nicht sieht, dass der „Griff“ Christi nach seinem Leben die Voraussetzung für sein „Nachjagen“ ist. (Voigt)
  • Es ist noch nicht sichtbar geworden, was sein wird (1Jo 3,2). (Voigt)
  • Dort haben wir unser „Bürgerrecht“ (20), das „himmlische Bürgerrecht“. Vers 20a ist das eschatologische Gegenmotiv zur Zinsgroschengeschichte (dem Evangelium des Sonntags), ein wichtiger Beitrag zu dem Thema: Der Christ und die Politik. (Voigt)
  • Der Christ „unterstellt sich“ den „übergeordneten Gewalten“. Er tut dies aber als einer, dessen „Bürgerrecht“ im Himmel ist. Der 1Petr hat recht ausgelegt: Christen sind – bei aller Bejahung der irdischen Ordnungen (2,13ff) – in der Welt „Fremdlinge und Pilger“ (2,11). Unsere Heimat haben wir woanders. (Voigt)
  • „Nicht auf das irdische sinnen“(19): Es scheint so, als müsse der Christ hier desinteressiert und gleichgültig, wenn nicht gar feindlich eingestellt sein. Wir sehen, diese Konsequenz zieht Paulus nicht! Ihm ist der Staat, wie er ihn vorfindet, Gottes Setzung und Ordnung. (Voigt)
  • Die reformatorische Lehre von den beiden Reichen steht unter eschatologischem Vorzeichen. Nur im Blick auf die letzten Dinge ist sie recht zu verstehen. Und nur solange die Kirche Luthers gebannt auf die kommende Welt schaut, wird sie Luthers Lehre von den zwei Reichen redlich und unverfälscht weitergeben können. (Lau in Voigt)
  • Kein irdisches „Reich“ wird jemals „Reich Gottes“ sein. Keines wird jemals die Sünde und ihre Folgen beseitigen; eindämmen – ja, aber beseitigen – nicht. (Voigt)
  • Der Christ wird, indem er in der Welt politisch handelt, Irdisches auf durchaus irdische Weise betreiben, nach menschlicher Einsicht und Vernunft, unterwiesen durch Gottes Gesetz und Gott verantwortlich, aber darauf aus, gute irdische Ordnung – wo nötig, herzustellen, auf jeden Fall aber – zu bewahren in täglichem treuen Dienst. (Voigt)
  • Ein Christ kann alles, was er in seinem Alltag tut, nur tun als der aus Gnaden, d.h. um Christi Willen, Gerechtfertigte. Sein Ansehen bei Gott verdient er sich nicht durch weltliches Handeln, sondern er kann so, wie er es tut, weltlich handeln, weil er ein Gerechtfertigter ist. (Voigt)
  • Der Christ weiß, dass er seinen alltäglichen Dienst um Gottes Willen tut. (Voigt)
  • Es bekommt der Welt und auch ihrer staatlichen Ordnung nicht schlecht, dass unser Bürgerrecht im Himmel ist, wenn wir unser Leben in den „zwei Reichen“ richtig verstehen und wahrnehmen. (Voigt)
  • Das Irdische kann für uns nie die Stelle Gottes einnehmen (19), aber die Himmelsbürger sind, weil Gott sie in die Welt schickt, nicht-zu-verachtende Erdenbürger. (Voigt)
  • Der Ewige, der Zukünftige, bewegt sich auf uns zu. Auf unserer Seite bedeutet dies aktives Warten. „Der Herr ist nahe“ (4,5). Das darf nicht heißen: Bleib solange passiv, einfallslos, faul, träge, findet euch ab mit Krieg und Hunger, Gewaltherrschaft und Rassendiskriminierung und mit allerlei Verachtung von Mensch und Welt. Im Gegenteil!
  • Steht Christus vor der Tür, so wird unser Denken, Planen, Tun und lassen von dem bestimmt sein, was auf uns zukommt. (Voigt)
  • Was morgen sein wird, erfüllt und erhellt das Heute. (Voigt)
  • Der auf Christus Wartende hat keine Eile. Für jeden neuen Tag wartet er gelassen und getrost auf die Gotteskraft Christi (21) … die den Schwachen und nicht den Starken, den Pilger und nicht den Eingesessenen, den Demütigen, ja den Sündern und nicht den Gerechten zugedacht ist (2Kor 12,9). Der Christusbürger wartet sein Leben lang auf seinen starken Herrn. (Doerne in Voigt)
  • Paulus sieht alles, was für uns zu erwarten und zu erhoffen ist, in der Wirklichkeit des auferstandenen Christus begründet, des Erstlings unter denen, die entschlafen sind (1Kor 15,20). (Voigt)
  • „Verklärt werden“, genau übersetzt: „in eine andere Verfassung versetzt werden“ (21). Andersartigkeit und Selbigkeit: An beidem ist Paulus gelegen. (Voigt)
  • Wer so (1Kor 15,51; 2Kor 5,4) spricht, sieht sich, wie er ist, und sieht die ganze gegenwärtige Welt nicht als etwas an, was Gott am Ende nur mit Abscheu verwerfen und vernichten will, sondern als etwas, woraus Er noch etwas machen wird. (Voigt)

 

  • Im Philipperbrief geht es fort und fort um das wirkliche Leben. Wie wenig „Dogmatik“ haben wir in diesem Brief. Und wo wir sie haben: 2,5-11; 3,2-11, da steht sie völlig im Dienst der Praxis. (de Boor)
  • „Blickt auf die, die so wandeln …!“ (17) Uns scheint damit unsere ganze reformatorische Haltung bedroht. Dürfen dann arme, elende Sünder als Richtpunkt und Vorbild hingestellt werden? (de Boor)
  • Bei der Auslegung unserer Stelle ist es gar nicht so einfach zu sagen, wen Paulus dabei eigentlich konkret vor Augen hat. … Die einen sehen, dass hier weiter von den „Judaisten“ gesprochen wird. Andere Ausleger … meinen, dass Paulus hier von anderen Männern als in 3,2ff redet, von Heidenchristen, die für den im „Geist“ lebenden Menschen die volle Freiheit auf den niederen und darum auch bedeutungslosen Lebensgebieten proklamieren. (de Boor)
  • Wir werden darauf zu achten haben, dass der eigentliche Hauptsatz lautet: „Viele wandeln … als die, die auf das irdische bedacht sind.“ … Wir alle wissen, wie mächtig „das Irdische“ in seiner brutalen Wirklichkeit und seiner aufdringlichen Unentbehrlichkeit unser Herz in Angst und Lust auf sich zieht. (de Boor)
  • Christentum ist schön und gut, wir möchten es nicht missen, aber kosten darf es nichts, jedenfalls nicht die Stellung, das Brot, die Zukunft unserer Kinder oder gar Freiheit und Leben! Es ist ein Wunder, dass Paulus schon damals bei „vielen“ diese Gefahr heraufziehen sah. (2,21). Nur wer wirklich keinen Blick vom „Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes“ wandte und mit ganzem Einsatz zielwärts jagte und alles hinter sich vergaß, konnte dieser Gefahr entgehen. (de Boor)
  • Wenn Paulus hier nur allgemein von „vielen“ redet, ohne ihre nähere Kennzeichnung als „Judaisten“ oder „Libertinisten“, „Wanderprediger“ oder „Abgefallene“ zu geben, so werden wir gut tun, die Unbestimmtheit stehen zu lassen. Das ist für unser eigenes Lesen des Briefes sehr heilsam. Wie leicht entziehen wir uns dem schreckenden Ernst unserer Stelle, indem wir voll Eifer und Scharfsinn historisch die Schuldigen von damals ermitteln, die wir ja nicht sind! (de Boor)
  • Wo immer das „Bedachtsein auf das Irdische“ (19) begann, da hatte eine tödliche Erkrankung des Christenstandes eingesetzt. Gerade das, was Paulus als das „Wesen“ des Christentums vor die Philipper hingestellt hatte, dies „alles für Verlust halten um Jesu willen“ (3,7), dies rücksichtslose „Jagen nach dem Siegespreis der himmlischen Berufung zu“(3,14), wurde von dieser Erkrankung zerfressen. (de Boor)
  • Es sind Tränen (18) des Jammers und des Zornes im Blick auf die Verwüstung, die diese Aushöhlung des Christentums in den Gemeinden anrichtet. (de Boor)
  • Paulus hatte von seinem Verlangen nach der „Teilhabe an Seinen Leiden“ (3,10) gesprochen. … Das Kreuz Christi (18) ist wirksames Gericht und von Gott vollzogenes Todesurteil, das unser Fleisch gerichtet und getötet sein lässt, innerlich und bis in unsere äußere Lebensgestalt hinein (2Kor5,14ff!). Dagegen lehnt sich jeder auf, der auf das Irdische bedacht ist. (de Boor)
  • Die „Feindschaft gegen das Kreuz“ sitzt sehr tief im Herzen und Wesen und bricht auch unter der Decke einwandfreier Lehre hervor, wo das Kreuz unsere tatsächliche irdische Existenz angreift. (de Boor)
  • Das Wort „Ende“ (19 „telos“) schließt immer den Gedanken des „Zieles“ mit ein. Die irdisch Gesinnten „zielen“ auf das Leben und Gedeihen und merken nicht, dass dort am Ziel ihres Lebens in Wahrheit das Verderben steht (Mt 16,25). (de Boor)
  • „Bauch“ (19) – Prüfen wir einmal, wie viel Zeit wir für unsern Bauch haben und wie viel für Gott. Ungefrühstückt? Wie viel Geld geben wir wofür aus? (de Boor)
  • „Ihre Ehre ist in ihrer Schande“ (19) – Sind wir stolz auf Errungenschaften der „Christlichen Freiheit“, anstatt über diese Schande zu trauern (1Kor 5,1f)? (de Boor)
  • Paulus hat vor Augen, welche „Beschämung“, welches „Zuschandenwerden“ viele vor Gottes Angesicht erwartet, die hier so unangefochten und geehrt durchs Leben gehen. (de Boor)
  • Das Wort „Bürgerrecht“ (20 – „politeuma“) bezeichnet sowohl das Bürgerrecht als auch den Staatsverband, in dem man Bürgerrecht hat. … Philippi war eine römische Militärkolonie, die verwaltungsmäßig über die mazedonischen Provinzialbehörden hinweg mit Rom verbunden war und römisches Recht besaß. Die Philipper konnten das Wort „Bürgerrecht“ sehr gut verstehen. (de Boor)
  • Wir Christen leben wohl auf dieser Erde, in unseren Bedürfnissen an sie gebunden, von den „Herrschern dieser Weltzeit“ (1Kor 2,8), den „Mächten“ und „Gewalten“ bedrängt (Eph 6,12), aber im Grunde haben sie uns nichts mehr zu sagen, wir unterstehen „direkt“ unserm „Herrn“. (de Boor)
  • Wer „auf das Irdische bedacht ist“, der macht die Fremde zur Heimat und verleugnet sein eigentliches und wahres Bürgertum und scheidet sich von Dem, der sein rechter „Herr“ ist, um sich an andere Herren zu verlieren und seinen Bauch zum Gott zu machen. … Ja, hier gilt es zu wählen! Diese Wahl betrifft die Wurzel unserer Existenz. Dass unser Bürgertum nicht in dieser gegenwärtigen Welt liegt, sondern in der unsichtbaren Wirklichkeit, dass unser „Leben“ tatsächlich „Christus“ und alles andere „Verlust“ ist, das sieht man uns Christen von heute meist nicht mehr an, selbst wenn wir noch davon reden. (de Boor)
  • Unser Bürgertum ist im Himmel, weil JESUS dort ist! Es liegt nicht am Ort und am Raum, sondern am Herrn. (de Boor)
  • Es geht um Jesus! Er aber ist „der Herr, der „Kyrios“! … Also der Weltbeherrscher! Ja, Jesus ist der Gottgleiche Herrscher des Weltalls, Jahwe-Jesus! (de Boor)
  • Wir Christen warten (20), dass Jesus aus dem „Himmel“ hervortritt zur Vollendung Seines Rettungswerkes. (de Boor)
  • Im Grauen der Bürgerkriege, in der Zersetzung aller bisherigen Lebensformen, in hoffnungslosen Wirren sehnte sich eine erschütterte Welt nach den „Soter“, nach dem „Retter“ (20 – Heiland). Und Augustus, der Kaiser kam. (nach de Boor)
  • Paulus schrieb: „Als ‚Soter‘ (Retter) erwarten wir sehnlich den Herren Jesus Christus“. Sie verstanden sofort richtig: Als Den, der die Welt wahrhaft in Ordnung bringt, als Herrscher eines wahrhaft neuen Weltzeitalters, erwarten wir Christen Den, den wir als unsern persönlichen Erretter schon kennen: Jesus! (de Boor)
  • Jesus ist der wahre „Soter“, denn Er hat die „Wirkungsmacht“, die kein Mensch besitzt und besitzen kann, die „Wirkungsmacht, die Ihn befähigt, sich das All zu unterwerfen“ (21). (de Boor)
  • Ein Mann wie Augustus hatte schon eine große „Energie“. Aber sie war doch viel zu klein, um der Welt wirklich helfen zu können. Dazu bedarf es der „Energie“, die Satan, Sünde, „Mächte und Gewalten“ und den Tod „aufheben“ und die Gestalt der Welt in der Tiefe „verwandeln“ kann. Diese Macht hat kein Mensch. Nur Jahwe-Jesus besitzt sie. Sein Sieg ist auf Golgatha schon errungen. (de Boor)
  • Wird die Gemeinde in den Veränderungen unserer aufgewühlten Zeit stehen, als die Gemeinde des Kyrios Jesu, die es allen Bewegungen der Zeit sagt: Wir sind viel radikaler, viel revolutionärer als ihr!? Wir erwarten als Retter und Vollender der Menschheit Jesus, den Seine Wirkungsmacht befähigt, sich auch das Weltall zu unterwerfen und die Welt von Grund auf zu erneuern, wie niemand von euch es kann! (de Boor)
  • Es geht wirklich um den Leib (21). … Der Leib ist ursprünglich Schöpfung Gottes. Der Mensch ist von vornherein und für immer gewollt als die lebendige Einheit von Geist, Seele und Leib. (de Boor)
  • Jetzt, im gefallenen Zustand ist unser Leib ein „Leib der Niedrigkeit“, vielleicht sogar „der Erniedrigung“. Wie erniedrigend ist für den Menschen, je klarer und brennender er lebt, die ständige Abhängigkeit von den Bedürfnissen des Leibes. (de Boor)
  • Wie viel Not macht der Leib durch seine Gebrechlichkeit und Zerstörbarkeit. Wahrlich ein „Leib der Niedrigkeit“, der zu dem nicht passt, was Gottes Geist innerlich in unsern Herzen an neuem Leben geschaffen hat. (de Boor)
  • Der wiederkommende Herr wird die Umwandlung dieses Leibes vornehmen. (de Boor)
  • „Doxa“ (21) ist die Lichtglorie und „Herrlichkeit“, wie Gott und die ewige Gotteswelt sie an sich tragen. So war Jesu Leiblichkeit, wie Paulus sie vor Damaskus mit erblindenden Augen selber sah, strahlendes Licht, unvergängliche Kraft, wunderbare Unabhängigkeit von Zeit und Raum. Einen solchen „Leib Seiner Herrlichkeit“ anstelle des „Leibes der Niedrigkeit“ werden auch wir bekommen. (de Boor)
  • Die richtige Perspektive
    Als man das Münster zu Freiburg baute, fragte man drei Steinmetzen nach ihrer Arbeit. Der eine saß und haute Quader zurecht für die Mauern der Wand. „Was machst du da?“ – „Ich behaue Steine.“
    Ein anderer mühte sich um das Rund einer kleinen Säule für das Blendwerk der Tür. „Was machst du da?“ – „Ich verdiene Geld für meine Familie.“
    Ein dritter bückte sich über das Ornament einer Kreuzblume für den Fensterbogen, mit dem Meißel vorsichtig tastend. „Was machst du da?“ – „Ich baue am Dom.“
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