27-1 Einzug in Jerusalem – Joh 12,12-19

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Joh 12,12-19(-24)

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Was war am Tag zuvor? 12
  • Wie viele Leute kamen damals zum Passahfest nach Jerusalem?
  • Woher hörten die Menschen, dass Jesus zum Fest kommt?
  • Was bedeuteten damals Palmenzweige? 13
  • Von wo gingen die Menschen hinaus?
    • Wohin gingen sie ihm „entgegen“?
    • „ihm entgegen“ = Fachausdruck für die Begrüßung des siegreichen Königs an den Toren der Hauptstadt
  • Was heißt „Hosianna“?
  • Warum meinten die Leute, dass Jesus „im Namen Jahwes“ kommt?
    • Warum nannten sie ihn „den König der Juden?
  • Warum steht hier das Wort „aber“? 14
    • Um welchen Gegensatz geht es?
  • Lies die ParalleleinSach 9,9 im Kontext nach! 15
    • Vergleiche die beiden Stellen
  • Was verstanden die Jünger nicht? 16
    • Was ist das Besondere an dieser Begebenheit?
    • Warum betont Johannes das „Eselreiten“ so sehr?
  • Was heißt: „als Jesus verherrlicht war“?
  • Wie lange ist die Auferweckung des Lazarus her? 17
    • Was für Leute waren dabei?
    • Wie muss man sich das „Rühmen der Tat Jesu“ vorstellen?
  • Was ist der Unterschied zwischen der „Menge“ im Vers 12 und dem „Volk“ in Vers 17?
  • Was will das „darum“ sagen? 18
    • Ist diese „Menge“ mit Vers 12 oder mit Vers 17 identisch?
  • Was ist ein Zeichen im Johannesevangelium?
    • Welches Zeichen ist hier gemeint?
    • Von welchen „Zeichen“ schreibt er noch in seinem Evangelium?
  • Wieder ein „aber“! Welchen Kontrast will es hervorheben? 19
    • Warum reden sie so?
    • Was wollten sie „ausrichten“? (11,48)
  • Wer ist mit „alle Welt gemeint“?
    • Beachte auch den Kontext nach unserem Text!
  • Was meint „läuft ihm nach“?
    • Warum tut „alle Welt“ das?
  • Sind die „Griechen“ Proselyten oder Gottesfürchtige? 20
    • Was ist der Unterschied?
  • Gottesfürchtige – da sie „anbeten“ wollen, nicht aber das Passa essen, was nur die Proselyten dürften. (Voigt)
  • Andreas und Philippus haben griechische Namen 20-21
  • Jesus erkennt im Verlangen der Griechen den Anbruch seiner „Stunde“ 23
  • Was sagt das Gleichnis vom „Weizenkorn“? 24
    • Spricht es von Jesus oder von der Weltmission?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Warum musste Jesus sterben? Wieso ist sein Tod unerlässlich für das Heil der Welt? … In dem Ruf „Hosianna“ verbirgt sich der Sinn seines eigenen, des Jesus-Namens. Er soll und will ja der „Helfer“ und „Retter“ sein. Das kann schon als Ausrufung eines neuen Königs verstanden werden. … Die Hinzufügung „der König von Israel“ macht den Ruf eindeutig. Und die Palmensymbolik. … Er wird wirklich sein Volk regieren, wie noch nie einer sein Volk regiert hat. Jesu Königtum besteht nicht darin, dass er im Bereich des Staatlichen einen neuen Stil politischen Handelns entwickelt, den der Machtlosigkeit und des Rechtsverzichts. Jesu Reich ist das eschatologische Königtum, das, wenn er wiederkommt, alle Staatlichkeit aufhebt. …Für dieses kommende Reich demonstriert Jesus, indem er den Esel besteigt, demonstrieren auch die Seinen, indem sie sich an die Bergpredigt halten. … Hier wird ein Reich angesagt und sinnfällig bezeugt, das in die Ewigkeit der Auferstehung hineingehört. (Voigt)

o    Hier bei Johannes liegt die Initiative beim Volk. … Wir sind in der christlichen Gemeinde schnell dabei, den messianischen Rausch der Festpilger in Jerusalem als großen Irrtum abzutun. Vielleicht denken wir mindestens in einem verborgenen Winkel unseres Herzens ebenso „messianisch“ wie sie. (Voigt)

o    Die Auferstehung des Lazarus wurde verstanden als das Anbrechen der „Heilszeit“ im eschatologischen Sinne. Man erkannte es daran, dass die –erwartete – Auferstehung beginnt: Das erste Grab hat sich aufgetan, Lazarus ist dem Tode entrissen. (Voigt)

o    Was Christen zu hoffen haben, entscheidet sich an der Verbundenheit mit Jesus Christus (11,25). … Ein Weltende ohne Christus wäre die Hölle. (Voigt)

o    Die, die in ihrem Messiasrausch Jesus zujubeln und die große Wende für gekommen Halten, haben nicht begriffen, dass das Weizenkorn in der Erde sterben muss, wenn es Frucht bringen soll. Jesus muss sich opfern, sich aufgeben, vergehen. Es gibt keinen Weg zur Herrlichkeit außer dem, der durch die Vernichtung führt. (Voigt)

o    Jesus hat sich der Notwendigkeit seines Kreuzweges nicht deshalb gebeugt, weil er bei den Menschen gescheitert, also gewissermaßen „durchgefallen“ und jetzt genötigt gewesen wäre, aus seiner Not eine Tugend zu machen. Hätte er sich von Machtausübung im Blick auf seinen Auftrag etwas versprochen, er hätte sie gehabt (18,36b)

o    Dass das Wort Fleisch geworden ist, bedeutet ja: Man kann den, der ganz auf Gottes Seite gehört, wirklich „sehen“! … Christus stirbt für alle, auch für diese Griechen, die ihn jetzt sehen wollen. Die Selbsthingabe, dargestellt im Bild des Weizenkorns, ist die Voraussetzung für die weltweite Wirksamkeit. (Voigt)

o    Wäre es nicht zu der Erhöhung gekommen, zu der Jesus durch sein Sterben gelangte, dann wäre Er in den Grenzen eines Menschenlebens geblieben, das an Zeit und Ort gebunden ist und darum auf seine nächste geschichtliche Umgebung beschränkt bleibt. So aber weitet sich Jesu Wirkungsbereich ins Universale aus.

o    Unser Herr stellt sich unter das Gesetz des Weizenkorns! …Das geizige Korn bewahrt sich selbst, sucht sich selbst und bleibt allein, allein, ganz allein. … Sterben ist beim Weizenkorn keine Unnatur, so unnatürlich Sterben auch ist, sondern eine Art höhere Natur. Aber Sterben ist schwer! … Gottes Wege führen, so weiß Jesus, nicht direkt nach oben. Direkt führen sie eigentlich nach unten: in den Boden. (Bösinger)

o    Es nützt uns nur ein Christus am Kreuz. Denn nur zu dem am Kreuz kann ich die zwei entscheidenden Worte sagen: MEIN HEILAND! Wegen mir gestorben, darum: Für mich gestorben. Ich bin eines Heilandes bedürftig, denn ich bin krank an meiner Schuld und an meiner Geschichte. … Es muss eine ganz tiefe Störung in der Welt sein, dass ihr Heil nicht kommen kann durch ihre Bestätigung. Sondern durch das Gericht über sie. Das ist Gericht, dass ER sterben muss, um ihr zu helfen (Bösinger)

o    Wo wächst Frucht? Jenseits des Grabes? Nein, nur jenseits des Grabes, indem wir unser eigenes Ich beerdigen.

o    Jetzt ist die Stunde gekommen, von der es bisher hieß: noch nicht (2,4; 7,6.8). … Das Festvolk zieht Ihm aus Jerusalem, der alten Königsstadt, entgegen. … Die Stadt – die Tochter Zion (15) – grüßt ihren König. (Spörri)

o    Es ist ein alter Brauch, dass den siegreichen Königen Palmzweige entgegengetragen werden. … Jesus bestätigt dem Volk durch Sein Verhalten, dass Er der König ist. (Spörri)

o    Das dreimalige „er kommt“ (12), „der da kommt“ (13), „er kommt“ (14) habt den Wesenskern des ganzen Vorganges heraus: die Ankunft – Advent – des Erlöserkönigs ist nun Tatsache geworden. (Spörri)

o    Das Volk selber hat sich zu seinem König bekannt. Wenn es Ihn hinterher verwirft, so kann das nun nicht mehr bedeuten, dass er nicht der König ist, sondern nur, dass das Volk in Untreue von Ihm abfällt. (Spörri)

o    Das Volk feiert den Sieg Christi (18), ohne zu wissen, was er kostet. Der bloße Zeichenglaube aber hält nicht durch, wenn offenbar wird, dass zur Christusverherrlichung das Kreuz gehört. Weil Jesus das weiß, weiß Er sich allein mitten in der Volksmasse, die Ihm zujubelt. (Spörri)

o    Man fühlt sich Jesus in keiner Lage gewachsen (19). (Spörri)

o    Schon im Vers 20 tritt ein Anfang von dem in Erscheinung, das einmal die Erfüllung ihres Wortes, dass die „Welt“ Ihm nachfolgt (19), sein wird. Diese Erfüllung, wird weit über das hinausgehen, was die Pharisäer sich unter ihrem Wort gedacht haben. „Welt“ wird einmal den ganzen Erdkreis bedeuten, während sie nur die die beschränkte Welt ihres Volkes, ja ihrer Stadt vor Augen hatten. (Spörri)

o    Lazarus, der schon im Totenreich war, ist eine Sensation. Dabei wird eine kennzeichnende Formulierung verwendet, die wir auch später überall im NT finden. Nicht „aus dem Tode“, sondern „aus den Toten“ ist Lazarus erweckt. Er hat zu „den Toten“, zum Totenreich gehört und ist von dort in das irdische Leben zurückgerufen worden. Weil er als Person „bei den Toten“ war, konnte der Ruf Jesu ihn erreichen. (de Boor)

o    Das Wunder von dem sich die Hohenpriester nicht überwinden ließen, wollten sie rückgängig machen und auslöschen (10f). (de Boor)

o    „Gesegnet!“ – Der König selbst empfängt den Segensruf, der sowohl „gesegnet“ als „gelobt“ bedeuten kann. Und Jesus nimmt die Huldigung an, die Ihm zukommt. Er ist ja wirklich „der König Israels“. Er kommt „von oben“, „im Namen des Vaters“ (3,31; 5,43) (de Boor)

o    Johannes will unsern Blick von den Einzelheiten weglenken auf die große Hauptsache. Einerlei wie Jesus „ein Eselchen fand“, jetzt wird von Ihm das Prophetenwort Sach 9,9 erfüllt. (de Boor)

o    Vor den Königen des Altertums „fürchteten“ sich die Völker. Sie taten es mit gutem Grund. Besonders der orientalische Herrscher ist ein Despot voll Willkür, Habgier, Grausamkeit. Ein Wort wie das des Rehabeam (1Kön 12,14) ist kennzeichnend. Auch die „Tochter Zion“, die Hauptstadt Jerusalem, hat solche Herrscher vielfach und gründlich kennengelernt, zuletzt in Herodes dem Großen. Ein König auf einem Eselchen, ein König, vor dem man sich „ nicht fürchten“ muss, das ist zum Staunen. (de Boor)

o    Mit welcher Besorgnis waren seine Jünger nach Judäa zurückgekehrt (11,8.16). Dann war das Ungeheure am Grab des Lazarus geschehen. Jetzt wussten sie von dem drohenden Beschluss des Hohen Rates und sahen zugleich die Begeisterung des Volkes, das Jesus entgegenkam. (de Boor)

o    Die Galiläer suchen den König, der Brot in Fülle geben kann. Die Judäer und die Jerusalemer sind begeistert von dem König, der Tote aus dem Grabe holt. Ist das schon der eigentliche Glaube? (de Boor)

o    „die Welt läuft hinter Ihm her“ – Darin haben sie recht: Erfolg, Begeisterung, großer Anhang sind noch kein Beweis in göttlichen Dingen. Wem „die Welt nachläuft“, der muss noch lange nicht von Gott gesandt und bevollmächtigt sein. (de Boor)

o    Die Pharisäer meinten: Dieser Mann auf dem Eselchen kann doch nicht Israel im Strudel der Weltpolitik retten! Er kann das Volk nur ins Unglück stürzen (11,48). Mit solchem messianischen Einzug wird Er nur das gefürchtete Eingreifen der Römer heraufbeschwören, ohne das Geringste gegen die Besatzungsmacht ausrichten zu können. (de Boor)

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