60-6 Mose begegnet Gott – 2Mo 34,4-10

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2Mo 34,4-10

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Warum macht Mose zwei neue steinerne Tafeln? 4
    • Was war das Besondere der ersten Tafeln?
    • „Wie“ waren die ersten Tafeln?
    • Was ist mit ihnen geschehen?
  • Warum stand Mose „früh“ auf?
  • Wo ist der Berg Sinai? à Karte!
  • Wo, was und warum hatte der Herr ihm geboten?
  • Was bedeutet das Wort „Herr“?
  • Beachte das Bindewort „da“! 5
  • Was meint „herniederkommen“?
    • Warum kommt Jahwe „in einer Wolke“?
  • „zu Gott treten“ – woher nimmt Mose diesen Mut?
  • Was bedeutet es: „den Namen des Herrn anzurufen“?
  • Wer ruft all die Worte aus? 6-7
  • Hat Mose etwas gesehen?
  • Was bedeuten die Worte: „barmherzig“, „gnädig“, „geduldig“, „von großer Gnade“, „von großer Treue“?
    • Verdeutliche jeden Begriff mit einem Beispiel!
  • Was ist „Gnade bewahren“, „Missetat, Übertretung und Sünde vergeben“?
  • Beachte das Bindewort des Kontrastes: „aber“! 7
    • Was will es sagen?
  • Warum lässt Gott niemanden ungestraft?
    • Was meint „Missetat heimsuchen?
    • „Bis in die dritte und vierte Generation“ – ist das „Gute Nachricht“ oder „Drohung“?
  • Warum reagiert Mose „eilends“? 8
    • Warum neigte er sich zur Erde?
  • Um was bittet Mose hier konkret? 9
    • Warum will Mose Gott in der Mitte des Volkes wissen?
    • Wann war dir selbst die Gegenwart Gottes so wichtig?
  • Warum argumentiert Mose mit seiner Person „ich“?
    • Warum beruft sich Mose gerade auf die „Gnade“?
    • Beachte das an dieser Stelle seltsame Bindewort „denn“!
  • Was ist mit „halsstarrig“ gemeint?
  • Warum ist Mose die „Vergebung“ so wichtig?
    • Was geschieht bei der Vergebung?
  • Was meint: „Dein Erbbesitz“?
    • Was wünscht sich Mose damit?
  • Jahwe spricht! 10
    • Wer ist Jahwe?
  • Beachte die Betonung mit „siehe“!
    • Was soll betont werden?
  • Was ist ein Bund?
  • Wozu die Wunder?
    • Warum ist es wichtig „des Herrn Werk zu sehn“?
  • Beachte das Bindewort „denn“!
  • Was meinte Gott mit dem „Wunderbaren“?
    • An wem wird es geschehen?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Neutestamentliche Gedanken

o    Der Neue Bund

o    Vergebung im Messias Jesus

o    Jesus in mir! – In meiner Mitte.

o    Das Schönste kommt erst noch – wunderbar wird es sein!

o    Gott fängt mit Menschen neu an

3     Homiletik

3.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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3.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

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3.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

3.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

  • Die ersten Tafeln hatte Gott selbst beschriftet. Mose hat sie fix und fertig empfangen. Jetzt soll Mose die Steintafeln behauen (1), die wieder Gott selbst beschreiben will (vgl. aber 27). (Voigt)
  • Der ganze Vers 4 ist voll Erwartung des Bevorstehenden. (Voigt)
  • Vers 7a denkt an Gleichzeitigkeit; 7b in der Generationenfolge. (Voigt)
  • Mose nimmt Jahwe gleich beim Wort (8ff) und bittet um Gottes Mitgehen und um Vergebung von Schuld und Sünde für das „halsstarrige“ Volk. Macht Jahwe es zu seinem „Erbbesitz“ (9), dann also zu einem unveräußerlichen Eigentum. (Voigt)
  • Bei den Wundern (10) dürfte an das in 4Mo 11ff Erzählte gedacht sein. (Voigt)
  • Vers 3 könnte man auslassen, obwohl es uns wohl dienlich wäre, einmal darüber nachzudenken, dass Gott uns unnahbar ist und uns nur „in Christus“ der freie Zugang offen ist. (Voigt)
  • Es ist auf alle Fälle ein Akt freier Gnade, dass Gott mit Menschen einen „Bund“ eingeht, also ein verbindliches Gemeinschaftsverhältnis herstellt, in dem Er dieser Menschen Gott ist und sie ihres Gottes Volk oder „Kirche“ sind. Israel kann es sich nicht als Verdienst anrechnen, dass es zu dieser Gemeinschaft mit Gott berufen wurde (Amos 6,2; 5Mo 7,6-8), und dass Gottesvolk des Neuen Bundes muss wissen, dass seine Stellung zu Gott in dessen „Vorsatz“ (Röm 8,28) und in der „Wahl“ vor aller Zeit und Welt (Eph 1,3-11) begründet ist. (Voigt)
  • Da es zu dem Zwischenfall von Kapitel 32 gekommen ist, müssen die Gebote ein zweites Mal gegeben werden. … Kommt es in Kap 34 doch noch zum (bleibenden) Bunde (10a), dann ist es sozusagen ein Gnadenhandeln zweiten Grades. Gott verbindet sich nicht nur ungeschuldet, aus der freien Initiative seiner Liebe heraus, mit Menschen; sondern Er schließt bzw. erneuert den Bund trotz der erlittenen Beleidigung, trotz des (so bald schon eintretenden) Ausbruchs aus der Gemeinschaft, trotz der geschehenen Versündigung. (Voigt)
  • Gott „gewahrt Gnade und vergibt Missetat, Auflehnung und Sünde“ (7). Gottes Volk, also die Kirche, lebt davon, dass Gott dies getan hat und immer wieder tut. Hat Gott es mit Menschen zu tun, dann eben mit – Sündern. (Voigt)
  • Die Perikope vom Gelähmten (Evangelium des Sonntags) zeigt es: Das Heil kann zuerst nur in der Vergebung der Sünden bestehen. (Voigt)
  • Die Kirche besteht aus Sündern. Die zu Gott gehören, sind „ein halsstarriges Volk“. … Die Geschichte des alten wie des neuen Gottesvolkes ist eine Geschichte des Versagens, der Untreue, des Ungehorsams, des Irrewerdens an Gott und der Glaublosigkeit, eine Geschichte sogar von Skandalen und himmelsschreienden Rechtsbrüchen. Die Welt zeigt auf uns mit Fingern, mit Recht. Aber Gott hält an uns fest, aus Gnaden. (Voigt)
  • Man muss sich klarmachen, dass die Geschichte des soeben geschlossenen Bundes durch die Herstellung und den Kult des Stierbildes eigentlich zu Ende ist (32,7-10). … Das Glück, Gottes Volk zu sein, ist verspielt. (Voigt)
  • Es ist ergreifend zu sehen, wie Mose, zornig und traurig zugleich, sich für das abtrünnige Volk bei Gott einsetzt. … Man mache es sich deutlich, mit welchen zum Teil geradezu kindlich wirkenden Argumenten Mose seinen Gott herumzukriegen versucht. … Wie reagiert Gott? Ich tilge den, der gesündigt hat (32,33).
  • Die Lage scheint irreparabel. Mose hat im Zorn die von Gott selbst hergestellten Tafeln zertrümmert (32,16.19). Das ist mehr als eine Affekthandlung; das ist der gültige Ausdruck für den zerbrochenen, also nicht mehr in Kraft und Geltung stehenden Bund. (Voigt)
  • Israel war einmal Gottes Volk, für kurze Zeit nur. Das ist die Lage. … Da hört Mose die Stimme: „Haue dir zwei Steintafeln zurecht wie die ersten; ich werde auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf der ersten Tafel gestanden haben, die du zertrümmert hast. Halte dich für morgen früh bereit!“ … Wem das nicht wenigstens für einen Augenblick den Atem nimmt, der hat nichts verstanden. (Voigt)
  • Nicht: Wenn ihr nicht wollt, machen wir es eben anders! Sondern: Ihr habt’s verdorben, aber ich fange mit euch noch einmal von vorn an. Gottes Treue, die trotz der bitteren Erfahrung an dem Plan der Gnade festhält. (Voigt)
  • Paulus wird für sein Volk Hoffnung schöpfen aus der Erinnerung an diesen Gott: „Seine Gaben und Berufungen können ihn nicht gereuen“ (Röm 11,29; 10,21) (Voigt)
  • Für uns: Menschen, mit denen sich Gott in der Taufe verbündet hat, gibt Er nicht auf. Wir können loslassen, wenn wir wollen oder leichtsinnig oder stumpfsinnig sind; aber Er lässt nicht los. Er erlaubt uns den neuen Anfang. Leute, die verspielt und vertan haben, erfahren Seine Zuwendung aufs Neue. (Voigt)
  • Die Kirche, die Er längst hätte austilgen können (menschlich geredet: müssen), lässt Er weiterleben – mehr noch: Er erneuert den Bund, den wir gebrochen haben, in der Treue, die einen nur verwundern kann. Gott hält an den Sündern fest. (Voigt)
  • Das erste Mal hat Mose die Tafeln vom Berge zu Tal getragen. Diesmal muss er sie hinauftragen. Er tut es nicht als der Bittende, aus eigenem Antrieb, sondern auf Gottes Befehl. Es ist wichtig sich diesen Unterschied bewusst zu halten. (Voigt)
  • „Meißle Tafeln zurecht, wie die ersten waren!“, das ist schon Evangelium. Sagt Gott „Tafel“, dann sagt Er auch „Bund“, also beschworene Zusammengehörigkeit, die auf Gottes Gnaden- und Erwählungsakt beruht. (Voigt)
  • „Niemand hat Gott je gesehen“ (Joh 1,18; 6,46). Niemand darf Ihn sehen (2Mo 33,20). Haben wir freien Zutritt zu Ihm, dann „in Christus“. Wer Ihn sieht, der sieht den Vater. Außerhalb von Christus gilt, was Vers 3 sagt. … Es ist ein Wunder, dass wir kommen dürfen. (Voigt)
  • Mose kommt auf Befehl. Er kommt, weil er muss, und meldet sich bei Gott. Er tritt in die Wolke und ruft den Unsichtbaren: „Jahwe!“. (Voigt)
  • Mose ist von Gottes Gegenwart gestreift worden. Gott hat den neuen Anfang gemacht. (Voigt)

 

  • Das Gesetz trifft Schuldige. Und wenn es wahr ist, dass das Böse nur deshalb aufkommt, weil die Person böse ist (Baum – Früchte Mt 7,17; 15,19), dann kann man unser Böses leider nicht nur als den gelegentlichen Ausrutscher ansehen, sondern muss darin das „wurzelhaft Böse“ erkennen. (Voigt)
  • Der Bund verpflichtet zum Gehorsam, und darum ist der nun einmal geschehene Ungehorsam eine schwere Hypothek. (Voigt)
  • Ohne Atemluft, Essen und Trinken, Kleidung und Wohnung kann man nicht leben; doch die Sündenvergebung scheint (heutzutage) zum Dringlichsten nicht zu gehören. … Aber unsere eigentliche Schuld besteht darin, dass wir Gott nicht Gott sein lassen. (Voigt)
  • Es könnte sein wie in einer Ehe oder Familie: Äußerlich läuft alles wie am Schnürchen (Essen pünktlich auf dem Tisch usw.), aber da sind zwischen dem Einen und dem Anderen die Brücken abgebrochen, man ist miteinander „fertig“. Unvergebene Schuld! Sie macht unheilvolle Geschichte, im Kleinen und im Großen. (Voigt)
  • Wer Sündenvergebung für entbehrlich hält, lässt die Bereinigung des persönlichen Verhältnisses anstehen. Schuld trennt, reißt Gräben auf. Sie muss aus der Welt, wenn es zu heilem Leben kommen soll. (Voigt)
  • „Jahwe – Jahwe“ (6): Gott nennt Seinen Namen, gibt sich als der, der Er ist, zu erkennen, macht sich anrufbar, gibt sich in gewisser Weise in der Menschen Hände. (Voigt)
  • „Barmherzig“: Gott hat ein Herz, und dieses Herz ist, wenn Er an uns denkt, bewegt. Es geht Ihm durch und durch, wenn Er an seine verirrten, verlorenen Kinder denkt. (Voigt)
  • „Gnädig“: ein Synonym dazu. Doch dürfte mehr an das Ungeschuldete seiner Hinwendung zu uns und an die Freiheit Seiner göttlichen Liebe gedacht sein. (Voigt)
  • „Geduldig“: Gott gibt Frist zur Umkehr und schlägt nicht zu, wo Er könnte und wohl auch müsste. Er wartet und lässt sich Zeit mit uns, von einer Enttäuschung zur anderen, bis zur Stunde. (Voigt)
  • Indem „Gnade und Treue“ miteinander verbunden werden, ist gesagt, dass Gott uns Seine schenkende und vergebende Liebe nicht nur in einer guten Stunde gewährt, so dass wir Sorge haben müssten, morgen doch noch zurückgestoßen zu werden. – Wenn wir nur kommen! (Voigt)
  • Dass Gott Sünde vergibt, wird zur großen, weitreichenden Zusage erhoben: Tausenden! (Voigt)
  • Vergeben ist etwas Aktives. Das Belastende wird weggeräumt, aus der Welt geschafft. Vergeben ist ein bewusster Akt der inneren Bereinigung und damit eine Veränderung der Lage. Darüber hinwegsehen, das könnte bedeuten, das Belastende bleibt irgendwo in einer dunklen Ecke liegen und wird vielleicht doch einmal wieder hervorgeholt. Vergeben meint: Es wird – wie in einem negativen Schöpfungsakt – vernichtet. (Voigt)
  • „Ich werde ihre Sünde heimsuchen, wenn meine Zeit kommt“ (32,34). Der Verfasser denkt wohl an Gerichtsschläge in Israels Geschichte, wir Christen denken an den Karfreitag. Gott ignoriert Sünde nicht, aber Er vergibt sie. (Voigt)
  • Mose tut, was der Glaube in jeder Lage tut: Er nimmt Gottes Zusage auf, man könnte sagen, er nimmt Gott beim Wort. Gott will beim Wort genommen sein! Mose beschönigt nichts (32,9; 33,3.5). … Das „denn“ in der Mitte von Vers 9 sollte uns (wie das „denn“ in der Mitte von 1Mo 8,21) zu denken geben. Wir sind Sünder, wir werden es leider auch künftig sein. Aber: Vergib uns die Missetat! (Voigt)
  • Mose rechnet damit, dass Gott an den Sündern festhält und ihre Schuld vergibt … und dass Er nun wieder Israels Gott sein will.(Voigt)
  • Das Mitgehen Gottes ist ein Geschehen, durch das der bevorstehende Wüstenzug und die ganze kommende Geschichte des Gottesvolkes eine besondere Qualität erhält. … So wie in Seinem Volk ist Gott sonst nirgends. (Voigt)
  • Gott lässt zu unserem Heil große Dinge geschehen. Er ist der mitziehende Gott, der immer wieder kommende Gott (Zelt der Begegnung), der über der Lade thronende und dereinst im Tempel Wohnung nehmende Gott. Er wurde, als die Zeit erfüllt war, Mensch und wohnte unter uns und ist in Seinem Wort und Seinen Sakramenten unter uns gegenwärtig. Zuletzt wird es heißen: „siehe, Gottes Zelt bei den Menschen! Und Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden Sein Volk sein, und Er selbst, Gott wird mit ihnen sein“ (Offb 21,3). Der Bund gilt. (Voigt)

 

  • Entscheidend ist freilich nicht die Gottesnähe zu Mose, sondern zu Israel (9). (Gradwohl)
  • Mose gleicht einem Brautführer, lehrt R. Jochanan ben Sakkei. Die Braut hat einen König geheiratet, sich aber daraufhin mit einem Knecht eingelassen und die Ehe zerbrochen. Der Brautführer will die Ehe zusammenkitten und spricht zum königlichen Ehegemahl: „Hast du vergessen, wo du die Braut gefunden hast? Ist sie nicht unter Knechten großgeworden und hängt daher mit ihrem Herz noch an ihnen?“ Der König überlegt sich die Sache und ist zur Vergebung bereit. Den Ersatz für den zerrissenen Ehevertrag muss der Brautführer freilich selber beschaffen (die Tafeln). (Gradwohl)
  • Das erste Mal war Mose mit leeren Händen auf den Sinai hinaufgegangen … Die Folge war, dass das ungeduldige Volk seine Rückkehr aufgab, das Kalb anfertigte und Mose zornerfüllt die Tafeln zerschmetterte. Darum soll das Volk ihn diesmal mit unbeschriebenen Tafeln hinaufsteigen sehen, damit ihm augenscheinlich gemacht werde, wie ernst es Mose ist. Jetzt hatte das Volk nicht zu warten, ob und wann er wiederkomme, sondern ob er die Tafeln als von Gottes Hand geschriebene zurückbringe. (Gradwohl)
  • Wenn er die beschrifteten Tafeln aus Stein vorzeigt, besitzt dieses abtrünnig gewordene und letztlich wieder zu Gott zurückfindende Volk den Beweis, dass Gott sich mit ihm ausgesöhnt hat. (Gradwohl)
  • „Barmherzigkeit“ – Prototyp der „Barmherzigkeit“, der „Liebe“, ist die Beziehung der Mutter zur Frucht ihres „Mutterschoßes“, zu ihrem Kind (Jes 49,15). (Gradwohl)
  • „Früh am Morgen stand er auf“ (4), denn die Eilfertigen machen sich rasch an das Erfüllen der Gebote. (Midraschzitat in Gradwohl)
  • Gott will Seinen Namen ausrufen, d.h. Mose die Größe Seines Geschichtswaltens kundtun und damit das Wort von 33,19 verwirklichen. Der „Name des Herrn“ steht für die Güte Gottes, für alles, was Er den Geschöpfen an Gutem erweist. (Gradwohl)
  • Gott verkündigt die Tragweite Seines Namens dem staunenden, zutiefst ergriffenen Mose. (Gradwohl)
  • Jahwe: Ich werde (da) sein, der Ich (immer da) sein werde. … Es geht um Sein Da-Sein, Dabei-Sein, Seine immerwährende Hilfe für das bedrängte Israel. (Gradwohl)
  • Treue: Gott erweist Gutes jenem, der darauf keinen Anspruch hat. … Immer steht dem „Hasser“ der Weg zur Umkehr offen. … Doch falls die Umkehr aus Prinzip ausbleibt, lässt Er nicht ungestraft. (Gradwohl)
  • Die Eile bei der Niederwerfung (8) beweist die Größe der Sache, wegen der sich ein Mensch verneigt und niederwirft. (Gradwohl)
  • Mose versteht, dass „Gott dem sündigen Israel bereits verziehen hat. Er wirft sich nieder, um dem Herrn zu danken und Ihn zu preisen. (Gradwohl)
  • In 33,35 ist die „Hartnäckigkeit“ der Grund dafür, dass Gott nicht mitzieht. Jetzt stört sie Ihn nicht mehr (9), glaubt Mose, weil Er zu verzeihen bereit ist. Mose geht aufs Ganze. Es genügt ihm nicht mehr, dass Gott das durch die Wüste wandernde Volk begleitet (33,16). Mose wünscht, Gott möge „in unserer Mitte“, im Zentrum des Volkes (später symbolisiert durch die im Zentrum mitgeführte Bundeslade) mitziehen. (Gradwohl)
  • Die totale Aussöhnung ist Moses Anliegen. Sie wird ihm und Israel gewährt. Das Land als Eigentum des Volkes und das Volk als Eigentum Gottes – beides ist für immer zugesagt. (Gradwohl)
  • Später wird die „Hartnäckigkeit“(9) sich als positiv erweisen. (Gradwohl)
  • Wie in der Vergangenheit wird Gott für Israel Wunder wirken, wie sie noch nie „auf der ganzen Erde und unter allen Völkern geschaffen worden sind (33,16). Sie stellen eine Auszeichnung für Israel dar. (Gradwohl)
  • Gott will dem von neuem Mut erfüllten Mose mitteilen, dass die Zukunft nicht nur nicht schlechter sein wird als die Vergangenheit, sondern sie wird von Gottes Wunderwirken noch stärker geprägt. (Gradwohl)
  • Die intimste Begegnung verbirgt sich dem Blick der anderen. Was aber im letzten für die Nachwelt weitaus wichtiger ist, ist enthüllt: das Wort vom „ erbarmungsvollen und gnädigen“ Wirken Gottes für Israel, für jeden Menschen schlechthin. Der seinen Geschöpfen sich zuwendende, der gütige Gott offenbart einen winzigen Teil Seines Handelns. Doch dieser Teil ist entscheidend: Gott verlässt die schuldig gewordenen Menschen nicht. Er nimmt sie auf und schenkt ihnen neues Vertrauen und Mut, wenn sie nur wirklich Ihm sich zuzuwenden bereit sind. (Gradwohl)
  • Einem solchen Gott darf sich jeder anvertrauen, weil Er Schuld vergibt, sie „aufhebt“ und hinweg trägt, als habe sie nie existiert. (Gradwohl)
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