02-1 Der wiederkommende Erlöser – Lk 21,25-33

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Lk 21,25-33

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    Wo befindet sich hier Jesus?                                              25

  • Das Wort „und“ verbindet im Allgemeinen. Wie ist es hier?

o    Wann werden diese Zeichen geschehen?

  • Was für kosmische Zeichen könnten das sein?
  • Um was für eine Angst der Völker geht es?
  • Was ist mit dem „Brausen des Meeres“ gemeint?

o    Wie kann man „vergehen vor Furcht“ – „sein selbst verlieren“?   26

  • Was muss da geschehen?
  • Welche Dinge sollen kommen?
  • Wird es einen sicheren Ort, ein sicheres Land geben?
  • Was könnten „die Kräfte des Himmels“ sein?

o    Wer ist „sie“?                                                                     27

  • Woher kommt das Wort „Menschensohn“?
  • Wer ist damit gemeint?
  • Woher kommt er?
  • An was will uns „die Wolke“ erinnern?
  • Wie kann man „Kraft und Herrlichkeit“ verstehen?

o    Was ist „dieses“?                                                               28

  • Was sollen die Leser machen?
  • Wem hat Jesus das gesagt?
  • Wem hat Matthäus geschrieben?

o    Was ist mit „eure Erlösung“ gemeint?

  • Wie ist das Wort „nahe“ hier zu verstehen?

o    Was ist ein Gleichnis?                                                       29

  • Wozu erzählt Jesus Gleichnisse?
  • Lest über den Feigenbaum nach im Lexikon!
  • Wer ist mit dem „Feigenbaum“ und den „Bäumen“ gemeint?

o    Hat das Wort „ausschlagen“ eine Bedeutung?                      30

o    Was möchte Jesus mit dem Gleichnis sagen?                     31

  • Was meint das Wort „dies“?
  • Um welches „Reich Gottes“ geht es?
  • Ist es dir aufgefallen? Im Vers 30+31 das Wort „nahe“!

o    Was bedeutet „wahrlich“? Warum benutzt Jesus das Wort?   32

  • Wem sagt er das?

o    Wer ist mit „dies Geschlecht“ gemeint?

  • Lest bitte nach! Geschlecht oder Generation?

o    Bis wann wird „dies Geschlecht“ nicht vergehen?

o    Wann werden Himmel und Erde vergehen?                           33

  • Ist das direkte oder bildliche Rede?
  • Wodurch werden sie vergehen?
  • Wie muss man sich dieses „vergehen“ vorstellen?

o    Welchen Kontrast beschreibt das Wort „aber“ hier?

  • Welche Worte Jesu sind gemeint?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

o

o

o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

 

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

 

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Morgen wird Christus da sein! Morgen wird ER herrschen, ER allein. In aller Sichtbarkeit. … Morgen – wann ist Morgen? Morgen ist, wann er will. (Bösinger)

o    So unaufhaltsam, wie die Blätter des Feigenbaums heraus müssen, ebenso unaufhaltsam drängen diese Erscheinungen durch die ewige Triebkraft aus der Gotteswelt hervor. (Vilmar zitiert in Stählin)

o    Meer und Wellen (25) sind als die bedrohliche Chaosmacht anzusehen, die, im Rahmen des biblischen Weltbildes gesehen, die Schöpfung Gottes vernichten will (1Mo 1,2; Ps 65,8; 89,10, 93,3f; Hiob 38,8-11). … Die Angst vor dem Verderben wird selbst zur Ursache des Verderbens (26). (Voigt)

o    Der Herr kündigt an, dass eine dunkle Ahnung großer Ereignisse kurz vor seiner Wiederkunft wie ein schwerer Alpdruck auf manchen Menschen lasten wird. Angst und Ratlosigkeit erfüllt die Völkerwelt. … Es wird vorkommen, dass die übermäßige Spannung und seelische Belastung des Augenblicks den Verlust des Lebens zur Folge hat. (Rienecker)

o    Vgl zu Vers 27: Apg 1,11

o    Für den Feigenbaum (29) ist charakteristisch, dass er nicht zuerst Blätter, sondern Fruchtansätze treibt. (Voigt)

o    Jesus redet besonders von dem Feigenbaum, weil er ein altes Sinnbild des Volkes Gottes ist (Hos 9,10; Mi 7,1; Jer 8,13; 24,1ff), welches auch Er schon in dieser Weise bildlich benutzte (Mk 1,12-14; Lk 13,6-9). Der Feigenbaum wird speziell erwähnt, weil er sich von anderen Bäumen Israels dadurch unterscheidet, dass er im Winter sein Laub verliert und durch seine hervorstehenden kahlen Zweige wie völlig erstorben aussieht. An ihm ist die Wiederkehr des kreisenden Saftes besonders deutlich wahrzunehmen. Sein Sprossen ist ein Vorbote des Sommers, ein Sinnbild für den Durchbruch des Lebens durch den Tod. Jesus sagt damit den Jüngern, dass auch der Messias Seine Vorboten hat. (Rienecker)

o    Ist im Vers 32 an die damals lebende Generation gedacht? Das Wort meint jedoch auch „Geschlecht“. … Wenn „das Geschlecht“ nicht die Menschheit ist oder das alttestamentliche Gottesvolk oder die Gemeinde Jesu, dann müsste es die erste Generation sein, durch deren Hingang dieses Wort sich als irrig erwiesen hätte. (Voigt)

o    Die verbreitete Auslegung, „dieses Geschlecht“ auf das jüdische Volk zu beziehen, ist die beste und sicherste. (Rienecker)

o    Wer meint, dass mit „Geschlecht“ die damalige Generation gemeint ist, erklärt „bis es alles geschieht“ folgendermaßen: „Alles“ musste anfangen zu geschehen und geschieht dann weiter, bis zu dem Zeitpunkt, da Jesus wiederkommt. … Jesus wollte sagen, diese Generation wird nicht aus diesem Leben scheiden, ohne dass mit der wirklichen Zerstörung Jerusalems der Anfang des vorher angekündigten Weltendes eingetreten ist. Der Herr sagt damit nicht, dass sie „alles“, was noch vor dem Ende geschieht, erleben werden. (Rienecker)

o    Der besondere Charakter des zweiten Adventssonntags darf uns nicht verlorengehen. Dass die Christenheit die Parusie ihres Herrn erwartet, ist ja nicht ein Nebenzug neutestamentlichen Glaubens und Bekennens, den man ohne Einbuße wegdenken könnte. (Voigt)

o    Es haftet nur im Gehirn, was der überlieferten Gemeinde wichtig ist, und wer überliefert, interpretiert auch und reichert an. (Voigt)

o    Urchristliche Zukunftserwartung weiß davon, dass Gottes Reich, „ohne unser Gebet von sich selbst“ kommt. Sie weiß aber auch, dass wir eben durch sein Kommen zur Entscheidung gefordert, also zu geschichtlichem Handeln gerufen sind. (Voigt)

o    „Meine Worte werden ganz gewiss nicht vergehen“ … Sie werden diese Welt überdauern, also Geltung behalten und wirkkräftig sein, wenn „das Erste“ längst „vergangen“ ist (Offb21,4). Spricht Jesus vom Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit, von der Liebe des Vaters und unserm Kindesrecht, von der Vergebung der Sünden und der Erlösung für viele, vom Sattwerden und Getröstet werden, von der Hochzeit des Sohnes, die die unauflösliche Gemeinschaft mit seiner Gemeinde eröffnet (usw.), so ist all dies das Bleibende, das heißt: das, was nicht nur nicht vergeht, sondern mit Jesu Kommen in Herrlichkeit erst richtig offenbar werden wird. Wir werden nicht verlieren, vielmehr alles gewinnen. (Voigt)

o    Jesu letzter Advent wird eine neue Situation schaffen. Was wir jetzt noch immer glauben und hoffen – oft in trotzigem Widerspruch zu dem, was wir an uns selbst und in der Welt erfahren und wahrnehmen -, werden wir schauen. Die Werke Christi werden nicht mehr „unterm Kreuz verdeckt“ sein. Die Situation der Anfechtung – Zweifel, Unglaube, Misserfolg, Versagen, Traurigkeit, Leiden, Verfall, Tod . wird ein Ende haben. (Voigt)

o    Uns ist nicht versprochen, dass die Welt immer christlicher werden wird. (Voigt)

o    Es ist unsachgemäß, Aussagen der Naherwartung gegen solche der Fernerwartung auszuspielen (und umgekehrt), denn es geht Jesus und seinen Sendboten um die Jetzterwartung. (Voigt)

o    Jeder lebt an der Grenze. Es macht nicht viel aus, ob er sie überschreitet, indem er stirbt, oder die Wiederkunft des Herrn erlebt (1Thes 4,14). Der Skopus (Ziel) aller endgeschichtlichen Aussagen heißt: Wach sein! (Voigt)

o    Nachdrücklich wird darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, wachsam zu sein. Als Christen dürfen wir niemals dahin kommen, zu glauben, dass die Verhältnisse auf immer unverändert bleiben. Wir sollen in einem Zustand ständiger Erwartung verharren. (Barclay)

o    Die Geschichte wiederholt sich nicht. Die christliche Auffassung besagt, dass die Geschichte auf ein Ziel zusteuert, und dass Jesus Christus der Herr über alles sein wird, wenn dieses Ziel erreicht ist. (Barclay)

o    Wir kriegen keinen endgeschichtlichen Programmzettel zusammen und ebendies ist sachgemäß. (Voigt)

o    Noch immer erinnert uns ein Vergleich der täglichen Nachrichten aus allen Erdteilen mit dem, was in der Apokalypse steht, daran, dass Christi Herrsein bis zur Stunde tief verborgen ist und sein Kampf mit den Mächten der Zerstörung, trotz der schon gefallenen Entscheidung, auch in seiner Schlussphase noch zu Ende gekämpft werden muss. (Voigt)

o    Wir sehen in dem Brausen der Wasserwogen (25) nicht mehr den Aufstand des Urchaos gegen seinen Schöpfer. Aber dass es chaotische Mächte der Weltzerstörung gibt, die unser Leben, ja das der ganzen Welt bedrohen, müssen wir sehen. (Voigt)

o    „Wenn dies zu geschehen anfängt“ (28) – wir sehen: Dies alles ist längst im Gange -, „dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung nahe ist.“ … Die Bedrängnisse der Endzeit, die Erfahrung der Begrenztheit unserer Möglichkeiten, der Übermacht der Gesetzmäßigkeiten, denen das Leben unterworfen ist, das eigene Schicksal, an dem mancher schwer zu tragen hat: solches und ähnliches gewinnt mit einem Male einen ganz anderen Wert. Es wird zum Hinweis darauf, dass das endgültige, offenbare Erscheinen Christi nahe ist. (Voigt)

o    Luther vergleicht – in einer Predigt – die Lage des Christen mit der eines Ritters, den sein Feind gefangengenommen und in das tiefste Verlies seiner Burg verschlossen hat, aus dem es kein Entkommen und in dem es keinerlei Verbindung zur Außenwelt gibt. Eines Tages hört der Gefangene Lärm. Die Burg, in der er sich befindet, dröhnt von den Gewehren und Rammböcken eines Belagerers. Der Mann im Verlies hört Mauern bersten und Gebäudeteile einstürzen. Ihm wird angst und bange. Aber seine Verzweiflung weicht schlagartig, denn er merkt: Mein Freund ist da, mich aus dem Verlies zu befreien. Jeder Einschlag eines Geschosses, der auch seinen Kerker erzittern lässt, bringt ihn der Erlösung näher. (Voigt)

o    Die Ermutigung, die auch aus dem entstehen kann, was uns bange machen will, macht Luther schön anschaulich. Das Kreuz wird zum Merkzeichen der Hoffnung. Es wird gut sein, wenn Christen sich beizeiten darin einüben, das, woran sie zu tragen haben, als Hinweis auf den kommenden Christus zu verstehen. (Voigt)

o    Der Briefwechsel, der zwei Liebende miteinander verbindet, bezeugt vollgültig, dass sie einander gehören; aber die Liebe sucht die unmittelbare Begegnung und das Vertrautsein. Hat jemand Christus lieb, dann wird diese Liebe nicht selten die Gestalt der Sehnsucht haben. Diese Sehnsucht wird in der Parusie erfüllt werden. (Voigt)

o    Die Vorzeichen der Wiederkunft des Herrn sollen für die Jünger ein Anlass der Freude sein! … Jesus erinnert die Jünger an die Vorzeichen, welche einige Zeit dauern werden. Die Ereignisse, durch welche die Welt in ratloser Angst erstarrt, sind für die Gläubigen eine Weckstimme zur frohen Hoffnung und Erwartung. (Rienecker)

o    Der über uns das Urteil spricht, hat alles auf sich genommen, was uns belastet. (Voigt)

 

34-36

o    Der Blick der Jünger, der sich in die ferne Zukunft verloren hatte, wird ins eigene Herz zurückgeleitet. Die ernste Mahnung: „Hütet euch!“ soll anspornen. (Rienecker)

o    Es wäre nicht gut, wenn wir uns auf das Kommende – auf den Kommenden – nicht einstellen und so leben wollten, als hätten wir nichts zu hoffen. Man kann sich mit „Fressen und Saufen“ (Röm 13,13) und mit „Sorgen und Nahrung“ (34) beschweren und belasten. … Essen und Trinken, Liebe, Geschäfte, Arbeit – dies alles hat die Menschen so ausgefüllt und in Anspruch genommen (zu Zeiten Noahs und Lots), dass sie den Ernst der Lage vor Gott völlig übersehen haben. (Voigt)

o    Auch das Erlaubte ist mit Weisheit zu benutzen. (Rienecker)

o    Wer völlert, hat genug; wer sorgt, fürchtet den Mangel. Aber letztlich ist beides dasselbe, ein gottvergessenes Gefangen- und Verfangen sein in einer in sich verschlossenen Wirklichkeit. … Der Prediger hüte sich, so zu tun, als seien das nur Irrtümer und Gefährdungen der säkularen Welt. Jesu Wort spricht uns an. (Voigt)

o    Das Entrinnen aus den Trübsalen durch Gottes Kraft (36) ist die Vorbedingung dafür, vor den Sohn des Menschen gestellt zu werden. (Rienecker)

o    Man kann sich in Gottes Nähe wähnen, und doch für ihn verschlossen sein. … Auch das geistliche Training, das uns empfohlen wird, ist keine belastende Pflicht. Wer wacht, rechnet jeden Tag mit Christi Kommen – sein ganzes Leben ist voller Vorfreude. Im Gebet wird der Christ sich in das einüben, was er noch zu bestehen hat, und sich auf die unmittelbare Begegnung mit dem „Menschensohn“ vorbereiten. (Voigt)

o    Jesus verbrachte die Tage unter den Menschen im Tempel, die Nacht dagegen unter freiem Himmel mit Gott. Dieser stillen Zeit verdankte er die Kraft, die er brauchte, wenn er mit den Menschen zusammen war. Er konnte den Menschen ins Gesicht sehen, weil er aus der Gegenwart Gottes lebte. (Barclay)

o    Der große Tag des Herrn ist selbst für die Gläubigen unerwartet (1Thess 5,2), für alle anderen Erdenbewohner, die sorglos dahinleben, kommt er jedoch wie ein Fallstrick. (Rienecker)

o    Wer so wartet und hofft, verliert nicht die Gegenwart; im Gegenteil, jeder Augenblick wird kostbar, wenn er voll Zukunft ist. (Voigt)

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