57-2 Jesus nahm dem Tod die Macht – 2Tim 1,7-10

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2Tim 1,7-10

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Zu welcher Gruppe von Briefen gehört unser Brief?
    • Was unterscheidet diese Gruppe von Briefen von den anderen Briefen?
  • Lies das ganze Kapitel. Unser Text ist nur ein Teil eines Absatzes.
    • Wann und von wo schrieb Paulus diesen Brief?
  • Womit verbindet das Wort „denn“? 7
  • Wer ist „der Geist“?
    • Wozu wurde er uns gegeben (Apg 1,8)
  • Was ist mit „Furcht“ oder „Feigheit“ gemeint?
    • Wovor hätte Timotheus sich fürchten können?
  • Was ist Kraft (dynamis)?
  • Was für eine Liebe bewirkt der Geist (agape)
  • Was ist mit „Besonnenheit, Selbstbeherrschung, Zucht) gemeint?
    • Wie bewirkt der Geist dies alles?
  • Beachte das „darum“! 8
  • Was tut man beim „Schämen“?
    • Wer hat sich in der Bibel geschämt?
  • Was ist mit „Zeugnis unseres Herrn noch meiner“ gemeint?
  • Warum nennt Paulus sich „Sein Gefangener“?
    • Wie ist er gefangen von Jesus?
  • Beachte „sondern“!
  • Wie kann man „mit jemandem mitleiden für das Evangelium“?
    • Was gab es für Paulus zu leiden?
  • Was meint „in der Kraft Gottes“?
    • Warum reißt die Kraft Gottes nicht aus den Leiden heraus?
  • Wie hat Er uns „selig“ gemacht (gerettet)? 9
  • Wann hat er uns berufen?
    • Wozu wurden wir berufen?
  • Was ist ein „heiliger Ruf“?
  • Was wissen wir über „seinen Ratschluss“?
    • Was wollte Paulus damit sagen?
  • Wie gehören „Ratschluss“ und „Gnade“ zusammen?
  • Wann wurde uns die „Gnade gegeben“?
    • Wie ist das zu verstehen?
  • Wann war „vor der Zeit der Welt“?
  • Beachte das Wort „aber“! 10
    • Was ist mit „jetzt“ gemeint?
  • Was bedeutet „offenbaren“?
  • Was ist mit „Erscheinung unseres Heilands“ gemeint?
  • Wie kann man das Wort „Heiland“ noch übersetzen?
  • Wie und wann hat Jesus dem Tode die Macht genommen?
  • Was ist mit „Leben und unvergänglichem Wesen“ gemeint?
  • Was ist das Evangelium?
    • Was meint „durch das Evangelium“?
  • Was wurde wie an welches Licht gebracht?
  • Der eigentliche Absatz geht von Vers 6-12.
    • Schau dir diese Verse noch genauer an!

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

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2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Mit Vers 9 beginnt ein Zitat: lauter Partizipien, wobei die Aoristformen (griechische Verbform) auf eine Einmaligkeit der Taten Gottes hinweisen. … Im Bekenntnis der Gemeinde meint „uns“ alle Christen. (Voigt)

o    Der Messias ist im Alten Testament nirgends als „Heiland“ (Retter) bezeichnet. … Der Name Jesus bedeutet Heiland / Retter. (Voigt)

o    Dem Tode ist die Macht genommen. Damit ist tatsächlich der Zielpunkt des Denkens und Hoffens in diesem Text getroffen. Man darf dabei nicht übersehen, dass der Brief sich an einen Amtsträger wendet. (Voigt)

o    Die Formel (9+10) ist inhaltlich so gefüllt, dass sie reichlich Stoff für eine Predigt hergibt. (Voigt)

o    Die Gemeinde soll es wissen: Auch Amtsträger bedürfen der Stärkung ihres – angefochtenen – Glaubens. Timotheus braucht Zuspruch. (Voigt)

o    Paulus befindet sich in schwerer Haft (1,8.16f; 2,9; 4,6ff), diesmal nun wirklich ohne einen Grund zu der Hoffnung, dass sich noch einmal alles wenden werde. (Voigt)

o    Jesus erwartet es von seinen Leuten, dass sie sich seiner nicht schämen (Mk 8,38). Nach den Maßstäben der Welt steht es schlecht um die Christen. (Voigt)

o    Egal, was auf Timotheus zukommt oder nicht zukommt: Es soll ihn heute jedenfalls nicht anfechten, dass er mit dem Häftling und Todeskandidaten Paulus freundschaftlich, nein, brüderlich, noch mehr: wie ein Sohn mit dem Vater verbunden ist. (Voigt)

o    Ein „Sklave Jesu Christi“ ist frei inmitten menschlicher Bindungen und Gebundenheiten. … Wenn auf den Wortführer der Christen diese sozialen Ächtungen und persönliche Erniedrigung fällt, steht die Versuchung nahe, sich des Evangeliums zu schämen. (Bürki)

o    Wer für das Evangelium leidet, erfährt, dass das Böse seine verheerende und zerstörende Wirkung nicht vollenden kann. Die Gotteskraft bewahrt den Leidenden. Er ist vereint mit der Liebe Gottes, die noch im Tode überwindet. Es ist jener Geist der Herrlichkeit und der Kraft, der auf den Ohnmächtigen ruht. (Bürki)

o    Die Ermutigung wird nicht mit natürlich-menschlichen Gründen versucht. Timotheus wird ganz einfach an seinen Auftrag erinnert. … Einen Job kann man gegen einen anderen vertauschen. Der Ordinierte ist seines Herrn „doulos“ – Knecht (Röm 1,1). (Voigt)

o    Dem angefochtenen Timotheus wird gesagt, er solle den Funken, der unter der Asche glüht, erneut zur Flamme entfachen. Also nicht: Besinn dich doch auf deine Pflicht! Sondern: Lass wieder aufflammen, was – als Gnadengabe Gottes – in dir glimmt. Du hast, was du brauchst. Du hast teil an dem einen Heiligen Geist (1Kor 12,4; Eph 4,4), aus dem auch die dir verliehene Gabe stammt. Und das ist kein Geist der Feigheit, sondern ein Geist der Kraft (dynamis), der Liebe und der beherrschten Klarheit. (Voigt)

o    Nur wenn Timotheus im Charisma (der Gabe) brennt, wird er im Glauben als Zeuge auch im Leiden bestehen. Die Glut im Herd muss nicht fortwährend zu heller Flamme entfacht sein; nur wenn es nötig ist, dann aber schnell und ungehindert soll sie aufflammen können in Kraft. (Bürki)

o    Der Geist ist eine Kraft, die treibt, also Bewegung bewirkt. Da verlässt man das sichere Versteck, man kann nicht untätig bleiben. Da ist Dynamik! (Voigt)

o    Weil Gott uns seinen Geist gegeben hat, darum sollen wir in Kraft dieses Geistes seine Gaben entfachen, anwenden und in der jeweiligen Lage auch das Äußerste aus ihnen herausholen. (Bürki)

o    Der Geist der Kraft ist der Geist, der Freimut, Kühnheit, Unmittelbarkeit, Unbefangenheit, Furchtlosigkeit, Gewissheit zum Zeugnis und zum Dienst schenkt. (Bürki)

o    Die Liebe, die Gottes Geist in Timotheus geweckt hat, ist um Menschen bemüht, die solchen Dienst brauchen, ob sie es wissen oder nicht. … Die Liebe schont sich nicht, wenn es um die Sache des anderen geht. (Voigt)

o    Der Mensch Gottes, vom Geist Gottes durchglüht und getrieben, vereinigt in sich kraftvolle weibliche Liebe und liebevolle männliche Kraft. (Bürki)

o    Gottes Geist will uns seelisch „gesund“ machen. Dazu gehört gewiss, dass man auch „aus sich herausgehen“ und sich von Gottes Macht fortreißen lassen kann, aber der Wachheit und Nüchternheit soll dies nicht widerstreiten. (Voigt)

o    Der Lobpreis (9-10) ist in drei Sätzen mit drei je einander gegenüberstehenden Aussagen gegliedert: 1. Nicht menschliche Werke – sondern Gottes Gnadenwille; 2. Vor ewigen Zeiten beschlossen – jetzt kundgetan; 3. Der Tod ist entmachtet – unvergängliches Leben sichtbar gemacht. (Bürki)

o    Das Bekenntnis (9) spricht von einem Ruf. Wer Christ ist, hat ihn in irgendeiner Weise gehört. Meist sehr unsensationell. (Voigt)

o    Der Apostel bekennt hier nicht ein Prädestinationsschema, sondern die Gottheit Gottes, die Freiheit Seiner Gerechtigkeit und die Souveränität Seines Handelns. … Gottes Entscheidung ist immer verbunden mit Jesus, seine Wahl ist immer Gnadenwahl, sein Wille ist Liebeswille. (Bürki)

o    In, mit und unter dem Wort eines Menschen hat Gott uns angerufen. … In dem Ruf hat man seinen eigenen Namen vernommen, ausgesprochen von außen her, von dem Gott, der sich ebendiesem Menschen zugewendet hat. Man weiß: Ich bin jetzt gemeint, Gott hat es auf mich abgesehen. (Voigt)

o    Gottes Erretten ist ein Berufen zu neuem Sein und zu dem daraus möglichen, neuen Handeln. Der Erlöste ist ein Berufener, der fortan unter einem heiligen Ruf steht. Er ist berufen zur Heiligung. (Bürki)

o    „Du“ sagt der mich rufende Gott zu mir, und ich darf wieder „Du“ sagen. Das Gott mich anspricht, entreißt mich der Verfehlung meines Lebens. … Die gestörte Gott-Mensch-Beziehung ist nicht, wie wir leicht meinen, eine Kleinigkeit. Man überlege doch: Dem aus dem Weg gehen und mit Dem kein Wort sprechen, von Dem wir einfach alles haben! (Voigt)

o    Wer von der Tiefe und überwältigenden Macht der Gnade weiß, bekennt es: … Wir sind in Christus erwählt, ehe der Welt Grund gelegt ward (Eph 1,4). Unser Text sagt es ähnlich. (Voigt)

o    „Inkarnat“ nennt man in der Malerei eine Farbe, welche die besondere Färbung der menschlichen Haut wiedergibt. Unser Leben ist berufen, lobpreisendes Inkarnat der Gnade Gottes zu sein. (Bürki)

o    Wir sind nicht Zufallsprodukte, sondern Geschöpfe der Liebe Gottes. Wer jetzt einwendet, wir überschätzen uns, der unterschätzt Gott. (Voigt)

o    Denke von dem, was deine Existenz ausmacht nicht zu eng. … Ein Menschenleben lediglich nach dem biologisch und biografisch Greifbaren zu beurteilen, das hieße fürwahr zu eng zu denken. (Voigt)

o    Schon in der Tatsache, dass Gott mit uns redet, ist eigentlich der Todeshorizont aufgebrochen. (Voigt)

o    Wer von Gott geliebt ist, kann auch sterbend nur in seine gnädigen Hände fallen. (Voigt)

o    Alles, was von dem ewigen Ruf gesagt ist, meint ein Geschehen „in Christus Jesus“. Die Christenheit bekennt ihn als den Sohn Gottes von aller Ewigkeit her, also als den Präexistenten. (Voigt)

o    Für uns kann dies nichts anderes bedeuten, als das wir uns einfach an Jesus halten. „Folge mir nach!“ – das eben ist der ewige Ruf, von dem wir sprechen. „Komm her zu mir …!“ „Trachtet am ersten …!“ „Dir sind deine Sünden vergeben.“ Was der ewige Ratschluss Gottes mit uns vorhatte, ist in Christus für uns im Glauben erfahrbar geworden, und man muss hinzufügen: mit seinem Blut beglaubigt. (Voigt)

o    Dem Tode ist die Macht genommen. Um Christi willen gehört uns die Unvergänglichkeit, Unverweslichkeit, Unzerstörbarkeit. Wer dessen gewiss ist, dem kann nicht einmal das Schwert des Henkers etwas tun. „Schon werde ich geopfert, aber …“ (4,6-8) (Voigt)

o    Auferstehung ist kein Weltbildproblem, weil die Tatsache der Auferstehung nicht zu dieser Welt gehört und daher auch in sie nicht eingeordnet werden kann. (Voigt)

o    Was den Tod tödlich macht, ist nicht die Irreversibilität eines biologischen Vorganges, sondern die Sünde (1Kor 15,56). (Voigt)

o    Täte Gott uns so, wie wir verdienen, dann würde er uns wegfegen. So aber hat er uns in Christus Jesus mit seinem heiligen Ruf gerufen. So liegt Ihm an uns! Was Gott aber so liebt, dass er Christus dafür einsetzt und opfert, das lässt er nicht vergehen. Das ist die Entmachtung des Todes und die Schaffung des neuen, unverweslichen Lebens. (Voigt)

o    Ob wir sterben oder leben, das ist „in Christus“ längst entschieden – vor aller Zeit. (Voigt)

o    Unvergänglichkeit. Das ist die Sehnsucht der Griechen und das Verlangen der Menschheit, hier aber das letzte Wort des Hymnus, dessen tragende Mitte Jesus ist, der von Gottes Retterwillen gesandte Erlöser. Er ist der Vernichter der Todesschrecken. Er bringt Lebenslicht und Unvergänglichkeit. (Bürki)

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