13-1 Die Taufe Jesu – Mt 3,13-17

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Mt 3,13-17

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Worauf bezieht sich „zu der Zeit“? 13
  • Wo war Johannes am Jordan? Schau auf einer Karte nach!
    • Wie weit musste Jesus von Nazareth aus zu Fuß gehen?
  • Welcher Johannes ist gemeint?
    • Warum taufte Johannes?
  • Warum wollte Jesus sich von Johannes taufen lassen?
  • Warum will Johannes Jesus nicht taufen? 14
    • Woher weiß Johannes, dass Jesus jemand besonderes ist?
  • Was ist hier mit „alle Gerechtigkeit“ gemeint? 15
    • Was muss „erfüllt“ werden?
  • Weshalb sollte Johannes „es jetzt geschehen lassen“?
  • Was geschah bei der Taufe des Johannes?
    • Welche Unterschiede gibt es zur christlichen Taufe?
    • Wozu und warum war die Taufe für Jesus wichtig?
  • Wie wurde Jesus im Jordan getauft? 16
    • Was tat er nach der Taufe?
  • Wem tat sich der Himmel auf?
    • Wie muss man sich das „Auftun des Himmels“ vorstellen?
  • Wer sah den Geist Gottes?
    • Was tat der Geist?
    • In welcher äußeren Form offenbarte sich der Geist?
  • Hatte Jesus den Geist Gottes schon vorher?
    • Von Johannes dem Täufer wird gesagt: Lk1,15!
    • Von Jesus: Lk 1,35
  • Wer oder was ist der „Geist ‚Gottes“?
  • „Und siehe“ kann auch „und sofort“ heißen! 16+17!!
  • Von wem kam die Stimme? 17
    • Zu wem wird hier gesprochen?
    • Was wird gesagt?
  • Wie ist das Wort „Sohn“ zu verstehen?
    • Was haben die Juden damals darunter verstanden?
    • Psalm 2,7 und Jes 42,1!
  • Was meint „Wohlgefallen“?
  • Was wird in diesen beiden letzten Versen über die „Dreieinheit Gottes“ gesagt?
  • Welches sind die GrundaussagenderTrinitätslehre?
    • Schau in den alten Bekenntnissen nach!

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Die Taufe Jesu ist eines der wenigen Ereignisse im Leben Jesu, welches in allen 4 Evangelien vorkommt.

o    Das Taufgespräch (14-15) ist Sondergut von Matthäus. (Voigt)

o    In Mk 1,11 redet die Stimme Jesus selbst an. Bei Mt handelt es sich um eine, auch an den Täufer ergehende, göttliche Proklamation. (Voigt)

o    In der Taufe ist das geschehen, was Johannes von seiner Taufe gerade nicht erwartet hatte, die Taufe durch den Geist. … Die christliche Taufe setzt das Kreuz (20,22) und die Erhöhung (28,28f) voraus (Röm 6,3.5; Kol 2,12). (Voigt)

o    Konnte der Täufer überhaupt begreifen, auf welchen Weg Jesus sich begab, indem er sich taufen ließ? Waren die Konsequenzen dieses Schrittes zu übersehen? „Lass jetzt …!“ (V15): darin liegt, dass der Täufer etwas geschehen lassen soll, was ihm im Augenblick nicht durchsichtig sein kann. (Voigt)

o    Wenn auch der Täufer den Himmel offen gesehen und die Stimme Gottes gehört hat, gibt es dann noch die Möglichkeit des Irrewerdens? Auch hier gilt: Alle geistliche Erfahrung, auch die, dass man den Himmel offen sieht und Gottes eigenes Wort vernimmt, ist, als Erfahrung des Glaubens, der Anfechtung ausgesetzt. (Voigt)

o    Jesus in der Gemeinde, die der Täufer um sich versammelt? Und nun sogar: Jesus unter denen, die sich „zur Umkehr“ „in Wasser taufen“ lassen? Auf jeden Fall ein unbequemer Zug in der Jesusgeschichte. (Voigt)

o    Wenn also die Täufergemeinde die Schar der auf den künftigen Weltenrichter Wartenden ist; dann gehört dieser Jesus einfach nicht in diese Gemeinde hinein, und dann ist die Taufe für alle angebracht, nur nicht für diesen einen, der sich aus Galiläa hier eingefunden hat. (Voigt)

o    Der Täufer bemüht sich hartnäckig, Jesus abzuwehren. … Das Jesus sündlos ist und darum der Taufe zur Vergebung der Sünden – so Markus, nicht Matthäus! – nicht bedarf, ist hier nicht der beherrschende Gedanke. … Es geht um die Verschiedenheit der Rollen, die der eine und der andere in Gottes Heilsgeschichte spielen. Du, Jesus, unter denen, die sich auf das Kommen des Weltenrichters vorbereiten? Du bist es ja selbst! Du unter denen, die bereuen und umkehren? Zu dir kehren wir uns! (Voigt)

o    Paraphrase: Du, Johannes, stellst dir das Besondere an mir – und dies lässt dich zaudern – ganz falsch vor. Eschatologischer Richter, Geist- und Feuertäufer: So falsch ist das nicht. Du hast nur nicht begriffen, nein: Du kannst ja unter keinen Umständen wissen, dass mein Weg zunächst ganz anders verlaufen muss. „Es ziemt sich so“ – ich könnte auch sagen, Gott hat es so beschlossen. (Voigt)

o    Du erwartest den Richter – ich soll und will aber der Retter sein. Das heißt nicht, dass das Gericht ausfiele und Gott ‚klein beigäbe‘. Verstehst du? „Gerechtigkeit“ muss „erfüllt“ werden.

o    Wenn keiner von euch Gottes Willen erfüllt – ich tue es (5,17). Aber nicht, um euch zu überholen, zu übertrumpfen. Nicht, um euch zu beschämen und ins Unrecht zu setzen. Sondern so, dass ich mich mit euch solidarisiere. Das wird für mich noch einen schweren Weg bedeuten, davon braucht heute noch nicht die Rede zu sein. Für heute nur dies: Ich gehe den Weg, den alle Menschen gehen müssten (=Gerechtigkeit). Ich gehe ihn an eurer Seite, in eurer Mitte, als einer der Euren. Du predigst, Gottes Zorn werde sich über den sündigen Menschen entladen. Jawohl – aber dann trifft er mich. (Voigt)

o    Jesus kommt zum Täufer als der zum Kreuz bestimmte. Joh 1,29

o    In Mk 10,38b und Lk 12,50 ist Jesu Passion und Tod als Taufe bezeichnet. Darin liegt auch, dass die Taufe, die nach Jesu Befehl an uns vollzogen wird, ebenfalls dein Sterben und Auferstehen mit Jesus ist. Der vierte Evangelist (1,29) hat in seiner Sprache genau das gesagt, was die anderen auch meinen. Jesus kommt zum Täufer als der zum Kreuz bestimmte (Joh 1,29). „Siehe das ist Gottes Lamm!“ (Voigt)

o    Statt der Abrechnung über unsere Verschuldungen geschieht Zurechnung des Ungeschuldeten, geschieht Gnade. … Dies hat begonnen, als er sich am Jordan unter die Leute mischte und einer von ihnen, letztlich, der Eine für die „Vielen“ wurde. (Voigt)

o    Ein für allemal ist Christus auf die Seite der Sünder getreten. Wir haben nicht zu fürchten, dass er sich, wenn wir ihn am nötigsten brauchen, mit einem Male von uns distanzieren wird und nichts mehr von uns wissen will. Der Richter wird unser Fürsprecher sein. (Voigt)

o    Jesu Hinaufsteigen ans Ufer und das Herabsteigen des Geistes auf ihn sind bedeutungsvoll aufeinander bezogen. Fast wird man an das theologisch gewichtige „darum“ von Phil 2,9 erinnert: Auf Jesu Selbsterniedrigung antwortet Gott mit höchster Erhöhung. (Voigt)

o    Wer Gottes Geist hat, der denkt wie Gott, urteilt wie Gott, will wie Gott. Er ist von Gott selbst getrieben wie ein Schiff, in dessen Segel der Wind bläst.

o    Es ist auffällig, dass ein zunächst messianisch anhebendes Wort (Ps2,7) abgebrochen und durch ein auf den Gottesknecht (Jes 42,1) bezogenes fortgeführt wird. … Darin liegt auch, dass in dem Jesus, der sich so provozierend zu den Sündern stellt, Gott selber sich zu Wort meldet. … In diesem Mann ist Gott selber zum Heil auf dem Plan. … Hier solidarisiert sich der mit uns, der als der geliebte Sohn Gottes keinen Grund hätte, sich bei uns einzureihen, wenn es nicht der einer großen Liebe wäre. (Voigt)

o    Während der Taufe empfing Jesus die Gewissheit, dass er tatsächlich der Erwählte Gottes war, und die Gewissheit, dass vor ihm der Kreuzesweg lag. (Barclay)

o    Der Sohn Gottes mit denen, die Gott missachten, verraten, verlassen und geschändet haben, in Reih und Glied! Das ist das Wunder! (Voigt)

o    Wir haben es heute mit keinem anderen Christus zu tun, als mit dem, der sich in so erstaunlicher und überwältigender Weise erniedrigt hat. … Ein Christus, wie ihn der Täufer erwartete (Mt 3,7-12), hätte es leichter gehabt. Aber den Christus, der es sich so schwer macht, weil er retten will, den haben wir nötig. (Voigt)

o    Indem das Element des Wassers nach dem Zeugnis der Kirchenväter den Mutterschoß repräsentiert, weist die Taufe zurück auf die Geburt, und weil das Wasser zugleich das Element des Todes ist, ist das Wasser des Jordan, in das der Herr hinabgestiegen ist, eine symbolische Vorwegnahme seines Todes. (Stählin)

o    „Alle Gerechtigkeit zu erfüllen“ heißt: Den in der Menschwerdung angefangenen Weg der Solidarität mit der sündigen und dem Tode verfallenen Menschheit zu Ende zu gehen. (Stählin)

o    Die Taufe Jesu ist ein Abbild unseres Gottesdienstes: Sehen wir den geöffneten Abgrund unter uns und den zugleich geöffneten Abgrund über uns – die Einheit der Bereitschaft mit Christus zu sterben und der Verheißung des Heiligen Geistes. (Stählin)

o    Christus – der Einzige

o    Er ist nicht nur ein Leuchtender, sondern das Licht.

o    Er ist nicht nur ein Wegweiser, sondern der Weg.

o    Er ist nicht nur ein Wahrhaftiger, sondern die Wahrheit.

o    Er ist nicht nur ein Lebendiger, sondern das Leben.

o    Er ist nicht nur ein Großer, sondern der Herr.

o    Er ist der Einzige, in dem wir Gott schauen können, wie er ist.

o    Er ist der Einzige, von dem wir völlig durchschaut und dennoch geliebt werden.

o    Er ist der Einzige, bei dem ein Mensch die Schuld seines Lebens loswerden kann.

o    Er ist der Einzige, der einen völligen Neuanfang des Lebens ermöglicht.

o    Er ist der Einzige, der unserem Leben Sinn gibt und unser volles Vertrauen verdient.              (Konrad Eißler)

o    Die Juden kannten zwar die Taufe und wendeten sie auch selbst an, jedoch nur bei Proselyten, bei Menschen, die zum Judentum übertraten. Dass sündenbefleckte Proselyten getauft werden mussten, erschien ihnen selbstverständlich, doch dass sie selbst, das auserwählte Volk, die Nachkommen Abrahams, die der göttlichen Erlösung sicher waren, die Taufe ebenfalls nötig hätten, erschien den Juden undenkbar. … Jetzt kam den Juden zum ersten Mal in ihrer langen Geschichte zu Bewusstsein, dass auch sie Sünder waren, die Gott dringend bedurften. Nie zuvor hatte es im jüdischen Volk eine so einzigartige Bußbewegung und Suche nach Gott gegeben. (Barclay)

o    Jetzt war für Jesus die Gelegenheit gekommen, sich durch die Taufe mit den Gott suchenden Menschen zu identifizieren. (Barclay)

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