03-3 Bringt richtige Früchte – Lk 3,1-14

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Lk 3,1-14

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Wann war das 15. Jahr des Kaisers Tiberius? 1
    • Um welchen Herodes geht es hier?
    • In welcher Stadt regierte König Philippus?
    • Wo ist Abilene?
  • Von wann bis wann war Hannas Hoherpriester? 2
    • Warum gab es zwei Hohepriester?
  • Was meint: „Da geschah das Wort Gottes“?
    • Wie viele Jahre sprach Gott nicht mehr durch Propheten?
  • Wer ist Johannes?
    • Warum hält Johannes sich in der Wüste auf?
  • Beachte, dass Johannes umherzieht! 3
    • Was predigte er den Menschen?
  • Warum tauft er sie?
    • Was ist Buße?
    • Was ist Vergebung und wie geschieht sie?
  • Vergleiche das Zitat mit der AT Stelle: Jes 40,3-5! 4-6
    • Wer wird in Vers 4 angeredet?
  • Wozu und für wen wird diese Straße gebaut?
    • Wer ist mit dem „Heiland Gottes“ gemeint? 6
    • Warum geht es hier um „alle Menschen“?
  • Warum kommt eine „Menge“ von Menschen zu Johannes? 7
    • Warum fährt Johannes die Taufwilligen so scharf an?
  • Beachte die Aufforderung: „Seht zu“! 8
    • Was sind „richtige Früchte der Buße“?
    • Was meint Johannes mit „Vater Abraham“?
  • Beachte: „Gott kann“!
    • Was will Johannes mit den „Kindern aus Steinen“ sagen?
  • Beachte die absolute Rede: „jeder Baum“! 9
  • Was muss gemacht werden, bevor die Axt an die Wurzeln kann?
    • Was sind „gute Früchte“ im Sinne von Johannes und im NT?
    • Wer wird „abhauen“ und ins „Feuer werfen“?
  • Was sollen wir denn tun? 10
    • Tun wir das Richtige, das Gottgewollte?
  • Wie passt diese Antwort in Vers 11 zu der Frage aus V. 10? 11
    • Wie war damals das Leben geordnet?
    • Hemden und Lebensmittel?
  • Was für Leute sind „Zöllner“? 12-13
    • Warum kamen auch die?
    • Wie könnte man die Antwort auf heute übertragen?
  • Wem unterstanden die (jüdischen) Soldaten? 14
    • Wie könnte man die Antwort auf heute übertragen?
  • Warum hat Lukas die Verse in sein Evangelium aufgenommen?
    • Was wollte er seinen Lesern dadurch sagen?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

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2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

  • Während sich Markus jeder Zeitangabe enthält (1,2.4) und Matthäus darin ganz unbestimmt bleibt (3,1), liegt Lukas an chronologischer Präzision und damit an Einordnung der Täufer- (und Jesus-) Ereignisse in die große Weltgeschichte. (Voigt)
  • Regierungsantritt des Kaisers Tiberius 19.8.14. Je nach Zählweise kommen wir auf das Jahr 28/29 oder 27/28. Herodes Antipas: 4v.-39n.Chr. Philippus: 4v.–34n.Chr. (Voigt)
  • Mit der siebenfachen Namensangabe und Zeitbestimmung kommt die hohe Bedeutung des Augenblicks zum Ausdruck, in welchem die neutestamentliche Heilsgeschichte eröffnet wird. (Rienecker)
  • Wenn der Evangelist zwei Hohepriester nennt, so ist damit auch die Zerrüttung des geistlichen Regiments angedeutet; denn nach dem Gesetz durfte immer nur ein Hoherpriester im Amt sein. … Der Vorgänger des Pilatus, Valerius Gratus, hatte im Jahre 15 n.Chr. den Hohenpriester Hannas abgesetzt und im Laufe einiger Jahre nacheinander mehrere Hohepriester neu gewählt und wieder davongejagt, bis er endlich in Kaiphas ein hinlängliches Werkzeug gefunden hatte. (Rienecker)
  • Wahrscheinlich bald, vielleicht kurz nach dem Tode der greisen Eltern, hat es den Johannes (sein Name heißt: „Gott hat sich erbarmt“) in die Einsamkeit und in die Wüste getrieben. (Rienecker)
  • Nach Lukas wirkt Johannes nicht ortsfest, sondern im Jordantal östlich und südlich von Bethel. (Voigt)
  • Schürmann weist darauf hin, dass nach Lukas die Johannestaufe die Sündenvergebung nicht bewirkt, sondern auf sie hinweist. (Voigt)
  • Von Johannes angeredet sind die, die „herausgekommen“ (3) sind, und zwar alle, nicht nur (wie bei Mt) die Pharisäer und Sadduzäer. (Voigt)
  • Im Hebräischen und Aramäischen braucht man nur den ersten Buchstaben weglassen, und aus „Steinen“ werden „Söhne“. (Voigt)
  • In einem alten lateinischen Johanneslied von Diakonus Paulus heißen die Herzen der Heiden „harte Steine“. (Rienecker)
  • Die Forderung des Täufers spricht in eine Welt, in der die Menschen an der Existenzgrenze leben und sich um Kleidung und Nahrung sorgen müssen. (Voigt)
  • Der Prediger wird, was die Verse 15-18 wollen, bei den Versen 4-6 mit im Sinn haben müssen. Es kommt „der Stärkere“ (16). (Voigt)
  • Lk gibt dem Täuferzeugnis einen deutlich evangelischen Akzent: „Alles Fleisch wird das Heil Gottes schauen“ (6). … Jedem gilt es, der es hört! Darum auch der umherziehende Johannes – als gehöre er schon zur missionierenden Kirche (3). (Voigt)
  • Das Wort „Vergebung der Sünden“, d.h. Tilgung der Sünden enthielt die höchste Hoffnung der Propheten des Alten Bundes (Jes 33,23; 55,7;Jer 31,34; Hes 18,31; 36,25.27; Sach 13,1; Mi 7,18). (Rienecker)
  • Vergebung der Sünden! Wie mag Johannes selbst vor diesem überwältigenden Auftrag, vor diesem ungeahnten Entschluss Gottes anbetend in den Staub gesunken sein! Gott wird dennoch zuletzt den Sieg davontragen! (Rö 5,20; Jes 45,22). (Rienecker)
  • Die Umkehraufforderung des Johannes wird verlangt mit der Begründung: „Das Königreich Gottes, die Herrschaft Gottes hat sich genaht, der Messias ist im Kommen, der König ist da!“ (Rienecker)
  • Keiner der großen Politiker der damaligen Zeit hat begriffen, was sich in der Welt zuträgt, in der sie ihre großen Rollen spielen. Einige von ihnen waren dicht daran, aber aufgegangen ist es ihnen nicht. (Voigt)
  • Nicht die Weltgeschichte mit ihrer besonderen Konstellation enthält die Voraussetzungen für das, was sich hier von Gott her, als Seine Rettung ereignet. Bei Gott liegt die Initiative. Er beruft (2). Er kommt selbst (4-6.16). Durch Gott wird dieses 15. Regierungsjahr des Tiberius zur „ausgezeichneten Stunde“. Darum muss festgehalten werden, wann und wo sich „das Heil Gottes“ ereignet hat. (Voigt)
  • Das, was sich heute – in der Begegnung Gottes mit uns – ereignet, beruht auf dem und enthält das, was sich einst ereignet hat. Darum kommt Pilatus im Glaubensbekenntnis vor! (Voigt)
  • Wie von den vielen Broten, die es auf der Welt gibt, einige konsekriert und damit für des Herrn sakramentales Handeln benutzt werden, so wird hier ein Stück Weltgeschichte „ausgesondert“ zur Heilsgeschichte. Wie in der Hostie, so erkennt auch in diesem Stück Geschichte nur der Glaube den anwesenden und handelnden Gott. Zu solchem Glauben werden wir aufgerufen. (Voigt)
  • Ein Prophet wird berufen (V.2, vgl. 7,26), erstmals, seit mit Maleachi die Prophetie erloschen ist. Es geschieht etwas zwischen Gott und den Menschen. Himmel und Erde geraten in Bewegung. Gott redet wieder, mehr noch: Er kommt. (Voigt)
  • Auf einer Prachtstraße kommt Gott zu Seinem Volk. Die Berge abtragen, die Täler ausfüllen – und dies in der Wüste; für damalige Zeit ein technisches Wunder, dessen Menschen nicht mächtig sind. So müssen wir Jes 40 verstehen: Es geschieht das Unmögliche. Angeredet sind ungenannte himmlische Mächte. (Voigt)
  • Dieses Hervortreten Gottes aus Seiner Verborgenheit, die Inbesitznahme Seiner von Ihm abgefallenen und darum heillosen Welt – dies alles ist ein so unerhörtes, grundsätzliches Geschehen, dass man, wenn es wirklich geschieht, von der Realisierung des Menschenunmöglichen reden muss. Advent: Dieses Unerhörte ereignet sich. (Voigt)
  • Unser Abschnitt deutet darauf hin (6), dass Johannes nicht mit der Verhüllungsgestalt der Heilsoffenbarung gerechnet hat. Damit hängt das andere zusammen: Wo bleibt die Axt, die Worfschaufel, das Feuer? Die Johannestaufe dürfte gemeint sein als ein Akt der Zubereitung des ganzen Menschen für die Begegnung mit dem kommenden Richter. (Voigt)
  • Bußtaufe mit dem Ziel, dass es zur Sündenvergebung kommt (so versuchen wir den grammatischen Satzbau zu umschreiben), das ist noch nicht die Christustaufe, die den Geist und damit die Totalerneuerung bringt (16). (Voigt)
  • „Umkehren“, das heißt, die Richtung ändern, sich auf einen anderen Punkt zubewegen. (Voigt)
  • Die Wegbereiter des kommenden Gottes sind nicht mehr die Himmlischen (Jes 40), sondern die hier angeredeten Menschen. „Bereitet den Weg des Herrn!“ Nicht, damit Er kommt, sondern weil Er kommt. (Voigt)
  • Es liegt ganz bei Ihm, ob Er kommen will oder nicht. Aber wenn Er sich Seiner abtrünnigen Welt zuwendet und ihr Sein „Heilsames“, Sein „Helfendes“, „Rettendes“ zuteilwerden lässt, dann ist es allerdings ein Unding, dass wir bleiben, wie wir sind. (Voigt)
  • Das eigentlich Sündige an unserer Sünde: Wir nehmen Gott nicht ernst. (Voigt)
  • Es ist zweierlei: Dogmatisch richtig um seine Allgegenwart wissen – und im Glauben erfahren, wie Er personhaft auf uns zukommt! Advent: Jetzt macht Er sich zu mir auf! Er ist zu mir, zu uns, unterwegs! Er wendet sich der Welt zu, kommt auf sie zugegangen. Er will gestörte, abgerissene Gemeinschaft wiederherstellen. (Voigt)
  • Lukas löst die Planierungsarbeiten der Engel durch ein von uns zu leistendes Werk der Umkehr ab. Werk? Wenn nur deutlich ist, dass das Kommen des „Stärkeren“ das Auslösende und Bewirkende ist, dann hat es mit der uns zufallenden Wegbereitung schon seine Richtigkeit. (Voigt)
  • Mancher bezichtigt Gott, zu ihm sei Er nicht gekommen. Aber er hat Ihn nur nicht an sich herangelassen. (Voigt)
  • Der kommende Gott will Menschen, die für Ihn offen sind. (Voigt)
  • Damals, in den Tagen des Täufers war geradezu eine Erweckung; zu des Lukas Zeiten mindestens eine interessante Kirchlichkeit. Viel guter Wille, dort wie hier. Aber die Leute werden mit einem Hagelwetter (7-9) empfangen. … Der Text will, dass wir uns nicht in dem Irrtum beruhigen, die fällige Buße sei durch Übernahme und Ableistung irgendwelcher „kirchlicher“ Pflichtübungen abgegolten. Das ist das gefährliche an unserer Kirchlichkeit, dass wir Gottes helfendes, rettendes Tun uns gefallen lassen, um auf diese Weise – Gott auszuweichen. (Voigt)
  • Wer heimlich darauf vertraut, er werde in seiner „Umkehr“-Haltung sein Pensum schon soweit erfüllen, dass Gott ihn gelten lassen kann, der irrt. Er wird zuletzt nie von dem leben können, was er für Gott tut, sondern nur von dem, was Gott für ihn tut. Das heißt aber, er lebt von dem, was ihm im gnädigen Wort zugesprochen wird und was er in den Sakramenten leibhaft empfängt. (Voigt)
  • Durch nichts will Gott uns fester an sich binden als durch Seine bedingungslos vergebende Güte. Und durch nichts distanzieren wir uns mehr von unserm alten, gewohnten Leben-ohne-Gott wie eben dadurch, dass wir uns helfen lassen. (Voigt)
  • Nimmt man den Text beim Wort, dann liegt das Gefährliche unserer Situation vor Gott darin, dass wir in deklarierter Umkehrwilligkeit heimlich oder offen eine Heilssicherheit behaupten, die dem Bußernst Lügen straft. … Das Schlimme ist, dass die Beharrlichkeit im Bösen nicht nur hinter der frommen Maske verborgen ist, sondern auch den Willen zum Neuen und Besseren durchdringt. Wir kriegen es nicht auseinander. „Ich will mich ändern; hilf meiner Unbußfertigkeit (nach Mk 9,24). – Der Täufer ist unerbittlich. Wir sollten uns nicht einreden, Gott habe uns nötig. (Voigt)
  • Ihr hört richtig: Aus Steinen (8) kann Er sich Kinder erwecken, denn Er war noch nie so, dass die Zugehörigkeit zu Ihm auf den Qualitäten Seiner Geschöpfe beruht hätte, die Er bei ihnen vorgefunden hätte. Man kann sich Gnade nicht verdienen, aber wohl verscherzen. (Voigt)
  • Das Wort vom Baum (9), der abgehauen werden muss, hat Jesus in 13,8f gnädig verändert aufgenommen. (Voigt)
  • Das Evangelium besagt nicht, die bisherige Warnrede von Gottes Zorn habe sich als blinder Alarm erwiesen und Gottes Gericht falle aus. Es sagt vielmehr: Aus Gottes Gericht sollen wir gerettet werden, wenn wir uns nur retten lassen wollen. (Voigt)
  • Gott erwartet „rechtschaffende Früchte der Buße“ – wir umschreiben: „Einen in konkreten Taten sichtbaren Lebens-Ertrag“, der der „Neuorientierung unseres ganzen Wesens“ angemessen ist. (Voigt)
  • Für den, der die Stunde Gottes erkennt, heißt es: Umkehr im täglichen Leben. (Voigt)
  • Wir sprechen von der „Standespredigt“ des Täufers (10-14). Der „Stand“ ist der geschichtliche Ort, an dem wir unser Leben zu führen, unser Christsein zu bewähren haben. (Voigt)
  • Johannes fordert niemand auf, bei ihm in der Wüste zu bleiben, sondern, nachdem Johannes die Zeichen einer inneren Umkehr wahrgenommen hat, verweist er einen Jeden zurück in seinen Stand und Beruf, verlangt aber innerhalb dieses Standes und Berufes wirkliche Früchte der Bekehrung. (Rienecker)
  • Buße gibt es nie „nur so allgemein“. Sie muss konkret geschehen. Wie, das muss immer neu gefragt werden (Röm 12,2). (Voigt)
  • Die Antwort, die der Täufer gibt, ist verblüffend einfach. … Aber da steht unweit des Jordanufers einer, der hat nur ein Unterkleid an (wie etwas Mk 14,51), aber keinen „Rock“ (Mt 5,40; 10,10). Den „Rock“ legte man nachts ab (Hohel 5,3) und deckte sich damit zu. Da steht also einer – ohne Rock. Ich habe zwei. Also bekommt er einen davon. Mit dem Proviant ist es ebenso. Die Situation ergibt, was zu tun ist. Kein langes Besinnen, kein Aufschub, sondern sehen, was der Augenblick verlangt. So einfach ist es mit der Umkehr. (Voigt)
  • Doch die Frage wird komplizierter im sozialen Kontext. – Zöllner, Söldner! (Voigt)
  • Die Zöllner und Soldaten sollen nicht ihren Stand, sondern ihre Standessünden aufgeben. Gerade als bekehrte Zöllner und Kriegsleute sollen sie rechte Frucht der Buße bringen. (Rienecker)
  • Der Täufer lässt seinen Zuhörern nicht Zeit, ihr Leben erst dann neu zu orientieren, wenn einmal die Verhältnisse der Welt andere geworden sind. Was auch immer zu Lasten der derzeitigen Welt gehen mag, auch ich werde erst einmal danach gefragt, wie ich mich innerhalb des Gegebenen verhalte. Ich habe mich zunächst nirgendwo anders zu bewähren als an meinem geschichtlichen Ort. Und dies in eigener unvertretbarer Verantwortlichkeit. (Voigt)
  • Ein Zöllner kann redlich sein. … Der Soldat hat es schwerer, sein Handwerk ist Gewaltgebrauch. Auch wenn er gewiss ist, für die rechte Sache zu kämpfen, wird ihm, was er zu tun hat, schwer werden, zumal der moderne Krieg nur geringe Entscheidungsspielräume lässt, die er im Sinne des Täuferwortes nutzen kann. Zum Glück: Seine vorrangige Aufgabe ist nicht, Krieg zu führen, sondern Krieg zu verhindern. (Voigt)
  • Wer von dem Ruf zur Umkehr aber wirklich getroffen ist, der fragt nicht: Was trägt es aus, und wie verändert sich die Endsumme? , sondern er fragt danach, was bei ihm selbst als Nächstes fällig ist. Keiner braucht weit zu gehen, um herauszufinden, wo in seinem Leben das bevorstehende und immer wieder sich ereignende Kommen Gottes Veränderungen und Entscheidungen nötig macht. (Voigt)

 

  • Johannes, der Sohn des Priesters, ging nicht in den Tempel nach Jerusalem, trat auch nicht (wie später Jesus und auch Paulus es getan haben) in den Synagogen der israelitischen Gemeinden auf, sondern Johannes ruft vom Tempel fort und heraus aus Jerusalem, hinein in die Wüste. (Rienecker)
  • Über all dem „Unpriesterlichen“ des Täufers und über all dem Ernsten und Harten, das da draußen in der Wüste, fern von Jerusalem geschah (man musste 40 km wandern durch Felsenland, Hitze und Staub, von Räubern bedroht), leuchtete dennoch, aus der Tiefe der Einöde und Wüste heraus, die Herrlichkeit des Heils, die Vergebung, d.h. die Tilgung der Sünden, die frohe Botschaft, dass alles Fleisch das Heil Gottes sehen wird und dass „Gott sich erbarmt hat“, so wie der Name „Johannes“ selbst zu deuten ist. (Rienecker)
  • Gott schenkt nichts – es muss alles offenbar, alles an das Licht vor Seinem Angesicht. Gott schenkt alles. Von dem, was erkannt und benannt ist, was an das Licht gebracht ist, was herausgegeben ist, will Er nichts mehr wissen. Das hat Er hinter sich geworfen, dass hat Er versenkt in die Tiefe des Meeres. (Rienecker)
  • Was die Zöllner und Krieger zu tun haben, wenn der Christus erschienen sein wird, davon reden die Sprüche des Täufers noch nicht. Ist der Christus gekommen, so wird sich ihr erneuerter Wille darin zeigen, dass sie zu Ihm kommen. Das wird vom Fortgang der Erzählung nachdrücklich gesagt. Worin besteht die Umkehr des Sünders? Darin, dass er zu Jesus kommt. Wie empfängt er Vergebung? Dadurch, dass Jesus ihm Seine Gemeinschaft gewährt. (Schlatter in Rienecker)
  • Wenn ein orientalischer Herrscher beabsichtigte, Teile seines Herrschaftsbereiches zu besuchen, schickte er zuvor einen Boten dorthin, der die Leute auffordern sollte, die Straßen für ihn entsprechend vorzubereiten. Während der letzten Krönungsfeier in der Westminster Abbey in London ereignete sich eine moderne Parallele. Nachdem alle Anwesenden Platz genommen hatten, tauchte plötzlich ganz unerwartet ein Reinigungstrupp mit Bürsten und Staubsaugern auf und begann die Läufer zu reinigen, damit alles absolut sauber war, wenn die Königin kam. (Barclay)
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