12 Epiphanias

12 Epiphanias

1.    Predigttexte

I:    Mt 2,1-12

II:   Eph 3,1-7

III:  Jes 60,1-6

IV:  Joh 1,15-18

V:   2Kor 4,3-6

VI:  1Kön 10,1-13

.     alt IV: Kol 1,4-27

2.    Wochenspruch

o    Die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint jetzt. (1Joh 2,8)

3.    Was ist das Besondere dieses Sonntags im Kirchenjahr?

o    Das Epiphaniasfest ist das älteste nichtjüdische Herrenfest und das erste Fest der Kirche, das kalendarisch festgelegt war (später kam das Christfest hinzu).

o    Vermutlich entstand es um 300 im Osten und bekam die Inhalte: Geburt Jesu, Taufe Jesu, Weinwunder zu Kana und zuletzt auch die Verklärung Jesu, wobei es regional unterschiedliche Schwerpunkte in der Feier gab.

o    Epiphanias hat vielleicht die vielfältigste Bedeutung von allen Festen: an Epiphanias findet das Gedenken an die Weisen aus dem Morgenland genauso statt wie die Erinnerung an die Taufe Jesu. Es ist das Fest, das die Bedeutung des Christfestes weiter vertieft.

o    Im Laufe der Zeit verlagerte sich im Westen der Schwerpunkt auf die Weisen aus dem Morgenland. Durch diesen Schwerpunkt wurde ein engerer Bezug zum Christfest hergestellt.

o    Im Osten hingegen lag der Schwerpunkt auf der Taufe Jesu, und in der armenischen Kirche ist der 6. Januar bis heute das Geburtsfest Christi.

o    „Epiphanie“ bedeutet „Erscheinung“, und am 6. Januar sowie in der darauffolgenden Zeit wird besonders der Aspekt der Erscheinung Gottes im Fleisch, der Herrlichkeit Gottes, wie sie uns im Leben und Wirken Jesu offenbart wurde, betont.

o    Die protestantische Kirche konnte mit dem Fest wenig anfangen, nur die Lutheraner übernahmen es aus dem römischen Festkalender, wobei Luther den Schwerpunkt auf die Taufe Jesu legte, aber auch die Bezeichnung „Tag der Heiligen Drei Könige“ oder „Fest der Erscheinung“ verwendete.

o    Im Laufe der Zeit aber wurde das Fest immer bedeutungsloser.

o    Die früher auf einen Tag gelegten Inhalte (drei Weise, Taufe Jesu, Weinwunder zu Kana und Verklärung) sind nun auf die Epiphaniaszeit verteilt worden.

o    Die Epiphaniaszeit führt hin in die Leidenszeit. Am Gipfelpunkt, an dem sich Epiphanias- und Leidenszeit begegnen, hören wir das Evangelium von der Verklärung Jesu, das uns in eine Welt schauen lässt, die noch fern von uns ist.

o    http://www.daskirchenjahr.de/epiphaniasmenu.php

4.    Platz für Anmerkungen

http://www.sibirjak.de/epiphanias-erscheinungsfest/

o    Die liturgische Farbe ist am 6.1. und am letzten Sonntag nach Epiphanias Weiß, denn beide Tage sind Christusfeste. Die Sonntage dazwischen haben die Farbe Grün.

o    Je nach Länge der Epiphaniaszeit werden nicht alle Sonntage nach Epiphanias begangen. Es wird jedoch immer der letzte Sonntag nach Epiphanias gefeiert, unabhängig von der Länge der Epiphaniaszeit.

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