46-3 Er führte ihn zu Jesus Joh 1,35-42

Downloadlink:46-3 Er führte ihn zu Jesus – Joh 1,35-42

Joh 1,35-42

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    In welchem Kontext steht unser Text?

  • Was war am Tag davor?

o    Wo stand Johannes?                                                          35

  • Warum hatte Johannes Jünger?

o    Denke ein wenig über das „Sehen“ des Johannes nach?        36

  • Was „sah“ er äußerlich und innerlich?

o    Was meinte Johannes mit dem „Lamm Gottes“?

  • Beachte die Betonung mit „Siehe!“
  • Welche Bedeutung hat das „Lamm Gottes“ in der Bibel?

o    Beachte: Die zwei Jünger „hören“!                                        37

  • Hat „nachfolgen“ immer etwas mit „hören“ zu tun?
  • Wie und wohin folgten sie Jesus nach?

o    Beachte: Jesus übernimmt die Initiative!                               38

  • Beachte Jesu erste Worte im Johannesevangelium!

o    Wie ist Jesu Frage zu verstehen?

  • Was suchten die zwei bei Jesus?
  • Warum wollen sie mit Jesus mit nach Hause gehen?
  • Warum nennen sie Jesus „Rabbi“ (Lehrer)?

o    Was steht hinter der Einladung „Kommt und seht“?               39

  • Was sahen sie?
  • Was haben sie den ganzen Tag gemacht?
  • Wo kommt „bleiben“ noch im Johannesevangelium vor?

o    Warum schreibt Johannes nichts darüber, aber die Uhrzeit hält er fest?

  • Wie spät ist es „um die zehnte Stunde“?

o    Was weißt du über Andreas?                                              40

  • Wer war der andere, der Jesus nachgefolgt war?
  • Warum wird „Simon Petrus“ als bekannt vorausgesetzt?

o    Warum suchte Andreas seinen Bruder?                               41

o    Wie kommt es, dass Andreas jetzt statt „Rabbi“ (38) „Messias“ sagt?

  • Was bedeutet der Titel „Messias“ (Gesalbter)?
  • Was erwarteten die Menschen damals vom Messias?

o    Denke darüber nach: „und er führte ihn zu Jesus“!                 42

  • Wäre das auch etwas für uns?

o    Beachte das betonende „als“!

  • Jesus „sah“ Simon!

o    Wie kommt Jesus dazu, so etwas über Simon zu sagen?

  • Was wird das für Simon bedeutet haben?

o    Warum hat Johannes diese Berichte aus der ersten Zeit mit Jesus in sein Evangelium mit aufgenommen?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

o

o

o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

o

o

o

o

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Der Abschnitt 35-51 – Jesu erste Jünger – ist ein Ganzes. Den zweiten Teil hatten wir am 2. Sonntag nach Weihnachten zu predigen. (Voigt)

o    Im Unterschied zur synoptischen Tradition ist in diesen ersten Tagen des Wirkens Jesu die ganze christologische Dogmatik bereits im Blick (die Titel). Was bei den Synoptikern erst spät – kurz vor der Passion – gewonnene Erkenntnis ist (Mt 16,16; vgl. aber auch Joh 6,68f), scheint hier in der ersten Stunde bereits klar ausgesprochenes Bekenntnis zu sein. (Voigt)

o    Johannes der Täufer muss sehr wohl gewusst haben, dass er seine Jünger, wenn er in dieser Weise (36) zu ihnen über Jesus sprach, stillschweigend aufforderte, ihn zu verlassen. (Barclay)

o    Er „sieht“ Jesus nicht nur, sondern heftet seinen Blick auf Ihn, weil er aufs Neue staunend vor seiner unerhörten Entdeckung steht: der Messias, also der Herr Israels und der Welt, ist ein „Lamm“, das „Lamm Gottes“. (de Boor)

o    Gott Selbst hat den Täufer der unvergleichlichen Bedeutung Jesu gewiss gemacht, so dass der Urzeuge nun Anderen predigen und sie damit zu Jesus hinleiten kann. (Voigt)

o    Jesus bringt das Heil, indem Er die Sünde der Welt hinweg nimmt. Sein Tod hat sündentilgende Kraft (11,50-52). (Voigt)

o    Johannes der Täufer kannte keine Eifersucht. … Nichts ist schwerer, als sich mit dem zweiten Platz zu begnügen, wenn man zuvor den ersten Platz eingenommen hat. (Barclay)

o    Die zwei Jünger machen ernst mit der Aufforderung: „Siehe!“ (36). Sie lassen das Gehörte bis in ihr Herz gehen und dort zum Entschluss werden. (de Boor)

o    Das „Nachfolgen“ ist zunächst nur das äußere Hinter-Jesus-Hergehen, in dem freilich die ganze Bitte liegt: Wir möchten deine Jünger werden, wir möchten bei dir sein, wie wir bisher bei Johannes waren. (de Boor)

o    Das „Folgen“ der beiden Jünger ist der erste Schritt zum Glauben an Jesus. (Schiewind in Voigt)

o    Johannes kann uns klar sagen, dass die ersten Jesus-Jünger aus dem Kreis der Johannes-Jünger stammten und dass eine organische Geschichte Gottes in ihrem Leben vorlag. (de Boor)

o    Jesus tat etwas, was für Ihn bezeichnend war und ist. Er wandte sich um und sprach zu ihnen (38). Das heißt, Er kam ihnen entgegen. … Stets tut Gott den ersten Schritt. (Barclay)

o    Wenn wir zu Gott kommen, verbirgt Er sich nicht vor uns und hält uns fern, sondern Er wartet bereits auf uns. (Barclay)

o    Auch wir sollten uns im Leben immer wieder fragen: „Was suchen wir? Was wollen wir? Welche Absicht, welches Ziel verfolgen wir? Worum bemühen wir uns? Was wollen wir, wenn wir ganz ehrlich vor uns selbst sind, aus unserem Leben machen?“ (Barclay)

o    So sachlich und so natürlich kann das ewige Wort sprechen (38)! Aber die Frage ist zugleich voll Tiefe und Macht. Wisst ihr wirklich schon, was ihr wollt? Wisst ihr, was ihr bei mir sucht und was bei mir zu finden ist? (de Boor)

o    Sie nannten Ihn „Rabbi“. Dieses hebräische Wort bedeutet wörtlich „mein Großer“. Diesen Ehrentitel gaben Schüler, die auf der Suche nach Wissen und Erkenntnis waren, ihren Lehrern und weisen Männern. (Barclay)

o    Die Übersetzung zeigt: das Evangelium ist für solche bestimmt, die Semitisches nicht verstehen. (Voigt)

o    Die zwei Männer (oder waren es noch Teenager?) wollten eine wirkliche Verbindung mit Jesus anknüpfen und bei Ihm verweilen, um alle ihre Probleme und Fragen mit Ihm zu besprechen. (Barclay)

o    Eine inhaltliche Aussage darüber, was sie von Jesus halten und erwarten, machen sie nicht. Sie wollen, wenn man so will, Erfahrung mit Jesus. (Voigt)

o    Mit den Worten „Kommt und seht!“ fordert Jesus die beiden Männer auf, nicht nur mit Ihm zu kommen und sich mit Ihm zu unterhalten, sondern mitzukommen, damit Er ihnen etwas zugänglich machte, wozu nur Er allein imstande war. (Barclay)

o    Das „Bleiben“ (39) ist für Johannes wichtig à Konkordanz!! (Voigt)

o    Vielleicht wählte Johannes diesen Schluss (39c), weil er selbst einer der beiden Männer war. (Barclay)

o    Er hat die entscheidende Stunde seines Lebens festgehalten. (Voigt)

o    Man achte auf das in 35-51 wiederholt vorkommende „finden“. (Voigt)

o    In manchen Handschriften steht „proton“ (41), was „zuerst“ heißt. In anderen Handschriften steht „proi“, was „frühmorgens“ heißt. (Barclay)

o    Andreas ist eine der reizvollsten, anziehendsten Persönlichkeiten, die zu der Schar der Jünger gehörten. 1. Andreas gehört zu den Menschen, die bereit sind, sich mit dem zweiten Platz zu begnügen. Immer wieder wird er als der Bruder des Simon Petrus bezeichnet. … Und 2. ist es bezeichnend für ihn, dass er stets andere Menschen mit Jesus bekannt machte. Nur dreimal steht Andreas in den Evangelienberichten im Mittelpunkt des Geschehens. Einmal an unserer Stelle, als er Petrus zu Jesus führt, dann in Joh 6,8-9, als er den Jungen mit den fünf Broten und zwei kleinen Fischen zu Jesus führt, und schließlich in Joh 12,22, als er die Griechen auf ihre Frage hin zu Jesus führt. Für Andreas war es eine große Freude, andere Jesus zuzuführen. (Barclay)

o    Andreas ist deswegen ein großes Vorbild für uns, weil er Jesus nicht allein für sich haben wollte. (Barclay)

o    Die jungen Männer, die dem Täufer folgten, waren suchende Leute, die auf den warteten, auf den die ganze Bußbewegung dort am Jordan zielte und den der Täufer selbst angekündigt hatte. (de Boor)

o    „führte ihn zu Jesus“ (42) ist zugleich ein Hinweis, wie die Botschaft von Jesus auch solche natürlichen Wege zu ihrem Fortgang benutzt. Ein Bruder darf dem anderen den entscheidenden Dienst tun. (de Boor)

o    In dem Wort des Andreas (41) lässt uns Johannes nachträglich den ganzen Ertrag jener ersten Gespräche erfahren, über deren Gang er uns in keuscher Zurückhaltung nichts mitgeteilt hatte. Jesus ist für Andreas nicht mehr nur „Rabbi“, nun ist er „der Messias“. (de Boor)

o    „Messias“ kommt nur hier (41) und 4,25 vor – sonst im ganzen NT nirgends. (Voigt)

o    Was muss es für einen echten Juden der Zeit Jesu – und nicht nur dieser Zeit – bedeuten, wenn jemand bekannte, den Messias entdeckt zu haben! (Voigt)

o    Wir sehen deutlich, „Christus“ ist nicht ein Eigenname, wie wir das Wort häufig gebrauchen, sondern ist ein „Titel“, der Titel des erwarteten „Königs“. (de Boor)

o    Bei Petrus und Kephas handelt es sich nicht um zwei verschiedene Namen, sondern um denselben in zwei verschiedenen Sprachen. (Barclay)

o    Im AT deutet ein Namenswechsel häufig auf eine neue Beziehung zu Gott hin. (Barclay)

o    Das griechische Wort für „sehen“ in 42 meint ein „konzentriertes, intensives Blicken“, einen Blick, der nicht an der Oberfläche haften bleibt, sondern dem Menschen bis ins Herz dringt. (Barclay)

o    Jesus sieht nicht, was wir Menschen sind, sondern auch, was wir sein können. Er sieht nicht nur das wirklich Vorhandene im Menschen, sondern auch die in ihm schlummernden Möglichkeiten. (Barclay)

o    Jesus sagt zu uns: „Gebt mir euer Leben, dann werde ich euch zu dem machen, wozu ihr nach dem, was in euch ist, werden könnt.“ (Barclay)

o    Jesus „sieht“ anders als wir. Jesus sieht in einem Menschen das, was Er Selber aus ihm machen will und wird. (de Boor)

o    Als einst ein Mann zu Michelangelo kam, der gerade an einem noch unförmigen Felsblock meißelte, und ihn fragte, was er täte, soll der Bildhauer geantwortet haben: „Ich befreie den Engel, der in diesem Marmor gefangengehalten wird.“

o    Die zwei Jünger „hörten den Täufer „reden“, und dies hat sie veranlasst, Jesus nachzufolgen. So also fängt die Nachfolge an: Man wird auf Jesus hingewiesen. Es wird einem gesagt, wer Er ist und welche Bedeutung Er für die Welt hat, und so wird man nicht nur auf Ihn aufmerksam, sondern man wird auch ermutigt, sich Ihm anzuschließen. (Voigt)

o    Bei den Synoptikern ist Johannes der Vorläufer und Wegbereiter. Bei Johannes ist er der Zeuge. … Der Täufer ist zum Urbild des Predigers geworden. Seine Aussage ist gewiss nur menschliches Zeugnis (5,34). Es bedarf für Jesus noch einer höheren Beglaubigung (5,36ff). Aber das ist bei aller kirchlichen Verkündigung so. In 21,24 wird das Evangelium – das Buch – als das „Zeugnis“ bezeichnet. „Bezeugen“ ist hier also „verkündigen, predigen“ (Röm 10,17. (Voigt)

o    Was auch immer an anderer Stelle über die Art und Wirklichkeit des gepredigten Wortes zu sagen sein mag, hier geht es darum, dass das Wort einem Phänomen – eben dem dieses da einhergehenden Mannes – eine Deutung gibt. (Voigt)

o    Der Täufer hat in seiner Zeugenfunktion wirklich nur auf Jesus hingewiesen. Darin, dass dies geschieht, wird Nachfolge bewirkt, denn das Zeugnis veranlasst die Hörenden, sich Jesus zuzuwenden. (Voigt)

o    Worin der Täufer das einmalige an Jesus sieht, dass die ersten Jünger zur Nachfolge motiviert, ist, dass Jesus das „Lamm Gottes“ ist, das die Sünde der Welt „auf sich nimmt und wegträgt“. Was Jesus auch sonst noch sein wird, Er ist zunächst das Sühneopfer für die Welt. (Voigt)

o    Das aramäische Wort für „Knecht“ bedeutet auch „Lamm“. (Voigt)

o    Es bleibt nicht beim Hören; bei der Abhängigkeit von der Christuserfahrung eines anderen. (Voigt)

o    Alle Verkündigung hat nur soviel Sinn, wie sie dazu führt, dass der Kontakt des Hörers mit Jesus Selbst entsteht. Dass es dazu kommt, geht auf Jesu eigene Initiative zurück. Er wendet sich um und spricht die Nachfolgenden an. (Voigt)

o    Das „Wort“ hat unter uns sein „Zelt“ – die Stätte der Begegnung – aufgeschlagen (1,14). Jesus ist Gott in Seiner „Einwohnung“ (Seinem Sein) in der Welt, die „Shichina“ (Gottes Herrlichkeit). „Wo wohnst Du?“ – das heißt: Wo ist der Ort Deiner Anwesenheit unter uns, wo bist Du zu finden? (Voigt)

o    Wo Jesus ist, da hat sich Gott fassbar gemacht. Da, wo Er ist; dahin muss man gehen, und dort gilt es, den festen Kontakt mit Ihm zu halten. (Voigt)

o    Noch immer begegnet uns der Herr am bestimmten Ort: Da, wo Sein Wort gepredigt wird (1Joh 1,3) oder wo wir Ihn als Brot des Lebens sakramental empfangen (6,53-56). Wo wohnst Du? Diese Frage ist keineswegs erledigt. (Voigt)

o    Kommt, seht! Kein Programm, keine Versprechungen, erst recht keine fertige Dogmatik. Jesusnachfolge besteht zunächst einfach darin, dass man mit Jesus zusammen ist und mit Ihm lebt. (Voigt)

o    Der Kontakt mit Jesus – im Bleiben bei Ihm, an Seiner Rede (8,31) und Seinem Sakrament (6,56) – lässt es, wann und wo Gott will, zu der großen Christusentdeckung kommen. (Voigt)

o    „Seht“ (39) ist auch eines der gewichtigen Worte bei Johannes. Man denke nur an 1,14.34.50f; 6,40; 9,37; 12,21.45; 14,9; 19,35; 1Joh 1,1ff). Der unsichtbare Gott (1,18; 1Joh 4,12) wird erfahrbar im Bereich des Sichtbaren. Bleibt sein Gottsein auch verborgen, so ist es eben doch ins Sichtbare eingehüllt. (Voigt)

o    Die Stunde merkt man sich, in der man Jesus gefunden hat und in Seine Nachfolge getreten ist. (Voigt)

o    Andreas muss sofort zu seinem Bruder Simon und ihm die Entdeckung seines Lebens mitteilen. (Voigt)

o    Hinter menschlichem Finden steht göttliche Regie. (Voigt)

o    Es kann nicht Sache kirchlicher Strategie sein, „Jagd“ auf potentielle Christusnachfolger zu machen. Gott behält die Dinge in der Hand. Genug für uns zu wissen, dass wir, was wir haben, anderen schuldig sind (Röm 1,14f). (Voigt)

o    Andreas teilt dem Simon nicht nur seine Entdeckung mit, sondern er führt ihn auch zu Jesus hin. Nachfolge: Jesus Anderen bekannt machen und diese zu Ihm hinführen. Ist in unserem Abschnitt nicht einfach Geschehenes berichtet, sondern für die Kirche Wesentliches ausgedrückt, dann liegt in dem, was Andreas tut, ein ganzes Programm. (Voigt)

o    Man kann nicht zu Jesus gehören, ohne auch Anderen in die Nachfolge zu helfen. Empfindet man die Verbundenheit mit Jesus Christus als ein Glück, dann will dieses Glücklichsein sich aussprechen und mitteilen. (Voigt)

o    Bedeutet mir mein Christsein nichts – vielleicht, weil es nur ein nicht angeeignetes Erb- und Traditionsgut ist -, dann werde ich kein Verlangen verspüren, Anderen zu sagen, wo ich stehe. (Voigt)

o    Liebe und Takt gehören zusammen. In dem Wort „finden“ (41) drückt unser Text es aus, dass Gott Selbst die Gelegenheiten schafft. (Voigt)

o    Andreas spricht nicht davon, wie es ihm ums Herz ist, und er macht nicht sich selbst interessant. … Nicht von mir habe ich zu reden, sondern von IHM. (Voigt)

o    Sein Zeugnis ist nichts anderes als das Bekenntnis der Kirche: „Wir haben den Messias gefunden. (Voigt)

o    Man ruft die Anderen, indem man sagt, wer Jesus ist. (Voigt)

o    Mit der Namensgebung wird Petrus eine Bedeutung zugesprochen, die nur er haben sollte. … Alle Evangelien sind sich darin einig, dass Simon die Qualitäten eines „Felsenmannes“ nicht von Natur aus mitbringt. Jesus macht aus Simon gerade etwas, was er von Hause aus nicht ist. (Voigt)

o    Johannes will darauf hinweisen, dass der Ruf der Nachfolge aus einem „unbeschriebenen Blatt“ den Träger einer ganz besonderen Funktion machen kann bzw. im Falle des Petrus gemacht hat. (Voigt)

o    Namensgebung ist Herrenrecht! Jesus handelt als Herr an Simon. (Voigt)

o    Unsere Stelle ist ein Beleg dafür, dass auch dort, wo man viel von dem „Lieblingsjünger“ hält, die besondere Stellung des Petrus unbestritten ist (6,68; 21,3.7.11.15ff). (Voigt)

o    Was meint diese Namensgebung? Nach Jes 51,1f ist Abraham der Felsen, aus dem Israel gehauen ist. Ein Midrasch dazu sagt: „Gott ist wie ein König, der einen Bau ausführen ließ. Immer tiefer ließ er graben und suchte das Fundament zu legen, aber er fand nur Sumpfiges. Da ließ er an einer anderen Stelle graben und fand in der Tiefe einen Felsen. Da sprach er: Hier will ich bauen … Deshalb nannte er Abraham einen Felsen. So wird Petrus hier zum Stammvater des neuen Gottesvolkes ernannt. Mitschwingen dürfte die Symbolbedeutung des Tempelfelsens (Grundfelsens). (Voigt)

o    Jesus bestimmt Petrus, den im Charakter so impulsiven, enthusiastischen und doch nicht durchhaltenden Mann Seines Kreises, zum Fundament seiner Ekklesia (Cullmann in Voigt)

o    Jesus wählt, beruft, begabt, verwandelt, wen Er will. (Voigt)

o    An Petrus lässt sich schön veranschaulichen, wie der Herr auch mit versagenden Werkzeugen arbeitet und gerade so bekundet, dass wirklich Er es ist, der Sein Volk sammelt und Der ihm vorangeht. (Voigt)

o    Der Evangelist kann, was in den ersten Stunden geschah, nur im Zusammenhang dessen sehen, was sich künftig in der Gemeinde ereignen sollte. (Voigt)

Werbeanzeigen