60-1 Jesus sieht Glauben – Mk 2,1-12

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Mk 2,1-12

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    Was für eine Stadt ist Kapernaum?                                     1

  • Welche Phase des Dienstes Jesu kennzeichnet Kapernaum?

o    „nach einigen Tagen“ – Was war vorher?

  • „im Hause“ – In welchem Hause?

o    Warum kamen die Vielen zu Jesus? à Kontext!!                  2

  • Was tat Jesus?
  • „logos“ = das Wort – Was bedeutet das? àLexikon!!

o    Was zeichnet das Krankheitsbild eines Gelähmten aus?       3

  • Zu wem wollten sie? – Warum?

o    Zielstrebig, einfallsreich, nicht schüchtern                            4

  • Warum taten sie das alles?
  • Wie sahen die Häuser damals aus?
  • Wie groß muss das Loch geworden sein?
  • Wie haben die Leute, auf die unten der Dreck fiel, reagiert?
  • Wie haben sie das Bett heruntergelassen?

o    Warum konnten / wollten sie nicht warten?

o    Wie kann man Glauben „sehen“?                                         5

  • Was ist „Glauben“?
  • Hier kommt das Wort „Glaube“ zum ersten Mal bei Markus vor.

o    Wie wurden damals Sünden vergeben?

  • Was heißt „vergeben“? Was geschieht beim Vergeben?
  • Welche Sünden?
  • Warum sagt Jesus „mein Sohn“?

o    Wie wird der Gelähmte das Wort Jesu empfunden haben?

o    Warum ist die Sündenvergebung in den Augen Jesu hier so wichtig?

o    Was für Leute sind Schriftgelehrte?                                     6-7

  • Warum saßen sie, wenn doch das ganze Haus voll war?

o    Warum reagieren ihre Gedanken sofort auf das Gehörte?

  • Hätten sie schon hier erkennen können, dass Jesus Gott ist?
  • Schlag die Parallelstellen nach

o    Welche Strafe stand auf Gotteslästerung?

o    Woher hatte Jesus die Gabe, Gedanken „zu erkennen“?        8

  • Gibt es einen Zusammenhang mit Vers7?

o    Gott beginnt das verstummte Gespräch wieder neu!

  • Vergegenwärtige dir 4 ähnliche Situationen in der Bibel?

o    Warum erklärt Jesus den Schriftgelehrten alles so ausführlich?   9-10

o    Beachte das Lehrprinzip: „Vom Kleinen aufs Große schließen“

  • Warum ist es leichter zu sagen: „Dir sind deine Sünden vergeben“?

o    Warum liegt Jesus daran, dass seine Zuhörer Gewissheit über seine Person bekommen?

  • Was ist Vollmacht?
  • Was geschieht durch diese Vollmacht?
  • Warum hat Jesus diese Vollmacht?

o    Wo kommt das Wort „Menschensohn“ her?

o    Welches Wort ist im Vers 11 die Quelle der Vollmacht?        11

  • Vergegenwärtige dir diese 3 Befehle und ihre Ausführung vor den verwunderten Menschen in diesem engen Raum!

o    Plötzlich war Platz da!                                                        12

  • Beachte: Hier ist nur von Lobpreis und Verwunderung die Rede, nicht, wie so oft in anderen Berichten, von Verärgerung!
  • Warum ist das hier so?

o    Wie kann man Gott für solch ein Wunder preisen?

  • Wo hast du Gott so überwältigend erlebt?

o    Warum priesen die Menschen Gott nur über dem Gesehenen; nicht aber auch über dem Gehörten?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

o

o

o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Jesaja bekommt von einem Serafin (Jes 6), und Josua, der Hohepriester, durch einen Engel Gottes (Sach 3 ) die Vergebung zugesprochen. In beiden prophetischen Gesichten ist es ein göttlicher Auftrag, den die himmlischen Geister vollziehen. Sünden vergeben ist ein ausschließliches Vorrecht Gottes. (Delitzsch)

o    „Ich glaube … an die Vergebung der Sünden, …“

o    Das Wesen der Sünde ist nicht in irgendwelchen vermeidbaren Verfehlungen oder Bosheiten zu suchen, sondern in dem zentralen Abfall des Menschen von Gott, in dem Versuch des Menschen, von Gott losgelöst, als sein eigener Herr, … zu existieren. (Stählin)

o    Das nachfolgende Machtwort (Steh auf!) macht nur sichtbar, was mit dem ersten Machtwort der Sündenvergebung schon geschehen ist. (Stählin)

o    Nach den Tagen des Gebetes (1,45) kommt Jesus aus der Einsamkeit zurück, und wiederum ist Kapernaum der Schauplatz des Geschehens. (Rienecker)

o    Gott tut es, indem Jesus es tut (10)! (Voigt)

o    Nach fünf Wundergeschichten kommen jetzt (2,1-3,6) 5 Konflikte mit den Pharisäern. In diesem Abschnitt wird nicht der Arzt gesucht, sondern der Lehrer.

o    An der Einordnung der Perikope erkennt man, wo Markus in ihr selbst den Schwerpunkt sieht, aber auch, welcher Rang eben diesem Schwerpunkt-Thema im Ganzen des Evangeliums zukommt. (Voigt)

o    Unsere Geschichte steht in den Konfliktgesprächen (2,1-3,6) auf der niedrigsten Stufe einer Skala, die erst in 3,6 ihren Höhepunkt erreicht. Aus anderer Sicht bildet sie aber eine wahre Spitze, über die es nicht hinausgeht. – Der Vollzug der Sündenvergebung. … Was der Täufer in 1,4 ankündigt, wird jetzt in aller Form thematisiert. Viermal findet sich der volle Ausdruck „Vergebung der Sünden“ (5.7.9.10). (Pohl)

o    „Sie stürzten sich auf ihn“ wie ein Bienenschwarm, heißt es 3,10, und decken ihn von allen Seiten mit Leid und Last zu, so dass der Raum sie nicht fasste. (Pohl)

o    Die Vergebung der Sünden ist der leitende Gesichtspunkt dieser Perikope. … Das eigentliche Wort der Gottesherrschaft … heißt Vergebung. (Voigt)

o    Dass man Ihn nicht nur in der Predigt stört, sondern ihm auch noch das Dach demoliert, nennt Jesus in diesem Falle – „Glauben“.

o    Der Gelähmte empfängt etwas, worauf er nicht aus war und womit er, vielleicht, im Augenblick auch nicht viel anfangen kann. (Voigt)

o    Jesus ist der Menschensohn (V.10) der nach Dan 7,13ff von dem „Uralten“ Macht, Ehre und Reich bekommt und Gericht hält (Dan 7,26; Mt 25,31 …) Was an dem Gelähmten geschieht, ist vorausgenommenes Gericht: Ihm wird von dem, der über alle das letzte Wort zu sprechen hat, vergeben. (Voigt)

o    Vergebung wird nur dort empfangen, wo der Mensch Gottes Urteil über sich, den alten Menschen, bejaht in Sündenbekenntnis und Buße. … Der Herr hat in der Predigt von der Vergebung der Sünden und in der Absolution Mittel und Wege geschaffen, seine Vergebung auch zu uns zu bringen. (Voigt)

o    Im Jesusfilm nach dem Lukasevangelium wird „der Glaube, den Jesus sah“ so dargestellt, dass die vier Träger die Stricke von oben herunter schmeißen. Sie „glaubten“, dass sie sie nicht mehr brauchen werden.

o    Hier sind welche, die kein Hindernis scheuen, um zu Jesus zu gelangen. (Rienecker)

o    Entscheidend ist nicht die Ursache der Lähmung, sondern der Zustand völliger Hilflosigkeit und Bewegungslosigkeit. … So schwebte der Kranke wie ein Toter auf einer Bahre herab. Die Matte vergegenwärtigt auch seine Armut. Kranke waren im Altertum meist arm. (Pohl)

o    Jüdische Meinung: Gotteslästerer (7) sei einer, der seine Hand ausstreckt nach der Hauptsache (=Gott). Jesu Verhalten ist deshalb Lästerung, weil er seine Hand ausstreckt nach dem, was Gott allein vorbehalten ist. (Voigt)

o    Wer Gott lästert, ist zu steinigen (3Mo 24,10-16; Joh 10,33-36). Hier ist die Macht und die Hoheit Gottes angetastet. Wir würden uns das Verständnis für die Stelle verbauen, wenn wir nicht sähen, dass die Schriftgelehrten grundsätzlich im Recht sind. Nur Gott kann Sünden vergeben! … Eben – das ist es ja! (Voigt)

o    Genau wie vor Kaiphas (14,61ff) nimmt Jesus auch hier seine angebliche Gotteslästerung nicht, unsicher geworden, wieder zurück. (Pohl)

o    Hier geschieht etwas so bestürzend Neues, nämlich, dass ein Mensch von sich aus „die Vergebung der Sünden“ in einzigartiger Vollmacht ausspricht. (Rienecker)

o    Jesus stellte sich als Zweiter neben den EINEN (5Mo 6,4-5), denn nur Gott vergibt Sünden (Jes 43,25; 55,7; 48,11; Micha 7,18) (Pohl)

o    Es fällt auf, dass die Evangelisten den Titel „Menschensohn“ (10) ausgerechnet nur dort gebrauchen, wo sie Jesus selbst sprechend einführen. (Voigt) (Hier zum ersten Mal im Markusevangelium)

o    Nach Daniel trägt der „Menschensohn“, als der vom Himmel kommende Weltrichter-Weltherrscher, noch gewaltigere Züge gegenüber dem „Davidssohn“-Titel oder auch dem „Gottessohn“-Titel, so wie die jüdische Umwelt ihn damals verstanden hat. (Rienecker)

o    Das Wort Menschensohn kann aber auch einfach verstanden werden als „menschenähnlich“ oder „von der Art eines Menschen“. (Pohl)

o    Die Absicht der Zusammenstellung des Matthäus (Parallele) besteht darin, den Heiler der Gebrechen, den Herrn über Sturm und Meer, den Überwinder der Dämonen als den Heiland der Sünder zu enthüllen, der erfüllt, was bei seiner Geburt (Mt 1,21) verheißen wurde. (Voigt)

o    „Der Menschensohn hat die Befugnis, auf Erden Sünden zu vergeben“ (10). In der Matthäusfassung wird es noch deutlicher: „Den Menschen“ (Mt 9,8) gibt Gott diese Vollmacht. Damit ist die Kirche gemeint, die in Jesu Auftrag und Namen die Vergebung der Sünden Menschen vermittelt (Mt 16,19; 18,18). (Voigt)

o    Wie Sünde und Krankheit in biblischer Sicht in einem – wenn auch schwer greifbaren – Zusammenhang stehen, so auch Vergebung und Heilung. (Voigt)

o    Das Gedränge (2,2) der Menschen gilt diesmal nicht dem Arzt, sondern dem Prediger. (Voigt)

o    Jesus verkündet das Herr werden Gottes (1,15). (Voigt)

o    Durch den Geist Gottes, der der Herzenskenner ist (Ps 7,10; Jes 11,20; 17,20; 20,12), dringt er in ihre feindseligen Herzen ein, stöbert dort ihre Gedanken auf und zieht sie ans Licht (6-8). (Pohl)

o    Heimlich sind wir doch alle der Meinung, ohne Vergebung müsste es sich immer noch angenehmer leben lassen als krank. (Voigt)

o    Ginge es nicht ohne Vergebung? (Voigt)

o    Es gibt Menschen, die über uns seufzen. Mancher trägt an dem, was wir geredet, getan oder auch versäumt haben, sein Leben lang. (Voigt)

o    Es gibt viele Symptome dafür, dass wir an unserer Unzulänglichkeit, Verkehrtheit, an unseren Einbrüchen und Verfehlungen, an einzelnen dunklen Stunden unseres Lebens und an der heillosen Gesamtverfassung, in der wir uns befinden, schwer tragen. (Voigt)

o    Meine Not war meine Sünde. – Wir sagen nicht „Sünden“. „Sünde“, das ist mehr. Dieses Eine ist das Ganze. Ich war, ich bin nicht mehr ich selbst. Ich bin nicht mehr in meinem Ursprung, ich bin auseinander. Gott – wo ist Gott? Ich weiß es nicht. Da ist eine Wand. (Voigt)

o    Der einzige, der wirklich sieht, wie es vor Gott und Menschen mit mir steht, das also besser weiß als ich, wo bei mir der eigentliche Schaden sitzt, vergibt mir meine Sünde. … Jesus steht mit seinem am Kreuz geopferten Leben für den ein, dem er vergeben hat. (Voigt)

o    Sündenvergebung ist menschenunmöglich. Denn Sünde ist immer gegen Gott gerichtet. Auch wenn ich an meinem Mitmenschen schuldig werde, ist Gott betroffen. Meine Sünde beschädigt und beleidigt Seine Menschen, stört Seine Welt und Seine Ordnungen und trifft damit Ihn selbst. (Voigt)

o    Das Gott allein Sünden vergeben kann und dies auch tun wird, ist für die Schriftgelehrten ein Lehrbuchsatz, der nicht – noch nicht – aktuell ist. Die messianische, die Heilszeit wird die Vergebung bringen. Ruhende Wahrheit, unwirksam. In ihrer Entrüstung merken sie nicht, dass die Heilszeit begonnen hat. Sie erkennen nicht, was die Stunde geschlagen hat und sie merken nicht, wen sie vor sich haben. (Voigt)

o    Wenn die Schriftkundigen die Schrift wirklich kennen würden, dann würden sie merken, was sich da vor ihren Augen ereignet (Jes 35). (Voigt)

o    Ich muss Jesus glauben, dass er Recht hat, wenn er mir nichts Wichtigeres zuzusprechen hat als die Gewissheit: Meine Sünden sind mir vergeben. (Voigt)

o    Was nur Gott tun kann und in Jesus tut, das wird in der Kirche von Menschen gehandhabt und in Jesu Namen verwaltet: die Vergebung der Sünden, das Schlüsselamt (Joh 20,23). … Jeder, der das Amt der Schlüssel verwaltet, bedenke, wie er hart am Abgrund entlanggeht, wie leicht das, was er tut, sich in einen Frevel an Gottes Herrenrecht verwandelt. (Voigt)

o    Was Jesus hier an dem Gelähmten tut, will er – durch seine Beauftragten – immer wieder tun. (Voigt)

o    Im Vers 5 redet Jesus noch zu ihm wie zu dem toten Jüngling von Nain. (Pohl)

o    Glaube ist eventuell ein wortloses, nie aber tatenloses Bitten, getragen vom Vertrauen auf Gottes machtvolle Hilfsbereitschaft. So verhält es sich überall bei Markus. Und dieses Vertrauen entsteht regelmäßig an Jesus und durch Jesus. (Pohl)

o    Hier im Vers 4 kann man vom fürbittenden Glauben sprechen. (Pohl)

o    „Mein Sohn“ (5) Durch diese Anrede hebt Jesus eine Trennung auf und bezieht ihn in sein Haus ein, in die Familie Gottes (3,33ff) (Pohl)

o    Nur in diesem einzigen Fall warf Jesus vor der Heilung die Schuldfrage auf, ein anderes Mal (Joh 5,14) hinterher. (Pohl)

o    Es mag sein, dass Jesus der einzige ist, der unsere Sünden ernstnimmt. Ihm machen sie „Arbeit“ (Jes 43,24). Für ihn ist Vergebung immer noch das eigentliche Hauptwort, und es gibt nichts Größeres auf Erden. (Pohl)

o    „Deine Sünden sind dir vergeben“ (5): Im geheimnisvollen Passiv spricht Jesus vom Handeln Gottes. (Pohl)

o    Das Volk ehrte die Schriftgelehrten, weil sie in den meisten Fällen ein Vorbild an Sittenstrenge und Eifer waren. … Im Gegensatz zu den Priestern und Ältesten, die sich allzu sehr mit den heidnischen Unterdrückern vermengten. (Pohl)

o    Hier (9) waren sie völlig sicher, dass keine Heilung einträte, denn konnte Gott mit einem Menschen im Bunde stehen, der ihn eben erst gelästert hatte? … Damit ist die Heilung ein Legitimationszeichen geworden (2Mo 4,1-9; Jes 7,10-14; Röm 15,18ff). Ein Bote muss sich ausweisen können, auch gerade ein Bote Gottes. (Pohl)

o    „Und sogleich“ (12), ohne Berührung und Behandlung, ohne Formel, Gesten und Riten von seiten Jesu, auch ohne Fasten und Beten, stand er auf. Einfach, weil Jesus es gesagt hatte. Jesus hat das „Sagen“. Diese Vokabel zieht sich durch die ganze Erzählung (Verse 5.7.9 gleich zweimal; 10 und 11). Das ist auch der Grundsinn von „Vollmacht“: „die Macht, die zu sagen hat“. (Pohl)

o    Bei Jesus gibt es so unerwartet Gutes, dass man zittert wie Espenlaub (12): Wie kann Gott nur so mächtig freundlich zu mir sein und mich so gründlich lieben! (Pohl)

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