33-1 Der gute Hirte – Joh 10,11-16

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Joh 10,11-16 (27-30)

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • „Ich bin“ – Welche „Ich-bin-Worte“ Jesu gibt es noch? 11
    • Woran erinnerte dieses „Ich bin“ die Juden?
  • Welche Kennzeichen hat der Beruf des Hirten?
    • Wie unterscheidet sich ein guter von einem schlechten Hirten?
  • „Gut“ meint „wahr“!
    • Beachte: „der gute Hirte“; nicht „ein guter Hirte“!
  • Was meint: „er lässt sein Leben für die Schafe“?
    • Für welche Schafe tut er das?
  • Benenne Eigenschaften von Schafen?
    • Warum benutzt Jesus gerade das Bild von den Schafen?
  • Wie würde man heuteeinenMietling nennen? 12-13
    • Warum handelt ein Mietling so?
  • Welche Wölfe meint Jesus in diesem Gleichnis?
  • Wie wird das Wort „kennen“ in der Bibel gebraucht? 14
    • Was meint Jesus, wenn er sagt: „Ich kenne“?
    • Wer sind „die Meinen“?
  • Wie kennen sie IHN? 15
  • Wer ist der Vater?
    • Wie kennt der Vater Jesus und Jesus den Vater?
  • Warum lässt Jesus sein Leben für die Schafe?
    • Beachte Wiederholung! = Betonung!
  • Wer sind die „anderen Schafe“? 16
    • Was ist mit „Stall“ gemeint?
  • Imgriech. nicht „herführen“, sondern einfach „führen“! (Voigt)
    • Wohin führen?
    • Wie werden sie „seine Stimme hören“?
  • Was ist mit „einer Herde“ gemeint?
    • Wer wird dazu gehören?
    • Warum ist das „eine“ betont?
  • WiehörenJesu Schafe seine Stimme? 27
    • Welche Schafe (Menschen) sind Jesu Schafe?
    • Wie kennt er sie?
    • Warum folgen sie?
    • Wie „folgt“ man?
  • HörstduJesu Stimme?
    • Wann hast du sie das letzte Mal vernommen?
  • Was ist ewiges Leben? 28
  • Was meint Jesus mit „umkommen“?
  • Was meinte Jesus mit der Verheißung: „niemand wird sie aus meiner Hand reißen“?
  • Warum kann niemand Jesus die Menschen wegnehmen? 30
    • Warum ist Gott größer?
    • Woher hat ER Seine Autorität und Vollmacht?
  • Wie können Gott und Jesus „eins“ sein?
    • Was heißt das? –vgl. 31-33!
    • Was behauptet Jesus hier?
  • Was weißt du über die Trinitätslehre? à Lexikon!

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Bist du Hirte oder Mietling? Wie hast du deine dir Anvertrauten vor Wölfen geschützt? Vor welchen Wölfen? Wie hast du dich persönlich dafür eingesetzt?

o    Zugehörigkeit zu diesem Hirten verbürgt ewiges Leben, ewiges Nicht-Verlorensein. … Der sich hier als Hirte darstellt, ist nicht unser gleichberechtigter „Partner – oder gar „Kumpel“. Wohl steht er, der „Fleischgewordene“, mit uns auf gleicher Ebene; Mensch unter Menschen. Aber Er ist eben in diesem Menschsein der „Logos“, also göttlichen Wesens und göttlicher Hoheit. (Voigt)

o    Das Hirtenbild hat eine aufschlussreiche Vorgeschichte. Im alten Orient bezeichneten sich die Könige als Hirten (Babylonien, Assyrien, Ägypten). … Auch Götter wurden als Hirten bezeichnet und dargestellt. Israel beschrieb seinen Gott als Hirten (Ps 23,1-4; 28,9; 68,8; 74,1; 77,21; 78,52f; Jes 40,11; Hes34,1ff) … Jesus ist nicht wie der Pharao, der sich schmeichelt, „Hirte“ zu sein, aber die Menschen zittern vor ihm. „Hirte“ – welche Sehnsucht, Erwartung, Hoffnung – und immer wieder welche Enttäuschung! Jesus sagt: Was ihr in eurer so oft enttäuschten Sehnsucht gesucht und gehofft habt: ICH BIN ES! … Jesus drängt sich nicht auf, aber er bietet sich an. Er redet uns gut zu, nicht unser eigener Hirte sein zu wollen, stattdessen uns ihm anzuvertrauen. (Voigt)

o    Ein Hirte ist einer, der regiert und, indem er das tut, für die Herde sorgt. So ist JESUS ein König. … Das Hirtenbild ist Ausdruck für die Messianität (Hes 34,23). … Der im AT erwartete Messias ist nicht Gott, sondern Gottes Beauftragter. In Jesus Christus ist dies anders. Er selbst ist „nicht von dieser Welt“, und sein Reich ist kein anderes als das Reich Gottes selbst. Dieser Hirte ist, was sonst keiner ist: der Eigentümer der Herde (vgl. Joh 1.11). (Voigt)

o    Kennen ist – wie auch sonst in der Bibel – Lieben. … Es ist wichtig, dass hier Jesu Erkennen vorangeht. Dass wir Ihn erkennen und liebgewinnen, ist immer erst das zweite (Joh 15,16). … Wie abwegig wäre es, wenn wir das Hirtenamt Jesu als eine Sache drückender Autorität ansähen. Obwohl Jesus uns kennt wie kein anderer – und vielerlei Gründe hätte, an uns irre zu werden -, steht er zu uns wie kein anderer. Als die so Geliebten sind wir Sein Eigentum. (Voigt)

o    Dem guten Hirten gehören wir von Haus aus schon. Denn der, der hier Fleisch geworden vor uns steht, ist kein anderer als das personhafte Wort Gottes, durch das alle Dinge geschaffen sind, auch wir. Wir sind nicht deshalb sein, weil wir uns dazu entschlossen hätten. Wir sind vom Ursprung her sein. Darum kann man diesen Hirten auch nicht ohne Schaden auswechseln. … Was ursprünglich Ihm gehörte, ihm aber verloren gegangen ist, das hat er aufs Neue „erworben, gewonnen“. Er hat für und um die Seinen gekämpft und dabei sein Leben gelassen. (Voigt)

o    Der Wolf ist keine mit irgendeiner Größe dieser Welt identifizierbare Macht. … Der „Fürst dieser Welt“ macht ihm die Menschen streitig, wie der Wolf die Schafe raubt und zerstreut. Der Hirte führt ein gefährliches Leben. … Die Herrschaft dieses Messias ist Dienst und Selbstaufopferung. … Der „die ganze Welt verwirrt“, wird „besiegt durch des Lammes Blut“. Denn die Vergebung der Sünden lässt den „Verkläger“ der Menschen, „der sie verklagte Tag und Nacht vor unserm Gott“ ins Leere stoßen (Off12,9-11; 7,17!) Hier liegt der Grund dafür, dass niemand die Schafe aus der Hand des Hirten reißen kann, sie also nimmermehr umkommen können. (Voigt)

o    Der Herr versteht sein Amt weltweit, sein Wirken endet nicht an den Grenzen der jeweiligen Gemeinschaft. … Das Bild von der Herde meint die Gemeinde. Mit der Herde unter dem einen Hirten ist die Einheit der Kirche im Blick. … Aber die Gemeinde soll wissen, dass Macht und Wirkung Jesu Christi nicht an ihren Grenzen enden. … Wo Jesus Menschen „führt“, da ist eben Kirche. … Durch das Wort seiner Leute werden die anderen an ihn glauben, so dass dann alle eins sind (Joh 17,20f), und durchs Verkündigen entsteht Gemeinschaft mit Gott und auch mit den Mitglaubenden (1Joh 1,3). Das Thema der österlichen Zeit ist das der „Sendung“. Wir haben auch diesen Text so zu verstehen. … Das Wort von Jesus Christus geht in die Welt hinaus, nicht weil wir etwas besser wüssten und könnten als andere, sondern einfach deshalb, weil der gute Hirt für alle da sein, sorgen und sich einsetzen will. (Voigt)

o    Das Erscheinungsbild der zertrennten Kirche widerspricht dem Wort von der einen Herde und dem einen Hirten skandalös. … Vielgestaltigkeit darf sein. Aber der Hirte, der die Herde eint, muss ein und derselbe sein und bleiben. Auf seine Stimme hören – das macht die Einheit der Herde. Fragen der äußeren Gestalt spielen im Evangelium, auch in den Johannesbriefen, eine sehr geringe Rolle. Eine um so größere das „bleiben“ in Jesus Christus und in seinem Wort. (Voigt)

o    Das Lebensgeheimnis der Herde ist das für den Außenstehenden kaum begreifliche, persönliche Verhältnis zwischen dem Hirten und „seinen“ Schafen. Er kennt sie, auch in ihren Unterschieden und Besonderheiten, die der Fremde auch nach sorgfältiger Beobachtung kaum wahrnimmt. Sie umgekehrt kennen und erkennen seine Stimme, und diese naturhafte Instinktsicherheit lässt sich auf keine Weise betrügen. (Stählin)

o    Die Tatsache (nicht das Wissen um die Tatsache), dass „der Herr“ (der Herr Christus!) „die Seinen“ „kennt“ und den Seinen „bekannt“ ist (das heißt, dass sie seine Stimme von anderen Stimmen unterscheiden können), ist für die Existenz der Kirche lebenswichtig und entscheidend. (Stählin)

o    Viele Ämter sind in falschen Händen! Oder in gar keinen! … Kein Bedarf an Guten Hirten! – Selbst ist der Mann. … Ein Führender muss sterben können. … Die Zerstörung ist immer unterwegs. … Es gibt Ställe, in denen die Tiere nicht gut aufgehoben sind, ohne Licht, ohne Luft, die Tuberkulose wütet. (Bösinger)

o    Einige haben Angst den Stall zu verlassen, den vertrauten. Eine Religion zu verlassen – eine Tradition – eine Nachbarschaft – eine Gewöhnung – eine Überzeugung? Sie schreien: Mein Konfessions-Stall – mein Religions-Stall – mein Traditions-Stall! (Bösinger)

o    Jesus führt die Fremden hinzu. Da fangen nun die Seinen an zu schreien: „Kein Platz mehr bei uns! Nur keine Fremden! Nur kein Geruch! Wir haben so einen schönen eigenen Mief entwickelt!“ (Bösinger)

o    Weißt du, wie viel Sternlein stehen“ – 3. Strophe: Weißt du, wie viel Kinder frühe stehn aus ihren Bettlein auf, dass sie ohne Sorg und Mühe fröhlich sind im Tageslauf. Gott im Himmel hat an allen seine Lust, sein Wohlgefallen. Kennt auch dich und hat dich lieb! Kennt auch dich und hat dich lieb!

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