30-4 Hannas Freude – 1Sam 2,1-8

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1Sam 2,1-2.6-8a

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    Wer ist Hanna?                                                                  1

  • Um was ging es im ersten Kapitel?

o    Beachte den Parallelismus im Lied!

o    Warum ist Hannas „Herz fröhlich in Jahwe“?

  • Was bedeutet: „mein Horn (Luther: Haupt) ist erhöht“?

o    Beachte, dass „in dem Herrn“ auch „durch den Herrn“ heißen kann!

o    Wer sind Hannas „Feinde“?

  • Was meint: „mein Mund hat sich weit aufgetan“?

o    Was meint das Wort „Heil“?

  • Auf Hebräisch lautet „Heil“ = „Jeschua“!

o    Was bedeutet das Wort „heilig“ in diesem Zusammenhang?  2

  • Was meint: „heilig wie Jahwe“?

o    Was soll mit dem Wort „keiner“ betont werden?

  • Wieso wird Gott hier als „Fels“ bezeichnet“?

o    Um welches „freche Reden“ geht es hier?                             3

o    Wer sind hier „die Starken“ und wer die „Schwachen“?          4

  • Was meint Hanna mit „satt“ und „hungern“? 5

o    Was bedeutet, dass die „Unfruchtbare sieben Kinder“ hat?

o    Was meint Hanna mit „Jahwe tötet und macht lebendig“?      6

  • Geht es um einen ständigen Kreislauf? 6-7

o    Was bedeutet es: „den Dürftigen aus dem Staub zu heben“? 8

  • Wer ist der oder die „Dürftige / Arme“?
  • Wovon spricht Hanna?
  • Wie verstehen wir diesen Vers vom NT her?

o    Wer wurde „unter die Fürsten gesetzt“?

  • Um welchen „Thron der Ehre“ geht es hier?

o    Lies das Lied bis zum Ende!

o    Was wollte Hanna mit diesem Lied ausdrücken?

  • Was hat dieses alttestamentliche Lied mit Ostern zu tun?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

o

o

o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

1.6 Neutestamentliche Gedanken

o    Gott besiegt den Tod

o    Danklieder – „Neue Lieder“ für den Retter aus der Not

o    Der Ehrenplatz für Jesus

o    Dieser Gott, der Vater Jesu Christi, ist für uns!

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

o

o

o

o

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Sie „betete“ (1) ist das wichtigste Leitwort des Abschnitts. Es schließt sich an 1,10.12.26.27 an. (Gradwohl)

o    Das „Horn“ eines Menschen erhöhen (1) = ihm Macht und Würde verleihen (Ps 89,18; 92,11) (Voigt)

o    Das „Horn“ ist „Symbol der Kraft und Ehre“. … Der Ausdruck „mein Horn ist erhoben“ bedeutet: „mein Kopf ist erhoben“. (Gradwohl)

o    „In Jahwe“ (1) ist ähnlich dem neutestamentlichen „in Christus“, zunächst einfach räumlich zu verstehen. (Voigt)

o    „Heilig“ = vom Alltäglichen abgehoben. (Gradwohl)

o    „Fels“ (2) gehört zu den in der Psalmdichtung geläufigen Gottesprädikaten (Ps 18,2; 31,3f; 42,10; …). Der Fels war Zufluchtsort und natürliche Festung (Ps 27,5; 40,3; 61,3; Jes 2,10.19) (Voigt)

o    Man beachte in 6 die beiden Partizipien, die mit „Jahwe“ Nominalaussagen ergeben, also etwas Zuständliches ausdrücken: „Es ist Jahwes Art, zu töten und lebendig zu machen, in die Totenwelt hinabzuführen“ und weiter: „und dann hat Er einen (mit einem Mal) heraufgeholt.“ (Voigt)

o    Für alttestamentliches Denken ist schon der vom Tode bedrohte (Krankheit, Gewalt der Feinde, Naturkatastrophen) „bei den Toten“. Man darf nicht an Auferweckung denken, die das AT nur an wenigen Stellen ahnt. (Voigt)

o    Es ist wahrscheinlich, dass kein Teil dieses Verses (6) von der wirklichen Auferstehung vom Tod handelt. Tod und Grab sind bildlich gebraucht für die Tiefe des Unglücks und der Gefahr, Leben und Wiedergeburt für Befreiung und Wohlstand. (Goldmann in Gradwohl)

o    3Mo 12,12 zeigt, dass der Aussätzige dem Toten gleicht. (Gradwohl)

o    Vers 8 stimmt beinahe wörtlich mit Ps 113,7 überein. (Gradwohl)

o    Die „Aschegrube“ (8) ist der Ort, wo die Bettler und die vom Aussatz Betroffenen sitzen (Hiob 2,8). (Gradwohl)

o    „Stuhl der Ehre“ – auf ihm nehmen die Prominenten Platz. (Gradwohl)

o    Hannas Gebet erhebt sich über das Persönliche und wird zum Hymnus über die göttliche Vorsehung … So beten Propheten. (Gradwohl)

o    Die Sprache des Psalmgebets ist rhythmisch. Alle Verse bestehen aus zwei Gliedern mit entsprechendem oder gegensätzlichem Inhalt. (Gradwohl)

o    Der Akzent liegt auf Gott: Ohne Gottes Eingreifen wäre die Wende nie eingetreten. … Hannas Gebet mahnt zur Bescheidenheit vor Gott und wird zu einem Glaubensbekenntnis: 1. Gottes Heiligkeit, 2. Gottes Einzigkeit und Einzigartigkeit und 3. Gottes Treue und Zuverlässigkeit. (Gradwohl)

o    „Deine Heiligkeit bedeutet: Alles ist in Dir, und von Dir ist alles, und außer Dir ist alles ein Nichts“ (Malbin in Gradwohl)

o    Die Einzigkeit Gottes zeigt sich nach dem Talmud in Seiner unendlichen Macht. Er überdauert alles, was Er bildet. (Gradwohl)

o    Zu Hannas Zeit hatte Israel noch keinen König (10). (Voigt)

o    Hanna wendet sich in ihrem Schmerz an Gott (1,10ff), Rahel hingegen greift ihren Gatten Jacob an (30,1), als ob er die Schuld an ihrer Kinderlosigkeit trüge. (Gradwohl)

o    Ihr Sohn Samuel soll zeit seines Lebens „Gott ausgeliehen sein“ (1,18), in Seinem Dienst stehen. Hanna hat gebetet, Gott hat das Gebet erhört, nun hält sich die dankbare Hanna an ihr Versprechen. (Gradwohl)

o    Dieses zweite Gebet der Hanna, das in 1Sam 2 überliefert wird, ist ein Hymnus, der Gottes Lob und des Menschen Dankbarkeit ausspricht. An die Stelle des Bittens ist das An-Beten getreten. (Gradwohl)

o    Ein Ostertext? Jedenfalls nicht in dem Sinne, dass aus ihm die Osterbotschaft unmittelbar zu entnehmen wäre. Die Auferstehung Jesu Christi ist das unerwartete, keiner heilsgeschichtlichen Notwendigkeit unterworfene, daher auch nicht von fernher voraussagbare Wunder. (Voigt)

o    Der Satz des Paulus, dass Christus am dritten Tage auferstanden sei „nach der Schrift“ (1Kor 15,4 – Epistel), lässt sich von uns nur schwer bestätigen. An Texte wie diesen dürfte Paulus auch kaum gedacht haben. (Voigt)

o    Hanna betet Liturgisches Gut, das sie im Ohr und im Herzen hatte. (Voigt)

o    Jesu Auferstehung ist ein souveränes Geschehen, nicht ableitbar, nicht zu konstruieren und zu postulieren. Man kann davon nur erfahren durch die apostolische Predigt. (Voigt)

o    Nicht unser Text wird die Auferstehung auslegen, sondern die Auferstehung den Text – so vielleicht, dass wir in dem Text den Gott wiedererkennen, Der in Seinem beharrlichen Heils- und Gnadenwillen sich wunderbar gleichgeblieben ist und uns Treue gehalten hat, indem Er zu unserem Erstaunen das Osterwunder geschehen ließ. (Voigt)

o    In der Ostkirche bricht in der Osternacht der große Auferstehungsjubel aus. So will es das Ritual. Das muss nicht bedeuten, dass das liturgische Geschehen leere Form sei. Unser Osterjubel mag verhaltener sein; wenn es uns „gepackt“ hat, wird er nicht fehlen. Der Psalm der Hanna drückt unsere Osterfreude aus: fröhliches Herz, erhobenes Haupt / Horn, weit geöffneter Mund. Wir haben einen wunderbar helfenden Gott. (Voigt)

o    In Jesu Auferstehung werden die Grenzen des Üblichen gesprengt, und es tun sich ganz neue, uns unbekannte Räume auf. … Mit Jesu Auferstehen bricht das Eschaton (das Zukünftige / das Neue) an. Jesus ist nicht ins Leben unserer natürlichen Welt zurückgekehrt (Röm 6,9), sondern hat „das Leben und unvergängliches Wesen ans Licht gebracht“ (2Tim 1,10). (Voigt)

o    Jesu Auferstehung in das Gefüge unseres naturwissenschaftlichen Weltbildes einzufügen, kann, ja man muss sagen, darf nicht gelingen, wenn wir bei der Sache bleiben wollen. (Voigt)

o    Die eigentlich bedrängende Frage lautet nicht, ob Gott wohl in der Lage sei, eschatisches Leben zu schaffen, sondern ob Er willens ist, den Jesus gelten zu lassen und zur himmlischen Majestät und Herrlichkeit zu erhöhen, der sich so ohne Vorbehalte und bis zur letzten, bitteren Konsequenz auf die Seite der sündigen Menschen gestellt hat. (Voigt)

o    Das Problem der Auferstehung Jesu ist – die Rechtfertigung (Röm 4,25). (Voigt)

o    Die Gewissheit der Auferstehung kommt daraus, dass Gott Selbst den Auferstandenen bezeugt, indem Er ihn den Jüngern „sichtbar werden lässt“ (Apg 10,40). (Voigt)

o    „Ich freue mich“ – wir freuen uns – „deines Heils“ (1), der Hilfe, der Rettung. Was war hier zu retten? Dass ohne Jesu Auferstehung unser Glaube nichtig wäre und wir noch in unseren Sünden wären , hat Paulus klar gesehen (1Kor 15,17). Wir verstehen das nicht, solange wir noch der Meinung sind, ein Gott, der etwas auf sich hält und sich vor uns nicht unmöglich machen will, hat Sünder barmherzig aufzunehmen und darum auch einen Jesus, der sich für sie einsetzt, gelten zu lassen. (Voigt)

o    Was würde aus uns, wenn keiner da wäre, der der „Feindschaft“ zwischen Gott und uns (Röm 5,10: 8,7) ein Ende machte? Und was wäre, wenn Der, Der es unter Drangabe Seines irdischen Lebens und Seiner Seligkeit versucht hat, von Gott fallen gelassen wäre? (Voigt)

o    Aber es geschieht das nicht Selbstverständliche und darum nicht Errechenbare: der Vater bekennt sich zu dem Sohn, der die Sünder heimholt. Der im Dienst an uns untergegangene, im Tode verlorene Jesus ist vom Vater auferweckt und damit anerkannt. Und weil Jesus – das ist Sein priesterliches Werk – in Zeit und Ewigkeit nicht mehr ohne uns sein will, darum ist Ostern nicht nur Seine Rehabilitierung, sondern auch die unsere, nicht nur Seine Rettung, sondern auch die unsere, Sein Heil und unser Heil. (Voigt)

o    Gott will uns. Nichts kann uns von Seiner Liebe scheiden. (Voigt)

o    Die Jünger hatten begriffen, dass in Jesus Gottes Barmherzigkeit wirkt. Und dann hat der Karfreitag dies alles zerschlagen. Was nun? In dieser Lage erschreckt und erfeut sie die Nachricht von der großen Wende und ihre eigene Begegnung mit dem Auferstandenen. Jesus ist beglaubigt. Wir hoffen nicht vergeblich auf Ihn. Jetzt kann man sagen: „Mein Herz ist fröhlich“ (1). Verzweifelte, bedrückte, verschüchterte Menschen tun auf einmal den Mund weit auf. Ihr Haupt (Horn) ist erhöht: Sie haben eine ganz neue Geltung und Würde erlangt, wissen sich als Gottes Freunde. (Voigt)

o    „Mein Mund hat sich weit aufgetan wider meine Feinde“ – zu Ostern wird der Teufel ausgelacht. (Voigt)

o    Der heilige, alleinige Gott, unsere „Zuflucht“ (Fels) ist unser Gott (2)! Kann sein, wir haben‘s noch nicht richtig mitgekriegt, was das bedeutet; dann werden wir – einstweilen – noch zurückhaltend sein. Wenn wir’s kapiert haben, dann ist der Stein vom Herzen gefallen, und wir werden Gott loben. (Voigt)

o    In einer seiner Tischreden berichtet Luther, wie er „zufällig“ durch die Lektüre der Geschichte von der Mutter Samuels auf die Erkenntnis gekommen sei, dass Gott durch Töten lebendig macht: Wenn Gott darangeht, einen Menschen zu rechtfertigen, dann verurteil Er ihn zuvor, und den Er bauen will, den  reißt Er ein. Den Er heil machen will, den erschüttert Er, den Er lebendig machen will, den bringt ER um.“ (Voigt)

o    In der Auferstehung Jesu Christi machen wir unsere Erfahrung mit dem „wunderlichen“ Gott, dem rechten Wunderman, der bald erhöhen, bald stürzen kann“ (Voigt)

o    Gott hält Seine Kreaturen immerzu in Bewegung, wie der Bach, der das Mühlrad treibt (Mt 23,12). (Voigt)

o    Der in dieser Welt in die tiefste Tiefe hinab musste, ist bei Gott, in jener Welt, ganz oben, erhöht zur Rechten Gottes. Für uns, die wir den Tag der Parusie noch vor uns haben, ist die Überlegenheit Christi noch immer unter dem Kreuz verborgen. … Die Glorie des Auferstandenen ist die der himmlischen Wirklichkeit. (Voigt)

o    Es ist nun einmal die Art des „wunderlichen“ Gottes, dass Er Seine Leute den Christusweg gehen lässt (1Petr 5,5; Jak 4,6): in der Kreuzesnachfolge zum neuen Leben. (Voigt)

o    Wer das Kreuz umgehen will, wird kein Ostern haben. Auf uns angewandt: Wer seinen ethisch-religiösen Ist-Zustand verteidigt und sich darauf verlässt, damit bei Gott durchzukommen, wird scheitern. (Voigt)

o    Die Eigengerechtigkeit des Sünders kann nur falscher Stolz sein. Es gibt Stunden in unserem Leben, in denen Gott uns spüren lässt, wie es wirklich um uns steht. Aber Er will uns nicht arm machen, sondern reich. Was vor Ihm nicht besteht, nimmt Er uns, um uns das Bessere zu geben. (Voigt)

o    Vers 6 ist Spiegelung des Osterwunders selbst. Wegen dieses Verses dürfte dieser Text dem Ostertag zugeteilt worden sein. Der „wunderliche“ Gott wollte Seinen Sohn nicht anders zur höchsten Würde aufsteigen lassen als durch den Tod hindurch, und es sollte, indem dies geschah, der Tod seine Macht verlieren. (Voigt)

o    Hier dankt ein Mensch (6), der noch einmal davongekommen ist. Wir haben zu Ostern Größeres zu sagen. Christus ist der Erste, der, uns voran, überhaupt die Todesgrenze durchbrochen hat. (Voigt)

o    Jesus reißt uns mit sich ins Leben! (Voigt)

o    Gott lässt uns sterben, weil Er ein besseres Leben für uns bereit hat. (Voigt)

o    Im Vers 8 ist es ganz deutlich, dass es sich nicht um eine ständige Kreisbewegung (4-7) handelt, sondern dass die Bewegung eine Richtung hat. Selbst wenn es nicht so wäre, die österliche Erhöhung Christi ist ein Geschehnis, das nicht wieder rückgängig zu machen ist. (Voigt)

o    Dass der Dürftige aus dem Staub, der Arme aus der Asche erhoben wird ist ein Geringes im Vergleich zu dem, was dem Herrn widerfahren ist. Erniedrigt – bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. … Aber gerade Dem, Der dies „gehorsam“ auf sich nahm, wurde der Name über alle Namen gegeben (Phil 2,8-11). (Voigt)

o    Asche ist häufig Bild des Nichtigen und Vergänglichen, des Eitlen und Wertlosen und auch Zeichen der Trauer. (Voigt)

o    Vgl. Vers 8 mit Offb 1,5. Ostern ist auch Antritt der himmlischen Herrschaft. … Himmelfahrt ist ein Aspekt von Ostern. (Voigt)

o    Das Karfreitagsgeschehen musste für die Jünger den Anschein erwecken, als seien die Dinge Gott völlig aus den Händen geglitten. „Die Welt wird sich freuen“, heißt es in Joh 16,20. Hat Jesus den Kampf verloren, dann muss – wie konnten die Jünger anders denken? – entweder Gott selbst Ihn verloren haben oder Er muss sich endgültig von Seiner Welt losgesagt haben. (Voigt)

o    Es gibt in der Weltgeschichte und in den Geschehnissen manchen Einzellebens Situationen, in denen man nicht anders denken kann, als sei die Hölle los und Gott habe sich auch allem zurückgezogen. (Voigt)

o    In der Auferstehung Jesu Christi zeigt sich, wer unter allen Umständen das letzte Wort spricht. (Voigt)

o    Der dieses letzte Wort spricht, hat gezeigt, wie Er zu uns steht, als Er am Karfreitag Sein Letztes und sogar sich selbst gab. (Voigt)

o    Der Gott, „außer dem keiner ist“ (2), hat sich vor aller Welt hinter Seinen Christus gestellt. (Voigt)

o    Wenn ein Mensch eine Figur formt, so spricht er, nicht jedoch seine Figur. Der Mensch lobt sein Werk. Doch der Heilige, gelobt sei Er, formt den Menschen, und der Mensch macht sich auf und preist Ihn. (aus dem Midrasch in Gradwohl)

o    Gott macht das Unwahrscheinliche wahrscheinlich, mehr noch: das Unmögliche möglich. (Gradwohl)

o    Die Umkehrung der Gegebenheiten ist nicht nur ein Machterweis Gottes, sondern zugleich ein Zeichen für Gottes Gerechtigkeit. (Gradwohl)

o    Es ist einleuchtend, dass Er die Reichen, deren Reichtum aus der Bedrückung der Armen entstanden ist, enteignet und erniedrigt. (Gradwohl) Dieses sozialkritische Moment ist höchst wesentlich. Gott wirkt innerhalb Seiner Geschöpfe, weil Er Unrecht, das ein Mensch dem andern zufügt, nicht hinzunehmen bereit ist. (Gradwohl)

o    Gott handelt überlegen und unparteiisch. Für Ihn gilt nur das Recht. (Gradwohl) Gottes Tun ist total anders als das der Menschen. Er ist „ein Gott des Wissens“, der das Unsichtbare, die Regungen des menschlichen Herzens, sieht und daher als der wahre Richter aufzutreten vermag. (Gradwohl)

o    Wer dankt, denkt: an die schlimme Vergangenheit, an die gütige Hilfe Gottes, die die Wende gebracht hat. Dem Erlebnis entspringen Trost und Hoffnung. (Gradwohl)

o    In „Hannas Gebet“ wird an ein Grundproblem menschlicher Existenz gerührt, an die Frage, die im Hiobbuch mit aller Schärfe auftritt: Weshalb frohlockt der Schlechte und leidet der Gute? Wo bleibt die göttliche Gerechtigkeit? (Gradwohl)

o    Als Menschen des 20./21. Jahrhunderts, die die Gewalt des Verbrechers in einem unvorstellbaren Ausmaß erlebt haben, wissen wir, dass „die Hörner der Frevler“ sehr lange „erhoben“ sein können. Wir wissen freilich auch, dass zuletzt das „stärkste Horn“ vernichtet wird. Nur ist der Preis den die „Frommen“ zu erbringen haben, unendlich hoch. Darüber sprechen aber weder 1Sam 2 noch Ps 75. (Gradwohl)

o    Jesus am Kreuz – das Lamm, das die Sünden der Welt trägt!

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