49-1 Licht und Salz – Mt 5,13-16

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Mt 5,13-16

1.    Exegese

1.1Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    Wer ist mit „ihr“ gemeint?                                                   13

o    Was ist der Unterscheid zwischen „sein“, „werden“ und „waren“?

o    Was sind die Eigenschaften von Salz?

  • Wofür benutzt man Salz?

o    Wozu braucht die Erde Salz?

  • Wie ist dieses Gleichnis zu verstehen?

o    Gibt es Salz, das nicht mehr salzt?

  • Was wollte Jesus damit sagen?
  • Wenn ja, welchen Ersatz gibt es?

o    Wie ist der zweite Satz zu verstehen?

  • Wen meint Jesus damit – damals und heute?

o    Was ist Licht?                                                                   14

  • Was sind die Kennzeichen von Licht?

o    Was ist die „Welt“? Wozu braucht sie Licht?

o    Was will Jesus mit der „Stadt auf dem Berge“ sagen?

o    Warum stellt man keine Kerze unter einen Eimer?                15

o    Wiederholt V. 15 den Gedanken von V. 14, oder führt er ihn weiter?

  • Könnte Jesus damit etwas betonen wollen?
  • Wenn ja, was genau?

o    Was will das kleine Wort „so“ sagen?                                  16

  • Was für ein Satz ist das?

o    Wie kann man „sein Licht“ leuchten lassen?

  • Was ist „mein Licht“?

o    Wer wird hier angeredet?

  • Vor welchen Leuten?

o    Was will das Wort „damit“ sagen?

  • Was sind gute Werke?
  • Haben gute Werke und Licht etwas miteinander zu tun?
  • Wie kann man gute Werke „sehen“?
  • Ist Mt 6,1-4 ein Widerspruch?

o    Was weißt du über „deinen Vater im Himmel“?

  • Wie kann man ihn preisen?
  • Was ist „preisen“?
  • Wer wird ihn preisen? Warum?

1.3Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

o

o

o

o

1.4Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

2.2Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    So schlimm es auch in der Welt für uns Jünger werden wird,           wir dürfen uns nicht aus ihr zurückziehen.

o    Leuchte in die Finsternis hinein!

o    So, wie die Erde kein Licht von sich selbst hat, sondern von woanders her, von oben, vom Himmel erhalten muss, so hat die Welt der Menschen kein Licht aus sich selbst heraus. Sie muss es von euch, die ihr vom Himmel her erleuchtet seid, erhalten.

o    Nach der Seligpreisung folgt ein neuer gewaltiger Kontrast: Der leidende und geschmähte Jünger Jesu, von dem die Rede in Vers 10-12 war, ist das Salz der Erde und das Licht der Welt und die Stadt auf dem Berge. (Rienecker)

o    Das Wort vom Licht und Scheffel bezieht sich bei Matthäus auf die Jünger, bei Markus auf das Evangelium oder das Reich. (Voigt)

o    Markus übersetzt richtig aus dem aramäischen: „Wenn Salz die Salzkraft verliert“ (9,50); Mt und Lk dachten bei ihrer Übersetzung „ wenn das Salz töricht wird“ schon an die Deutung: törichte Jünger, törichtes Israel. … Die Rabbiner haben über das Jesuswort gespottet: Das Salz könne doch seiner Natur nach nicht salzlos werden. … Es kann dem Jesuswort aber gerade darum gehen, die Sinnlosigkeit des Gemeinten aufs stärkste herauszustellen. (Voigt)

o    Die Stadt auf dem Berge ist die eschatologische Gottesstadt (vgl. Jes 2,2-4; Micha 4,1-3; Jes 60; Hag 2,6-9) … Wer den Scheffel über die Lampe stülpt, bringt sie zum Erlöschen. (Voigt)

o    Ihr Jünger könnt in dieser Welt nicht verborgen bleiben. Ihr werdet gesehen! Man achtet auf euch. Wie man an Jerusalem nicht vorbeigehen kann, ohne auf diese Stadt auf dem Berge zu aufmerksam geworden zu sein, so kann auch die Tatsache der Gemeinde Jesu auf Erden nicht einfach ignoriert werden. Sie ist eben da. (Rienecker)

o    Angeredet ist die Gemeinde selbst. Sie kann, was da von ihr behauptet wird, nur mit Verwunderung vernehmen. Ist sie denn wirklich Licht der Welt? … Wo sind heute – wo waren damals – die Menschen, die Jesus in so merkwürdig beschreibender Rede „Licht der Welt“ nennt. … Es gilt allein, weil Jesus es sagt; der, der die Sünder gerecht erklärt und denen, die für die Welt nicht bedeuten, zuspricht, dass sie ebendies sind. (Voigt)

o    Das Salz hat für den antiken Menschen religiöse Bedeutung. Wegen seiner reinigenden, würzenden und erhaltenden Kraft wird es zum Symbol für Dauer und Wert. Es wird Gott zugeordnet, wie Übelriechen und Verfaulen mit den Dämonen. (Voigt)

o    Jüdische Theologie bezeichnet die Thora als das Salz, ohne das die Welt nicht bestehen kann. … Jesu Wort würde im Gegensatz dazu besagen: Ihr, meine Jünger, seid, was Israel zu sein beansprucht, aber nicht ist. (Voigt)

o    Rein mengenmäßig gesehen wird immer das Verhältnis zwischen den Christusnachfolgern und der Welt ähnlich dem Verhältnis von Salzkörnern und der Speise sein. Darum gilt es, nicht zu verzagen über das Alleinsein als Christ inmitten einer zahlenmäßig größeren, gottlosen Umgebung. Wir werden salzen. Das ist die Verheißung des einsam lebenden Christen. (Rienecker)

o    Um seiner Christenheit willen erhält Gott diese Welt. (Voigt)

o    Es wird ja alles falsch, wenn man den Grund einer solchen Bestimmung, statt in Gott, in der Gemeinde selbst und, statt in ihrer eschatologischen Bestimmung, in ihrem empirischen Ist-Zustand sucht. … „Jesus war der Allerverachtetste.“ Seine Gemeinde soll nicht meinen, mit ihr verhielte es sich anders. Und wenn ihre Lage der ihres Herrn allzu unähnlich wird, wenn sie es also zu Macht und Ansehen bringt, dann soll sie sich fragen, ob das Salz nicht vielleicht „dumm“ geworden ist. … Das Besondere der Gemeinde Jesu in der Welt liegt also nicht in dem, was sie ist, hat, kann und vollbringt, sondern in dem, was Gott seltsamerweise durch sie tut. (Voigt)

o    Die Christenheit ist, weil Jesus Christus selbst durch sein Wort und seine Sakramente sie zum Ort seiner Gegenwart macht, der in der Welt anwesende „Leib Christi“. … Die neutestamentliche Gemeinde hat ihren Abstand von der Welt stark empfunden (Eph 2,2; 4,17ff; Kol 1,21; 4,5).

o    Um unsertwillen wird die Welt erhalten. Wir haben konservierende Wirkung. … Es ist auch auf das Gesetz der Stellvertretung hinzuweisen (Gen 18,24ff). Gerechte, wo sind sie? Ein Gerechter ist unter uns. Er ist da, wo die Seinen versammelt sind in seinem Namen (18,20) Irgendwo wird Gottesdienst gehalten, irgendwo sammelt sich eine Gemeinschaft von Betern. Draußen hasten die Menschen vorbei. … Sie alle leben davon, dass in dieser Kirche Menschen für die Welt beten. Christus voran in ihrer Mitte. … Wissen wir überhaupt, dass uns diese Aufgabe übertragen ist? Hier hat das allgemeine Priestertum aller Gläubigen seine Mitte. Die Gemeinde schaltet sich in die Fürbitte ihres Herrn für diese Welt ein. Natürlich weiß die Welt nicht, dass sie davon lebt. … Der Herr ist für die Welt da, also haben wir es auch zu sein. (Voigt)

o    Die Wirkung des Salzes beruht eben darauf, dass es anders ist als die zu würzende Suppe. (Voigt)

o    Salz zu sein ist ein wichtiger Beruf. Wer ihn erfüllen will, der muss wissen von dem Opfer, das damit verbunden ist. Wenn das Salz seine Aufgabe erfüllen will, dann muss es sich auflösen. Des Salzes Dienst geschieht fort und fort unter Drangabe alles Eigenen. (Rienecker)

o    Ebenso wie das Salz sich auflöst, so verzehrt sich auch das Licht im Leuchten! … Wie es die Aufgabe des Lichtes ist, zu leuchten, so ist es eure heiligste Verpflichtung, Liebe und rechten Christuswandel zu üben. (Rienecker)

o    So gehören die lebendigen Christen mitten in die Welt hinein. Und wenn gesagt wird, Salz der Erde sollen sie sein, dann hat der Salzdienst der Jünger keine Grenzen. Sie sind zur ganzen Menschheit und allen ihren Bereichen in Beziehung gesetzt, auch zu den kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Bereichen. (Rienecker) Vergleiche den Zusammenhang mit dem Missionsbefehl in Mt 28, 18-20. Schon am Anfang seines Dienstes hat Jesus die Ausbreitung im Blick. (Rienecker)

o    Dass die Welt weltlich ist, ist in Ordnung. Niemand wird und kann etwas anderes von ihr verlangen. Auch in der Kirche ist vieles weltlich wie in der Welt Das Besondere an der Kirche tut nicht sie selbst, sondern der Herr in ihr, und sein Tun, welches nicht von dieser Welt ist, soll sie zum Leuchten bringen. (Voigt)

o    Eine Kirche, die predigt, wonach den Leuten „die Ohren jucken“ (2Tim 4,3), tut der Welt keinen Dienst, sondern betrügt sie um ihr Bestes. (Voigt)

o    Nichts ist so verabscheuungswürdig wie ein eigensüchtiges Christentum, welches gegen die noch draußen Stehenden gleichgültig ist. … Ein furchtbares Wort über ein Christentum, das sich nur erbaut und nicht wuchert und arbeitet. (Rienecker)

o    Man kann nur Licht sein, indem man begreift, dass man es nicht ist, sondern Christus es ist und nach seiner wunderbaren Zusage, uns dazu macht. (Voigt)

o    Da ist eine Lampe und da ein Leuchter – auf den muss die Lampe gesetzt werden, damit alle im Hause ein bisschen Licht bekommen. Licht – damit man sich zurechtfindet; damit man weiß, wohin greifen; damit man sich gegenseitig nicht stößt oder gar umrennt; damit man unterscheiden kann, damit man Gefahren sieht; damit das Unheimliche und Schreckliche sich nicht verstecken kann. (Voigt)

o    Christsein und nichts weitergeben, weiterstrahlen – ein Unding! (Voigt)

o    Vielleicht ist kein Gleichnis so geeignet, das Gesetz der Einheit von Empfangen und Weitergeben zu illustrieren, wie das vom Licht. (Voigt)

o    Für Jesu Liebe sind wir tatsächlich nicht nur Mittel, sondern auch Zweck. Aber das schließt nicht aus, sondern ein, dass man in Jesu Reich nur haben kann, wenn man weitergibt. (Voigt)

o    Aus dem Urtext geht hervor, dass das Licht zu leuchten hat. Der Jünger hat nur die Aufgabe, den Lichtstrahlen des Lichtes freien Lauf zu lassen, dem Leuchten nicht hindernd im Wege zu stehen. (Rienecker)

o    Sie durchleuchten die Welt mit ihrem Tun! (Rienecker)

o    Das wäre der beste Christ, der das von seinem Herrn auf ihn fallende Licht am klarsten, am ungetrübtesten, am eindeutigsten reflektiert. Das soll heißen: bei dem man am deutlichsten wiedererkennt, woher es stammt. (Voigt)

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