47-5 Du bist MEIN – Jes 43,1-7

Downloadlink: 47-5 Du bist MEIN – Jes 43,1-7

Jes 43,1-7

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Womit verbinden die Worte: „Und nun“? 1
  • Wer ist der HERR?
    • Wie hat Gott Jacob und Israel geschaffen?
    • Was bedeutet „Jacob“, was „Israel“?
  • Wer ist der, der da spricht: „Fürchte dich nicht“?
    • Suche noch fünf andere Beispiele im AT, wo jemand so spricht!
  • Was meint „erlösen“?
    • Wie hat Gott Israel erlöst?
    • Wie hat er uns erlöst?
  • Was meint: „bei deinem Namen gerufen“?
  • „Du bist mein“ Wer ist damit gemeint?
    • Woher nimmt Gott sich das Recht, so zu sprechen?
  • Beachte das Doppelte „wenn“! 2
    • Was ist hier mit „Wasser/Ströme“ gemeint?
    • Was bedeutet „Feuer/Flamme“?
  • Was meinen die Worte: „ersaufen“, „brennen/versengen“?
  • Beachte das starke Bindewort „denn“! 3
  • Wie beschreibt sich Gott hier selbst?
    • Was ist die Bedeutung der vier Selbstbeschreibungen?
  • Wo Liegen Ägypten, Kusch und Seba?
    • Wann hat Gott diese Völker anstelle von Israel „gegeben“?
    • Was meint „gegeben an deiner Statt“?
  • Beachte das begründende Bindewort „weil“! 4
    • Wer ist Israel in den Augen Gottes?
    • Gelten diese drei Begriffe auch für uns Christen?
  • Warum ist Israel in den Augen Gottes „so wert geachtet“?
    • Was ist das Besondere an Israel?
    • Warum spricht Gott so?
  • Bevorzugt Gott Israel?
  • Hat Gott das Rech,t für Israel andere Menschen und Völker hinzugeben?
  • Beachte das zusammenfassende Bindewort „so“! 5
  • Beachte die Wiederholung „fürchte dich nicht“!
    • Warum redet Gott so?
  • Wie ist Gott mit Israel?
    • Wie ist Gott mit uns?
  • Was ist mit Osten und Westen gemeint?
    • Welche Länder liegen dort (siehe Atlas)?
  • Wer ist mit „deine Kinder“ gemeint?
  • Welche Länder liegen im Süden bzw. im Norden? 6
  • Wen redet Gott hier mit „bringt her“ an?
    • Wer ist mit „Söhne“ und Töchter“ gemeint?
  • Wie kamen die „Söhne und Töchter“ in die entfernten Gebiete?
  • Wen meint Gott mit „alle“ im Vers 7? 7
    • Um welchen „Namen“ geht es hier?
  • In welchem Zusammenhang stehen die Worte „ geschaffen, zubereitet, gemacht“?
  • Was ist hier mit der „Ehre Gottes“ gemeint?
  • Können wir diese Worte auch auf uns Christen übertragen?
    • Wenn ja, wie?
  • Wie ist Vers 7 zu verstehen? Als Fortsetzung der Verse 5-6, oder als neue Aussage?
  • Warum redet Gott durch den Propheten solche Worte zu Israel?
    • Was wollte Gott damit sagen?
    • Warum wurden diese Worte aufbewahrt?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

o

o

o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

o

o

o

o

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

  • „Und nun“ (1) signalisiert eine Wende im Geschehen. … „erlöst“ = freikaufen, nämlich einen solchen, der in Schuldsklaverei geraten ist. … „Du bist mein“ – Engste persönliche Verbundenheit zwischen Gott und dem Volk. (Voigt)
  • „Wer gab Jakob der Plünderung hin …“ (42,24)? … Die Ursache der Katastrophe ist Gott, gegen den Israel schwer gefehlt hat. (Gradwohl)
  • Auch die „Erlösung“ bewirkt im letzten Gott, selbst wenn wieder ein Mensch als die sichtbare Ursache der Wende zu nennen ist: Kyros, der König der Perser, der 538 v. Chr. ein Edikt erlässt, das die Rückkehr der Verbannten nach Jerusalem gestattet. (Gradwohl)“ Obschon ihr all dies getan habt, schenkt Er euch noch immer sein Erbarmen und seine Liebe. (Rashi in Gradwohl) Die Schuld besitzt nicht das letzte Wort (vgl 5Mo 10,12). (Gradwohl)
  • „Dein Schöpfer“ steht neben „dein Bildner“. In Vers 7 kehren die beiden Verben wieder. (Gradwohl)
  • „Rufe dich bei deinem Namen“ (1) – in Vers 7 steht die analoge Wendung. Beide Male wird auf die innige Beziehung, die auf einem Adoptionsverhältnis beruht, angespielt. (Gradwohl)
  • Wasser und Feuer stehen für elementare Gefährdungen überhaupt, genauso in Ps 66,12. (Voigt)
  • In Vers 2 sind vier Gefahren, aus denen Gott rettet, genannt. … Selbst die Fluten, sagt der Text, können dem von Gott beschützen Israel nichts anhaben. Sicher durchzieht es das Wasser, trotz Strömung. Der Gedanke ans Schilfmeer (2Mo 14) stellt sich von selbst ein. (Gradwohl)
  • Vers 2 enthält in beiden Hälften je eine Steigerung: Mitreißende Fluten sind gefährlicher als das stehende Wasser, die lodernde Flamme ist noch stärker als das ruhig brennende Feuer. (Gradwohl)
  • Zu dem Einmaligen (losgekauft, gerufen) kommt in Vers 3 das Bleibende: „Ich bin Jahwe, dein Gott“ (2Mo 20,2). (Voigt)
  • Bei „Saba“ (3) handelt es sich um ein nordafrikanisches Land, dessen Lokalisierung nicht möglich ist. (Gradwohl)
  • In dem hebräischen Wort für „Heiland“ steckt der Jesusname. (Voigt)
  • Was Erwählung ist, wird hier im Vers 4a schön beschrieben. Sie ist nicht bestimmt durch irgendwelche Verdienste auf Seiten der Erwählten. Wie Vers 7 zeigt, dient die von Jahwe getroffene Wahl ausschließlich seiner eigenen Verherrlichung. (Voigt)
  • Alle vier Himmelsrichtungen werden aufgefordert, die Zerstreuten herzugeben. Es wäre verfehlt, die in Frage kommenden Länder auf der Karte aufsuchen zu wollen, denn der Text redet summarisch. (Voigt)
  • Der Text spricht von der sich eröffnenden neuen Situation der Verbannten und damit Israels überhaupt. … Gottes Heilszusage stellt die Wende in Aussicht; sie ist schon die Wende indem sie verkündigt wird. (Voigt)
  • Nachdem die betrübten Menschen ihr Leid geklagt haben, lässt Gott sein Evangelium ergehen. (Voigt)
  • Seiner Macht sind keine Schranken gesetzt. Wo immer ein Mensch hingerät (selbst Jona 1,3), Gott vermag ihn einzuholen und zurückzubringen. (Gradwohl)
  • Die Verben „holen“ und „einsammeln“ finden sich in Vers 5f wie in 5Mo 30,4. Sie sind die Bezeichnungen für die Rückführung der Exulanten Israels in die Heimat durch den Herrn der Welt. (Gradwohl)
  • Die Rückkehr ist das entscheidende Kriterium einer eingetretenen, oder zumindest einsetzenden, Erlösung. Wenn keiner der Versprengten heimkehrt, ist die Erlösung fern. (Gradwohl)
  • In einem vordergründig-fleischlichen Sinne haben sich die Zusagen dieses Textes (bis jetzt) nicht erfüllt. Schon damals waren sie nur für den Dennoch-Glauben real, der mehr Wirklichkeit sieht als das, was die registrierende Geschichte verzeichnet. Befreiung vom babylonischen Joch (aber in welche neuen Abhängigkeiten hinein!), Heimkehr (wie wenig triumphal!), Neuanfang (wie mühsam und kärglich!), Wiedererstarken des Volkes (wie bruchstückhaft und unter was für bedrückenden Umständen). (Voigt)
  • „Fürchte dich nicht“, ruft Gott Israel zu, „denn Ich erlöse dich“. Die „Erlösung“ ist, wie das „Erschaffensein“, einzig und allein Ausdruck des göttlichen Willens. … Über die Gründe des „Erschaffenseins“ und der „Erwählung“ spricht diese Stelle nicht. Aus 5Mo 7,6-12 sind diese Gründe deutlich ersichtlich. Sie beruhen nicht auf verstandesmäßigen Überlegungen, sondern liegen im Geheimnis Gottes verborgen, das unergründlich bleibt. … Gott ist daher bereit, Israel, das „Er beim Namen gerufen“ hat, zu „erlösen“, immer wieder aus der Not und den Leiden zu erlösen. (Gradwohl)
  • „Fürchte dich nicht“: 1Mo 15,1; 26,24; 5Mo 20,1; 31,8) … Die Furcht verschwindet, sobald der furchtsame Mensch bereit ist, sich Gott anzuvertrauen. … Sowohl die Erlösung durch Gott (1), wie auch die Präsenz Gottes (5) lassen jede weitere Furcht als unbegründet erscheinen. (Gradwohl)
  • Wir reden von dem, was Gott seinem Volk zusagt, und was Er, wenn es so weit sein wird, in der Taufe erfüllt und im Eschaton (Vollendung) ans Ziel bringt. (Voigt)
  • Wie in Jes 51,15 (Ich bin der Herr dein Gott) wird auch hier (3) unverkennbar auf die Selbstvorstellung Gottes hingedeutet, die bei der Theophanie am Sinai erfolgt ist (2Mo 20,2; 5Mo 5,6).
  • Das „Du“ des Textes ist die Gemeinde, das Volk Gottes. (Voigt)
  • Wir sind in den Tod Christi hineingetaucht und dürfen uns so ansehen, dass wir in Christus für Gott leben (Rö 6,5.6.11), in dem Leben des Auferstandenen, in dem unsere eigene Zukunft schon begonnen hat (Kol 3,1-4). … So bekommt unser tägliches Leben einen ganz neuen Zuschnitt und Gehalt. (Voigt)
  • Indem wir zum Eigentum Christi werden – „du bist mein“ -, werden wir für Gott zum „du“, zur Person, zum Partner. (Voigt)
  • Greift Gott in seiner Wahl nach Israel oder nach einem von uns, dann stellt Er die Verbindung zu etwas her, das, als sein Werk, von vornherein Ihm gehört. (Voigt)
  • Als Geschöpfe sind wir von Gott abhängig und auf Ihn bezogen, ob wir es wissen und wollen oder nicht. Und zwar nicht nur darin, dass es uns überhaupt gibt, sondern auch in der geschichtlichen Rolle und Aufgabe, in die wir als Geschöpfe hineingestellt sind. (Voigt)
  • Geschöpfe sind wir sowieso. Aber nun hat Gott sein Volk und mit ihm jeden Getauften zu besonderer Gemeinschaft erwählt. Schöpfung ist die Gabe des Lebens, Erwählung ist der Ruf mit „Namen“. In der Taufe werde ich für Gott zum „du“, und Er wird es für mich. Dass ich einen Namen habe, gibt mir die Identität der Person. „Dich will Ich“, sagt Gott, „nicht irgendwen“. (Voigt)
  • Gottes Wahl verleiht dem Unwerten seine unendliche Würde. Jeder von uns ist einmalig, weil geliebt. (Voigt)
  • Zuerst ist wirklich Israel erwählt. „Aus allen Geschlechtern auf Erden habe ich allein euch erkannt“ (Amos 3,2) – und „erkennen“ ist im Sprachgebrauch der Bibel das innigste Sich-Verbinden. (Voigt)
  • Dass diese selbe ungeschuldete Liebe sich dann wirklich allen Menschen zuwenden will (1Tim 2,4), ist – anders als bei uns Menschen – bei dem Gott-ohne-Grenzen möglich. Er will sie alle, indem Er jeden besonders will: „Du bist Mein“. (Voigt)
  • Erlösung – Loskauf: Ein in Israel üblicher Rechtsvorgang (3Mo 225,47-55) wird zum Bild für das, was Gott an den Verbannten tut. (Voigt)
  • „Menschen“ oder „Länder“ an Israels Statt: … Dahinter mag die Einsicht stehen, dass die Geschichte immer wieder hohe Kaufsummen fordert und es tatsächlich eine Stellvertretung gibt, über die wir nachdenken sollten, sei es, dass wir selbst stellvertretend für andere stehen und uns in diese Aufgabe zu finden haben, sei es, dass wir vom Opfer anderer leben. (Voigt)
  • Vers 4 will etwa folgendes festhalten: Was immer du an Schuld tragen magst, mit der Drangabe der drei Länder ist es gesühnt. Weshalb? Du hast durch die Völker so viel erdulden müssen, dass durch dein Leiden die Schuld aufgehoben ist und jetzt die Verfolger an deine Stelle treten. … Vielleicht haben sie sich Israel gegenüber unloyal und wenig hilfreich verhalten und damit die Katastrophe von 586 v. Chr., die Invasion der Babylonier und den Untergang des Tempels und Jerusalems mit verursacht (2Kön 18,21 = Jes 36,6). … Die geschichtlichen Ereignisse zur Zeit des Kyros und seines Sohnes Kambyses haben jedenfalls die drei Länder ihrer Unabhängigkeit beraubt (45,11ff). (Gradwohl)
  • Wir haben von der Taufe zu sprechen. Die Macht, aus der sie uns befreit, ist nicht Babel oder sonst eine Weltmacht in der Geschichte, sondern „die Macht der Finsternis“, die in Kol 1m13 gemeint ist, und das „Lösegeld“ ist nicht ein Land oder Volk, sondern der Kyrios selbst (Mk 10,45; 1Petr 1,18). (Voigt)
  • Beachte die Epistel (Rö 6,3ff) Taufe: ein Akt der Befreiung, der sich in dem Kol 1,13 genannten Herrschaftswechsel vollzieht. „Du bist Mein“ – das ist nicht nur eine Liebeserklärung, sondern die machtvolle Behauptung eines Anspruchs! (Voigt)
  • Wir müssen uns vor dieser Heilszusage höchstwahrscheinlich ein Klagelied denken, den Ausdruck der Herzensverfassung von solchen, die den Mut verloren haben und nichts mehr hoffen. Ihnen wird gesagt, dass sie Gottes Volk sind – durch Gottes Gnade und zu Gottes Ehre (7) bewahrt. Sie brauchen sich nicht zu fürchten. (Voigt)
  • Es steht nicht da: Durch gefährliche Wasser werdet ihr nicht hindurchmüssen (2), und es wird kein Feuer geben, das euch versengen könnte. Es gehört zum Menschenleben, dass man durch „Wasser“ und „Feuer“ hindurch muss. Wer sich nur schonte, würde sein Leben verpassen. Wir werden uns die Gefahr nicht wünschen, auch nicht suchen, aber wo das Leben uns in beschwerliche und gefährliche Situationen führt, werden sie bestanden werden müssen. (Voigt)
  • Uns ist nicht versprochen, dass wir davor bewahrt werden, sondern dass wir in ihnen bewahrt bleiben. (Voigt)
  • Feuer und Wasser – In welcher Lage auch immer, es gibt für den, der sich in der Hand des Gottes weiß, der auch die Toten auferweckt (2Kor 1,9), keine hoffnungslose Situation. (Voigt)
  • Ist Gott mit uns und bei uns, dann gibt es für uns nicht einmal ein winziges Loch in unserem Panzer (Rö 8,31ff; 2Kor 1,8-10) (Voigt)
  • Wasser und Feuer können in der Sprache der Bibel Symbolworte für die Urzustände sein, die vor der Schöpfung und am Ende der Geschichte stehen. Das Wasser ist dann die Chaosmacht, der Gott seine Schöpfung abgerungen hat und gegen die Er sie immer wieder verteidigt (Ps 104,6f; Hiob 38,8-11).Das Feuer ist das Element des zerstörenden Gerichts (66,5; Jer 4,4; Amos 7,4; Mt 3,10; 5,22; 25,41; 1Kor 3,13; 2Petr 3,7.10). (Voigt)
  • „Du bist Mein – Ich will bei dir sein.“ Genaugenommen sind wir schon da, wo uns nichts mehr passieren kann. (Voigt)
  • Das, was die Taufe uns für unser persönliches Christsein gibt, gibt sie uns durch unsere Eingliederung in die Kirche (Leib Christi), also in das Volk Gottes. Wir werden nach Paulus in den einen Christusleib hineingetauft (1Kor 12,13), nach Lukas durch die Taufe zur Gemeinde „hinzugetan“ (Apg 2,41). Es gibt kein Christsein in der Isolierung. (Voigt)
  • Gott will heute sein Volk sammeln. … Die schon zum Volke Gottes gehören, sollen sich zusammenfinden. Die noch nicht dazugehören, aber von Gott dem „Heiland“ schon geliebt und gemeint sind, sollen in der Mission herangeführt werden. Die bereits wieder auf- und untergegangen sind in der Welt, will die „Innere Mission“ zurückholen. (Voigt)
  • Wir werden daran denken, dass die Noch-nicht- und die Nicht-mehr-Zugehörigkeit zu Gott und seinem Volke von Heilsbedeutung ist. (Voigt)
  • Gott findet sich mit dem, was ist, nicht ab. Er will das Zerstreute sammeln. (Voigt)
  • Sind wir in Christus hineingetauft, … dann ist hier schon heute nicht mehr Jude oder Grieche, Sklave oder Freier, Mann oder Weib oder was es sonst noch an Differenzierungen und Scheidungen in der Welt geben mag, dann sind wir alle Einer in Christus (Gal3,27f). (Voigt)
  • Noch ehe die Sammlung der zu Gott Gehörenden sichtbar wird, sind wir zusammengebracht durch unser Einssein in Christus. (Voigt)
  • Gottes Kinder sind eine große Familie. (Voigt)
  • Das ganze Heilswerk hat Gottes eigene Verherrlichung zum Ziel (46,13; 55,5.13). Wir haben einen Gott, der auf seine Glorie bedacht ist, und Seinen Ruhm nicht den Götzen lässt. … Nichts verherrlicht Gott so sehr wie dies, dass er liebt, rettet, bewahrt und seine Kinder heimbringt. (Voigt)
  • Zu Seiner eigenen Ehre wirkt Gott die Rückkehr der Versprengten (Israels); Gott, der „alles“ oder „jeglichen“ „schafft und bildet und tut“. Es ist derselbe Gott, „dein Schöpfer, Jakob, und dein Bildner, Israel“ (1), der die Kunde der Erlösung verbreiten und den oft Entmutigten neue Hoffnung schenken will. (Gradwohl)
  • Gott erlöst, ruft den Menschen mit seinem Namen und hebt ihn damit aus dem Vergessen und Verschwinden heraus. (Gradwohl)
  • Im ganzen Text ist nur vom Handeln Gottes die Rede. (Gradwohl)
  • Wer nicht „erlöst“ werden will, wird nicht erlöst. Wer das Exil der Rückkehr vorzieht, wird im Exil verbleiben und sich für immer seiner Gefährdung aussetzen. (Gradwohl)
  • Gottes „Mir gehörst du an!“ ist ein Angebot – am Menschen liegt es, dieses Angebot zu akzeptieren. (Gradwohl)

 

  • Ein Arzt fragte einen Prediger: Was hat das Blut Christi mit der Vergebung meiner Schuld zu tun?
    Daraus entstand folgender Dialog:
    »Wenn ein Patient mit einer bestimmten Krankheit zu Ihnen kommt, dann verabreichen Sie Ihm ein Medikament, das aufgrund Ihrer Erfahrung helfen wird. Führt der Patient nun eine chemische Analyse durch, um zu prüfen, welche Wirkstoffe darin enthalten sind, oder vertraut er Ihnen als Fachmann? « – »Ja, er vertraut mir. « – »Machen Sie es doch mit Gott genauso. Er ist der Fachmann für Sündenvergebung und Er hat gesagt, gegen Sünde gibt es nur ein einziges Medikament das vor dem Tode bewahrt, und das ist das vergossene Blut Jesu. Auch hier müssen Sie nichts analysieren, sondern allein Gott vertrauen, dass seine „Medizin“ hilft. «
    Das leuchtete dem Arzt ein, und damit war auch die letzte Hürde genommen, um sich ganz auf das Heil in Christus zu verlassen. (Leben 2016. 14-06)

 

  • Was macht mich wertvoll, auch wenn ich verliere? In meinem Studentenalltag frage ich mich manchmal, ob ich eigentlich in der Lage bin, all die geforderten Leistungen zu erbringen und dem ganzen Druck standzuhalten. In einem ruhigen Gespräch vertraute mir ein Studienkollege an, dass er Angst habe, unter dem ganzen Leistungsdruck zu zerbrechen. Er zweifelte an seinen Fähigkeiten und machte sich große Sorgen darüber, ob er aufgrund der starken Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt überhaupt einen Job finden würde. Schließlich stellte er den Wert seiner Person ganz infrage. Warum? Mein Kommilitone definierte sich über das, was er an der Uni leistete. Und als er feststellen musste, dass er nicht in der Lage war, die Leistungen im geforderten Tempo zu erbringen, verlor er in seinen Augen seinen eigenen Wert. (Leben 2016. 16-04)
Werbeanzeigen