39-2 Der Heilige Geist kommt – Apg 2,1-18

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Apg 2,1-18

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Wann ist für die Juden Pfingsten? 1
    • Wie heißt das Fest im jüdischen Kalender?
    • Was wurde da gefeiert?
    • Was feiern die Juden heute an diesem Fest?
  • Wer sind „alle“?
    • Warum sind sie an „einem“ Ort zusammen?
  • Für wen ist das Wort „Himmel“ eine Umschreibung im Judentum? 2
  • Beachte „plötzlich“!
  • Warum „saßen“ sie dort?
  • Hast du schon einmal einen gewaltigen Sturm erlebt? Wie ist das?
    • Was wollte Lukas damit sagen?
  • Wie staunten sie wohl über die anderen? 3
  • Wie wird man erfüllt mit „dem Heiligen Geist“? 4
  • Wie geht das: „predigen in anderen Sprachen“?
    • An welche biblische Geschichte erinnert dieser Vers?
  • Wer ist „der Geist“? Was weißt du über ihn?
  • Was ist mit „Juden aus aller Welt“ gemeint?
    • Worin besteht der Unterschied zu gottesfürchtigen Männern?
    • Warum „wohnten“ sie in Jerusalem?
  • Wozu war das „Brausen“ gut? 6-7
  • Worüber wurden sie an Ort und Stelle „bestürzt“?
    • Beachte das Bindewort „denn“!
  • Was ist das besondere daran, die Predigenden zu verstehen?
    • Warum reagieren die Hörer so (Entsetzen / Verwundern)?
  • Wo liegt Galiläa?
  • Wie ist das möglich, dass jeder in seiner Muttersprache hören konnte? 8
  • Wo leben diese Völker? Schau auf der Karte nach! 9-11
  • Beachte in Vers 11 die Wiederholung aus Vers 8!
    • Über welche großen Gottestaten mögen die Jünger gesprochen haben?
    • Oder hat der Heilige Geist durch sie gesprochen?
  • „Entsetzen“ – Wiederholung aus V. 7! 12
    • Warum sind sie ratlos?
    • Was bereitet den Zuhörern hier Sorge?
  • Warum spotten „andere“? 13
    • Wieso denken sie, dass die Redenden betrunken sind?
  • Was weißt du von Petrus? 14
    • Alle Angst scheint vergessen zu sein!
    • Er ist bereit, Verantwortung zu übernehmen?
  • Wen redet Petrus an?
  • Was meint das Wort „kundgetan“?
    • Was gibt es hier zu sagen?
    • Beachte die Einladung zum Zuhören!
  • Wie spät ist „die dritte Stunde“? 15
    • Beachte, wie er die Kritiker kurz abfertigt!
  • Beachte „sondern“ als Überleitung um Wesentlichen! 16
    • Lies Joel 3,1-5! Und vergleiche mit den Worten des Petrus!
  • Was ist mit den „letzten Tagen“ gemeint? 17
    • Wann fangen sie an, wann hören sie auf?
  • Was meint: „von meinem Geist ausgießen“?
  • Was ist mit „alles Fleisch“ gemeint?
  • Beachte: Es gibt keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen!
  • Wie kann man sich die „Gesichte“ der jungen Menschen vorstellen?
    • Wie die „Träume“ der Älteren?
    • Was ist der Unterschied zwischen „Gesichten“ und „Träumen“?
  • Was ist „weissagen“?
  • Was und wie hat Petrus das Joelzitat im Vers 18 verändert? 18
    • Beachte die Wiederholung der Gleichstellung von weiblich und männlich!
    • Beachte die Wiederholung von „Geist ausgießen“!
  • Beachte die Wiederholung von “weissagen“!
    • Warum ist weissagen so wichtig?
  • Warum hat Lukas diesen Bericht in seine „Apostelgeschichte“ aufgenommen?
    • Was wollte er durch diesen Absatz weitergeben?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

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2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

 

  • Unser Abschnitt enthält nicht den auf Christus bezogenen Teil der Predigt. Dies ist ein Mangel. Man sollte mindestens noch die Verse 22f.32.36 hinzunehmen. (Voigt)
  • Die Ordnung des „Kirchenjahres“ im Alten Bund sah drei große Feste vor: das Passah, das Fest der Ernte und das Erntefest am Ausgang des Jahres (2Mo 23,14-17). In 3Mo 23,15-22 ist dann das Fest der Ernte genauer geregelt. Es sollt am 50. Tag nach dem Passah gefeiert werden. Der „fünfzigste“ (Tag) heißt griechisch „pentekoste“; daraus ist das Wort „Pfingsten“ entstanden. (de Boor)
  • Später hat Israel auch Pfingsten und Laubhüttenfest nicht mehr nur als Natur- und Erntefeste begehen mögen. … So sah es in den „Laubhütten“ die Erinnerung an die Wüstenwanderung mit ihren Zelten und mit der wunderbaren Durchhilfe und Versorgung bis hin zum Gelobten Land und verband das Pfingstfest mit der Gesetzgebung am Sinai. (de Boor)
  • Ist in Vers 1 das „Haus“ von 1,13; 12,12 gemeint? Lukas nennt auch den Tempel immer „Haus“ (22mal). Auch im AT wird der Tempel viele Male „Haus“ genannt. (Voigt)
  • Wie an „Passah“, so sehen wir auch an „Pfingsten“ beides zugleich: Gott handelt nicht willkürlich, sondern in einer planvollen Ordnung, die an sein früheres Tun anknüpft, es aufnimmt und vollendet; aber Gott lässt sich auch nicht in die Schranken alter Offenbarungen einschließen. Er schafft Neues, durch das Er erst die ganze Herrlichkeit dessen zeigt, was Er schon in seinen früheren Erweisungen vor Augen hatte. So „erfüllt“ sich das „schonende Vorübergehen“ (das bedeutet „Passah“) Gottes im Blick auf das „Blut des Lammes“ (2Mo 12,13) in weltweiter Größe und ewiger Geltung im Sterben und Bluten des Gottessohnes am Kreuz; und so „erfüllt“ sich nun an „Pfingsten“ in der Ausgießung des Geistes Gottes in weltweiter Größe und letzter Wirklichkeit, was Gott am Sinai in der Berufung Israels eigentlich gemeint hat. (de Boor)
  • Die Geisttaufe stellt sich zugleich als Feuertaufe dar (Luk 3,16). (Voigt)
  • Die Zungen (3) werden als „sich zerteilend“ bezeichnet (nicht: zerteilte Zungen). Vielleicht sollte man übersetzen: „sich verteilende“. … Es geht um die persönliche Zuwendung des Geistesfeuers zu jedem einzelnen der großen Schar. (de Boor)
  • Nicht etwa nur die Apostel, „die Amtsträger“, erhalten den Geist (4). Auch die anderen Jünger werden mit ihm beschenkt, auch die Frauen. Es gilt in der Gemeinde von Anfang an: „Hier ist nicht Mann noch Weib“ (Gal 3,28). (de Boor)
  • Der Text spricht von Juden, die sich in Jerusalem niedergelassen haben. Es könnte ein vorübergehender Zustand gemeint sein. Sie haben (als Festpilger) in Jerusalem Quartier genommen. (Voigt)
  • Vertreten sind Diasporajuden (5+9-10). In all den genannten Völkern lebte eine zuweilen recht beträchtliche Judenschaft. (Voigt)
  • Das Geschehen stellt sich deutlich als Hörwunder dar (12). (Voigt)
  • Der Joeltext besagt: Was bisher nur Propheten hatten, wird nun allen zuteil (17). Der Geist wird ausgegossen wie Wasser (Jes 44,3). (Voigt)
  • Niemals sind Gottes mächtige Taten nur zu unserer persönlichen inneren Beglückung da! Immer bereiten sie Menschen für Gott, zur Ehre Gottes und zur Mitarbeit in Gottes Heilsgeschichte unter den Menschen vor. (de Boor)
  • Der Heilige Geist gibt „auszusprechen“ (4). Das dafür verwendete Wort meint ein feuriges oder begeistertes Sprechen. (de Boor)
  • Dies „Reden in anderen Zungen“ wird das erste urchristliche Zungenreden gewesen sein. (de Boor)
  • Das Zungenreden war kein Predigen, sondern ein Anbeten, Loben, Rühmen, Danken (Apg 10,46; 1Kor 14,14-17). So preisen hier die Jünger im Zungengebet die großen Taten Gottes. (de Boor)
  • Nicht das jubelnde Beten der Jüngerschar in Zungen schafft die Bußbewegung, die zur Bildung der Urgemeinde führt, sondern die Verkündigung des Petrus (das Weissagen). (de Boor)
  • Die Jünger konnten schon vor Pfingsten mit einem Ernst und einer Ausdauer beten. Nun aber steht im Heiligen Geist Gottes Wirklichkeit und Herrlichkeit so einzigartig vor ihnen, dass sie vollständig sich selber und alles um sich her vergessen und nur noch Gott anbeten und preisen können. Die Jünger sind dabei vollständig auf Gott gerichtet (1Kor 14,2a). Und doch wird ihr Beten zum „Zeugnis“ und zum Beginn ihres Zeugenberufes nach der Zusage ihres Herrn (1,8). (de Boor)
  • Am Pfingsttage tut der Heilige Geist in eigener Person ohne menschliche Vermittlung diesen Übersetzungsdienst (1Kor 14,13.27.28). Und Er tut ihn so gründlich, dass viele in der Menge nicht nur überhaupt verstehen, wie die Jünger die großen Taten Gottes rühmen, sondern diese in der eigenen, vertrauten Heimatsprache reden hören. (de Boor)
  • Zweimal wird das betont (6+11). Nicht die einzelnen Jünger sprachen je verschiedene Sprachen, sondern der einzelne Hörer hörte alle Jünger (wir hören sie – 11) je in seiner Sprache in unmittelbarem Verstehen. In diesem Hören vollzieht sich die Wirkung des Heiligen Geistes, der hier in den Hörern die „Auslegung“ der Zungenrede schafft, die später als besondere Geistesgabe einzelnen Gemeindegliedern zuteil wurde (1Kor 12,10; 14,5.27). (de Boor)
  • Diese verschiedenen Juden (9-11) sprachen auch ihr Aramäisch oder verstanden es wenigstens, selbst wenn es „Hellenisten“ waren, die sich ganz an die griechische Weltsprache oder auch an die Heimatsprachen ihres Siedlungslandes gewöhnt hatten. Offensichtlich konnte Petrus in seiner aramäischen Predigt sie alle anreden. (de Boor)
  • Am Pfingsttag schenkt der Heilige Geist mitten in der bleibenden Sprachverschiedenheit doch das einmütige Hören und Verstehen des Lobpreises Gottes im Munde der Jünger. … Dieses „Hörwunder“ setzt sich im tiefsten Sinn fort, auch in der aramäischen Rede des Petrus. (de Boor)
  • Die Mission lebt immer wieder im Pfingstkapitel der Apg und sieht im Pfingstwunder ihr Tun begonnen und verheißen. (de Boor)
  • Auch die Mission hat die Volkssprachen nicht durch irgendeine Weltsprache ersetzt, sondern hat sich mit inniger Liebe und einem daraus entspringenden unerhörten Fleiß um die Volkssprachen bis in ihre einzelnen Dialekte hinein bemüht. Auf dem Missionsfeld soll wirklich jeder die großen Taten Gottes „in seiner Mundart“ hören. (de Boor)
  • „Pfingsten“ benötigt und duldet eine Wiederholung so wenig wie „Karfreitag“ oder „Ostern“. Auf ein „neuesw Pfingsten“ haben wir nicht zu warten, sondern dem Geist Raum zu geben, der seit Pfingsten da ist. (de Boor)
  • Die Jünger reden nicht von sich und ihren Gedanken, Erkenntnissen, Herzenszuständen und Gefühlen. Alles bei ihnen ist völlig in Anspruch genommen von Gottes Größe und Herrlichkeit und von seinen Heilstaten. Und eben dies ist das sichere Zeichen der Geistwirkung. (de Boor)
  • Aus der letztlich noch unpersönlichen Frage: „Was will das werden?“ (12) wurde noch nicht die persönlich durchbohrende Frage: „Was sollen wir tun?“ (37). … Denn erst die klare Verkündigung in der Vollmacht des Heiligen Geistes trifft die Gewissen, deckt des Menschen Zustand auf und führt zur Errettung und Bekehrung von Menschen. (de Boor)
  • Predigen (griech: kerussai) meint eigentlich „herolden“. Es handelt sich um die öffentliche Bekanntgabe von Tatsachen, Forderungen und Zusagen, die jeden Menschen in höchster Sachlichkeit angehen. (de Boor)
  • In dieser Predigt (außer V.36) unterbleibt jeder Aufruf, jedes Drängen zur Entscheidung, jede absichtliche Erregung der Gefühle. Nur Schriftworte und Tatsachen; Schriftworte, die die Tatsachen ins Licht stellen und Tatsachen, die die Schriftworte erfüllen und zur gegenwärtigen Wirklichkeit machen. Das beherrscht die ganze Rede. (de Boor)
  • Diese Tatsachen und diese Schriftworte in ihrer gegenseitigen Beziehung waren für jeden Juden ein einziger Angriff auf sein ganzes Dasein und trafen ihn unmittelbar ins Herz. (de Boor)
  • Petrus belastet seine Predigt nicht mit Dingen, die seine Hörer noch gar nicht verstehen können und auch jetzt für ihre Entscheidung nicht verstehen brauchen. (de Boor)
  • Wie einst Jesus in seiner Predigt in Nazareth von dem Wort Jesajas, so sagt es hier Petrus von der Weissagung Joels: „Heute ist dieses Wort erfüllt vor euren Ohren“ (Lk 4,16-21). (de Boor)
  • Wie ungeheuerlich ist es, wenn Menschen verkündigt wird: Alte Weissagung erfüllt sich vor euren inneren Augen, altes Bibelwort wird aus dem Gegenstand erbaulicher Betrachtungen brennende Gegenwart in eurer Mitte! Ihr werdet heute und hier Teilnehmer an göttlicher Geschichte. (de Boor)
  • Das Pfingstgeschehen ist endzeitliches Geschehen (17+20). Die lange verkündigte, erwartete und ersehnte Endzeit – jetzt bricht sie an. Die Hörer erleben in der Ausgießung des Geistes ihren Beginn. So ist das ganze NT getragen von der Gewissheit, in der Endzeit zu stehen. (de Boor)
  • Das gibt es noch heute, dass der Geist Gottes Menschen aufweckt, für Christus öffnet, in Bewegung bringt, verändert, beglückt, heilt, zu neuem Tun befähigt. (Voigt)
  • Soll man es sich wünschen, dass dergleichen an uns und um uns her geschieht? Auf alle Fälle dann, wenn es darum geht, dass das gute, frohmachende Wort Menschen ergreift und erneuert. (Voigt)
  • Ohne den Heiligen Geist könnten wir keine Christen sein. Er hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiligt und erhalten. (Voigt)
  • Man stelle sich vor: Unauffällige, zurückgezogen lebende, durch die Ereignisse des Karfreitags eingeschüchterte, dann freilich getröstete, jedoch aufs Warten verwiesene, einstweilen noch zur Untätigkeit bestimmte (1,4) Menschen zeigen mit einem Male ein ganz unerwartetes Verhalten. Als stünden sie in Flammen. … Was sie erst nicht gekonnt haben, können sie; was sie nicht gewagt haben, wagen sie. (Voigt)
  • Wir können uns selbst und die Kirche nicht pfingstlich machen. Das kann hart und verführerisch sein. Hart, weil es sein kann, dass Glaube verkümmert, Liebe erlahmt, die Möglichkeit zur Gotteserkenntnis erlischt und verödet, die Sehnsucht und das Verlangen nach Gott abhanden kommt, das Wissen um die Gottebenbildlichkeit und damit Gottbezogenheit des Menschen schwindet, – und die, die Gott kennen, d.h. sich von Ihm anreden, geliebt, getragen wissen, möchten, was sie haben, weitergeben. Aber sie predigen tauben Ohren.
    Verführersich ist die Lage deshalb, weil es nur zu nahe liegt, dass diese Menschen, die sich zu Gott gehörig wissen, sich Argumente, Methoden, Hebel, Kniffe ausdenken, um auf Menschenweise zu erreichen, was doch nur durch Gott selbst bewirkt werden kann. (Voigt)
  • Der Heilige Geist ist nicht menschliches Bewusstsein und vom Menschengeist weiter geschieden als Himmel und Erde voneinander. Der Geist Gottes ist nicht geschaffener Geist, sondern der „spiritus creator“ (Schöpfergeist). (Voigt)
  • Gott hat seinen Geist „ausgegossen“ – darin liegt, dass Gott, wann und wo Er will, mit den Gaben seines Geistes freigiebig umgeht, eben wie es im Joelwort angekündigt ist. Eine Erweckung kann nur Gott geben. Was wir tun können, ist nur eins, darum zu beten. (Voigt)
  • Die Jünger selbst haben warten müssen. Nun preisen sie, was ihnen widerfahren ist, als ein großes Gotteswunder. So abhängig ist Gottes Kirche von dem sich im Geiste ihr darbietenden und mitteilenden Gott. Sie ist so auf Ihn angewiesen, wenn es darum geht, dass Sein eigenes göttliches Leben in ihr wirksam wird. Es kann der Kirche nichts Besseres geschehen, als dass sie begreift, wie nötig sie ihren Gott hat. (Voigt)
  • Dass Menschen, die Christus entdeckt haben, auch „aus sich herausgehen“ können, ist gesund und normal. Wir denken an unsere farbigen Brüder mit ihren Spirituals (geistliche Lieder). Wir brauchen sie so wenig zu imitieren wie die korinthischen Pneumatiker, aber wir werden die Phänomene ihrer Geisterfülltheit ernst nehmen. (Voigt)
  • Die bislang noch verschüchterten und abgeschlossen lebenden ersten Christen sind mit einem Male außer Rand und Band – aber betrunken sind sie nicht. (Voigt)
  • Sollte jemand meinen, indem er das Wort ergreift, höre die Geistergriffenheit auf, so wäre zu antworten, dass eben die Predigt Wirkung des Geistes Gottes ist – und dass sie ihrerseits den Geist vermittelt. Denn, was auf die Predigt folgt, ist Wirkung des Geistes (37ff). (Voigt)
  • Petrus könnte ohne den Geist nicht predigen. Durch ihn hat er die innere Freiheit gewonnen, sieben Wochen nach der Katastrophe öffentlich für seinen Herrn einzutreten, sich zu Seinem Herr sein und Seiner Messianität zu bekennen (36) und zur Umkehr aufzurufen (38). Der Heilige Geist liebt nicht den Nebel, sondern die Klarheit. (Voigt)
  • Klarheit bewirkt der Geist auch darin, dass er den Mut schafft, Sünden aufzudecken und einzugestehen (Joh 16,8). Vers 23 darf nicht übergangen werden. Man mache sich das klar, was es heißt, dass den so schuldig Gewordenen (23) ebendieser Christus als der Auferweckte, als der Herr und Christus verkündigt wird. Das bedeutet zunächst einen Schock. Sie haben bis zur Stunde gemeint, dieser Jesus sei tot und werde ihnen nicht mehr gefährlich. (Voigt)
  • „Herr und Christus“: Die Schlüsselfigur für alle Welt – und für sie, die Zuhörer. Was ist hier zu tun (37)? (Voigt)
  • Für unsere Gemeinden, die ganz anders aufgebaut sind als die Keimgemeinde der Einhundertzwanzig, bedeuten Neuhinzukommende oft ein Problem. Sie sollen ja wohl aufgenommen werden und unter uns den Platz finden, der ihnen zukommt. Eine Erweckung großen Ausmaßes würde uns, so sehr wir sie wünschen, in unvorstellbarer Weise fordern. (Voigt)
  • Der Heilige Geist schafft Kirche, nicht bloß kleine christliche Interessengrüppchen. (Voigt)
  • Eine Kirche, die sich selbstgenügsam beruhigt, ist nicht die Kirche des Heiligen Geistes. Wer einmal begriffen hat, dass es ums „Erretten“ geht (40), den nimmt die Liebe Christi in beide Hände (2Kor 5,14), dass er laufen und wirken muss. (Voigt)
  • Hier wird in weiten Räumen gedacht, menschheitlich. Gott will nicht weniger retten als – alle! Kirche ist von Anfang an als Weltkirche angelegt, weil Christus es ist, der über die „Kirchen“ das letzte Wort spricht (17,31), und wer Ihn kennt, weiß, wie es lautet, wenn es nach Ihm geht. Die „Großtaten Gottes“ gelten allen. (Voigt)
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