23-3 Es wird kein Zeichen geben – Mt 12,38-42

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Mt 12,38-42

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Beachte den Zusammenhang dieses ganzen Kapitels!
  • Wer sind die „Schriftgelehrten“? 38
    • Wer sind die „Pharisäer“?
  • Beachte das Wort „einige“!
  • Warum reden sie Jesus mit „Meister“ an?
    • Wozu brauchen sie „ein Zeichen“?
    • Gab es nicht genug Zeichen und Wunder?
    • Was soll das besondere dieses Zeichens sein?
  • Warum antwortet Jesus ihnen so hart? 39
  • Wie passt es zusammen, dass ihnen „kein Zeichen“ gegeben werden soll, ihnen dann aber das „Zeichen des Jona“ verheißen wird?
  • Was ist das Zeichen des Jona? 40
    • Wie ist das in Bezug auf Jesus gemeint?
  • Warum redet Jesus hier von „3 Tagen und 3 Nächten“?
    • Ist das wörtlich oder bildlich zu verstehen?
    • Wie lange war Jesus tot?
  • Gibt es eine Ähnlichkeit zwischen diesem Zeichen und dem Zeichen in 2Mo 3,12?
  • Was will Jesus mit den Versen 41 und 42 sagen? 41-42
    • Wo finden sich die Geschichten von Ninive und der „Königin vom Süden“ in der Bibel?
    • Lies sie nach!
  • Was will Jesus mit dem zweimaligen „hier ist mehr als …“ sagen?
  • Was wollte Jesu mit diesen Worten den Pharisäern und Schriftgelehrten sagen?
  • Warum hat Matthäus diese Worte für seine Leser ausgewählt und in diesen Zusammenhang gestellt?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

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2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

  • In dem Passiv von Vers 39 ist Gott als Handelnder verborgen. (Voigt)
  • „Das Zeichen des Propheten Jona“ (39) kann man unterschiedlich übersetzen. „Jona“ könnte Genitiv – Subjekt sein (das Zeichen, das Jona gegeben hat), auch Genitiv – Objekt (das Zeichen, das ihm gegeben wurde), am ehesten jedoch Genitiv appositionis (das Zeichen, das Jona selbst in seiner geschichtlichen Erscheinung ist). (Voigt)
  • Jona wurde den Niniviten dadurch zum Zeichen, dass er als der aus dem Innern des Seeungeheuers Errettete vor sie trat. (Jeremias in Voigt)
  • „Mehr als Jona, mehr als Salomo“ (41f) – ein verhüllendes Selbstbekenntnis Jesu. (Voigt)
  • In Jesus wird Gottes Name geheiligt, Gottes Reich kommt, Gottes Wille geschieht, indem Menschen aus den gottwidrigen Bindungen befreit werden durch Vergebung der Sünden. Hier vor allem stößt Jesus mit den Maßgebenden zusammen. Der Konflikt ist unvermeidlich. Gott erbarmt sich Seiner abtrünnigen Welt und holt sie so zu sich zurück. Dies muss den Thorafanatikern unerträglich sein. Dazu kommt, dass Jesus sich auf keinerlei äußere Legitimation berufen kann. (Voigt)
  • Jesus müsste ein Träumer gewesen sein, wenn Er nicht mit Seinem gewaltsamen Tode gerechnet hätte. (Voigt)
  • Jesus verwandelt Fragen eines glaubenslosen theoretischen Denkens in Gewissens- und Glaubensfragen (z.B. Lk 13,1-5.23-24). (Voigt)
  • Es geht um Jesus. Er soll sich vor den Pharisäern und Schriftgelehrten durch ein Wunder ausweisen und so Seinen Anspruch auf Gehör, Glauben und Gehorsam begründen. Wir sind damit bei einem Thema, das der Christenheit von außen immer wieder gestellt wird und über das sie, … um ihrer selbst willen nachdenken muss. (Voigt)
  • Wer glaubt, lässt sich oft in Bahnen des Denkens nicht einordnen, sondert betont, dass er ganz woanders stehe. (Voigt)
  • Die Pharisäer und Schriftgelehrten denken irgendwo in die richtige Richtung. (Voigt)
  • Jesus bedeutet mit dem, was Er war, tat und sagte, für sie eine ungeheure Zumutung (Ankündigung des Reiches Gottes; Neuinterpretation der Thora gegen alle Tradition; neuer, dem Gewohnten widersprechender Gehorsam in Freiheit; Zuspruch der Sündenvergebung; liebende Annahme der Sünder; Vergegenwärtigung Gottes in allem vollmächtigen Handeln). – Wer kann das? Wer darf das? (Voigt)
  • Die Frage, die in 21,23 noch ausdrücklich gestellt werden wird, ist das Motiv der Zeichenforderung. (Voigt)
  • Zeichen werden in der Bibel nicht nur begehrt, sondern auch gewährt und zuweilen von Gott spontan gegeben. (Voigt)
  • Eine eindeutige Demonstration der Göttlichkeit Seines Handelns gibt Jesus aber nie. Auch wo Machttaten Jesu geschehen und von den Gegnern wahrgenommen, in ihrer Faktizität auch nicht bestritten werden, bleiben sie zweideutig (12,24). Noch wandeln wir im Glauben, nicht im Schauen (2Kor 5,7). (Voigt)
  • Es wäre für Jesus keine Frage, ob Er es könnte. Er tut es nicht. Wir erinnern uns an Joh 4,46-54. (Voigt)
  • Bei den Synoptikern hat das Wort „Zeichen“ immer einen misslichen Klang. Ein Legitimationswunder? Es könnte für Jesus verlockend sein (4,1ff !!). Die Gegner müssten sich geschlagen geben. Sie müssten Jesus anerkennen. … Der Unglaube würde zur Unmöglichkeit (freilich nur deshalb, weil es dann auch keinen Glauben mehr gäbe). (Voigt)
  • Zehn Plagen haben Pharao nicht zu einem gläubigen Mann gemacht. Die Sprache der harten Tatsachen kann Menschen nötigen, klein beizugeben; aber Liebe erzeugt sie nicht. (Voigt)
  • Die, denen das Zeichen gelten würde, müssten zwar kapitulieren, aber im tiefsten Herzen wären sie voller Widerspruch und Hass. (Voigt)
  • Zeichen sind keine Hilfe zum Glauben, weil sie keine Hilfe zur Umkehr wären. (Voigt)
  • Gott täte uns keinen Gefallen, wenn er, um uns die Möglichkeit der Anfechtung zu ersparen, so aus den Kulissen hervorträte, dass für uns nur noch etwas zu schauen und zu gaffen wäre, aber nichts mehr zu glauben. (Voigt)
  • Wer nicht ernst macht, soll auch nicht sehen. Darum bekommt „dieses … Geschlecht“ kein Zeichen. (Voigt)
  • Wir haben über das Jonazeichen zu predigen. Kennt die Gemeinde die Jonageschichte? (Voigt)
  • Woran lässt der Jona denken? … Gericht – Umkehr – Begnadigung. Liest man das Gemeinte an Jonas seltsamem Schicksal selbst ab, so kommt man auf die Unbeirrbarkeit Gottes, in der Er Sein Vorhaben mit Ninive ausführt. (Voigt)
  • Gott will Ninive unter keinen Umständen aufgeben, was auch Sein widerspenstiger Prophet anstellt, um Gottes geplantes Rettungswerk platzen zu lassen. Ninive = die geliebte Welt! (Voigt)
  • 1Kor 1,22f.; 1Kor 15,4. Jona drei Tage im Bauch des Seeungeheuers; der Menschensohn (Selbstbezeichnung Jesu in den Leidensankündigungen) – drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde. Das Jonazeichen ist das Kreuz. (Voigt)
  • Jesus soll Seine Hoheit zeigen, aber sie werden Seine tiefste Erniedrigung sehen. … Der den Anspruch erhebt, von Gott zu kommen, wird von Gott sichtlich fallen gelassen und erweist sich als ganz und gar ungöttlich. (Voigt)
  • Dahin kommen wir mit unserer korrekten Thorafrömmigkeit! So also steht es mit uns, dass dieser Mensch durch uns in so schändlicher und grausamer Weise umgebracht wird (siehe das Evangelium). (Voigt)
  • Das Kreuz stellt das ganze System der Gesetzlichkeit in Frage, mehr noch: Es zerbricht es. Ein Mann wie Paulus hat dieses Zeichen zu deuten gewusst. (Voigt)
  • Der Unglaube kann sich höchstens wundern, dass die Sache Jesu weitergeht, noch immer. Warum das so ist, vermag er nicht zu sehen. Es bleibt ein Skandal (1Kor 1,23). Wer aber glaubt und das Zeichen als solches erkennt, für den dokumentiert sich in Jesu Auferstehung die gnädige Unbeirrtheit Gottes. „Ninive“ soll gerettet werden. (Voigt)
  • Jesus ist das Zeichen zur Umkehr. (Voigt)
  • Jesus hat es genau auf das abgesehen, was sich in Ninive ereignet hat, auf die Buße (41). (Voigt)
  • Jesus hat seinen Partnern ein anderes Thema aufgenötigt. Sie wollten von Jesu Beglaubigung reden, Er spricht von ihrer Umkehr. (Voigt)
  • Nach all Seinen bisherigen Erfahrungen kann Er leider nicht mit der Umkehr derer rechnen, die zum Volk Gottes gehören. Er muss, wenn Er zeigen will, wie Umkehr geschieht, auf Fernstehende verweisen. (Voigt)
  • Glauben, den Jesus in Israel vergeblich sucht, bringen Heiden Ihm entgegen (8,10f; 15,28). Sie beschämen die, die zum Volk der Wahl gehören. … Heute sind wir die Gesprächspartner Jesu. Was erlebt Jesus an uns? (Voigt)
  • Hat menschliche Sünde Jesus diesen Tod bereitet …: dann müsste uns unsere verkehrte Art aufs tiefste zuwider sein, und dann müsste uns der falsche Stolz ein für allemal vergehen. Müsste – und wie ist es in Wirklichkeit? Es müsste so sein, das Fernstehende – heidnische Völker, Menschen der säkularisierten, innerlich gegen Gott völlig abgeriegelten Welt – durch das, was sie an uns erleben, Lust bekämen, durch Christus an Gott zu glauben. Wir haben uns vor dem Gegenteil zu fürchten. (Voigt)
  • Die christlichen Völker schrecken ab, machen Christus Schande. (Voigt)“Hier ist mehr als Jona, … mehr als Salomo“ (41f). Wer hört durch dieses verhüllende Wort hindurch? (Voigt)
  • Zeichen will man sehen. Jawohl schaut nur genau hin, was (wen) ihr da vor euch habt! Vielleicht entdeckt ihr das „Mehr“. … Dieser „Jona“ hat es von vornherein darauf abgesehen, dass Ninive gerettet wird. Er hat es sich damit schwerer gemacht, als seine zeichensüchtigen Partner es im Sinne hatten. Aber leichter durfte Er es sich nicht machen, wenn Er uns wirklich helfen wollte. (Voigt)
  • Die Juden verlangten nach derartigen Zeichen, weil sie den grundsätzlichen Irrtum begingen, Gott im Ungewöhnlichen, Abnormen erkennen zu wollen. Sie vergaßen, dass wir Gott nirgendwo näher sind und dass Gott sich nirgends so sehr und so beständig zu erkennen gibt wie im Alltag. (Barclay)
  • „Böses und abtrünniges Geschlecht“ (39). Dieser Ausdruck geht auf ein beliebtes alttestamentliches Bild zurück, dem zufolge die Beziehung zwischen Gott und dem Volk Israel als Ehe aufgefasst wurde. Wenn Israel daher seinem Glauben untreu wurde und andere Götter anbetete, heißt es: Israel habe sich des Ehebruchs schuldig gemacht und sei fremden Göttern nachgelaufen. (Barclay)
  • „Abtrünnig“ heißt treulos gegenüber Gott sein. (Barclay)
  • Jesus sagt mit Seiner Antwort den Pharisäern: Ihr bittet mich um ein Zeichen – „Ich Selbst bin ein Zeichen Gottes“. Die Niniviten erkannten, dass Gott sie durch Jona warnen ließ; die Königin von Saba erkannte, dass aus Salomo die Weisheit Gottes sprach. Ihr aber habt mich nicht erkannt. (Barclay)
  • Die einzige Frage, auf die es im Leben ankommt, lautet: „Wie reagieren wir, wenn wir in Jesus Christus mit Gott konfrontiert werden?“ (Barclay)
  • Die wichtigste Frage lautet: „Was hältst du von Jesus?“ (Barclay)
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