05-2 Gottes Gnade ist erschienen Tit 2,11-14

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Tit 2,11-14

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Auf was bezieht sich das Wort „denn“? à Kontext!! 11
  • Welche Synonyme gibt es für das Wort „erscheinen“?
    • Was ist in der Bibel alles „erschienen“?
  • Was ist Gnade?
    • Wie ist das Wort „heilsam“ zu verstehen?
    • Was meint „Gottes Gnade“?
  • Warum steht hier „alle Menschen“?
    • Welchen Menschen ist die Gnade Gottes wie erschienen?
    • Gibt es einen Zusammenhang mit Lk 2,9-14?
  • Wer ist „uns“? 12
    • Welchen Zusammenhang gibt es zwischen „allen Menschen“ (11) und „uns“?
  • Was ist „Zucht?
    • Wie kann „Gnade in Zucht nehmen“?
  • Was will diese „Zucht der Gnade“ bewirken?
  • Wie geht „absagen“?
    • Was ist ein „ungöttliches Wesen“?
    • Was sind „weltliche Begierden“?
  • Wie lebt man „besonnen“?
  • Wie lebt man „gerecht“?
    • Um welche Gerechtigkeit geht es hier?
  • Wie lebt man „fromm“?
  • Was ist mit „dieser Welt“ gemeint?
  • Was ist eine „selige Hoffnung? 13
  • Was ist mit „Erscheinung der Herrlichkeit“ gemeint?
  • Warum sollen wir „warten“?
  • Eine andere (bessere? – auch im russischen gebrauchte) Übersetzung des Versendes lautet: „unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus“. Was ist in dieser Fassung anders, als im Luthertext?
  • Was ist ein „Heiland“?
  • Was bedeutet das Wort „Christus“?
    • Warum ist der Christus Jesus ein Heiland?
  • Wie hat Er „sich für uns gegeben“? 14
    • Hat das etwas mit Weihnachten zu tun?
  • Beachte: „damit“!
  • Was ist „erlösen“?
    • Um welche „Ungerechtigkeiten“ geht es hier?
  • Was ist mit „reinigen“ gemeint?
    • Wie „reinigt“ man ein Volk?
  • Wer ist das „Volk des Eigentums“?
    • Was ist die Aufgabe dieses Volkes?
  • Welche Synonyme gibt es zu „eifrig?
  • Was sind gute Werke?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

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2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

  • Wie das „γαρ“ („denn“ in Vers 11) erkennen lässt, bietet unser Abschnitt die Begründung für das in dem vorangegangenen Abschnitt beschriebene. (Voigt)
  • Die Epiphanie (Erscheinung) ist das Sichtbarwerden der sonst verborgenen Gottheit oder das Auftreten eines Trägers irdischer Macht – Geburt oder Regierungsantritt des Kaisers oder sein Besuch in einer Stadt oder Provinz. Im neutestamentlichem Sprachgebrauch bezeichnet das Wort zunächst die Parusie (2Thess 2,8; 1Tim 6,14; 2Tim 4,1.8; Tit 2,13), dann aber auch das irdische Auftreten Jesu, besonders seine Geburt (2Tim1,10; Tit 2,11 und 3,4). (Voigt)
  • Da „σωτηρος“ (Heiland in V. 13) keinen Artikel hat, ist die Annahme wahrscheinlich, dass Christus Gott genannt wird. (Voigt)
  • Vielleicht suchen die Menschen am Heiligabend in der Kirche nicht viel mehr, als dass der Lärm des Alltags für kurze Zeit einmal durch die Lieder der Kindheit, auch das kalte elektrische Licht durch den Schein der Kerzen ersetzt wird. … Das Evangelium, nicht zuletzt als Weihnachtsevangelium, gilt den „geistlich Armen“. (Voigt)
  • Es könnte sein, dass das Verlangen nach alten Liedern und nach dem wärmeausstrahlenden Licht nur die Sehnsucht nach dem Eigentlichen ist. Möge Gott es schenken, das Eigentliche so zur Sprache zu bringen, dass Jesus hinter allem erlebbar wird. (Voigt)
  • Gott verachtet keinen der „geistlich Armen“. … Verlassen wir uns darauf, dass das „Wort“ sich selbst die Bresche bricht. (Voigt)
  • Wie der Maler die großen Linien einer Landschaft mit zusammengekniffenen Augen, nur durch den schmalen Lidspalt, zu erfassen sucht, so muss der Prediger gerade diesmal vereinfachen. Hieran wird man den Meister erkennen.
  • „Christ ist erschienen.“ Der Text sagt es so: Die heilsame (heilbringende) Gnade ist erschienen. Das ist nicht zweierlei! (Voigt)
  • Obwohl das, was in Bethlehem geschehen ist, so winzig und winkelhaft gewesen ist, dass man davon kaum Notiz nahm. „Die Gnade Gottes ist sichtbar geworden – heilbringend für alle Menschen.“ … Eine große Freude für alles Volk, ja noch mehr: Gottes großes Angebot für alle Menschen. (Voigt)
  • Hier gewinnt sich Einer ein Volk zum Eigentum (14). Geboren ist „Christus der Herr“. Ein merkwürdiges Gegenüber zum Kaiser in Rom, der sich die Völker unterwirft und dann – επιφανεια! – in den eroberten Städten feierlich Einzug hält. (Voigt)
  • Jesus gewinnt sein Volk, indem er es sich schwer macht: „der sich selbst für uns gegeben hat“. (Voigt)
  • Die Zitatensplitter aus dem Alten Testament (14) haben alle Gott zum Subjekt. (Voigt)
  • Will Gott sein Volk gewinnen, dann muss er es „erlösen aus allen seinen Sünden“, ja er muss es „reinigen“. Gott könnte anders. (Voigt)
  • Aber Gottes Gnade lässt seine Gnade „erscheinen“. Die Welt ging ihm verloren. Er gewann und gewinnt sie wieder, indem Er seine Gnade sichtbar werden lässt. (Voigt)
  • Gott will uns gern wiederhaben, und dazu setzt er das einzige Mittel ein, mit dem er uns von innen her gewinnen kann: seine Gnade, also sein herzgewinnendes Wesen, die spontane Liebe, die sich nicht von fehlender Gegenliebe, von Abkehr und Verhärtung beirren lässt. Sie bemüht sich vielmehr zart, still und geduldig um uns. (Voigt)
  • „Der sich für uns selbst gegeben hat“ (14): Damit ist die Weihnachtstatsache beschrieben. … Der Herr sagt in seiner Liebe zu uns: Da habt ihr mich! Ihr seid nicht zu mir gekommen; nun komme ich zu euch. Ich bin der Eure. … Näher geht es nicht! (Voigt)
  • Augustus und Tiberius und ihre Nachfolger haben sich auch „ihr Volk“ bereitet: durch Prunk und Machtentfaltung und durch viel Blutvergießen unter den „Untertanen“ ihres Reichs. Bei Jesus ist alles anders. Auch hier wird Blut vergossen – aber sein eigenes, das Blut des „Königs“. So sind wir sein Eigentum geworden. (Voigt)
  • Wo einer „sich selbst für uns gegeben hat“ –und darin liegt sogar: sich aufgegeben hat -, da kann man sich nicht unbeteiligt stellen. Man wird betroffen aufwachen und sich fragen müssen, was dies fürs eigene Leben zu bedeuten hat. (Voigt)
  • Jesus hat immer wieder Menschen verändert und in Bewegung gebracht. (Voigt)
  • Sehr anschaulich und einprägsam wird hier verdeutlicht, welche sittliche Kraft von der Menschwerdung Jesu ausgeht, welche Wunder an innerer Wandlung des Menschen er zu bewirken vermag. (Barclay)
  • Die in der Person Christi unter uns auftretende, gegenwärtig werdende Gnade Gottes will uns „erziehen“ (12). … Die in Christus uns zugewandte Gnade Gottes arbeitet an uns. Sie will uns formen und bilden. Sie will etwas aus uns machen. (Voigt)
  • Wer Christ ist, hat sich damit vom Heidentum (ungöttliches Wesen) und von den zur „Welt“ gehörigen „Begierden“ (12) losgesagt. … „Weltlich“ ist das leidenschaftliche Begehren darum genannt, weil es sich eben auf die „Welt“, d.h. in diesem Falle auf das Gottwidrige bezieht. (Voigt)
  • Chrysostomos, der große Prediger der griechischen Kirche, hat als weltlich alles bezeichnet, was nicht mit uns in den Himmel eingehe, sondern sich wie die Welt auflöse und vergehe. (Barclay)
  • Die Gnade ist da, wohlgemerkt: die sichtbar gewordene, die in der Person Jesu Christi anwesende Gnade. (Voigt)
  • Gnade soll Gnade bleiben, auch in unserer Predigt. Die mit Jesus zogen, haben es erfahren, dass Seine bloße Anwesenheit ihr Leben und sie selbst verändert hat. … Man lebt nicht mehr für sich selbst, sondern von ihm her und für ihn. Man ist wieder mit dem verbunden, dem man von Rechts wegen gehört. (Voigt)
  • Was einen – wissentlich oder unwissentlich – scheu und misstrauisch, starr und eigensinnig, prestige-geil und rechthaberisch, empfindlich und leichtverletzlich, ich-zentriert und menschenscheu machte, ist weg, seit wir losgekauft sind (14). Die Gnade arbeitet an uns. (Voigt)
  • Die Gnade wirkt sich in der Welt aus. Sie fördert ein ganz normales, schöpfungsgemäßes Leben. … Die Gnade bewirkt das Klare. (Voigt)
  • Das Werk Christi besteht darin, dass er uns von allem reinigt, dessen wir uns vor Gott schämen müssten. Nur Christus kann uns über unseren äußeren Lebenswandel hinaus dazu bringen, dass wir auch innerlich vor Gott bestehen können. (Barclay)
  • Gott hat, wo man „fromm“ (12) lebt, den ihm gebührenden Platz im Denken, Wollen, Urteilen, Wünschen, Begehren, Hoffen, also in Kopf, Herz und im ganzen Wesen. Das macht die Gnade. (Voigt)
  • Jemandes „Eigentum“ (14) sein bezeichnet ursprünglich denjenigen Teil der Kriegsbeute, den der siegreiche König für sich selbst beanspruchte. (Barclay)
  • Der Text enthält noch eine Spannung. Das Leben vollzieht sich „im gegenwärtigen Äon – im Warten auf die selige Hoffnung und das (endgültige und volle) Offenbarwerden der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Christi Jesu“ (13). (Voigt)
  • Christus selbst ist in die Welt gekommen und hat in ihr gelebt, so, wie sie ist. … Wie es „in diesem Äon“ zugeht, zeigt Jesu Ende. In was für einem Kontext haben Christen, „Eiferer in guten Werken“ – „Zeloten der Liebe“ (14) – ihr „Leben aus der Gnade“ zu führen? (Voigt)
  • Die Zwänge dieses Äons sind unentrinnbar. Christen „warten“ (13). Die erste Epiphanie (2Tim 1,10; Tit 3,4) zieht auf die zweite, endgültige (1Tim 6,14; 2Tim 4,1.8; in unserem Text Vers 13). (Voigt)
  • Christus befreit uns nicht nur aus den Fesseln vergangener Sünden. Er kann uns auch fähig machen, ein gutes und nützliches Leben in dieser Welt zu führen, kann uns derartig reinigen und läutern, dass wir willens werden, Gottes Werk in guten Taten fortzusetzen. (Barclay)
  • Warum musste Jesus erst Mensch werden, bevor er in Herrlichkeit kommen wird? … Doch wohl darum, weil das unmittelbare Sichtbar- und Erfahrbar werden der „seligen Hoffnung“ und der Majestät Jesu Christi nur dann für uns „heilbringend“ (11) sein kann, wenn ihm eine Geschichte der Herzen vorausgegangen ist. (Voigt)
  • Die Schwerter, … die versucht haben, sich Völker zu unterwerfen, haben die Herzen der betroffenen verbittert, aber nicht verändert und gewonnen. Die sichtbar-, die menschgewordene Gnade will gewinnend und verändernd an uns wirken, ehe sie aus der Verborgenheit heraustritt, um uns zu vollenden. (Voigt)
  • Wir brauchen nur Augen, die durch die Hülle hindurchsehen können – auf die sichtbar gewordene Gnade. (Voigt)
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