43-3 Wie bist du hereingekommen – Mt 22,1-14

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Mt 22,1-14

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    Wo, wann und wem erzählt Jesus dies Gleichnis?

  • Welche anderen Gleichnisse gehören zu dieser „Rede“?

o    Worauf bezieht sich das Wort „abermals“?                           1

  • Was sind Gleichnisse?
  • Wer ist mit „ihnen“ gemeint?

o    Was ist für Jesus das „Himmelreich?                                   2

  • König – Sohn – Hochzeit –alles feste Bilder in der Bibel!

o    Warum „wollen“ die Geladenen nicht?                                  3

  • Was sagt die Ablehnung über ihr Verhältnis zum König?

o    Beachte: „andere“ Knechte! Warum das?                             4

  • Welche Eigenschaft des Königs macht diese zweite Einladung deutlich?

o    Was ist „verachten“?                                                          5

  • Warum waren ihnen die täglichen Arbeiten wichtiger?

o    Beachte die Steigerung: „einige aber“!                                  6

  • Wer wurde in der Geschichte Israels immer wieder „verhöhnt und getötet“?

o    Wie reagiert der König darauf?                                            7

o    Beachte das Bindewort „dann“!                                            8

o    Um welche Knechte geht es hier?

  • Wann wären die Gäste es „wert gewesen“?
  • Was hätten sie tun, sagen oder mitbringen müssen?

o    Beachte das Bindewort: „darum“!                                         9

  • Von wo sollen sie „hinausgehen“?

o    Wie wird die Gruppe beschrieben, die jetzt eingeladen werden soll?

  • Wo kommen die Menschen her?
  • Wozu werden diese Menschen eingeladen?

o    Beachte den Gehorsam der Knechte!                                   10

  • Beachte die Wiederholung: „hinaus“!
  • Was meint „Gute und Böse“?

o    Stell dir die Tische vor! Wenn du sie malen solltest, was für Menschen würden da sitzen?

o    Beachte das Bindewort: „da“!                                              11

  • Warum will der König sich die Gäste ansehen?

o    Woher soll ein Vorbeireisender ein Hochzeitskleid herhaben?

  • Was bedeutet das „hochzeitliche Gewand“?

o    Was meint die Frage: „Wie bist du hier hereingekommen“?    12

  • Warum „verstummt“ der Gast?

o    Warum reagiert der König so hart?                                      13

o    Beachte das Bindewort: „denn“!                                           14

  • Was ist der Unterschied zwischen „berufen“ und „auserwählt“?
  • Wer sind die „Vielen“, wer die „Wenigen?

o    In den Versen 11-13 sind von den „Gerufenen“ viele „auserwählt“ zu bleiben!

  • Wie passt dieser Vers zu diesem Gleichnis?

o    Warum hat Jesus dieses Gleichnis den Hohenpriestern und Pharisäern erzählt?

  • Was wollte Er ihnen damit sagen?

o    Warum hat Mt das Gleichnis für seine Leser ausgewählt?

  • Was wollte er ihnen damit sagen?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

o

o

o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

o

o

o

o

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Auch das dritte in der Reihe der Gleichnisse, die Mt hier in enger Verbindung miteinander aus den letzten Tagen Jesu in Jerusalem berichtet, ist mit ganzer Schärfe gegen die führende Schicht des Volkes gerichtet. Unser Gleichnis steht nicht zufällig als letztes in dieser Reihe. Es bringt vielmehr den Höhepunkt der Anklagen, die Jesus gegen die vornehmsten Führer Seines Volkes vorzubringen hat.

o    Hatte das Gleichnis von den ungleichen Söhnen (21,28ff) und auch das von den bösen Weingärtnern (21,33ff) den Führern vorgehalten, dass die sich der Forderung Gottes „entziehen“, so erhebt unser Gleichnis die viel schwerere Anklage, dass die Führer des Volkes die Einladung Gottes „zurückweisen“. (Rienecker)

o    Hochzeit (2) ist ein Bild für das eschatologische Heil (9,15; 25,1-13; Joh 3,29; 2Kor 11,2; Offb 19,7.9; 21,2.9; 22,17). (Voigt)

o    Lukas spricht nur von einem Knecht, Matthäus von drei Gruppen von Knechten (3.4.8-10), womit Propheten und Sendboten Jesu gemeint sein dürften. (Voigt)

o    „Die Geladenen“ (3) – es könnte an die „ein für allemal“ (Perfekt!) „Berufenen“, also an Israel, gedacht sein: „die zu rufen, denen der Ruf längst gilt“, so dass das Folgende umso greller absticht (14). (Voigt)

o    Der Kern des Gleichnisses ist in der Einladung zu sehen, die der König Seinen Gästen zuteilwerden lässt, die Er bereits geladen hat. Der Zeitpunkt der ersten Einladung liegt unbestimmte Zeit zurück, so wie die Berufung Israels zurückliegt. (Rienecker)

o    Die Ablehnung beirrt den König nicht (4), – unbegreifliche Geduld Gottes. Man achte auf das Verlockende der Vorbereitungen. (Voigt)

o    Nicht alle, aber die „übrigen“. Bisher noch nicht genannten Eingeladenen werden handgreiflich (6; vgl. 21,38f). Gemeint sein dürften die Verantwortlichen im Volk. (Voigt)

o    Würdigkeit besteht zunächst in der Bereitschaft, die Einladung an- und ernst zu nehmen (8). (Grundmann in Voigt)

o    In Vers 9 ist wohl die Stelle gemeint, wo die Straße die Ortsgrenze durchschneidet, in die offene Landstraße übergeht; der Ausgang, der Endpunkt. Dort an der Grenze des Volkes Gottes, und jenseits ihrer, sollen die Knechte einladen. (Voigt)

o    Eingeladen werden die Fremden, die auf der Durchreise an den Kreuzwegen die Einladung erhalten. Ihre Charakterisierung besteht eigentlich nur darin, dass es alle Erreichbaren sind ohne Ausnahme; Böse und Gute. (Rienecker)

o    Die Frage, woher ein von der Straße Geholter ein Festkleid (11) haben soll, wird nicht gestellt. (Voigt)

o    Es bleibt zu erwägen, was mit dem Kleid gemeint ist, da es auch eins der stehenden Bilder ist, die wir in den Gleichnissen immer wieder antreffen. Das neue Gewand bedeutet das neue Sein und das Hochzeitskleid wäre dann das Sein, das zum Reich Gottes gehört, das von Jesus geschenkte Leben. Der Gast wäre also ein Mensch, der trotz der Zugehörigkeit zur Gemeinde sich diesem neuen Sein verschließt. (Rienecker)

o    Kleid (12) ist vor allem im apokalyptischen Sprachgebrauch ein Bild für eine der Teilnahme an der eschatologischen Vollendung würdige Existenz, die in Umkehr und der Umkehr würdigem Werk gewonnen wird, und auch die neue Existenz des Heils selbst. (Voigt)

o    Matthäus sieht deutlich den Übergang des Heils von den (es verschmähenden) Juden zu den Heiden – wie man weiß, ein dem ersten Evangelisten wichtiges Thema (2,1-12; 8,5-10. 28-34; 15,21-28; 24,14; 28,19). Böse und Gute sind eingeladen; aber der ohne Festkleid wird hart angefasst. (Voigt)

o    Es geht um Gottes „Fest“, um die „Hochzeit“ des „Sohnes“ des Gottes, der Seine „Königsherrschaft“ ausübt bzw. verwirklicht. Noch immer sind die „Knechte“ unterwegs – z.B. der Prediger an diesem Sonntag. Ohne dass Gottes Interesse an Israel erloschen wäre (Rö 11,1a.11.25-27). (Voigt)

o    Die Sache mit dem „hochzeitlichen Kleid“ muss einen schon bleibend beschäftigen. (Voigt)

o    Die letzte Entscheidung fällt erst unter den Augen Gottes. (Rienecker)

o    Man müsste anhand der Konkordanz dem Gebrauch des Wortes „rufen, berufen“ nachgehen, und man würde merken: Israel ist Gottes Volk, denn Gott beruft die Seinen durch Seine Gnade zu Seiner Gnade. (Voigt)

o    Das ganze Christsein beginnt mit dem an uns ergehenden Ruf. Immer wieder ruft Gott. Wenn in 3 an die Propheten gedacht ist, so besteht ihr Auftrag darin „Berufene“ zu „rufen“, also solche, die schon zum Volk Gottes gehören, durch erneuten Ruf heranzuholen. Gott ruft Seine Menschen. (Voigt)

o    Man könnte meinen, wenn Gott Seine Herrschaft durchsetzen will, dann müsse Er fordernd auftreten, vielleicht drohend, auf alle Fälle unter Einsatz der göttlichen Machtfülle. Immer wieder hat man Ihn so verstehen wollen, und mancher hat es von Ihm begehrt. Irrtum – Gott macht es anders. Er feiert ein Fest! (Voigt)

o    Aus Gottes Küche riecht man den Bratenduft (4). Gott lädt zur Hochzeit, Er hat Seine Menschenkinder gerne fröhlich beisammen. (Voigt)

o    Hochzeit – das heißt: das Sich-Finden zu engster, herzlichster und bleibender Gemeinschaft. Da will keins mehr ohne das andere sein. Der „Sohn“ gewinnt Seine „Braut“. (Voigt)

o    Das ganze Gleichnis spricht von der enttäuschten und doch unbeirrten, nicht ablassenden Liebe Gottes zu den Seinen. Hochzeit: evangelischer (evangeliumsgemäßer) geht es gar nicht. Man bedenke doch, Gott bemüht sich um Seine von ihm abgefallene, von Ihm sich lossagende, Ihn verachtende, Ihm ungehorsame, Seine Welt frevelhaft verwirrende und zerstörende Kreatur. Er will uns zurückgewinnen, die an Ihm und an den Mitmenschen, auch an der außermenschlichen Kreatur immer wieder schuldig werden. Wie macht Er’s? Den Sündern bereitet Er ein Fest. – Und unsere Antwort? „Sie wollten nicht kommen“ (3 – Imperfekt = Dauerzustand). Und als die Einladung dann ganz aktuell wird und man sich wirklich zu Ihm aufmachen müsste? „Sie aber kümmerten sich nicht darum und machten sich davon“ (5). Empörend – oder unverständlich. (Voigt)

o    Wer Gott noch nicht entdeckt hat, wird das Desinteresse an diesen (angeblichen) göttlichen Bemühungen um Seine Ihm weggelaufenen Menschenkinder als etwas Normales empfinden. (Voigt)

o    Die „fromme“ Werkgerechtigkeit von einst ist heute durch die säkulare ersetzt. (Voigt)

o    Mancher mag denken: Kleine Patzer, ja; aber im Ganzen kommt Gott bei mir zu Seinem Recht. – An solchen Einstellungen ist Jesus gescheitert und scheitert immer wieder. (Voigt)

o    Um unserer Korrektheit willen kommt Gott nicht an uns heran. Er lädt ein – und wir lassen uns dies nichts angehen (5). Man sage nicht, dies sei nicht so wichtig. Die Sünde der Selbstgerechtigkeit ist auch unter Menschen die gefährlichste und zerstörendste. Sie ist die Sünde aller Sünden, weil sie uns von Gott lostrennt. Und Gott hatte uns doch Sein Fest zugedacht! (Voigt)

o    Setzte Gott Sein Herrsein gegen uns durch, dann bekäme Er uns bestimmt nicht wieder (7). (Voigt)

o    Das Evangelium respektiert nicht nur, sondern erweckt geradezu unsere Personalität. Jesus will nur solche, die freiwillig zu Ihm kommen. Die ganze Art Seines verborgenen, in Unscheinbarkeit verhüllten, macht- und wehrlosen Auftretens und Wirkens zielt darauf, uns Freiheit zu lassen und zu geben. (Voigt)

o    Die Predigt wird sich bemühen müssen, das Staunenswerte an der Wendung herauszuarbeiten, die die Erzählung in Vers 8 nimmt. Der bei Matthäus von Anfang an (2,1ff) bezeugte Universalismus (alle sind willkommen) ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Jesus ist bei Mt der König Israels. Israel ist das Volk der gnädigen Wahl Gottes. Zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel weiß sich Jesus gesandt (10,6; 15,24). Die Limitierung zu durchbrechen, ist Sache eines dramatischen Ringens (15,21-28). (Voigt)

o    Erwählung bedeutet Auswahl und damit Begrenzung und Scheidung. Es liegt ganz bei Gott, wen Er wählen will und wen nicht. Mit dem Grundsatz: „Gleiches Recht für alle“ können wir hier nicht kommen. Es geht nicht um Recht, sondern um Erbarmen. Leute, die sowieso vor Gott verloren und verspielt haben, können keine Ansprüche anmelden. (Voigt)

o    Israel ist nicht wegen seiner eigenen Vorzüge das Volk der Wahl geworden (5Mo 10,14f; 7,7f). An Israels Erwählung wird uns das „Sola gratia“ demonstriert. Wo immer von Erwählung die Rede ist, geht es eigentlich um die Alleinwirksamkeit der Gnade. (Voigt)

o    In demselben „Allein aus Gnaden“ gründet nun aber auch die Ausweitung des Heils auf die Heiden. Dass dabei Israels Weigerung ein auslösendes Moment bedeutet, wird in den neutestamentlichen Schriften immer wieder betont (8,10-12; 21,43; Apg 13,46; 18,6; 28,25-28; Rö 10,18-21; 11,7.11.25). Fließendes Wasser sucht sich, wenn es auf Widerstand stößt, einen neuen Weg. So ist es tatsächlich gegangen beim Lauf des Evangeliums. (Voigt)

o    Gott hat von Anfang an Heiden gewollt (1Mo 12,3; Jes 2,2-4; Rö 15,8-12). … Die Wunder der weltweiten Gnade Gottes sind nicht das Ergebnis einer Verlegenheit. Gott liebt Seine Welt – also alle Menschen, wo immer sie stehen, wie immer sie denken und leben, Fromme und Gottlose, Erfolgreiche und kümmerliche Existenzen, Böse und Gute (10; 5,45). (Voigt)

o    Vielleicht haben wir Kirchenleute Manchen, den Gott wollte, zurückgestoßen, weil wir durch unsere Weise, Christlichkeit zu artikulieren, ihm suggeriert haben: Fälle wie er kämen nicht in Frage, sein Leben sei zu ungeordnet, er spreche eine unmögliche Sprache und seine Haare seien viel zu lang. (Voigt)

o    Wenn wir Eingeladene sind – und das sind wir immer und unter allen Umständen -, sollten wir Mut fassen und es Gott glauben, dass Er keinerlei Bedingungen stellt. Und sollten wir uns trotzdem weigern, so wird der „fahrende Platzregen“ (Luther) weiterziehen. Gottes Fest fällt nicht aus. Keine Sorge, die Tische werden voll. (Voigt)

o    Was nun kommt (11-13) könnte wie eine Zurücknahme dessen wirken, was das Hauptgleichnis in seinem zweiten Teil gesagt hat. Also doch eine zu erfüllende Bedingung, und damit, leider, doch wieder das „Gesetz“? Hat Mt Angst vor der eigenen Courage bekommen?? Schade – nun wird der von draußen Kommende, der sich eben erst – aufgrund der bedingungslos-evangelischen Einladung – ein Herz gefasst hat, wieder entmutigt, denn an dem Festgewand fehlt es ihm. „Sie waren‘s nicht wert“ (8); immer wieder das alte Lied. – Dass Mt es so nicht gesehen und gemeint hat, unterliegt keinem Zweifel. (Voigt)

o    Für Mt verbindet sich mit der schenkenden und barmherzigen Liebe Gottes das Wissen darum, dass der Eintritt in das Reich Gottes die Umkehr mit sich bringt. (Voigt)

o    Von der „Frucht der Umkehr“ sprach schon der Täufer (3,8). Für Jesus muss der gute Baum gute Früchte bringen (7,17), und das bloße Herr-Herr-Sagen tut’s nicht (7,21). Die zu Jesu Gemeinde Gehörenden, sind die Gottes Gebote „Haltenden“ (28,20; 2,23). Gott erlässt Seinem Verwalter die Riesensumme und schenkt ihm die Freiheit, aber Er erwartet, dass dieser nun wirklich auf den Boden tritt, auf dem die Liebe Gottes regiert (18,32f). Man kann kommen, wie man ist; aber man kann nicht bleiben, wie man ist. Gott will veränderte Menschen. (Voigt)

o    Immer wieder muss die Botschaft von der freien, an keinerlei vom Menschen zu erfüllende Bedingungen geknüpfte Gnade Gottes gegen das Missverständnis verteidigt werden, als verzichte Gott auf die Umkehr und auf den Gehorsam Seiner Menschen. (Voigt)

o    Wir wissen nicht, ob Mt daran gedacht hat, dass in manchen Geschichten der Bibel (1Mo 45,22; Ri 14,12ff), wie des Orients überhaupt, Gäste mit Kleidern beschenkt werden. Dann hätte der Geladene die Gabe des Königs zurückgewiesen. (Voigt)

o    Mt sieht beides zusammen: die totale Gnade und die in ihrem Raum sich notwendig ergebende Veränderung. (Voigt)

o    Im Evangelium spricht uns der in Christus uns zugewandte Gott Selbst an, zieht uns zu sich, nimmt uns in Seine Gemeinschaft auf, lässt uns die Seinen werden. Muss uns schon das Zusammensein mit einem geliebten Menschen auf irgendeine Weise verändern, so dass wir in diesem Miteinander nicht mehr dieselben sind, die wir eben noch waren, so gilt dies erst recht in unserm Verbundensein mit Gott. (Voigt)

o    Wir müssen das hochzeitliche Kleid nicht tragen, ehe wir zu Gott kommen, und wir brauchen es uns nicht selbst zu verschaffen; ja, wir könnten dies gar nicht, wenn wir gleich wollten. Aber in der beglückenden Begegnung mit unserm Herrn – in Seinem Wort, Seinen Sakramenten und im Gebet – wie von selbst verändert werden: Das ist „die neue Existenz“, die mit dem Festkleid gemeint ist. (Voigt)

o    Vers 13 besagt: Nicht auf Gott eingehen, das bedeutet eben: draußen bleiben, ausgeschlossen sein. Das Evangelium ist nicht Luxus, den man sich leisten, auf den man aber auch ohne ernste Folgen verzichten kann. Aber der Ernst, der in Jesu Predigt immer wieder zu finden ist, ist nur Hintergrund Seiner Einladung. Jesus droht nicht, aber Er zeigt, wovor Er uns retten will. Die Predigt wird dem, was hier gemeint ist, am besten gerecht, wenn sie zum Glauben Lust macht. Gott selbst freut sich, wenn alle Tische voll sind. (Voigt)

o    Der Gemeinde wird warnend gesagt, dass die Berufung, die ihr zuteil wurde, ihr die Pflicht auferlegt, dieser Berufung entsprechend zu leben. (Rienecker)

o    Das Schlusswort (14) gibt neue Rätsel auf. … Schon Hieronymus sah in dem Einen (ohne Kleid) nur den Repräsentanten einer großen Zahl, und wir werden das Schlusswort so als eine Verschärfung der im Schlussteil des Gleichnisses gegebenen Warnung an die Gemeinde sehen dürfen. (Rienecker)

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