47-1 Gehet, lehret, tauft – Mt 28,16-20

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Mt 28, 16-20

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Warum steht hier „Aber“? 16
  • Auf welchen Berg gingen die Jünger?
    • Zu welchem Zweck? Lk 24,50-54
    • Wo hatte Jesus ihnen geboten, dorthin zu gehen?
  • Wer sah wen? 17
    • Wie viele waren sie? 1Kor 15,5ff; leibliche Brüder??
    • Warum zweifelten einige?
    • „einige“ kann man übersetzen mit: „die anderen“! – Mt 26,67
    • Was für Menschen könnten das gewesen sein?
    • Was ist Zweifeln?
  • Wer hat Jesus diese Macht gegeben? 18
    • Wo wird in der Bibel noch davon gesprochen? à Parallelstellen
    • Male dir aus, was „alle Macht“ in den verschiedenen Situationen bedeutet?
    • Was heißt das im Kontext?
    • Was heißt das für den Umgang mit den Mächten Satans?
  • Was ist nicht unter Jesu Macht?
  • „Darum“ àWas ist das Fundament für die kommenden Worte? 19
    • „Gehen“ – Wann? Wohin? Wie?
  • Wer ist ein Jünger?
    • Wie kann man Jünger „machen“?
    • Wie kann man ein Jünger werden?
    • Wie kann man ein Jünger sein?
  • Hier stehen Befehlsformen! – Wie kann man sie erfüllen?
  • „alle Völker“ – Weltmission – Wie kann ich mich da einbinden?
  • Was ist die Taufe?
    • Wie soll man taufen?
    • Wen darf man taufen?
    • Auf welchen Namen sollen wir taufen?
    • Ist das wichtig? Warum ist das wichtig?
  • Was meint „lehret sie halten“? 20
    • Wer ist „sie“?
    • Was soll man lehren –welche Themen?
    • Was hat Jesus alles befohlen? Schreibe eine Liste!
  • Warum diese Betonung: „siehe“?
    • Warum ist dieses Wort das letzte bei Matthäus?
  • Mach dir den weiten Bogen bewusst – bis ans Weltende!
    • Jeder Augenblick der war, jeder Moment der kommt!
  • Was bzw. Wo ist das Ende der Welt?
    • Wann wird es sein?

o    Beachte, dass das Wort „alle“ sich viermal wiederholt!

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Jüngerschaft ist Jüngerschaft, wenn Jüngerschaft Jünger schafft.

o    Wie lange braucht ein Mensch, um ein Jünger zu werden? Wie lange braucht ein Mensch, um ein Jünger zu sein?

o    Schreibe 20 einschneidende Erlebnisse auf und mach dir bewusst, dass Jesus dabei war!

o    Schreibe eine Liste mit Ängsten, Sorgen und mach dir bewusst, dass Jesus dabei sein wird!

  • Nähe ist etwas Besonderes („Lass mich jetzt nicht allein …“; „Dass du da warst …“), eine Ursehnsucht (Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei).
  • Der Herr ist nicht mehr der irdische, sondern der ewige, nicht mehr, der hingehen wird nach Jerusalem, um zu leiden und zu sterben – nein, der Herr ist nunmehr der, der hingegangen ist nach Jerusalem, der gelitten hat, und gestorben ist und nunmehr auferstanden ist, den Sieg errungen, das Erlösungswerk vollbracht hat! (Rienecker)
  • Die Mächte der Welt, die Mächte des Verderbens, die Todesmächte rufen ihr vielstimmiges: „Uns ist gegeben alle Gewalt. Wer sich nicht beugt, der wird vernichtet!“ Diesen sich bis an die äußersten Enden der Welt ausbreitenden, furchtbaren Machtentfaltungen des Teufels und seiner Verderbens- und Todesgewalten steht nun das Siegeswort des Auferstandenen entgegen, das Wort, das absolut und total zu begreifen ist: „MIR ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ (Rienecker)
  • Wenn Gott im Gegensatz zu unseren Gebeten und Wünschen handelt, dann erhört er oft eigentlich und zutiefst unsere Gebete. So hat er es mit allen Heiligen Christi gemacht. Er ließ sie oft mit ganzem Willen das tun, was sie am wenigsten wollten. Er ließ sie siegen, wenn sie unterlegen waren, ließ sie stark werden, wenn sie schwach waren, er segnete sie, wenn er sie in Trübsal und Dunkelheit führte. (Rienecker)
  • Der große und einzigartige Gesandte Jesus Christus, der auferstandene, lebendige und machtvolle Sohn Gottes – sendet. (Rienecker)
  • Die griechische, grammatische Verbform von „machet zu Jüngern“ besagt: „es wird euch gelingen“. … Beachte die Reihenfolge der Partizipien: „taufend“ und „lehrend“ (Voigt)
  • Unser Abschnitt enthält nicht in erster Linie einen Tauf-, sondern einen Missionsbefehl. Im Kirchenjahr ist es jedoch der Sonntag, der die Taufe in den Focus stellt. Die Taufe ist ein Bestandteil des missionarischen Wirkens der Kirche, die Unterweisung der andere.
  • Das Bleiben am Text soll uns davor bewahren, dass wir ein Referat über die Taufe halten. … Der Text spricht von dem, was die Kirche tun soll, und zwar in der Zeitspanne zwischen der Auferstehung und der Wiederkunft ihres Herrn. … Jesus gibt den Seinen die grundlegende Anweisung für all ihren Dienst. Dieser Dienst führt sie nach „draußen“ (macht euch auf den Weg – alle Völker) und auch in den Innenraum der Gemeinde (lehrt sie halten). Das „Gehen“ bewirkt die Sammlung der Jüngergemeinde und zieht die Aufgabe nach sich, die Gesammelten zu unterweisen. (Voigt)
  • Die Kirche geht, tauft und lehrt, weil sie es tun muss. Denn was ihr gegeben ist, gehört „allen Völkern“, genauer: ist allen Menschen von Gott zugedacht. … Die Gläubigen werden, wenn sie des dreieinigen Gottes, seines rettenden Tuns und seines Befehls gewiss sind, das Glauben nie als eine Sache der Beliebigkeit ansehen. Nicht: Suche dir aus, an was für einen Gott du glauben willst. Sondern: An dir ist es, dich von dem einen lebendigen Gott ergreifen und retten zu lassen oder aber ohne bzw. gegen ihn zu leben – mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben, dass man mit dem gebrochen hat, von und zu dem alle Dinge sind. (Voigt)
  • ER hat es befohlen. … Nur so erklärt es sich, dass wir nicht den geringsten Anhalt haben, zu bezweifeln, dass die Christenheit von Anfang an die Taufe als Aufnahmeritus vollzogen hat. Paulus setzt voraus: Wer Christ ist, ist getauft (Röm 6,3; 1Kor 12,13) (Voigt)
  • Taufe ist heilsnotwendig. … Wer die Taufe nicht erlangen konnte, für den hat Gott noch andere Wege. Zu dem Nichterlangenkönnen muss man wohl auch die Fälle rechnen, in denen zwar die äußere Möglichkeit zur Taufe gegeben ist, aber niemand sich gefunden hat, der „hingegangen“ ist und den Menschen das Evangelium wirklich aufgeschlossen hat. … Nicht das Fehlen des Sakramentsempfangs, sondern die Verachtung des Sakraments verdammt. … Die Taufe ist Gottes Werk an den Menschen. Sie ist nicht nur Zeichen, das auf das Werk Gottes hinweist. Sie ist selbst ein Werk Gottes. … Die Taufe signalisiert nicht etwas, sie ist und tut etwas. (Voigt)
  • „Auf den Namen“ ist ein Fachausdruck des antiken Giroverkehrs und meint die Gutschrift einer Summe „auf das Konto“ des Genannten. Die Taufe bewirkt Eigentums- und damit einen Herrschaftswechsel. … Wem die Sünden vergeben sind (Apg 2,38; 22,16; 1Kor 6,11), den kann der Verkläger nicht erpressen. … Als der eben noch an Gott Schuldige darf ich jetzt, als sein Eigentum, auf seiner Seite stehen. (Voigt)
  • Ohne dass das Wort „Menschensohn“ fällt, gibt sich Jesus hier als der zu erkennen, von dem in Dan. 7 geschrieben ist. Er ist der Träger der Macht und Herrlichkeit … So weiß man, dass Jesus nicht einer von vielen ist, sondern der Unvergleichliche. Die Allmacht Gottes ist seine Allmacht. … Sehen kann man das nur, wenn man in der Sache (im Glauben) steht. Hat man den Auferstandenen vor Augen, dann zweifelt man nicht mehr. (Voigt)
  • Was für ein Wandel der Lage: Der schlichte Mann aus Nazareth, an dessen Armut die Jünger teilgenommen, den sie hungrig und erschöpft gesehen haben, dessen grausames und schmähliches Ende sie hat auseinanderlaufen lassen, steht jetzt vor ihnen, dass sie ihn nur göttlich verehren können, und präsentiert sich als Inhaber aller Macht im Himmel und auf Erden und als Träger einer unumschränkten, eben göttlichen Herrschaftsbefugnis (Phil 2,9; Mt 11,27). (Voigt)
  • Dass „alle Völker in die Jüngerschaft Jesu gerufen werden sollen, ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Es ist kein geringeres Wunder als die Auferstehung des Herrn selbst. (Rienecker)
  • Wir folgen einem gewissen Sog: Der Raum, der Jesus gehört, will von uns nun „wandernd“, vorwärtsschreitend ausgefüllt sein. Dorthin, wo der Herr selbst unerkannt schon ist, will auch sein Wort gelangen, durch das er mit den heimlich ihm schon gehörenden, mindestens von ihm gesuchten Menschen Verbindung aufnimmt. (Voigt)
  • Es ist nicht unserm Wollen oder Nichtwollen überlassen, ob wir das Evangelium zu „allen Völkern“ bringen oder nicht. Wir werden uns von niemandem daran hindern lassen dürfen, dem Auftrag des Kyrios zu entsprechen – an Alten und Jungen, Studierten und Unstudierten, Mächtigen und Ohnmächtigen. (Voigt)
  • Wir hatten nicht die Freiheit, zu Gott zu gehen, denn wir waren Gebundene. Wer vor Gott verspielt hat, kann nicht kraft eigenen Entschlusses zu ihm übergehen. Gott ist es, der uns aus der „Verfügungsgewalt der Finsternis herausgerissen und uns umgesetzt, uns einen neuen Platz gegeben hat im Reich des Sohnes seiner Liebe (Kol 1,13). (Voigt)
  • An der Person Jesu haftet alles, was er für die „vielen“ (20,28) getan hat. Indem er mich in seinen Leib eintaucht (1Kor 12,13), indem ich also in ihn hinein getauft werde (Gal 3,27), wird sein Tod mein Tod, wird sein Leben das meine, seine Gerechtigkeit gehört zugleich mir, seine unzerstörbare Herrlichkeit ist mir gewiss. (Voigt)
  • „Lehret sie“: Darin werde ich angehalten, immer neu nach dem zu greifen, was er zuvor an mir getan hat, und daraus zu leben. Wer getauft ist, befindet sich in der Gemeinschaft dessen, der alle Gewalt hat und dem niemand das Konzept verderben kann. … Alle Verkündigung hat auch eine katechetische Dimension. (Voigt)
  • Wort – Taufe – Wort, das ist der dreifache Dienstbefehl des Auferstandenen. Lehren ist die Leitung und Führung der Nachfolgerschar Jesu, Leitung und Führung durch das Wort. Das Wort … ist das Vertiefungswort, das Seelsorgewort, das Lehrwort, das Mahnwort, das Trostwort, das Wort, das von Erkenntnis zu Erkenntnis führen soll. (Rienecker)
  • Wie wir an Christi Weltherrschaft gegen tausend Erfahrungen glauben, die wir in der Welt gemacht haben und immer wieder machen, so können wir an den in der Taufe entstandenen neuen Menschen auch nur gegen alles glauben, was wir an uns selbst immer wieder erleben müssen. Der Vorhang öffnet sich, wann Gott will. Getaufte leben ihre Zukunft. (Voigt)
  • Das Besondere und Wichtige ist hier, dass Jesus zwar äußerlich aus der Sichtbarkeit fortgeht, aber innerlich unsichtbar bei ihnen bleibt und zwar zu jeder Zeit und an jedem Ort. (Rienecker)

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