38-1 Wenn der Tröster kommt – Joh 15,26 – 16,4

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Joh 15,26 – 16,4

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Beachte den Kontext!
  • Wer ist der Tröster? 26
    • Ist er eine Person oder eine Sache?
    • Schaue im Lexikon nach, welche verschiedenen Bedeutungen das griechische Wort „parakletos“ hat!
  • Wussten die Jünger, wann er kommen wird?
    • Wenn ja, woher?
  • Wie kommt Jesus zum Vater um den Tröster zu senden?
  • Ist der „Geist der Wahrheit“ etwas oder jemand?
    • Wieso geht er „vom Vater“ – von Gott – aus?
    • Was tut er?
  • Was wird die Aufgabe der Jünger sein? 27
    • Warum ist das Wort „denn“ so wichtig?
  • Von welchem „Anfang“ spricht Jesus hier?
  • Beachtet das Wort „damit“!             16,1
    • Was ist „abfallen“?
    • Wieso können diese Worte Jesu die Jünger vor dem Abfallen bewahren?
  • Was ist eine Synagoge? 2
    • Welche Konsequenzen hat ein Ausschluss aus der Synagoge?
    • Womit könnte man das heute vergleichen?
  • Wann haben es die Jünger das erste Mal erlebt, dass jüdische Glaubensgenossen, von denen sie verfolgt wurden, meinten, sie würden Gott damit einen Gefallen tun?
  • Warum waren sie dieser Meinung?
  • Wer von den Jüngern wurde wie umgebracht?
  • Welche Bedeutungsbreite hat das Wort „erkennen“? àLexikon 3
  • Warum ist Jesus der Meinung, dass seine Landsleute weder Gott noch ihn erkennen?
    • Warum führt das zu solch einer Boshaftigkeit und Intoleranz?
  • Weshalb spricht Jesus mit den Jüngern darüber? 4
    • Verspricht Jesus den Jüngern, sie zu bewahren?
  • Warum sollen sie „an das denken“, was er ihnen sagte?
  • Warum hat Jesus nicht von Anfang an darüber gesprochen?
    • Um welchen „Anfang“ geht es hier?
  • Was will die Begründung Jesu mit dem Wort „denn“ den Jüngern sagen?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Sprüche vom Parakleten (Tröster): 14,15-17+25f; 15,26; 16,4b-11.12-15

o    Der „Paraklet“ der „andere“ Tröster: (Voigt)

o    Vom Vater gesandt bzw. ausgehend o    14,16; 15,26 o    5,30; 8,16 …
o    Nicht der Welt, nur den Gläubigen sichtbar o    14,17 o    1,10.12; 8,14.19; 17,8 …
o    Lehrt und führt in die Wahrheit o    14,26; 16,13 o    7,16; 8,32.40f …
o    Redet nicht von sich aus o    16,13 o    7,16f; 12,49 …
o    Zeugnis für Jesus gegen die Welt, die er der Sünde überführt o    15,26-16,8 o    8,14; 7,7 …

o    Eigene oder auch geliehene weltliche Macht – mit beidem würde die Christenheit aus der ihr vorgezeichneten Spur ausbrechen, und sie hat sich, leider, dessen tatsächlich immer wieder schuldig gemacht. (Voigt)

o    Johannes stellt die die Christen ausstoßenden Juden – obwohl diese meinen, mit ihrem Christenhass Gott einen Dienst zu tun – auf die Seite der Heiden. … Was die Kirche ist, sagt und tut, muss der Welt unverständlich bleiben. Ihr negatives Reagieren – vom Kopfschütteln bis zu blutigen Hassreaktionen – sollte uns nicht wundern. … Sollte jede Bedrängnis von außen ausbleiben, dann müsste sich die Kirche fragen, ob sie die Sache ihres Herrn etwa verlassen, verbogen, verharmlost, dem natürlichen Meinen und Begehren der Menschen angepasst und damit um ihre heilende Kraft gebracht hat. Was niemand aufregt, wäre bestimmt nicht das Evangelium. (Voigt)

o    Seltsame Erkenntnis: Die schwersten, gefährlichsten, bedrückendsten Zeiten der Kirchengeschichte sind die Hoch-Zeiten der Kirche gewesen. … Der Preis, den solche Menschen zahlen, demonstriert den Wert der Sache. … Wir glauben an einen Gott und Herrn, der unserem Blick entzogen ist, und wir empfangen von ihm ein Leben, das wir gegen allen Augenschein glauben. … Wenn uns niemand mehr glaubt: An der Art, in der wir unserem Herrn Opfer zu bringen bereit sind, könnte ablesbar sein, was Christus einem Menschen wert ist. (Voigt)

o    Könnte es sein, dass wir uns auf eine billige, spießbürgerliche Christenheit eingestellt haben, die niemand beunruhigt, aber auch niemandem ein „Zeugnis“ ist. … Wir müssten ganz anders sein. Es scheint, dass im Text ebendieses Anderssein vorausgesetzt ist; sonst käme es ja gar nicht zu den folgenschweren Kontrasten, wie sie seit 15,18 im Blick sind. (Voigt)

o    Arme Christenheit? Dann jedenfalls nicht, wenn in diesen Glaubensproben Christus selbst mit drin ist. Er ist darauf bedacht, dass der Wind unser kleines Lichtflämmchen nicht auspustet. … Mit seiner müden, schwachen, unzuverlässigen Kirche kann Christus noch immer etwas anfangen, weil er selbst der darin tätige Seelsorger ist. (16,1) … Kein Widerstand der „Welt“, kein Schwachwerden der Gemeinde wird verhindern, dass die Sache Jesu weitergeht. (Voigt)

o    Ist unser Christuszeugnis nur Menschenzeugnis, oder ist es Gestalt des göttlichen Selbstzeugnisses? (Voigt)

o    Glaube entsteht aus dem Selbstzeugnis Gottes. Man hört das Wort – und das Wort, das ein Mensch spricht, erweist sich auf eine unkontrollierbare, geheimnisvolle Weise als Gotteswort. (Voigt)

o    Worauf es ankommt, ist dies, dass der Geist uns Christus zum Leuchten bringt (16,14), an das erinnert, was er uns gesagt hat (14,26) und uns so in alle Wahrheit leiten wird (16,13). … Der Glaube kann nicht aufgehen, außer durch den Heiligen Geist; und doch nicht ohne das äußerliche Wort. … Da der Heilige Geist „erinnert“, bleibt er mit dem, was er bekundet und beglaubigt, an das gebunden, was sich zugetragen hat, als unser Herr „im Fleisch“ unter uns war (1,14). Man kann den Heiligen Geist geradezu daran erkennen, dass er inkarnationsbezogen ist (1Joh 4,2). … Dieser im Geist gegenwärtige Christus stärkt seine arme Christenheit. Das ist das Geheimnis ihres Reichtums. (Voigt)

o    Der zentrale Begriff dieser Verse ist das Zeugen. … Zeuge kann immer nur derjenige sein, der von Grund auf mit dem verbunden ist, was er bezeugt. … Im deutschen, wie im lateinischen gibt es diesen Doppelsinn des Wortes „zeugen“: „bezeugen“ und „erzeugen“. Dies trifft genau die Sache. Zeugnis ist Zeugung! (Stählin)

o    Die selbstverschuldete Gottesblindheit tobt sich an den Zeugen Christi aus. … Das griechische Wort für Zeuge (martys) ist in der Bedeutung „Märtyrer“ in die deutsche Sprache eingegangen. … Es ist dem Wirken des Heiligen Geistes zuzuschreiben, wenn ein Mensch zum Zeugen Jesu Christi wird. (Stählin)

o    Wenn es ihnen immer schwerfällt, anderen von ihrem Glauben zu erzählen, haben sie ein Problem damit, dass sie Menschen gefallen wollen. (Warren, 392)

o    Es hat alles schon angefangen! Das mit dem Geist, der Christus bezeugt, und das mit dem Leiden der Menschen, die der zeugende Geist zu Zeugen macht. (Bösinger)

o    Nicht etwas, sondern Einer wird kommen. Ein Tröster, wie Luther übersetzt. Ein Beistand. Ein Helfer.. Jedenfalls eine Person. (Bösinger)

o    „Wie soll ich dich empfangen und wie begegne ich Dir …?“ EG 11

o    Exaudi, Rüstsonntag auf Pfingsten: Dieser Tag soll uns das Beten beibringen: um den Geist, der verheißen ist und der ein Pfingsten schafft, sooft er ausgegossen wird. (Bösinger)

o    Der Geist der Wahrheit: 1. Er sagt das Wahre. – Unser bester Freund. … 2. Er ist der Feind aller Lüge. – Wo Er auftritt, zwingt Er die Lüge, die im Halbdunkel lebt, die im Zwielicht haust, sich selbst zu entlarven. … 3. Er selbst ist die Wahrheit in Person. (Bösinger)

o    Was tut der Geist? Er zeugt von Jesus. … Zeuge für Gott, das ist Gott allein. … Gott muss für Gott sprechen. … Nun macht der Geist, der allein Gott bezeugt, es merkwürdigerweise doch so, dass er für Gott Zeugen zeugt. Wir als Zeugen Gottes! Wir Knirpse! Was im Grunde lächerlich ist, wird doch ernst. Ernst, schön und – gefährlich. (Bösinger)

o    Gott selbst ist in der ganzen Welt auf der Anklagebank. Gehen wir für ihn in den Zeugenstand?

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