04-3 Maria fand Gnade bei Gott – Lk 1,26-38

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Lk 1,26-33(34-37)38

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Welcher sechste Monat ist gemeint? 26
    • Was weißt du über den Engel Gabriel?
  • Was hat Galiläa und Nazareth mit der biblischen Heilsgeschichte zu tun?
  • „Vertraut“ = „verlobt“ – Was hieß das damals? 27
    • Was bedeuten die Namen Joseph und Maria?
  • Warum ist die Herkunft aus „dem Hause Davids“ wichtig?
    • Bezieht sich die Herkunft auf Joseph oder auf Maria?
  • Was meint das Wort „Begnadete“? 28
    • Um welchen „Herren“ geht es hier?
  • Warum erschrak Maria? 29
    • Was ist an dem Gruß sonderbar?
  • Gibt es einen Grund der Furcht? 30
    • Warum sagt der Engel „Fürchte dich nicht“?
    • In wessen Mund im AT findet sich dieser Satz? à Konkordanz
  • Was bedeutet „Gnade bei Gott gefunden“?
    • Was ist Gnade?
    • Beachte die Wiederholung (28)!
  • Beachte die Betonung mit „siehe“! 31
  • Nichts Besonderes für ein bald verheiratetes Mädchen?!?
    • Was bedeutet der Name „Jesus“?
  • Wann ist jemand „groß“? 32
  • Warum wird Jesus „Sohn des Höchsten“ genannt werden?
  • Wer saß damals auf dem Thron Davids?
    • Über wen wird Jesus mit David verwandt sein?
  • Wer war Jakob? 33
    • Was ist das „Haus Jakobs“?
  • Was meint die Bibel mit „Ewigkeit“?
    • Beachte den Parallelismus in diesem Vers!
  • Um wessen „Reich“ geht es hier?
  • Beachte wie Maria reagiert! 34
    • Woher wusste sie, dass Gott immer „heute“ meint?
  • Wer ist der „Heilige Geist“? 35
    • Beachte den Parallelismus!
    • An was erinnert das Wort „überschatten?
  • Beachte das Bindewort: „darum“!
    • Warum wird Jesus „Gottes Sohn“ genannt werden?
    • Geht es hier um irgendein sexuelles Erleben?
  • Was hat Maria in dem allen zu tun, damit es gelingt?
  • Warum weist der Engel auf Elisabeth hin? 36
    • Wieder betont durch „siehe“!
  • Wer ist Elisabeth, was hat sie die letzten Monate erlebt?
    • Was ist „Unfruchtbarkeit“ bei Frauen und welche sozialen Folgen ergeben sich daraus?
  • Beachte das begründende Bindewort: „denn“! 37
    • 1Mo 18,14
    • Um welches „Ding“ geht es hier?
    • Wie kann man das Wort „unmöglich“ umschreiben?
  • Was sagt Maria mit diesen abschließenden Worten? 38
    • Was bedeute das Wort „Magd“?

 

  • Wer ist die aktive Person in dieser Erzählung?
  • Weshalb überliefert Lukas seinen Lesern diesen Bericht?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

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2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

  • Die Zeitangabe (26) entspricht V.36 (vgl. 24). (Voigt)
  • Gabriel (Dan 8,15ff; 9,21ff) ist in spätjüdischer Literatur zusammen mit Michael und Raphael zu den höchsten Engeln gerechnet. Er hat schon die Geburt Johannes des Täufers (19) angekündigt. (Voigt)
  • Galiläa, Nazareth und das Eintreten eines Erzengels bei einer Jungfrau: drei schockierende Fakten auf einmal. (Voigt)
  • Verlobung (27) hat die rechtliche Bedeutung der Ehe, die jedoch bis zur „Heimholung“ – der Sitte nach etwa ein Jahr nach dem Verlöbnis – nicht vollzogen wird. Das Kind wird rechtlich Nachkomme Davids sein, denn es gilt als Josephs Sohn (1,32; 3,23; 4,22). (Voigt)
  • Man entbietet einer Frau überhaupt keinen Gruß (28). Der Engel durchbricht diesen Brauch. (Voigt)
  • Mit dem Gruß der Gnade ist das NT eröffnet. Eine neue Welt ist eingeleitet: die Welt der Gnade. (Rienecker)
  • Das Erschrecken (29) der Jungfrau ist ein Beweis dafür, dass sie nicht sündlos ist. … Wäre sie sündlos, könnte sie unbewegten Antlitzes, ohne das geringste Erschrecken vor dem Engel stehenbleiben. … Jesus erschrak nicht, wenn Engel zu Ihm kamen. (Rienecker)
  • Jesus (31) bedeutet: „Gott ist Heil oder Rettung.“ (Rienecker)
  • Der Messias (32f) ist Nachkomme Davids, vgl. 2Sam 7,12-16; Jes 9,6; Jer 23,5; 33,15; Röm 1,3 dazu unser Text 1,27. (Voigt)
  • Die ewige Dauer der Herrschaft (33) dieses Kindes ist nicht aufgrund von 2Sam 7,16, sondern nach Dan 7,14. (Voigt)
  • Im Unterschied zu Zacharias (18) begehrt Maria kein Zeichen, sie wird es aber bekommen (36) und auch „eilends“ wahrnehmen (39). (Voigt)
  • Keinerlei Zeugungsvorgang (35). „Beschattung wie 9,34 durch eine Wolke, die zugleich andeutet und verhüllt (2Mo 40,34f). (Voigt)
  • Vers 37 ist Zitat aus der Abrahamsgeschichte (1Mo18,14), vgl. hierzu auch Röm 4,17ff; Gal 4,23.29. (Voigt)

 

  • Die Predigt wird den Text nachzuerzählen haben, möglichst treu in der Art, in der er selbst erzählt. … Es geht um das fleischgewordene Geheimnis Christi. (Voigt)
  • Diese Szene haftet im Bewusstsein der Gemeinde. Viele Maler haben sie andächtig dargestellt! Wie sie es dargestellt haben – fast durchweg so, dass das lautlose Geheimnis dieses Geschehens zum Ausdruck kommt -, das haftet in der Bildwelt unseres Herzens. Sollten, was die Maler bekennen, die Prediger verschweigen? (Voigt)
  • Was die Kirche bekennt, … will Freude auslösen an den „großen Taten Gottes“. Wir sollten uns auch klarmachen, dass es sich bei der Menschwerdung Gottes um ein Mysterium handelt, dem nicht „beizukommen“ und das es nicht rational zu „bewältigen“ gilt, sondern das als Geheimnis zu bewahren ist und auf das man nur hinweisen kann, indem man gleichzeitig warnt: „Tritt nicht herzu!“ (2Mo 3,5). (Voigt)
  • Der Mensch Jesus von Nazareth ist nicht darum der wahre Sohn Gottes, weil Er vom Heiligen Geist empfangen und von der Jungfrau geboren ist; sondern weil Er der wahre Sohn Gottes ist und weil das ein unbegreifliches Geheimnis ist, das als solches anerkannt sein will, darum ist er vom Heiligen Geist empfangen und von der Jungfrau geboren. (Voigt)
  • Jungfrauengeburt – das ist ein Zeichen, das auf das eigentliche Wunder deutet: Der hier geboren werden soll, also ganzer Mensch sein wird, hat zugleich seinen Ursprung in Gott als „Sohn des Höchsten“ (32). … Hier, in dieser Person, verbindet sich das Göttliche mit dem Menschlichen zur vollen Einheit. (Voigt)
  • Gott selber lässt Sein „großes“ Wunder, das der Inkarnation, von einem signifikanten zweiten „kleineren“ Wunder, der Jungfrauengeburt, begleiten. (Voigt)
  • Gott hat „die Niedrigkeit seiner Magd angesehen“ (48). Die Merkmale des Sohnes, der „sich selbst erniedrigte und Sklavengestalt annahm“ (Phil 2,7f), auch uns zuliebe arm wurde (2Kor 8,9), zuletzt der Allerverachteste war (Jes 53,3), werden auch am Schicksal der Mutter erkennbar. (Voigt)
  • Die Menschwerdung Gottes nimmt ihren ersten, winzigen, verborgenen Anfang in Galiläa (!), in Nazareth (!), in dem Haus, in dem das Mädchen wohnt und in das der Bote Gottes – guter Sitte zuwider – „eintritt“. Eben mit diesem letzten beginnt aber ein Geschehen, in dem dieses Göttliche noch tiefer in Zweideutigkeit, Unansehnlichkeit und Schande hineinverborgen wird. (Voigt)
  • Nazareth wird im AT niemals genannt. (Rienecker)
  • Was für den Glauben ehrfurchterweckendes Wunder ist, wird mit bloßem natürlichem Auge als kompromittierend angesehen. (Voigt)
  • „Diese heilige Jungfrau kann nicht zu Ehren kommen, wenn sie nicht vorher ist zuschanden worden“ (WA 27,483). Maria befindet sich notwendigerweise vor der Welt und auch vor Joseph im Verdacht des Ehebruchs, da nach damaligem Recht das Verlöbnis sie bindet wie eine Ehe. Als Ehebrecherin wäre sie der Todesstrafe verfallen (3Mo 20,10; 5Mo 22,22f). (Voigt)
  • Wer war Maria? … Alles, was wir von ihr wissen, von ihrem Stand, Charakter, ihrem Leben und ihren Führungen, beschränkt sich auf wenige Züge, die zur Verherrlichung ihres Kindes erzählt werden. (Rienecker)
  • Jesus wird nach dem Recht ein Sohn Josephs sein (4,22). Der Jude heißt nach seinem Vater. In Mk 6,3 aber wird Jesus von den ihn ablehnenden Nazarenern als „Sohn Marias“ bezeichnet, abschätzig, entehrend. (Voigt)
  • Der Erzähler lässt an dem „eilends“ (39) erkennen, wie sehr Maria an der Vergewisserung gelegen ist. (Voigt)
  • Die Engelerscheinung, das Wort und das bestätigende Erleben können den Glauben ebensowenig erzwingen, wie sie ihn überflüssig machen. Die junge Frau, der das Schwert durch die Seele fahren wird (2,35), wird, was hier in ihr geschehen ist, nicht vergessen (2,19), aber sie wird ihren Weg zwischen Glauben und Unglauben, zwischen fröhlicher Annahme des Geschehenen und dem Ärgernis zu gehen haben. (Voigt)
  • „Schon wahr, die Mutter ist groß. Wer kann sie genug loben, wie würdig sie ist? Jedoch: So soll man sie loben, dass wir dabei den Sohn nicht zu kurz kommen lassen. … Denn nicht die Mutter hat uns gerettet; Sie hat nur den zur Welt gebracht, der es getan hat.“ (Luther in Voigt)
  • Wenn Maria ein Kind haben wird, so wird es mindestens rechtlich ein Nachkomme Davids sein. Denn Maria ist mit einem Davididen verlobt. Man legte auf Stammbäume großen Wert, natürlich besonders bei denen, die königlichen Blutes waren. (Voigt)
  • Das in Schrecken und Verwirrung geratene Mädchen (29) erfährt freundlichen Zuspruch, in geläufigen Formeln biblischer Sprache. (Voigt)
  • Maria soll dem Kinde den Namen geben – wie es die Patriarchenfrauen taten, oder aber, weil – unbeschadet der rechtlichen Zugehörigkeit zu Joseph – dessen Kompetenz ausdrücklich negiert sein soll. (Voigt)
  • Vom Menschensohn-Messias heißt es (Dan 7,14): „Sein Reich hat kein Ende.“ Das ist die Zukunft des angekündigten Kindes (33).Da hätte es dem unbekannten Mädchen weitab in Galiläa, in dem verrufenen Nazareth (Joh 1,46), schon schwindlig werden müssen, wenn es an Macht und Pracht des zukünftigen Königs denkt: Jetzt, da dieser König, als König der Zukunft angekündigt wird, gewinnt die Rede des Engels die Ausmaße des Unbegreiflichen. (Voigt)
  • Maria ist die „Begnadete“. Was ihr anvertraut ist, bringt sie nicht aus sich selbst hervor, sie empfängt es. Sie vernimmt das Wort als Zusage und Verheißung. (Voigt)
  • „Sohn des Höchsten wird Jesus genannt werden, weil Er es ist. Denn Sein Ursprung liegt in Gott, Er ist „des ewgen Vaters Kind“. Was Er tun wird, kann Er nur deshalb tun, weil Er ist, der Er ist. (Voigt)
  • Maria ist das Gefäß für diese einmalig-wunderhafte Verbindung Gottes mit dem Menschlichen; das Tabernakel, in dem das Allerheiligste Wohnung nimmt: Wahrer Mensch und wahrer Gott. (Voigt)
  • Der Schatten des Heiligen Geistes wird über Maria hinweggehen wie die Wolke, in der sich die geheimnisvolle Gegenwart Gottes verbirgt. … Aber man erfährt nicht, wann sich dies ereignet. Nicht einmal von einem von Maria wahrgenommenen Augenblick des Erlebens solcher Gottesnähe wird berichtet. … Keuscher, zurückhaltender, scheuer kann man von diesem Geheimnis nicht reden. (Voigt)
  • Gemeint ist, dass auf wunderbare (nicht beschriebene) Weise der ewige Sohn sich ins Menschliche hineinbegibt, eben in das im Entstehen begriffene Leben dieses angekündigten Kindes. (Voigt)
  • Gott und Mensch werden eins in dem, was Maria widerfährt, und sie wird zum Organ für dieses Wunderhandeln Gottes. Darin ist sie begnadet wie nie ein anderer Mensch. (Voigt)
  • „Mir geschehe, wie du gesagt hast.“ Damit stimmt sie glaubend dem zu, was Gott mit ihr vorhat, wie überraschend, wie unverständlich, wie unheimlich ihr auch immer das sein mag, was da auf sie zukommt. „Ich bin des Herrn Magd“ – Gott soll über sie verfügen und sich ihrer für Sein Heilswerk bedienen, wie Er sie braucht. Ist sie eine „Sklavin“, dann geht es nicht nach ihrem, sondern nach Gottes Willen, was auch immer für sie daraus werden mag. Wir sehen Maria vor uns als die Glaubende. (Voigt)
  • Gerade wenn Maria das Engelwort über den kommenden König so oder so ähnlich vernommen hat, wie Lukas es erzählt, wäre es seltsam, wenn sie nicht ungeduldig hoffend auf die Stunde warten würde, in der der Sohn endlich in königlichem Glanz vor ihr steht. Gerade darin hat der fürs Kreuz Bestimmte sie enttäuscht (2,35). Aus demselben Lebenskreis, zu dem Maria gehört, werden wir später vernehmen: Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde“ (24,21). (Voigt)
  • Indem Maria glaubt, ist sie Urbild aller Glaubenden, Urbild der Kirche (Offb 12). Gott hat Sein Heiliges in sie hineingegeben – in Maria, in die Kirche. Leibhaftig umschließt und birgt die Kirche das Sanctum (Heilige). (Voigt)
  • Gott bedient sich ihrer für das, was Er an der Welt tun will. Sie ist Organ Seines Handelns. Man überhöre nicht: für Sein Handeln. (Voigt)
  • Wirkt Maria mit, vereinigt sie ihr Tun mit dem Tun Gottes, wird sie zum Heil aktiv? „Mir geschehe …!“ Wirklich, es geschieht an ihr und in ihr; aber was da geschieht, ist Gottes Werk. Und was ist ihr persönlicher Anteil daran? Dass sie glaubt. (Voigt)
  • Maria ist nicht wie der leblose Fels, aus dem Gott Wasser fließen lässt. Sie ist Person. Sie stellt sich Gott zur Verfügung. Sie übernimmt die ihr von ihm zugedachte Aufgabe. Sie vertraut Ihm, wo nach Menschengedanken und menschlicher Erfahrung nichts zu erwarten ist. Sie glaubt dem Gott, der dem ruft, was nicht ist, dass es sei (Röm 4,17). „Bei Gott ist kein Ding unmöglich“ – das nimmt sie dem Engel ab. Was hier geschehen soll, kann nur Gott tun. Aber Er wird es auch tun. Sie hält Ihm still. (Voigt)
  • Maria vernahm das Unerhörteste, dass sie den Messias selbst, den „Sohn Gottes“, gebären sollte, und zwar gebären als Jungfrau, und – sie war bereit zu glauben! (Rienecker)
  • Das Zeichen der Jungfrauengeburt ist gesetzt, weil auch die letzte Möglichkeit, das Göttliche aus dem Menschlichen abzuleiten oder wenigstens eine Mitwirkung des Menschen mit Gott zu behaupten, durchgestrichen sein soll. … Der “Wille des Mannes“ (Joh 1,13), seine Spontanität und Aktivität vermögen nicht darzustellen, worauf es hier ankommt. (Barth in Voigt)
  • Gott wirken lassen – an uns und durch uns, das ist die Haltung des Glaubens. (Voigt)
  • „Es ist eine heilige Stunde, da das, was uns hier erzählt wird, geschah, die Stunde, die der Jungfrau den Sohn Gottes schenken sollte – die Stunde der Empfängnis Christi, die Stunde der Herabkunft des Wortes Gottes, des Logos (Joh 1,1), auf die Erde, ins Fleisch! (Heubner in Rienecker)
  • Die Verkündigung der wunderbaren Abkunft Christi von der „Jungfrau“ wird schon im Paradies (1Mo 3,15) prophezeit. Diese Verheißung, wo vom Weibes-Samen und nicht vom Mannes-Samen die Rede ist, schließt ganz ausdrücklich den Mann von der Zeugung aus. (Rienecker)
  • Beziehen sich die Worte „aus dem Stamme Davids“ auf Joseph oder auf Joseph und Maria oder nur auf Maria? Die Worte beziehen sich nur auf Maria. Es soll hiermit angedeutet werden, dass Maria nach der Darstellung des Lukas aus dem Geschlecht Davids stammte (vgl. 32 und 69). Die davidische Abstammung Josephs ist in der Lk 2,4, ferner durch das Geschlechtsregister bei Matthäus und durch den Titel „Davidssohn“, der dem Heiland öffentlich gegeben wurde, bezeugt. (Rienecker)
  • Es ist eine seltsame Größe (32), die da anfängt in einem Stalle, die da endet an einem Kreuze und in der Zwischenzeit mit Leiden, Schmach und Trübsal beladen wird. (Rienecker)
  • Groß ist nicht unbedingt der, der gewaltig einer Riesen-Versammlung Christus predigt. Der ist groß, der, wenn er den Herrn verkündigt, aus den Häusern gestoßen, mit Steinen beworfen wird, und der dann weitergeht und dasselbe versucht an einem anderen Ort. (Rienecker)
  • Lerne, dass die Schmach, die dich dem verschmähten Jesus ähnlich macht, wahre Größe ist. (Rienecker)
  • Jesus ist der einzige Mensch, der wohl geboren werden musste, aber nicht der Wiedergeburt bedurfte. (Rienecker)
  • Jesus ist Gottes Sohn, das war genug für Maria. Wir sind Gottes Kinder, das ist genug für uns. (Rienecker)
  • Gott hat Adam geschaffen, nicht nur ohne Zutun eines Mannes, sondern auch ohne Zutun einer Frau. Gott hat Eva geschaffen mit Zutun eines Mannes und ohne Zutun einer Frau. Nichts ist leichter als zu glauben, dass Jesus ohne Zutun eines Mannes, aber mit Zutun einer Frau von Gott ins menschliche Dasein gerufen werden kann. (Rienecker)
  • Es war ein entscheidender Augenblick (38) in Marias Leben. Man kann sagen, es kam in Vers 38 für Maria alles darauf an, dass sie in diesem Augenblick als gläubig gehorsam erfunden würde. (Rienecker)
  • Maria sah in ihrer Einfalt nur auf das eine, auf des Herrn Gnade, und vergaß sich selbst. Das macht sie zur kühnsten Glaubensheldin. (Rienecker)
  • Maria hat die Frau wieder zu Ehren gebracht. Der Unglaube der Eva hat Sünde und Tod gebracht – der Glaube der Maria dagegen zum „Erlöser von Sünde und Tod“ verholfen. (Besser in Rienecker)
  • Siehe, hier bin ich, Dein Knecht, Deine Magd. Tue mit mir, wie Du willst und was Du willst. Bei solchen, die so im Innersten ihres Herzens denken, wird Jesus Christus zunehmen in dem Maße, wie alles Eigene immer mehr abnehmen wird. (Rienecker
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