01-1 Jesus offenbart sich – Mt 21,1-9

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Mt 21,1-9

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    Wo kamen sie her, und was ist vorher passiert?                   1

o    Schau nach, wo Betfage liegt!

  • Wie viel Kilometer sind es noch bis Jerusalem?

o    Wie viele Jünger schickt Jesus?

o    Woher wusste Jesus von der Eselin und dem Füllen?            2

  • Warum wird nicht nur das Füllen genommen?
  • Wie viel war damals ein Esel wert?

o    Ist das nicht stehlen?

o    Was wollte Jesus mit diesem Auftrag deutlich machen?

o    Woher wusste Jesus, dass die Leute so reagieren werden?   3

  • Etwas Ähnliches geschieht in Mt 26,18!

o    Wie ist das Wort „Herr“ zu verstehen?

  • Ist Jesus so ein Herr, dass er über alles verfügen darf?

o    Wann lebte der Prophet Sacharja?                                      4

  • Warum und wie muss „erfüllt werden“?
  • Was hat Sacharja genau gesagt? Lies es nach!

o    Was ist anders an diesem Zitat?                                         5

  • Was wurde weggelassen, dazu gefügt, ausgetauscht?

o    Wer ist die „Tochter Zion“?

  • Wem gilt die Aufforderung? Wer soll Wem Was sagen?

o    Was bedeutet „sanftmütig“ sein?

o    Wie stellt man sich einen König vor?

  • Wie passt „König“ und „Sanftmut“ zusammen?
  • Wer ist wessen König?

o    Was erinnert in diesem Vers an Mt 28,16+19?                     6

o    Wozu werden die Kleider auf den Esel gelegt?                      7

  • Wessen Kleider?

o    Woher kommt „die Menge“ in dieses Dorf?                           8

o    Wozu Kleider und Zweige „auf den Weg“? (2Kön 9,13)

  • Warum machen die Menschen das?
  • Was ist ihre innere Motivation dafür?

o    „Vorangehen“ und „Nachfolgen“                                            9
– wie muss man sich das vorstellen?

o    Wie kann „Hosianna“ übersetzt werden?

o    Was meint der Titel: „Sohn Davids“

o    Im Namen welches „Herrn“? (Ps 118,25-29)

  • „Gelobt sei“ – Wie wurde damals gelobt?
  • Wie können wir heute „loben“?
  • Wer ist des Lobes würdig und warum?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

o

o

o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

 

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

 

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Dieser Abschnitt bildet die Einleitung zum letzten Akt des Lebens Jesu und stellt einen wahrhaft dramatischen Augenblick dar. (Barclay)

o    Matthäus versteht das Geschehen messianisch, und so sollen, in seinem Sinne, auch wir den Text predigen. (Voigt)

o    So gewiss in den Evangelien keine historiografischen Darstellungen der Biografie Jesu gesucht werden dürfen, so deutlich ist andererseits, dass sie Berichte über vergangenes Geschehen sein wollen. (Voigt)

o    Matthäus spricht klar von einem beabsichtigten Einzug, d.h. aber von einer messianischen Selbstkundgabe. Das Volk gebraucht zwar messianisch ausdeutbare Formeln, … sogar die eindeutige Formel vom „Sohn Davids“, übrig bleibt aber in der erregten Bewohnerschaft der Stadt die Frage: „Wer ist der?“ (10) und aus dem Munde des Volks, also wohl derer die den Einzug miterlebt haben, die hinter dem Sinn der messianischen Demonstration zurückbleibende Auskunft, Jesus sei der Prophet aus Nazareth. (Voigt)

o    Zwei Bilder stehen hinter diesem dramatischen Einzug Jesu. 1. Sach 9,9. Jesus macht hier also bewusst seine messianischen Ansprüche deutlich. Er bietet sich dem Volk zu einem Zeitpunkt, wo Jerusalem von Juden aus aller Welt und aus dem ganzen Land überquoll, als der Gesalbte Gottes an. Und 2.: Es ist zu mindestens nicht ausgeschlossen, dass Jesus in der Absicht in Jerusalem einzog, das Haus Gottes zu reinigen, wie Judas Makkabäus es 200 Jahre zuvor getan hatte. (Barclay)

o    Dass die Initiative in dem hier Erzählten ganz bei Jesus liegt, ist für den evangelischen Charakter unserer Predigt wichtig. „Siehe, dein König kommt zu dir“. … Advent will sagen: Er ist zu uns unterwegs. (Voigt)

o    Damals war die Huldigung durch die Menschen, die bereit waren, diesen unter ihnen erschienenen Christus als ihren König anzuerkennen, so lebhaft, so laut, so eindringlich, so überschwänglich, dass „die ganze Stadt“ (10) erschüttert wurde. (Das gleiche griechische Wort bezeichnet ein Erdbeben.) Wer in aller Welt wird heute erschüttert oder erregt durch den Überschwang, mit dem die christliche Gemeinde ihren einziehenden König begrüßt?                                         (Stählin)

o    Der Hosianna-Ruf kann ein Hilferuf in individueller Not sein (2Sam 14,4; 2Kön 6,26), aber auch eine festliche Akklamation, aus dem Hallel, (den Psalmen 113-118) genommen, das beim Laubhüttenfest und auch beim Passafest gesungen wurde (Ps 118,25f). … Hosianna“ bedeutet: „Hilf uns doch!“ oder „Rette uns doch!“ oder „Bring uns das Heil!“ (Voigt)

o    Sie schrien „Hosianna!“ Das war der Hilferuf, mit dem ein Volk in Unglück den König oder Gott anrief und er bedeutet: „Rette uns bald!“. (Barclay)

o    Wichtiger freilich als alles, was Menschen einst oder heute von Jesus dachten und ihm zuriefen, ist seine eigene Tat. (Voigt)

o    Indem Christus König wird, ergreift Gott wieder Besitz von seiner Welt. (Voigt)

o    Was sagt dieser Abschnitt über Jesus? 1. Er beweist seinen Mut. Jesus wusste sehr wohl, dass er in eine ihm feindlich gesonnene Stadt einzog. … Aus allem, was Jesus während der letzten Tage tut, spricht eine gewisse, trotzige Herausforderung. Zweitens zeigt der Abschnitt, worauf Jesus Anspruch erhebt. Er ist der Messias Gottes, der Gesalbte Gottes und auch der Reiniger des Tempels. Und drittens wird auch der Appell Jesu an die Herzen der Menschen deutlich. Er beansprucht keinen Thron, sondern kommt sanftmütig und auf einem Esel reitend. … Er kam nicht um zu zerstören, sondern um zu lieben; nicht um zu verdammen, sondern um zu helfen; nicht in Waffenrüstung, sondern mit der Kraft der Liebe. (Barclay)

o    Mit 100.000 Menschen musste man in den Passatagen in Jerusalem rechnen. In und um Jerusalem dürfte es kein Fleckchen geben, an dem nicht Menschen anzutreffen oder doch schnell zusammenzubringen wären. Wer vom Ölberg aus zur Stadt hinübersieht, dem scheint es von Festpilgern zu wimmeln wie in einem Ameisenhaufen. Sie sind alle zu Fuß. … Einer fällt auf: Er reitet. … Dass er reitet, ist ein Zeichen, das kaum zu übersehen, wenn auch wohl nicht ganz sicher zu deuten, ist. (Voigt)

o    Nach dem Gesetz mussten sich alle Erwachsenen, im Umkreis von etwa 30 km von Jerusalem entfernt lebenden Männer, zum Passafest nach Jerusalem begeben. Doch nicht nur aus Israel, sondern aus aller Welt kamen Juden aus Anlass des größten Festes ihres Volkes nach Jerusalem. (Barclay)

o    Wir sollen nicht übersehen, dass Jesus in klarer Absicht handelt. … Jesus hat die Fäden in der Hand. Er plant den Einzug, bereitet ihn vor, vollzieht ihn. Und: die Menge versteht sein Zeichengeben. Sie erkennt Jesus als den erwarteten König. … Das bisher gehütete Messiasgeheimnis wird hier für solche, die „Augen haben, zu sehen“ enthüllt. Die Jesus jetzt huldigen, werden noch in vielem umlernen müssen, bis sie begriffen haben, was „Königsherrschaft Jesu Christi“ ist. (Voigt)

o    Der Sinn dieser kaum misszuverstehenden Gebärde ist die Königswürde Jesu, die in diesem Einzug zugleich manifestiert und verhüllt ist. … Das Wort „König“ … ist ein Urwort menschlicher Rangstufen, der Würdename schlechthin, keineswegs durch „Führer“, Herrscher, auch weder durch Kaiser, noch durch „Präsident“ zu ersetzen. Der König regiert, Ihm gebührt Gehorsam, Gefolgschaft und Treue. Die Anerkennung eines Königs schließt die Verpflichtung zu einem persönlichen Treueverhältnis in sich ein. (Stählin)

o    Jesus hatte Freunde in und bei Jerusalem: Martha, Maria, Lazarus, Simon den Aussätzigen (26,6), den Besitzer des Abendmahlssaales (26,18). Er könnte Verabredungen getroffen haben. Oder, so Wellhausen: Weil Gott den Zufall lenkt, weiß Jesus den Zufall voraus. (Voigt)

o    Jesus ist der machtlose König, nicht aus Not, sondern mit Willen. (Voigt)

o    Schärfer als durch das Kreuz könnte man sich den Bruch zwischen Jesu Messianität und den verbreiteten Messiaserwartungen Israels nicht gezeichnet denken. … Er ist eben der machtlose König, Luther nennt ihn einen „Bettelkönig“…. Jesus verzichtet ganz auf Macht. Oder anders: Er verkleidet seine göttliche Allmacht in Menschlichkeit, Demut, Güte, Anspruchslosigkeit, Hingabe, Opfer. … Der am Ende in Macht und Herrlichkeit erscheinen wird, hält seinen ersten (Advent) Einzug in Niedrigkeit, weil er zu Sündern kommt, zu solchen also, die es nicht wert sind, deren Herz er aber gewonnen haben will, ehe die Schlussentscheidung fällt. (Voigt)

o    Wir sind der Frage nachgegangen, was damals geschehen ist, weil der, der damals entschlossen, planvoll und in seiner Selbstoffenbarung erkennbar und verstehbar gehandelt hat, auch heute zu uns kommen und von uns empfangen sein will. Advent geschieht immer wieder. … „Dein König“ ist nicht einer, der es gern sein möchte, sondern der, der es legitimerweise ist. … Er bittet nicht, wir mögen ihn als König anerkennen, damit er es werde, sondern weil er es ist! Er erwartet, dass wir uns ihm anvertrauen, uns unter sein Regiment stellen. Hinfort soll bei uns gelten, was er sagt. Sein Wort hat Autorität. Es bestimmt unser Tun und Trachten. Wir gehören ihm. Aber dies alles geschieht nicht, indem wir zu ihm kommen, vielmehr kommt er zu uns. „Jesus in Bewegung zu uns hin“ (Iwand). Dies meinen wir, wenn wir Advent sagen. (Voigt)

o    Die Hülle, in die hinein er seine Majestät verbirgt, sind jetzt die von ihm eingesetzten Gnadenmittel: die Predigt, die Sakramente, die Absolution. So kommt er – und „kommen“ heißt im Alten Testament meist so viel wie „hineinkommen“. (Voigt)

o    Diese Perikope will, dass der Christusruf unter den vielen in Jerusalem und überall auf der Erde vernommen wird. Eine erste Reaktion könnte die Frage sein „Wer ist dieser?“. (nach Voigt)

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