66-2 Christus Herr über Lebende und Tote – Rö 14,7-9

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Rö 14,7-9

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Aus welchem Kontext kommt unser Abschnitt (Kap.14+15)?
  • Was will das Wort „denn“ begründen? 7
  • Warum „lebt keiner sich selber“?
    • Was will Paulus damit sagen?
  • Wie kann man nicht für sich selber „sterben“?
    • Was will Paulus damit sagen?
  • Was hat das im Kontext zuvor Gesagte mit „sterben“ zu tun?
  • Was meint Paulus im Vers 8 mit „leben“? 8
    • Wir kann man „dem Herrn leben“?
    • Wie kann man „dem Herrn sterben“?
  • Beachte das „darum“!
    • Was will das Wort „darum“ hier verdeutlichen?
    • Warum ist es wichtig, diese Gewissheit von 8c zu haben?
  • Was bedeutet: „wir sind des Herrn“?
  • Beachte „denn dazu“! Zielanzeigend! 9
    • Wozu ist Christus gestorben und auferstanden?
  • Wie will Jesus Herr sein?
    • Wie soll seine Herrschaft aussehen?
    • Wie sah seine Herrschaft in den letzten 2000 Jahren aus?
  • Welche Herrschaft Jesu meint Paulus?
  • Was bedeutet das Wort „Herr“ überhaupt?
    • Welche Rechte und Pflichten hat ein Herr?
    • Was erwartet ein Herr von seinen Untergebenen?
  • Hast du von diesem Herrn schon einmal Anweisungen erhalten?
    • Wie hast du sie als Anweisung des Herrn Jesus erkannt?
    • Was hast du damit gemacht?
  • Darf Jesus in seiner Gemeinde Herr sein?
    • Was wollte Paulus damals in diesem Kontext damit sagen?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

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2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

  • Es handelt sich in unseren 3 Versen um das eigentliche Kernstück des Abschnittes, um seine zentrale Aussage. (Voigt)
  • So viele Möglichkeiten christlichen Verhaltens es gibt, sie werden zugleich begründet und begrenzt in „unserer“ Zugehörigkeit zu Christus. … Unser Text ist sozusagen die dogmatische Grundlage für die hier zu treffenden Entscheidungen hinsichtlich des christlichen Lebensstils und des Miteinander verschiedener christlicher Lebensstile. … Hier wird gesagt, was für Christen gilt und woraus man dann nur die entsprechenden Folgerungen zu ziehen hat. (Voigt)
  • Man fragt sich, warum von den „Toten“ die Rede ist, die doch für das in Kapitel 14 erörterte, christliche Verhalten nicht Maßstab sein können. … Eine Antwort ist, weil es sich in diesen Versen um eine alte Bekenntnisformel handelte, ähnlich wie in Phil 2,10 und Eph 4,8ff. … Wenn es so ist, können wir den Text auch für sich nehmen, ohne den Kontext zu sehr zu beachten, weil er ja, ehe Paulus ihn als Argument hier einführte, tatsächlich ein Eigenleben gehabt hat. (nach Voigt)
  • Wenn wir auf Auswendiggelerntes verzichten, bringen wir uns um viele Glaubenshilfen. Die ersten Christen hatten, wie hier und an vielen andern Stellen deutlich wird, festformulierte Texte im Ohr. … Heute weiß die Psychologie, dass wirkliches inneres Eigentum nur das ist, was wir in den Tiefen des Herzens „summen“ (Ps 1,2). (Voigt)
  • Wer seine Lebensaufgabe nicht im Dienst an anderen findet, leidet selber Schaden. (Voigt)
  • Es ist behauptet, dass wir, wenn wir überhaupt leben, dann für Christus leben werden. … Wir wollen unsere Freiheit, und Freiheit verstehen wir gern als Unabhängigkeit. Das Wort Gehorsam – eines der biblischen Urworte – erfreut sich, besonders bei jungen Menschen, keiner Beliebtheit. (Voigt)
  • Wir Menschen sind gar nicht gefragt, ob wir jemandem gehören wollen; es geht, im Sinne des Evangeliums, immer nur darum, wem wir gehören, und wir dürfen erleichtert bekennen: „dem Herrn“. (Voigt)
  • Wir sind Jesu Eigentum geworden, ohne dass er auf uns irgendeinen Druck ausgeübt hätte. Seine „Eroberung“ bestand darin, dass er für uns lebte, starb und auferstand. So ist er zum Kyrios der Lebenden und der Toten geworden (9). (Voigt)
  • Leben Christen „dem Herrn“, dann leben sie im Wirkungsbereich seiner Liebe. … Wir gehören – ungeachtet unseres noch immer andauernden Lebens „im Fleisch“ (Gal2,20b) – in den „Raum“, in den Herrschaftsbereich des Kyrios. So leben wir, weil er sich uns zugeeignet hat, für Ihn. Darum bekommt nun auch unser Denken, Sinnen, Trachten, Tun, Streben, Hoffen und Begehren eine neue Richtung. Alles für Christus! (Voigt)
  • Christenleben ist ganz normales, gesundes, weltoffenes, menschliches Leben – aber eben im weiten Christushorizont. Das „Dir zuliebe“ entfremdet uns nicht unseren Mitmenschen, sondern führt uns erst recht zu ihnen. … Nichts verbindet uns untereinander so wie dies, dass wir „in Christus“ und „für Christus“ leben. (Voigt)
  • Gehöre ich und gehört mein Mitchrist diesem Kyrios, dann kann ich ihm unmöglich, dann kann auch er mir nicht eine bestimmte Weise des Christseins aufzwingen wollen. Jeder ist seinem Herrn selbst verantwortlich. (Voigt)
  • Diese Verantwortung wird sich eschatologisch auswirken: „Von dort wird er kommen … (Glaubensbekenntnis 3. Artikel). Auch dies gehört zu dem Horizont in dem wir leben. (Voigt)
  • Je knapper die uns noch verbleibende Zeit wird, desto dringender wird uns die Frage, was wir aus dem einen Leben, das uns gegeben ist, gemacht haben. … Dann werden wir nicht nach dem gefragt, was an unseren Mitmenschen war; es wird um uns selbst gehen. (Voigt)
  • Aus meinem direkten Verhältnis zu Christus ergibt sich die Notwendigkeit, dass wir unserem Mitchristen Freiheit zu geben haben. Er und ich und wir alle sind unmittelbar „des Herrn“. (Voigt)
  • Es ist wichtig, festzuhalten, dass die Unentbehrlichkeit apostolischen Dienstes die Christusunmittelbarkeit aller Christen nicht etwa stört. Der Apostel drängt sich nicht zwischen seine Mitchristen und ihren Herrn. … Wir stellen dies extra heraus, weil es leicht geschieht, dass wir Amtsträger der Kirche uns zu „Herren über den Glauben“ der anderen machen. (Voigt)
  • Es wäre ein Missverständnis, wenn wir Paulus so verstünden, als mache die Christusunmittelbarkeit der Christen das Amt der Kirche überflüssig. Der Amtsträger ist nicht Mittler zwischen Christus und den Seinen. Aber er verwaltet die Gnadenmittel, in denen Christus zu den Seinen kommt! Wir haben Christus nicht anders als in seinem Wort und seinen Sakramenten. (Voigt)
  • Der Amtsträger hat nicht das Recht, sich zwischen Christus und Seine Christen einzudrängen, aber er hat die Pflicht, den Menschen Christus in den Gnadenmitteln zu bringen. (Voigt)
  • Wir leben dem Herrn. Unmittelbar dürfen wir, denen es in seinem Wort und Sakrament begegnet ist, mit Ihm reden. Jeder darf es. Das ist das Recht des allgemeinen Priestertums. Die Predigt sollte der Gemeinde Mut machen, dieses Recht zu gebrauchen. Der Himmel steht uns offen. (Voigt)
  • Wir gehören Jesus unverlierbar, auch im Tod. (Voigt)
  • Keiner entgeht dem Tod – man weiß es. (Voigt)
  • Es sieht so aus, als bemerke Paulus die Todesgrenze überhaupt nicht. Doch, er sieht sie schon (z.B. 7,24)! Nur, wer dem Herrn lebt, der ist eigentlich schon „drüber“. Umgekehrt: Wenn der auferstandene Herr bei seiner Gemeinde ist, dann ist mit Ihm die Auferstehungswirklichkeit schon präsent. … Paulus ist kein Schwärmer. Er weiß zu gut, wie das Eschaton (Zukünftige), sofern es unter uns gegenwärtig ist, mit der Niedrigkeit des Kreuzes zugedeckt und in Schwachheit und Schande verhüllt ist. (Voigt)
  • Muss einer sterben, dann bedeutet dies doch keineswegs, dass er aus den Händen dieses Kyrios weggerissen wird und in eine unbekannte, ihn verschlingende Tiefe stürzt. Leben und Sterben vollzieht sich in ein und demselben Christusraum. Wir sterben nicht dem Tod, sondern dem Herrn. (Voigt)
  • Dass es so sein darf, liegt allein an Jesus und seinem vollbrachten Werk. (de Boor)
  • Man muss nur wissen, was für ein Herr das ist, dem (=für den, auf den hin) wir sterben. – Das ist der Auferstandene, der in unserem Leben längst Fuß gefasst hat und uns in sein Auferstehungsleben heimlich, unsichtbar, nur dem Glauben bewusst, längst hineingezogen hat. (Voigt)
  • Es gibt ein „Sterben für den Herrn“, das unser Sterben bei aller bleibenden Schwere des Sterbevorgangs doch „selig“ macht. Dass es so sein darf, liegt allein an Jesus und seinem vollbrachten Werk. (de Boor)
  • Wenn wir eines Tages sterben werden, dann werden wir noch immer in der einen Gemeinde bleiben, zu der eben nicht nur die Lebenden, sondern auch die Toten, d.h. die Auferweckten gehören. (Voigt)
  • Es mag uns schwer fallen, Irdisches und Himmlisches zusammenzusehen. Irgendwo auf dieser Erde findet Gottesdienst statt, der Herr „mitten unter ihnen“; und in diesem Gottesdienst – wie altkirchliche Kunst es gern dargestellt hat – die „obere Gemeinde“ gegenwärtig (Hebr 12,22-23). Oder man denke an Offb. 5,6ff+13. … Es kann sein, dass wir uns dem allen sehr entwöhnt haben. (Voigt)
  • De Boor schreibt dagegen: Auch wir Christen sind nach dem Sterben zunächst „Tote“, d.h. aber nicht „Nichtse“, sondern Angehörige des Totenreiches, aus dem sie erst bei der Parusie „auferstehen“. Dass es so sein darf, liegt allein an Jesus und seinem vollbrachten Werk. (de Boor)
  • Wir werden unseren Hörern nicht verschweigen, dass wir von Wirklichkeiten reden, die kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und die in keines Menschen Herz gekommen sind (1Kor 2,9). … Leben und Sterben werden weit und trostvoll, wo man sich in solchem Glauben eingeübt hat. (Voigt)
  • Besser jung sterben, um ewig zu leben, als lange leben, um ewig zu sterben. (Langsdorff)
  • Vor Jahren hörte ich die Geschichte eines Missionars im modernen Indien. Er besuchte einen Stamm, der als aggressiv und fremdenfeindlich allgemein bekannt war. Er wollte ihnen die Botschaft des Evangeliums bringen, doch kam er gar nicht groß zum predigen. Er wurde gefesselt und sollte hingerichtet werden. Vorher haben sie ihm erlaubt zu beten. Er betete in etwa so: „Herr, wenn sie mich umbringen, dann habe ich gewonnen, denn ich werde zu Hause sein; wenn sie mich aber nicht umbringen, dann hast du gewonnen, denn ich werde wiederkommen und ihnen dein Wort predigen.“
    Nach diesem Gebet fing eine Frau an zu rufen, dass sie eigentlich keine Lust mehr haben, auf das ständige töten und sie sollten ihn laufen lassen. Diese Meinung fand Unterstützer und sie schickten den Missionar weg. Irgendwann kehrte er zurück und konnte Menschen zu Jesus führen.
  • Fragen sie sich, wo sie neuen Mut und eine neue Motivation hernehmen sollen? …Laufen sie (wieder) hin zu Jesus. Er möchte, dass sie zu ihm kommen. Er möchte zur wichtigsten Person in ihrem Leben werden, zur größten Liebe, die sie jemals erfahren werden. Er will, dass sie ihn so sehr lieben, dass es in ihrem Herzen und in ihrem Leben keinen Platz mehr für Sünde gibt. (Lukado – 20.11.)
  • Wo sind unsere Verstorbenen? Auf dem Friedhof tragen alle Grabsteine Namen und Lebensdaten von Verstorbenen. Auf kaum einem Grabstein findet sich noch eine Botschaft. Jedoch zwei Grabsteine nebeneinander haben mich bei jedem Vorübergehen nachdenklich gemacht. Auf einem Stein lautet die Inschrift unter dem Namen einer Frau: „Schatz, du bist immer bei mir!“ Daneben heißt es über dem Namen einer Frau: „Im Hause des Herrn immerdar!“ (Kühner – 24.11.)

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