08-1 Simeon und Hanna – Lk 2,25-38

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Lk 2,(22-24)25-38(39-40)

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Worauf bezieht sich „und siehe“? 25
  • Wie kann man „fromm“ und „gottesfürchtig“ erklären?
  • Was ist mit „Trost Israels“ gemeint?
    • Wieso wartete er? Wie lange wartete er (man) schon?
  • Wer oder was ist der Heilige Geist?
    • Warum ist er hier wichtig?
  • Wie wird einem Menschen ein Wort vom Heiligen Geist zuteil?     26
    • Wie kann er dieses Wort bekommen haben?
    • Wie laute das Wort?
      • Wieso war das etwas Besonderes?
    • Wer ist der Herr?
      • Wer ist der „Christus des Herrn“?
    • Was meint das Wort „Christus“?
    • Wie könnte der Heilige Geist ihn angeregt haben? 27-28
    • Sprach Simeon die Eltern vor oder nach dem Opfer an?
    • Welcher Brauch ist gemeint?
      • Warum opferten sie? V. 22-24
      • Warum Tauben?
    • Was macht Simeon mit Jesus?
      • Warum und für was lobt Simeon Gott?
    • Was sagt Simeon zu Gott? 29
    • Was bekennt Simeon vor Gott und den Eltern von Jesus? 30
      • Wie ist das Wort „Heiland“ zu verstehen?
    • Zu welchem zweifachen Dienst wurde der „Christus des Herrn“ (V.26) zum Menschen Jesus? 31-32
    • WiereagiertenJesu Eltern darauf? 33
      • Wie alt war Jesus? V.22 und Parallelstelle
    • Wen segnete Simeon? 34
      • Durfte er segnen?
    • Zu wem spricht Simeon?
    • Was meint „zum Fall und zum Aufstehen“?
      • Wofür benutzen wir die Worte „das Fallen“ oder „fallen“?
      • Was meint hier „auferstehen“?
    • Welches Zeichen ist gemeint?
      • Was ist ein Zeichen in biblischer Sprache?
      • Warum wird ihm widersprochen?
    • Welches „Schwert“ wird durch Marias Seele dringen? 35
      • Was meint „damit“? Welches Ziel?
      • Was meint „vieler Herzen Gedanken“?
    • Was ist eine Prophetin? 36-37
    • Was wird über sie ausgesagt?
    • Wie kann man „mit Fasten und Beten Tag und Nacht dienen“?
    • Wo ist das Wunder in Vers 38? 38
    • Wer ist mit „von ihm“ gemeint?
    • Wer sind „alle“?
    • Was meint „Erlösung Jerusalems“?
      • Warum warteten sie? Wie warteten sie?
    • Was hat 2Kor 13,1b und 5Mo 19,15c mit unserem Text zu tun?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Das von Jahwe Gesagte (Ps 118,22f; Jes 8,14; 28,16), gilt von dem Kinde, ein christologisch höchst bedeutender Sachverhalt. … „Tröstet mein Volk!“ lautete das Gotteswort am Tiefpunkt der Geschichte des Gottesvolkes, mit dem die Wende eingeleitet wurde. Seitdem ist „Trost“ eines der Geheimworte, mit denen man sich das Kommende, den Kommenden ins Gedächtnis ruft. (Voigt)

o    Der Geist offenbart den Christus. Für das, was in diesem Kinde verborgen ist, hat der natürliche Mensch kein Organ. (Mt 16,17; 1Kor 2,14-16) … Gerettet wird, was verloren ist, nicht durch die höchste Steigerung des Menschlichen, sondern nur durch Gott selbst. Wobei Jesus nicht nur der Bote ist, der bekanntgibt, was Gott im Himmel für unser Heil tut, sondern eben der im Menschlichen gegenwärtig gewordene Gott. … Es scheint das Augenmerk des Simeon nicht auf das gerichtet zu sein, was dieses Kind bringen wird, sondern auf das, was es ist: “ein Licht zur …“ … Wir betonen gern, dass wir Gott für die Erfüllung unserer Weltaufgabe brauchen. Stattdessen wird uns in der Bibel immer wieder bewusst gemacht, dass Gott uns um seiner selbst willen wichtig sein müsste. … Nun nehmen die Dinge nicht mehr ihren Lauf, wie sie ihn ohne das Kommen des Retters genommen hätten. … Wie über alle Welt, so wird das in seinen Armen liegende Kind auch über ihn, den alten Simeon, zuletzt sein allesentscheidendes Wort sprechen. (Voigt)

o    Das Staunen ist der Anfang des betroffenen Glaubens, bevor er zum Verstehen durchfindet. (Schürmann zitiert bei Voigt) … In Christus wird Gottes Meinung, Wille, Gesinnung, Plan, Zusage, wird Gott selbst anschaubar. Dies ist wohl mit dem Wort Zeichen gemeint. … Gott spricht ein barmherziges „Ja“ zu seinen abtrünnigen Geschöpfen, und was er als Antwort hört ist deren „Nein“. … In Nazareth (4,23ff) wird das „Evangelium zur Passionsgeschichte“ werden. … Der Zusammenhang von Krippe und Kreuz will in der Predigt nicht nur behauptet, sondern verständlich gemacht werden. (Voigt)

o    Gott ist unter uns wie der Stein, an dem man zu Fall kommen – oder aber auf dem man stehen bzw. aufstehen und Stand gewinnen kann. … An ihm kann man zu Fall kommen: Wer ihn verwirft, verspielt die einzige Chance, das Heil im Frieden mit Gott zu finden. Wer seine Vergebung zurückweist, bleibt unter der Schuld und allen ihren Folgen. … Während ich jetzt noch versuchen kann, an diesem Christus vorbeizukommen,, wird er an seinem großen Tage so vor mir stehen und ich so vor ihm, dass ans Licht kommt, was auch im Finstern verborgen ist. Er will nicht, dass ich „falle“, sondern „aufstehe“. (Voigt)

o    Alte Hände fassen hier ein Kind an. – Es begegnen sich Zeiten! … Ein Evangelium für die Alten. … Die Augen erlöschen; aber was wesentlich und wichtig ist, das können Alte genauso gut sehen, wie die Jungen. … Immer mehr wurde Simeon Nachbar des Todes.“Lässt er mich im Stich? Hält Gott seine Zusage?“ Immer näher rückt die letzte Nacht. … Simeon wartet! (Bösinger)

o    Wir erlahmen in der Mission. Europa gleicht einer ausgebrannten Glühbirne, die nicht mehr leuchten kann. … Alle Wartenden werden noch jubeln (trotz aller Verfolgung). Und die Treue preisen, die das Warten krönt. Nicht die Treue der Wartenden! Sondern die Treue des Erwarteten: Er kommt, wir haben schon sein Zeichen. … Zeichen sind wehrlos! … „Es wird ein Schwert durch deine Seele gehen.“ So Simeon zu Maria und allen, die Jesus liebhaben. Sie werden teilhaben an dem Leiden des wehrlosen Zeichens Gottes. Sind wir bereit, die Niedrigkeit Jesu mitzuerleben, mitzuleiden? (Bösinger)

o    Rackower war Jude im Ghetto von Warschau, als die Deutschen es mit Flammenwerfern niederbrannten. „Roter Schein fällt durchs Fenster, und das Stück Himmel, das ich sehe, ist wie eine Blutkaskade … Mein Rabbi hat mir oft eine Geschichte erzählt von einem Juden, der mit Frau und Kind der spanischen Inquisition entfloh und mit einem kleinen Boot über das stürmische Meer zu einer steinigen Insel trieb. Es kam ein Blitz und erschlug die Frau. Es kam ein Sturm und schleuderte das Kind ins Meer. Allein, elend wie ein Stein, nackt und barfuß, ist der Jude weitergegangen und hat gesagt: ‚Gott, von Israel, du hast alles getan, dass ich nicht an dich glaube. Solltest du meinen, mich von meinem Wege abzubringen, so sage ich dir, mein Gott und Gott meiner Väter: Es wird dir nicht gelingen! Du kannst mich zu Tode peinigen – ich werde immer an dich glauben! Dir selbst zum Trotz.‘ Gelobt sei in alle Ewigkeit der Gott der Wahrheit und des Gesetzes, der bald wieder sein Gesicht der Welt zeigen und ihre Grundfesten mit seiner allmächtigen Stimme erschüttern wird!“ (zitiert bei Bösinger)

o    Simeon und Hanna verkörpern eine Frömmigkeit, die nicht in erster Linie eine große Erinnerung pflegt, sondern angespannte Erwartung und glühende Hoffnung ist. … Ein Zeichen ist eine hintergründige Wirklichkeit, an der etwas von den Geheimnissen Gottes erkannt und abgelesen werden kann. … Als die glaubende und gehorsame Magd des Herrn ist Maria ja das Urbild der glaubenden Kirche. … Der „Fall“ kann eben wirklich den Sturz in den Abgrund der Hölle, der Verdammnis und der Vernichtung bedeuten. Und die allerwenigsten unserer Predigthörer haben sich jemals klargemacht, dass der Mensch in diesem Sinne „fallen“ kann. … Das Schwert – eine große und unstillbare Traurigkeit darüber, dass so viele das Zeichen nicht sehen, nicht sehen wollen. (Stählin)

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