48-2 Die erste Gemeinde – Apg 02,41-47

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Apg 02,41a.42-47

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    Zu welchem Kontext gehört unser Text?

  • Was ist an diesem Tag alles passiert?
  • Stell es dir plastisch vor!

o    Wer sind „die“, die das Wort annahmen?                              41

o    Warum ließen sie sich taufen?

  • Was bedeutet die Taufe?
  • Was geschieht bei der Taufe?

o    Wozu wurden die Menschen „hinzugefügt“?

o    Was meint „beständig bleiben“?                                          42

  • Sie blieben in 4 Dingen beständig
  • Kläre die Bedeutung dieser Dinge!

o    Warum waren diese Punkte damals wichtig?

  • Sind sie auch heute noch wichtig?
  • Warum leben wir anders?

o    Welche Furcht ist hier gemeint?                                          43

  • Woher kam diese Furcht?
  • Was hat Furcht mit Wundern und Zeichen zu tun?

o    „alle Seelen“ – Welche Menschen sind damit gemeint?

o    Warum wird das betont, dass durch die Apostel Zeichen und Wunder geschahen?

  • Gibt es einen Unterschied zwischen Zeichen und Wundern?

o    Geschehen heute auch Wunder?

  • An welche erinnerst du dich aus dem letzten Jahr?

o    Was meint „gläubig“? Die Juden waren doch auch gläubig.    44

  • Welche zwei Kennzeichen waren typisch für die Jesusjünger?
  • Warum war das damals wichtig?
  • Sind sie auch heute noch wichtig?
  • Warum machen wir es anders?

o    Vers 45 ist eine Art Überleitung.                                          45

  • Welche Themenbereiche verbindet er?
  • Wer verkaufte etwas und warum?

o    Welche zwei Versammlungsarten gab es damals?                46

  • Beachte, dass sie parallel vorkamen!

o    Warum war das damals wichtig, sich sowohl im Tempel, als auch in den Häusern zu treffen??

  • Könnte das auch heute noch wichtig sein?
  • Warum machen wir es anders?

o    Wen könnten wir mal einladen?

  • Mit wem könntest du einfach mal fröhlich feiern?

o    Warum war es für die Jesusnachfolger damals wichtig, weiterhin in den Tempel zu gehen?

o    Was ist ein „lauteres Herz“?

o    Wie und mit welchen Formen lobten die ersten Christen Gott?

o    Was für eine Ausstrahlung hatten sie auf das Volk?

  • Was konnte „der Herr“ dadurch tun?

o    Wer ist „der Herr“?

  • Was meint dieses Wort „kyrios“?

o    „gerettet“ – Wovor? Wovon? Wozu? Weshalb?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

o

o

o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Das Wort hat gezündet, und nun versteht es sich von selbst, dass die, die zur Gemeinde stoßen, die Taufe empfangen. … Der Übergang von der „Erweckung“ zur normalen „Kirchlichkeit“ scheint mir hier gerade wichtig. (Voigt) Auch eine durchschlagende Predigt nimmt den Hörern die Entscheidung nicht ab. (de Boor)

o    Verzicht auf Privateigentum. … Die Stellen 4,36f und 5,4 lassen erkennen, dass die „Freiwilligkeit des Verzichts“ bewahrt blieb. (Voigt)

o    V.46: Zusammenkunft im Tempel, weil nur hier die Gesamtgemeinde beisammen sein konnte. (Voigt)

o    Es war schon etwas, wenn die Jesusjünger sich den Priestern unterstellten, die die Treibenden bei dem Vorgehen gegen Jesus gewesen waren. … Jesus ist ja nicht ein Stifter einer neuen Religion, sondern der Messias Israels. Jesus vollendete die Geschichte Gottes, die mit der Berufung Abrahams begonnen hatte. Wer Ihn als Messias erkannt hat, gehört nicht weniger, sondern erst recht in Israel hinein. Der Gedanke sich von Israel und seinem Tempel zu trennen, konnte jenen ersten Christen überhaupt nicht kommen. (de Boor)

o    Der Heilige Geist in unseren Herzen lässt uns jubeln und erzittern, Gott fürchten und ihn lieben. Dabei müssen wir darauf achten, dass das Wort „frohlocken“ (Freude in 46) immer „endzeitlichen“ Klang hat. … Wenn es jetzt in der Gemeinde diese Mahlzeiten voll Jubel und Lob Gottes gab bei aller äußerlichen Armut, dann waren diese Mahlzeiten schon ein Vorbild und Angeld des Hochzeitsmahles der Endzeit (1Petr 1,8). (de Boor)

o    Christ werden, heißt gerettet werden. (Voigt)

o    Dass sie, die Feinde Gottes und Mörder Jesu, zu diesen „Erlösten des Herrn“ gehören durften, das war ein immer neuer Grund dieses „Frohlockens“, das jetzt schon die Tage der jungen Gemeinde durchstrahlte. (de Boor)

o    Aus dem Pfingstwunder ist Gemeinde entstanden, und zwar Gemeinde mit fester gottesdienstlicher Gewohnheit und guter Ordnung. … Offenbar wünscht Lukas, die Gemeinde seiner Zeit, für die er schreibt, möge sich an diesem Urbild einer Gemeinde ausrichten. (Voigt)

o    V.47: Hier wirkt die Gemeinde durch das, was sie ist, und das, was in ihr geschieht. … Der Text hält uns den Spiegel vor. Was müsste geschehen, damit an dem Ort, an dem die Predigt zu halten ist, die Gemeinde die Chancen wahrnimmt, die ihr Glaube ihr gewährt, und damit sie denen, die noch nicht zu ihr gehören, Anlass zum Aufmerken gibt, vielleicht gar dazu, dass auch sie „gerettet werden“. (Voigt)

o    Die Gemeinde hat ihre Mitte im Gottesdienst mit seinen vier Schwerpunkten: Martyrie – Diakonie – Eucharistie – Ektenie, wobei Wort und Sakrament als die von Gott gesetzten und benutzten Heils- und Gnadenmittel Ursprung und Quelle ihres sichtbaren Lebens sind und bleiben. Die Kirche lebt nicht von ihren eigenen Aktivitäten, sondern von dem, was Gott tut. Worin die Kirche selbst tätig und – hoffentlich – rührig ist, das ist Antwort auf Gottes Tun, ist Echo, Dank. (Voigt)

o    Die Menschen hatten, als sie am Pfingstmorgen ihre Häuser verließen, nicht geahnt, wie anders sie wiederkommen würden. – Aber dem Tag der großen Wende folgen ungezählte andere, deren Inhalt die Stetigkeit, das Dranbleiben ist. Das Verb „proskaterein“ heißt beides: „sich eifrig beschäftigen“ und „festhalten“. Beides dürfte hier im Vers 42 gemeint sein. (Voigt)

o    Nun gehörte das Leben Jesus. Für Ihn, zu seinem Wohlgefallen sollte es gelebt werden. Wie sah das aus? Wie folgte man praktisch „den Fußspuren Jesu nach“ (1Petr2,21)? (de Boor)

o    Die Erweckung soll in der Leibhaftigkeit und im geordneten kirchlichen Leben nicht untergehen, aber sie soll hineinkommen. … Wir brauchen das Stetige, die Einübung, das Dranbleiben, den nicht abreißenden Kontakt. (Voigt)

o    Seelische Begeisterung verrauscht schnell, der Heilige Geist schafft Bleibendes. … Die Apostel entwickelten nicht theologische und dogmatische Gedanken, sondern erzählten, „was Jesus zu tun und zu lehren begann“ (1,1), erzählten, was sie mit Jesus erlebt hatten und überlieferten die Aussprüche, Reden und Gleichnisse des Herrn. Und die Hörer prägten sich alles ein. … Sie zeigten auf, wie das Leben, Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu den großen Verheißungen des Alten Bundes entsprachen. Jesus wurde erwiesen als die Erfüllung des Alten Testamentes, und das Alte Testament erschloss sich von Jesus her allen in einem neuen Licht. (de Boor)

o    Schwärmer wähnen sich im Himmel. Sünder aber wissen, dass sie des Heiligen bedürfen, weil sie nur so gerechtfertigt sind, dass sie von daher immer wieder Hilfe bekommen. Ohne Gottes Wirken in den Gnadenmitteln (Sakramente) blieben sie in ihrer Gottentfremdung, denn man hat nur, indem man empfängt. Evangelische Freiheit – ja. Ein Christ muss nicht am Gottesdienst der Gemeinde teilnehmen, aber er nimmt teil. Wie könnte er sich von der Stelle fernhalten, an der Gott zu finden ist? (Voigt)

o    Gott selbst will mit der Gemeinde reden (1Thess 2,13). Sie darf mit solcher Erwartung zum Gottesdienst kommen. (Voigt)

o    Dass die Gemeinde sich um ihren leibhaft gegenwärtigen Herrn sammelt, im Essen und Trinken an ihm selbst Anteil bekommt und, des Leibes Christi teilhaftig, selbst zu seinem Leibe wird (1Kor 10,16f): dies haben wir neu zu begreifen und einzuüben. Wir brauchen eine Verkündigung, die der Gemeinde das Verständnis des Sakraments aufschließt und ihr dazu Lust macht. (Voigt)

o    An 4,23ff kann man ablesen, wie Lukas sich das christliche Gemeindegebet vorstellt. Es lebt aus der Psalmenfrömmigkeit, auch aus dem christlichen Glaubensbekenntnis. Es wird sehr konkret, wo es auf die Situation der Gemeinde und der Welt zu sprechen kommt. Die Gemeinde soll wissen, dass sie mit ihrem Gebet solide Arbeit leistet. Gott will unser Gebet. … Die Gemeinde soll wissen, dass sie damit priesterlichen Dienst für die Welt tut, für alle Menschen also, auch für die, die selbst nicht beten können. … Je besser man den Sinn einer Sache begreift, desto mehr Kraft und Liebe wird man ihr widmen. (Voigt)

o    Psalmen und das „Achtzehn-Bitten-Gebet“ waren in aller Munde. Aber mit all diesem Beten waren sie dennoch „das verkehrte Geschlecht“ gewesen, dessen Beten nicht taugte. Nun ist ihnen das Anrufen des Vaters im Geist und in der Wahrheit geschenkt worden, der Kindesschrei aus einem vom Sohnesgeist erfüllten Herzen (Joh 4,24; Röm 8,15; Gal 4,6). (de Boor)

o    Was wir hier sehen (44f) ist eine Form urchristlicher Diakonie in der Gemeinde (6,1,ff) Niemand soll Not und Mangel leiden. Wer Hilfe braucht, dem soll geholfen werden. Unsere Gottesdienste lassen dieses diakonische Element allzu sehr vermissen. … Was müsste, was kann geschehen, damit Diakonie wieder Sache der Gemeinde, der gottesdienstlich versammelten Gemeinde wird? (Voigt)

o    Unser sonntägliches Kollektenopfer hat in der Regel allenfalls Symbolwert. In der Alten Kirche trug es, soweit es ums Materielle ging, die gesamte Diakonie der Kirche. (Voigt)

o    Vers 44 könnte man auch so übersetzen: „behandelten alles als ihnen allen in gleicher Weise gehörenden, gemeinsamen Besitz“. (de Boor)

o    Andere Gemeinden des Neuen Testamentes lassen solche Versuche der Gütergemeinschaft nicht erkennen. (Voigt)

o    Das Opfer, der Dienst, die Liebe müssen bleiben – das heißt für uns: Wir müssen sie wiedergewinnen. … Verstehe ich, was ich besitze, als Leihgabe Gottes, dann werde ich es dankbar nutzen, aber nicht gierig vermehren und zum Götzen machen. Ich werde es so einsetzen, dass es nicht nur mir, sondern auch anderen dient. Ich werde es darum nicht verteidigen, als ginge es ums Leben. Ich werde es diakonisch verwalten. Die Dinge, die in meiner Hand sind, Geld oder Sachwerte, habe ich für andere mit. (Voigt)

o    Keine diakonische Aufgabe dürfte an unserer mangelnden Finanzkraft scheitern. Schwieriger aber wird es, wenn wir nach Händen fragen, die etwas tun können. Wir leben so anspruchsvoll, dass wir voll damit ausgelastet sind, unsern eigenen Standard zu sichern. Wir haben keine Hand mehr frei. Was ist da bloß falsch? (Voigt)

o    Selbst muss man finden, was zu tun ist. Die Liebe fängt mit dem Sehen und dem Entdecken an. … Wie sollen wir voneinander wissen, wenn wir miteinander nicht mehr Kontakt haben? (Voigt)

o    Die Nötigung, in kleinen Gruppen zusammenzukommen, hatte ihr Gutes. Hier konnte man familiär miteinander leben. … Wir brauchen einander. Nicht zuletzt darum, weil wir unser Christsein situationsgerecht gestalten und bewähren müssen und dazu den Rat und die Erfahrung des anderen brauchen und ihm wiederum Rat und Erfahrung nicht schuldig bleiben dürfen. (Voigt) Es zog sie ganz von selbst zueinander. (de Boor)

o    Zum Glück lebt die Kirche nicht von dem, was uns gelingt, und sie geht auch nicht an dem zugrunde, was uns misslingt. Was der Herr selber seiner Kirche gibt und ermöglicht, das sollten wir, so gut es geht, annehmen und wahrnehmen. (Voigt)

o    Die „Furcht Gottes“ ist uns freilich fremd geworden, weil Gott uns fern und undeutlich wurde, ein bloßer Gedanke unseres Kopfes. … Für die Erretteten war es keine Angst vor Strafe. Es war vielmehr die heilige Scheu derer, die nun wirklich in der Gegenwart Gottes im Heiligen Geist und so „bei verzehrenden Feuer und der ewigen Glut wohnten“, von der Jes 33,14 sprach. Es ist die „Furcht“, die gerade Petrus den Glaubenden, als bleibendes Merkmal ihres ganzen Wandels wünscht (1Petr 1,17). (de Boor)

o    Der lebendige Gott ist seinem Wesen nach ein Gott der Wunder, ein Gott, der in die Wirklichkeiten des Lebens helfend, befreiend, heilend eingreift. … Man ahnte etwas davon, dass Gott noch etwas anderes sei als jene Gestalt alter Überlieferung, die man in hergebrachten Formen ohne besondere Erschütterung des Herzen „geglaubt“ und verehrt hatte. (de Boor)

o    So waren diese ersten Christen mit Gott und den Menschen im Frieden.

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