49-2 Die Frucht des Lichts – Eph 5,8b-14

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Eph 5,8b-14

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    In welchem Kontext steht unser Text?

o    Wie lebt man als Kinder des Lichts?                                               8

  • Warum nennt Paulus sie „Kinder des Lichts“?
  • Für wen sind sie Licht?

o    Wer sind die Kinder des Lichts im jüdischen Kontext?

o    Was ist Frucht?                                                                 9

  • Was ist der Unterschied zwischen „Frucht“ und „Werken“ (11)?
  • Hat die „Frucht des Lichts“ etwas mit den „Früchten des Geistes“ (5,22) zu tun?

o    Wie bringt Licht Frucht?

  • Was ist unter „Güte“ zu verstehen? à andere Übersetzungen
  • Was ist unter „Gerechtigkeit“ zu verstehen?
  • Was ist unter „Wahrheit“ zu verstehen?

o    Was ist prüfen?                                                                 10

  • Wie kann man „prüfen“? (vgl. Phil 1,9f)
  • Gibt es Prüfkriterien?

o    Was ist dem Herrn „wohlgefällig“?

o    Was meint „Gemeinschaft haben“?                                      11

  • Welche „Werke der Finsternis“ kennt die Bibel?
  • Warum bezeichnet Paulus sie als „unfruchtbar“?
  • Wessen Werke sind hier gemeint?

o    Was meint das Wort „aufdecken“?

o    Wie kann man die Werke aufdecken? Vgl. Joh 16,8-11; Mt 7,3ff

o    Was will das Wort „denn“ sagen?                                        12

o    Warum ist schon das Reden über heimlich Getanes „schändlich“?

  • Was ist mit „heimlich Getanes“ gemeint?

o    Wann werden all die Dinge „vom Licht aufgedeckt“?              13

  • Wie werden sie aufgedeckt?
  • Wie und vor wem wird sie „offenbar“?
  • Beachte: „aufdecken“ kommt in Vers 11 und 13 vor!

o    Wie kann aus den „Werken der Finsternis“ Licht werden?      (14/13b)

  • Beachte die Parallelstellen!
  • Ist hier das gleiche „Licht“ gemeint wie in den Versen 8+9?

o    „Darum heißt es“ – Wo steht so etwas geschrieben?

  • Worauf bezieht sich Paulus?

o    Welcher Schlaf ist gemeint?

o    Wie kann man von den Toten auferstehen?

  • Wann geschieht so etwas im geistlichen Leben?

o    Was ist die Folge vom „Aufwachen“ und „Aufstehen“?

o    Wie erleuchtet Christus einen Menschen?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

o

o

o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Im Vers 8 wird uns die Radikalität des Bruches, der im Leben eines jeden Gläubigen vorliegen muss, vor Augen gestellt. … Es soll durch diesen Gegensatz (Finsternis / Licht) die Radikalität der Bekehrung unterstrichen werden. (Rienecker)

o    „Gütigkeit“ (9) ist von Luther nicht richtig wiedergegeben. Es geht um das „Gutsein“ im umfassenden Sinne (Gal 5,22;Röm 15,14; 1Thess 1,11) (Voigt) Gütigkeit zeugt von Großmut. (Barclay) – Rechtschaffenheit

o    Gerechtigkeit besaß nach Auffassung der Griechen ein Mensch, der Gott und den Menschen gab, was ihnen zustand. Die Wahrheit ist nach neutestamentlichem Verständnis nicht nur etwas, was sich mit dem Verstand erfassen lässt, sondern es handelt sich dabei stets auch um ein sittliches Faktum. Wahrheit muss man nicht nur kennen, sondern man muss sie auch verwirklichen. (Barclay)

o    Wandeln im Licht wird zunächst konkret im „Prüfen“ und „Entscheiden“. (10f) … Was wir tun, soll Christus gefallen (Röm 12,1f) (Voigt)

o    Da die Läden in den Basaren des Orients einfache Räume ohne Fenster sind, geht der Käufer mit dem Stoff oder einem Gegenstand, den er erwerben möchte, auf die Straße, um es im Sonnenlicht zu betrachten und etwaige Mängel festzustellen. Nur wenn die Ware dieser Lichtprobe standhält, wird er sie kaufen. (Barclay)

o    Die Finsternis hat wohl Werke, aber keine Früchte, genauer: Sie hat fruchtlose Werke. … Alles was „ans Licht gezogen“ (13)wird, wird vom Licht zum „Erscheinen“ gebracht. Das Licht macht aus einem verborgen gehaltenen, und somit unserm Erkennen entzogenen Sachverhalt, ein „Phänomen“, etwas, was man wahrnimmt. (Voigt) … Wird etwas, das im Dunkel verschlossen war, vom Licht angestrahlt, dann wird es selbst – durch Reflektion – zur Lichtquelle. (Voigt)

o    Das undifferenzierte Schwarz in Schwarz kann sich nicht halten, wenn der Himmel hell wird. … Die Welt sieht anders aus, wenn sie hell beleuchtet ist. Sie bekommt Farbe und Gestalt. Die Sonne weckt Leben. Sie bewirkt Wachstum, Reife. Pflanzen brauchen Licht, Tiere und Menschen auch. Leben und Licht gehören zusammen. (Voigt)

o    Wie es in Kol 3,3-5 heißt: „ihr seid gestorben, … nun tötet“ so dürfte hier ein Getaufter angeredet sein: „Du bist auferweckt, … nun wach auf!“ Die Taufe ist etwas, was an uns geschieht; aber dieses Erfahrene will aufgegriffen, angeeignet, in eigener Entscheidung wahrgenommen und vollzogen sein. (Voigt)

o    Ethische Entscheidungen kann man nur im Wach sein treffen. Ein Toter hat sein Subjekt sein verloren. … Wachend nehmen wir unsere Aufgaben wahr, ergreifen wir die sich uns bietenden Möglichkeiten, bedenken wir die Grundsätze unseres Handelns, verwirklichen wir unser Bedachtes, Geplantes, Gewolltes. Nur im Wachen nehmen wir auch Gefahren wahr, – das Bedrohliche, das uns von außen oder auch von innen her attackiert oder listig umschleicht. (Voigt)

o    Man kann es an Wachheit fehlen lassen, mitten im laufenden Betrieb des Alltags. … Man kann auf voller Drehzahl laufen und dabei innerlich verschlafen sein. … Wer schläft, ist Objekt. … In vielen Dingen finden wir uns widerspruchslos damit ab, Objekte zu sein. Oft merken wir nicht, dass wir gar nicht leben, sondern „gelebt werden“. … Wir dämmern dahin. Mögen doch andere für uns denken. (Voigt)

o    Die hier gemeinte Wachheit ist ein geistlicher Sachverhalt. Höher als alle Vernunft, höher als alle Psychologie. „Wach auf!“ bedeutet zugleich: Greif zu! Verpass Christus nicht! (Voigt)

o    Wir erwachen und stehen auf in den wunderbaren Christusmorgen hinein. … Was auch immer gegen uns spricht: Wir sind geliebt (V.2). Was auch immer in unserem Leben uns irreparabel verpfuscht und verdorben scheint: Wir haben eine enorme Perspektive (2,6-10). Es lohnt sich zu leben. Der Horizont ist hell und wird immer heller. (Voigt)

o    Verstehen wir Wahrheit einmal als Erkennen von Wirklichkeit, als ihr Deutlich- und Verstehbar werden, dann wird, wo Licht ist, Wahrheit sein. … Die Sünde, die unser Leben und das der großen Welt bedroht und zugrunde richtet, braucht – als Element, in dem sie gedeihen kann – die Finsternis. … Will Wahrheit Wirklichkeit beschreiben, deuten, verständlich machen, dann muss sie die unbekannten Dimensionen mit einschließen, und es muss in „Räume (Bereiche)“ hineingeleuchtet(!) werden, die uns natürlicherweise verborgen sind. (Voigt)

o    Der Text sagt mit zwei Verben aus, worauf es hier ankommt: Prüfen und Aufdecken. … Das Moralische versteht sich immer von selbst. Der Wille Gottes nicht. Zu leicht geben wir die Gedanken des eigenen Herzens als den Willen Gottes aus. Wer sich ein bisschen kennt, weiß, wie gewandt wir darin sind, unser törichtes Verlangen theologisch tiefgründig zu rechtfertigen. Wir müssen uns selbst prüfen, aber auch die zu erwartenden Folgen unserer Entscheidung, die Wirkung im Einzelfall, die Wirkung als Beispiel und Präzedenzfall, die Prioritäten in Konfliktfällen usw. (Voigt)

o    Was wir tun, soll „dem Herrn wohlgefällig“ (10) sein. Auf sein Einverständnis kommt es an. Menschen gefallen wollen, macht unfrei (Gal 1,10); sich im Einverständnis mit Christus wissen, bedeutet eine letzte, tiefste Freiheit. (Voigt)

o    Zeigt positives Christentum, wandelt als Kinder des Lichts, dann muss die Welt von selber erkennen, dass hier etwas ganz anderes vorliegt! Dann wird sie von sich aus die Gemeinschaft mit euch aufgeben, denn die Finsternis hasst das Licht. Die Gemeinde als die sich absondernde schwebt stets in der Gefahr, im Negativen steckenzubleiben, im Nein-Sagen zu verkümmern. Diese Gefahr ist dort überwunden, wo die Gläubigen sich in dem Sinne von der Welt absondern, in dem sie „als Kinder des Lichts wandeln“. (Rienecker)

o    Was wir bewusst verheimlichen, weiß Gott, und er zieht es ans Licht. … Wenn es wirklich darum geht, aufzudecken, was das Licht scheut, wird meist ein Risiko damit verbunden sein. Ein nörglerisches Besserwissen wird uns vergehen, wenn wir in den Ernstfall geraten. … Was tun wir für Menschen, die Opfer der Sünde, der Geschäftemacherei, der List und Gewalt, des Rassenwahns und der Tyrannei sind und werden? (Voigt)

o    Das Licht ist nicht nur unbarmherzig, indem es schonungslos aufdeckt, was sich verkroch und tarnte. Wer ihm standhält, wird merken, dass es zugleich barmherzig ist. Vielleicht ist Vers 14a (13b) so zu deuten: Was eben noch im Dunkel war, fängt selbst an zu leuchten, wenn es vom Licht beschienen wird. Wer keine Vergebung kennt, kann sich von seinem Bösen nicht lossagen. … Wer von Gnade weiß, kann unbesorgt kapitulieren. (Voigt)

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