23-1 Die bösen Weingärtner – Mk 12,1-12

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Mk 12,1-12

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Zu wem beginnt Jesus zu reden? 1
    • Was sind Gleichnisse?
    • Wann findet dieses Gespräch statt? à Kontext
  • Für wen wird das Bild des Weinbergs oft in der Bibel gebraucht?
    • Lies Jesaja 5
  • Welche „Zeit“ (kairos) ist hier gemeint? 2
    • Wie lange musste man auf die ersten Früchte warten?
      • 3Mo 19,23-25!!!
    • Um welchen Anteil geht es?
  • Was taten die Pächter mit den Knechten des Besitzers? 3-5
  • „der geliebte Sohn“! 6
    • Schätzt der Besitzer die Pächter falsch ein?
  • Warum sind die Pächter so böse? 7-8
  • Was will Jesus mit diesem Gleichnis Wem sagen? 9-11
    • Wer ist der Herr des Weinbergs?
    • Wer sind die Pächter?
    • Wer sind die „Anderen“? 9
  • Wer ist der Stein, wer die Bauleute? 10
  • Wie ist aus dem verworfenen Stein der Eckstein geworden?
  • Was hat der Herr getan?
    • Um welches Wunder geht es?
  • Wer sind „sie“ im Vers 12? 12
    • Warum wollen sie Jesus ergreifen?
    • Warum fürchten sie sich vor dem Volk?
    • Was verstanden sie? Was wollte Jesus ihnen sagen?
    • Warum handeln sie nicht?

 

  • Was wollte Jesus mit diesem Gleichnis Wem sagen?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Das griechische Wort für Knecht „doulos“ ist ein Titel für Propheten. … Die Pächter haben offensichtlich den Rechtssatz vor Augen, dass der Nachlass eines Proselyten, der ohne Hinterlassung von Erben starb, als herrenlos galt. (Voigt)

o    Noch bleibt über dem Ganzen der Schleier des Messias-Geheimnisses: Es wird ja alles nur im Gleichnis gesagt; doch aber so, dass kein Missverständnis möglich ist. … In 11,28 wird Jesus gefragt: „Kraft welcher Befugnis tust du das?“ – genau in der Verlängerung dieser Linie liegt die Gleichnisaussage. … Das Gleichnis zeigt, dass Jesus sterben muss, weil Gott selbst in der Wahrnehmung des Rechts an seinem Weinberg (Israel) immer wieder scheitert, obwohl Er es an Geduld und Ausdauer nicht hat fehlen lassen. (Voigt)

o    Das Gleichnis antwortet noch nicht auf die Frage, wozu Jesus sterben muss; es fragt, warum Er stirbt. (Voigt)

o    Was für ein Mann ist das, der von Mal zu Mal hofft, die Pächter werden ihre Gesinnung geändert haben! So ist nur Gott. Aber eben: So ist ER. (Voigt)

o    Nicht wir arbeiten, damit Gott leben kann. Sondern weil Gott schafft und gibt, können wir leben und arbeiten. … Israel und wir alle sind Gott fortgesetzt schuldig geblieben, was er von uns zu erwarten und zu fordern hat. … Gott will sein Recht. Er will Früchte. (Voigt)

o    Man übersehe nicht, Gott hat Menschen geopfert in dieser langen Geschichte seiner Mühen um uns. … Wir müssen uns klarmachen, dass diese Leiden nötig wurden, weil Gott an uns immer wieder abgeprallt ist. Wir leben von Opfern, die andere für uns erbracht haben. (Voigt)

o    Für Markus ist vom ersten Satz an klar: Jesus ist der Sohn (Gottes 1,1). … Der Sohn hat einzufordern, was dem Vater zusteht. … Indem der Sohn auftritt, erscheint der Erbe. … Die Frage, wieso ER mehr ist als ein Prophet, ist auf die Dauer nicht beiseite zu schieben. … Sie sollen wissen, wen sie im Begriff sind umzubringen. (Voigt)

o    Gott bemüht sich um seine Feinde, um ihre Einsicht, um die Anerkennung seines Rechts durch sie. Sein Weg ist der der Gewaltlosigkeit. … Aber es zeigt sich, dass man sich mit perfekter Religion am sichersten vor Gott abschirmen, schlimmer noch, mörderisch an ihm vergreifen kann. (Voigt)

o    Dies also passiert, wenn Gott den Menschen in die Hände fällt oder – es ist in Wirklichkeit noch aufregender – sich ungenötigt in ihre Hand begibt. … Gott darf uns nicht zu nahe treten. Gott darf uns nicht stören. Wir verwalten und bearbeiten seinen Weinberg nicht für ihn, sondern für uns. (Voigt)

o    Ps 118 ist die Dankliederzählung eines, der dem Tode geweiht schien und den Gott dem Verderben entrissen hat. Das Wunder vor unseren Augen: Gott macht am Karfreitag nicht Schluss, sondern setzt am dritten Tag den Neubeginn. Man nehme es nicht als eine Selbstverständlichkeit, dass Gott „weitermacht“. Er könnte uns fallenlassen. Er hätte an sich selbst genug, und nach dem Karfreitag hätte er Grund, uns preiszugeben. Indem er den von den Menschen Verworfenen annimmt, nimmt er auch die an, für die dieser Verworfene sich hat verwerfen lassen. (Voigt)

o    Die Hohenpriester sollen die Ungeheuerlichkeit ihres Neins gegen den letzten Boten Gottes und den Grundstein des neuen Tempels erkennen. (Pohl)

o    Nur vertrauenswürdige Menschen kamen für die Pacht in Frage. So scheidet hier ein Freund von seinen Freunden. … Aber auf der Gegenseite muss sich eine unheimliche Verwandlung vollzogen haben. … Dem Besitzer ging es nicht mehr um Geld, sondern um Zurückgewinnung des Vertrauens. … Die Verse 6-8 bringen eine letzte Steigerung. Bosheit und Liebe steigern sich noch einmal. (Pohl)

o    Isaak-Typologie; Josef-Typologie; Abba, lieber Vater! … Weil er der letzte ist, den Gott hat, weil Gott sich mit ihm völlig verausgabt und sein Alles an Liebe und Langmut ausschüttet, sollten sie ihn hören, unbedingt! (Pohl)

o    „Das ist der Erbe“ Der Mord geschieht also nicht, weil sie ihn nicht kennen, sondern weil sie ihn identifizieren. .. Sie wollten selbst Besitzer sein, wollten sein wie Gott. (Pohl)

o    Josephsregel: 1Mo 50,20; 45,5-8; Apg 4,11

o    Der getötete Sohn wird zum Eckstein, zum Lebensgrund für den neuen Tempel und für ein heiliges Priestervolk aus allen Völkern. Mk 14,58;15,29.38; 2Petr 2,4-10 (Pohl)

o    Das hier wiedergegebene Gleichnis bildet bis zu einem gewissen Grade eine Ausnahme, als eine Art Kreuzung zwischen Allegorie und Parabel. … Der Besitzer des Weinbergs ist Gott, der Weinberg selber das Volk Israel (Jes5,1-7) usw. … Ohne zu überlegen, konnten die Hörer die Identifikation vornehmen, weil ihnen alle Bilder vertraut waren. (Barclay)

o    Wir erfahren im Gleichnis etwas über Gott: Er besitzt Freigiebigkeit, Vertrauen, Geduld und Gerechtigkeit. (Barclay)

o    Wir erfahren darin etwas über Jesus: Er ist nicht ein Knecht, sondern der Sohn. Er wusste, dass er sterben muss. Er war seines Triumphes und seiner Rechtfertigung gewiss. (Barclay)

o    Wir erfahren etwas über den Menschen. Immer noch glauben die Menschen, sie könnten sich gegen Gott vergehen und davonkommen. Wer Vorrechte und Verantwortungen zurückweist, muss zusehen, wie diese andern übergeben werden. (Barclay)

o    Zum Zitat aus Ps 118: In der Zeit des Alten Testamentes hielten sich die großen Völker für die Baumeister der Welt. Sie hielten das Volk Israel für unbedeutend und unangesehen. (Barclay) – Wie heute viele Menschen.

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