54-2 Die Liebe ist von Gott – 1Joh 4,7-12

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1Joh 4,7-12

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Wer ist mit „ihr Lieben“ gemeint? 7
    • Was für eine innere Beziehung wird damit ausgedrückt?
    • Welche Menschen könntest du ehrlichen Herzens so anreden?
  • Welche anderen „einander“ Worte aus dem NT kennst du?
  • Wie liebt man?
    • Woran kann man erkennen, dass man liebt?
  • Warum ist die Liebe von Gott?
  • Warum können nur Wiedergeborene lieben?
    • Können nur Wiedergeborene lieben?
    • Wie meint Johannes diese Stelle?
  • Wie verstehst du den Satz: „Gott ist Liebe“? 8
    • Will Johannes im Vers 8 sagen, dass Christen, die nicht lieben, in Wirklichkeit keine Christen sind?
  • Was soll mit dem Wort „denn“ begründet werden?
  • Wie erschien Gottes Liebe? 9
    • Stell dir das bildlich vor!
  • Wer ist mit „uns“ und mit „wir“ gemeint?
    • Was ist mit „Welt“ gemeint? à Lexikon
  • Wie kann man „durch den Sohn“ leben?
  • Was ist das Fundament / der Ursprung der Liebe? 10
    • Wie hat ER uns geliebt?
  • Warum wird hier die „Versöhnung für unsere Sünden“ hervorgehoben?
  • Wiederholung der Anrede! 11
    • Wer ist gemeint?
  • Was ist mit „so geliebt“ gemeint?
    • Wer soll sich untereinander lieben?
    • Warum?
  • Wie könnte „untereinander lieben“ damals ausgesehen haben?
    • Warum schreibt der Apostel „sollen“?
    • Was ist der Grund für diesen „Zwang“?
  • 12a ist sicher gegen gnostische Irrlehrer geschrieben. 12
  • Was ist anstelle der Visionen für das Gemeindeleben wichtig?
  • Wie kann man sich untereinander lieben?
    • Beachte die erneute Wiederholung (7.11.12) in unserem Abschnitt!
  • Meditiere darüber, wie „untereinander lieben“ aussehen könnte.
  • Was sind die Konsequenzen für uns, wenn Gott „in uns bleibt“?
  • Was meint, dass „seine Liebe in uns vollkommen ist“?
    • Suche nach 2 Beispielen für die „vollkommene Gottesliebe“ in Menschen?
    • Wie kann Liebe vollkommen sein?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

o

o

o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

 

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    In immer neuen Anläufen greift unser Brief das Thema der Bruderliebe auf. … Wie schon in dem Abschnitt 2,28-3,24 geht die Bekämpfung christologischer Irrlehre mit der Kritik an der Vernachlässigung bzw. Missachtung der Liebespflicht einher. (Voigt)

o    Immer wieder ist in diesem Brief das Leben der Gemeinde das eigentliche Thema. (de Boor)

o    Als von Gott Geliebte sind wir einander Liebe schuldig. (Voigt)

o    Die Gottgezeugten (7) sind Kinder Gottes (3,1.10;5,2). (Voigt)

o    In diesen 6 Versen kommt der griech. Wortstamm „agap“ (lieben) 15mal vor. … Das Evangelium für diesen Sonntag ist der Barmherzige Samariter. (Voigt)

o    „Die Liebe hat ihren Ursprung in Gott“ (7). Diesen Hintergrund muss man sehen, wenn man von Liebe spricht und – lieben will. (Voigt)

o    „Liebe“ ist eine total neue Existenzweise, die „aus Gott“ stammt und Gottes Wesen an sich trägt. (de Boor)

o    Nur wer von dieser Geburt aus Gott her „liebt“, „erkennt Gott“ (7). Es geht dabei um jenes biblische „Erkennen“, das nicht in richtigen Gedanken über Gott besteht, sondern nur in einer Lebens- und Wesensgemeinschaft mit Ihm sich vollziehen kann. (de Boor)

o    Am 1. Sonntag nach Trinitatis wurde über 1Joh 4,16b-21 gepredigt. Hier die wichtigsten Berührungspunkte: Gottesliebe und Bruderliebe gehören zusammen (7b.8a + 21). Gott ist Liebe (8b + 16b). Nur indem wir lieben, bleibt Gott in uns (12 + 16b). Gott kann man nicht sehen, aber den Bruder sieht man (12 + 20). Gott macht im Lieben den Anfang (10f + 19). (Voigt)

o    Liebe gesetzlich verstanden, müsste aus der Energie leben, die sich in uns selbst findet bzw. die wir in uns „generieren“. … Nach Meinung des Textes wird diese Energie gar nicht in uns erzeugt, sondern sie fließt in einem Stromkreis, an den wir angeschlossen sind, der aber seine Energiequelle woanders hat. … Unterbrechen wir den Stromkreis, dann fließt eben kein Strom. Die Leistung des „Generators“ wird bei ausgeschaltetem Strom nicht „effektiv“. (Voigt)

o    Gottes Liebe und unsere Liebe – zu Ihm und unseren Mitmenschen – bilden einen Kreis, in dem es strömt und fließt und in dem darum Gott und wir in der Liebe ein lebendiges Ganzes bilden. (Voigt)

o    „Geliebte“ – Sie sollen wissen, dass ihm an ihnen gelegen ist, dass er sich ihnen verbunden weiß, dass er sie ernst nimmt, ihnen zur Verfügung steht, ihr Bestes als sein eigenstes Interesse ansieht, sich also für sie einsetzt, für sie wirkt, für sie Opfer bringt, Zeit hat, Aufmerksamkeit, Anteilnahme, Verstehen. (Voigt)

o    Dem „Sein von der Welt her“ steht das Sein aus Gott entgegen (7) oder das Sein aus der Wahrheit. (Voigt)

o    Der Mensch existiert nie aus eigener Macht. Er kann sich nur der ihn beherrschenden Macht anvertrauen. In der Begegnung mit Christus ist er vor die Frage gestellt, ob er in dem alten Sein bleiben will oder nicht. (Voigt)

o    Ist die Liebe „aus Gott“, dann entsteht sie eben nicht aus dem eigenen Vermögen des verlorenen Menschen, sondern durch Gottes Tun. Dann hat sie also auch die Art Gottes an sich. Dann fließt in ihr die Energie Gottes. (Voigt)

o    Die Grammatik von Vers 8 sagt, dass hier einer gar nicht lieben „mag“. Sein „Nichtlieben“ ist nicht einfach ein persönliches Missgeschick, es ist mit Schuld belastet. (de Boor)

o    Die Liebe sucht nicht die Sensation – ganz im Gegenteil. Sie tut ihr Werk möglichst unbemerkt. Aber sie würde bemerkt werden. Die Sprache der Liebe wird verstanden, über sämtliche Sprach-, Vokabular- und Weltanschauungsbarrieren hinweg. (Voigt)

o    Gottes innerstes Wesen ist „Liebe“. Aus ihr fließt dann auch seine „Gerechtigkeit“, die schon im AT und vollends im NT (Röm 1,17) helfende, gerecht machende Gerechtigkeit auf Grund der Liebe ist. … Hosea wie Jeremia erkennen, dass diese Liebe Leid tragen muss wegen der Treulosigkeit des Bundesvolkes. Und sie kann in verzehrenden Zorn geraten über seine ehebrecherische Art. Aber „Gott ist Liebe“ hat kein Prophet zu sagen gewagt. (de Boor)

o    Der Fehlbetrag an Liebe in uns geht wahrscheinlich in den meisten Fällen auf unser eigenes Konto. Wir sind überaus stark mit uns selbst beschäftigt. Unser Recht, unser Standpunkt, unsere Bewegungsfreiheit, unsere Wünsche, unsere Schmerzen und Schwierigkeiten, der Mangel an Anerkennung und Erfolg – das muss doch jeder verstehen, dass man damit voll ausgefüllt sein kann. (Voigt)

o    Nötiger als das Reden von der Liebe ist das Tun. Ist der Stromkreis geschlossen – oder gerade dort unterbrochen, wo ich stehe? Vers 8! … Unser ganzes Christsein ist in Frage gestellt, wenn es bei uns keinen Kontakt gibt und sich nichts ereignet (im Bild gesprochen: weder Licht, noch Kraft, noch Wärme). (Voigt)

o    Unser Brief ist unerbitterlich: „Wer nicht lieb hat, der kennt Gott nicht!“ … Das Bild vom Stromkreis der Gottesliebe kann einen quälen. (Voigt)

o    Die Liebe hat ihre Wirklichkeit (10) nicht darin, dass wir lieben, sondern dass Gott liebt. (Voigt)

o    Gottes Liebe „wurde offenbar“ in unserer Mitte, in der Menschheitsgeschichte, zu einer bestimmten geschichtlichen Zeit und an einem bestimmten geschichtlichen Ort. (de Boor)

o    Es geht um die übergreifende Frage, wie es überhaupt zur Liebe kommt. Klare Antwort: „Nicht, dass wir Gott geliebt hätten, sondern er hat uns geliebt. (10)“ (Voigt)

o    Bei uns war keine Liebe zu Gott vorhanden, aber Er hat selbst Liebe zu uns Ereignis werden lassen. Einem lieblosen Zustand begegnet Gott mit der großen einmaligen Tat seiner Liebe. Sie besteht darin, dass er seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat. (Voigt)

o    Es ist der geheimnisvolle, gerade in den äußersten Lagen unseres Lebens und unserer Schuld erprobte Tatbestand: der Sohn Gottes ist mit seinem Kommen, Leben, Lieben, Leiden und Sterben am Fluchholz die „Versöhnung“, die unser Gewissen wahrhaft still macht und die Last unserer Schuld von uns nimmt. Erklären lässt es sich nicht. (de Boor)

o    Die in Jesus Christus konkret werden Gottesliebe bewirkt Versöhnung, genauer: Beseitigung der Sünde als Schuld Gott gegenüber. Es ist für das Verständnis „der Versöhnung“ im NT von entscheidender Bedeutung, dass hier nicht mehr – wie im AT – an eine Einwirkung des Menschen auf Gott gedacht ist, sondern an Gottes eigenes Handeln, durch das er alles, was sein Verhältnis zu uns und unser Verhältnis zu Ihm belastet, aus der Welt schafft. (2Kor 5 – Karfreitag) Das Lamm Gottes trägt die Sünde der Welt davon Joh 1,19. Hier ist Liebe Gottes „sichtbar geworden“ (9). (Voigt)

o    „Liebe“ erkennt man am „Geben“. Große Liebe schenkt Großes, schenkt das Beste und Liebste. Gott gab „seinen Sohn, den einzigen“. … Gott weiß es, was wir mit seinem Sohn tun werden. Gott sah vor sich das Ende des Geliebten am Kreuz. Und Gott sendet ihn doch und legt selber ihm dieses Ende auf; zu unserer Errettung, die auf keine andere Weise gewirkt werden konnte. … Da ist seine Liebe in ihrer unbegreiflichen Größe „unter uns offenbar“. (de Boor)

o    Und warum tut Gott das? Will er damit irgendetwas für sich erreichen oder gewinnen? Nein, er tut es, „damit wir durch Ihn leben sollen“. (de Boor)

o    Gottes Liebe bringt uns mit ihrem ungeheuren Opfer zu jenem „Leben“, das selber wieder „Lieben“ ist. (de Boor)

o    Wer dies einmal kapiert hat, für den wird Nicht-Lieben zu einer inneren Unmöglichkeit, denn er wird von dem, was Gott ihm getan hat, aufs tiefste betroffen und überwältigt sein. „So lieb hat er mich!“ (Voigt)

o    Für alles wahrhaft christliche Denken ist es wesentlich, dass Gabe und Aufgabe, Indikativ und Imperativ unlöslich zusammengehören. (de Boor)

o    Aber Liebe in der Wirklichkeit? Der liebe Nächste macht es einem oft sauer. Schlimmer noch: Er will sich sowieso oft einfach nicht lieben lassen. Wirklich stichhaltige Menschenliebe kann nur Sünderliebe sein. Man könnte aus Vers 9+10 dies entnehmen: An Gott selbst studieren wir, wie Liebe, wenn sie recht ist, die Widerstände der Feindseligkeit durchbricht, sich also aus dem Zwang reaktiven Handelns löst und – unter vollem Risiko – neue Anfänge setzt. Die Liebe scheut vor nichts zurück. (Voigt)

o    Begreife doch, dass Gott es mit dir selbst nicht weniger schwer hatte und hat als du mit deinem Mitmenschen. Gott – mein Vorbild? Und Ich – der Gegenstand seiner alles einsetzenden Liebe! Seit ich weiß, wie schwer Gott es sich mit mir gemacht hat, als er mich wiederhaben wollte, werde ich mich nicht mehr über meinen (zugegeben: schwer auszustehenden) Nebenmann beklagen. (Voigt)

o    Es gibt die Möglichkeit, dass auch dann, wenn die Realität Gottes gedanklich bejaht ist, die Unsichtbarkeit Gottes zur Existenznot wird, oder noch schlimmer: – so, dass diese Not nicht einmal mehr als Not empfunden wird. Gibt es hier einen Ausweg? (Voigt)

o    Wer Gott erkennen will, sollte sich auf Seine Liebe einlassen – im doppelten Sinne: so, dass er sich lieben lässt – und dass er sich selbst in den Stromkreis der Liebe einschaltet, also im Lieben auch aktiv wird. (Voigt)

o    Es gibt überhaupt im Glauben keine Erkenntnis, ohne dass man sich auf die geglaubte Sache einlässt. Wir verlangen so oft, dass Gott sich und sein Tun zunächst einmal unverbindlich präsentiert, damit wir uns, aus sicherem Abstand heraus, eine Meinung bilden können. Falls dann das Angebotene Gefallen findet, werden wir vielleicht zufassen. Aber Gott präsentiert sich nicht für Zuschauer (Joh 7,17). Man muss die uns zugewandte Gottesliebe im praktischen Leben realisieren, und dann wird man etwas davon merken, was es mit diesem Gott auf sich hat, dem man diese Liebe und alles verdankt. (Voigt)

o    Was kann Gott hindern, in freier Gnade seine Liebe „vollendet“, „vollkommen“ (12) in uns wohnen zu lassen? … Wenn wir einander lieben und in der Liebe leben, dann ist Gottes Liebe in uns „zum vollen Ziel gekommen“. (de Boor)

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