56-6 Eden – des Herrn Garten – 1Mo 2,4-15

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1.Mose 2,4b-9(10-14)15

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    Vergleiche mit 1,1                                                              4b

  • Wann schuf Gott die Erde und die Himmel?

o    „Erde und Himmel“ ßà Himmel und Erde (1,1)

  • Warum dieser Unterschied?

o    Welche Gottesnamen werden hier gebraucht?

  • Was bedeuten sie?

o    Wie wird die Zeit vor der Erschaffung des Menschen beschrieben? 5-6

  • Waren die Pflanzen schon geschaffen?
  • Wenn ja, in welchem Zustand waren sie?
  • Welche Rolle spielt der Regen?

o    Vier verneinende Punkte um den damaligen Zustand zu beschreiben!

o    Welche Eigenschaft des Menschen wird genannt?

o    „aber“         Das zweite ABER der Bibel!                              6

  • Wo ist das erste?
  • Was will dieses Wort sagen?

o    Woher kommt der Nebel? (andere Übersetzung: Grundwasser)

  • Tau ist bis heute in manchen Gegenden wichtiger als Regen!

o    Wer machte den Menschen?                                              7

  • Aus welchem Material?
  • Warum schuf Gott den Menschen?

o    Was ist der „Odem des Lebens“?

o    Was meint die Bibel mit „lebendiges Wesen“?

  • Sind auch Tiere „lebendige Wesen“, oder hat das etwas mit dem „Bild Gottes“ (1Mo 1,26-27) zu tun?

o    Was tut Gott für den Menschen?                                         8

o    „Gegen Osten“ – Von wo aus?

  • Wo war Eden, das Paradies?

o    Wozu sollte der Garten dienen?

o    Was pflanzte Gott?                                                            9

  • Welches Zentrum hatte der Garten?

o    Was ist „Erkenntnis“

  • Warum hatten Adam und Eva keine Erkenntnis über gut und böse? (Vers 17)
  • Warum wollte Gott nicht, dass die Menschen diese Erkenntnis bekommen?

o    Welche Bäume waren verlockend anzusehen?

  • Welche Früchte schmeckten?

o    Welche zwei Aufgaben bekommt der Mensch?                     15

  • Wer gibt ihm diese Aufgabe?
  • Für wen soll er den Garten bebauen?
  • Wovor soll er ihn bewahren?

o    Warum bekam der Mensch als einziges irdisches Wesen eine Aufgabe?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

o

o

o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Was 1Mo 2 mit Evangelium und Epistel des Sonntags verbindet, ist im Ganzen des Texten ein Teilaspekt: Gott sorgt für den Menschen. Der Text darf aber darauf nicht eingeengt werden. (Voigt)

o    Bist du ein veredelter Affe, oder ein Geschöpf Gottes?

o    Das Schönste was Gott geschaffen hat, vertraute er dem Menschen an.

o    Die traditionelle jüdische Bibelexegese bekennt sich bis heute zur Quelleneinheit. … In 1Mo2 ist es nicht mehr die Geschichte Gottes mit der Welt, sondern die Geschichte des Geschöpfes in dieser Welt. … Die beiden Berichte ergänzen sich, das Umfassende wird durch das Detail ergänzt. Widersprüche zwischen den Berichten will die traditionelle jüdische Exegese nicht anerkennen. (Gradwohl)

o    Des Menschen tun führt zu einem ‚Wendepunkt in der Entwicklung der Natur. Er betet und er arbeitet. Er betet um den Segen des Regens, und er arbeitet auf dem Feld und im Bemühen um das Verständnis der Tora, der „Lehre“ und „Weisung“ Gottes. (Gradwohl)

o    Die Unvergänglichkeit mangelt den Tieren, die nicht wie die Menschen „eine Schöpfung aus dem Unteren (= dem irdischen Bereich) und eine Schöpfung aus dem Oberen (= dem Überirdischen Bereich) sind. Beim Menschen gilt im Zeitpunkt des Sterbens die Aussage von Prediger 12,7. (Gradwohl)

o    Was die „Seele“ ist, lässt sich genauer nicht definieren. … Die Lokalisierung von Eden ist nicht möglich. … Der Garten ist im übrigen nicht identisch mit Eden. (Gradwohl)

o    Das Paradies muss bearbeitet und behütet werden, damit aus ihm kein Müllhaufen wird. Der mit Vernunft ausgestattete Mensch wird von Gott zum Wächter bestellt. … Welche Arbeit gibt es aber im Garten zu tun, nachdem die Früchte von selbst wachsen, die dem Menschen zur Nahrung bestimmt sind? … Adam soll – so sagt ihm Gott – nicht in den Tag hineinleben, sondern seine Zeit nutzen. (Gradwohl)

o    Zwei Seiten hat die Stellung des Menschen zur Erde: er darf sie beherrschen, und er muss ihr, um seine Nahrung zu gewinnen, dienen(B. Jacob zitiert in Gradwohl)

o    Die griechischen, lateinischen und syrischen Übersetzungen sprechen von einer „Quelle“. (Bräumer) – anstatt vom Nebel in Vers 6

o    Der Begriff „näphäsch“ – Seele hat im Alten Testament neben der Grundbedeutung „Leben“ und „Lebewesen“ noch die Bedeutungen: „Hauch, Atem, Kehle, Schlund, Verlangen, Wunsch, Begehr, Gier und Begier“, außerdem „hungrige, hoffende, begehrende, betrübte, freudige, liebende oder hassende Seele“. (Bräumer)

o    Das Leben war für den ersten Menschen nichts Problematisches, auch kein zu Erstrebendes oder zu Erraffendes, denn der Mensch hatte das von Gott gegebene Leben. (Bräumer)

o    Urgeschichte spricht von der Welt als ganzer, von dem, was sich immer wieder neu ereignet. (Voigt)

o    Erst in der Erschaffung der Frau kommt die Schöpfung des Menschen an ihr Ziel. … Gott sorgt für den Menschen (der freilich seinerseits für den Garten zu sorgen hat). (Voigt)

o    „Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat“, formuliert Luther und trifft damit den biblischen Denkansatz in geradezu verblüffender Weise. … Ich soll mich in dem, was hier gesagt ist wiedererkennen. „Da machte Gott der Herr den Menschen“. (Voigt)

o    Der Mensch ist ein Stück Welt – geschaffen „samt allen Kreaturen“, ja, aus dem ganz „irdischen“ Stoff. Darin liegt zunächst die Einsicht in die Niedrigkeit und Nichtigkeit des Menschen. „Du bist Erde und sollst zu Erde werden“ (3,19). Er ist Kreatur mit anderen Kreaturen, ja er ist aus dem Wertlosesten gemacht, das man sich nur denken kann: aus Staub. (Voigt)

o    Zu diesem Wissen gehört nun auch, dass ich ein „lebendiges Wesen“ bin (7). … Gott hat mich „geformt“, „gebildet“, und er hat mich lebendig gemacht, so das mein Atem geht, mein Blut pulsiert, Kraft ist in den Händen und Beinen und im Herzen (Seele), Lebenswille, Tatendrang, Freude, Sehnsucht, Hoffnung, Glück. Alles verdanke ich Gott. (Voigt)

o    Gott ist der Handelnde. Er hat „den“ Menschen, er hat mich gewollt und will mich noch. (Voigt)

o    Den Garten hat Gott selbst gepflanzt (8). In der Tat: der Mensch findet sich in einer Welt vor, in der ihm die Nahrung zuwächst. (Voigt)

o    1Mo 2 kann nicht ohne den Blick auf 1Mo 3 gepredigt werden. Zweifellos stellt uns die ungeheure Zunahme der Weltbevölkerung vor unübersehbare Probleme. Aber noch immer bringt die Erde genug hervor, und sie könnte noch ein vielfaches erzeugen, wenn wir nicht – durch üble Geschäftemacherei, durch Ungerechtigkeit in der Verteilung, durch sinnlose Kriege, durch hemmende und lähmende Schwierigkeiten, die wir einander bereiten und mit denen wir uns an friedlicher produktiver Arbeit hindern, durch Völlerei und Mangel an Opferwilligkeit – die Gaben Gottes verschluderten, missbrauchten und vernichteten. Aus dem Überfluss könnte dem Mangel abgeholfen werden. Gott hat genug gepflanzt. (Voigt)

o    „Du schenkest mir voll ein.“ Die Bibel lehrt uns nicht leibfeindliche Kargheit, doch will sie unsere Freiheit, die wir auch im Verzicht trainieren sollen. (Phil 4,12) … Gott gönnt uns mehr, als zur Fristung des Lebens gehört. „Fressen und Saufen“ (Röm 13,13) ist nur das widerliche Zerrbild der Lebensfreude, die Gottes Gaben dankbar genießt. (Voigt)

o    Vers 15 hat eine gewisse Sonderstellung: Er nimmt V. 8b auf und fügt den Auftrag hinzu, der dem Menschen in diesem „Garten“ zuteil wird. (Voigt)

o    Dass Arbeit in der Bibel auf dem Gottesfluch über den sündigen Menschen beruhe, ist ein verbreiteter Irrtum (3,17-19). Verflucht wird dort nicht der Mensch, sondern der Acker. Des Fluches Wirkung ist nicht die Arbeit als solche, sondern die damit verbundene Mühsal und Vergeblichkeit. (Voigt)

o    Die Arbeit gehört zum Menschsein. Gottes Fürsorge enthebt uns nicht der Arbeit, sondern sie ermöglicht sie. … Arbeiten ist nichts anderes, als das Sich-Einschalten in das schöpferische Tun Gottes und als das Aufnehmen dessen, was der Schöpfer gibt. (Voigt)

o    Es ist für biblisches Denken charakteristisch, dass menschliches Tun ins Tun Gottes eingewickelt ist. (Voigt)

o    Der Respekt vor dem Gewachsenen, die Liebe zu Gottes geschaffener Welt und zu den unzähligen Geschöpfen Gottes, die Sorge um die Erde mit ihren Gaben, Schätzen und Schönheiten, das Achtgeben auf die naturgegebenen Strukturen und Gesetzmäßigkeiten des Lebens auf der Erde, die Wahrung der ökologischen Gleichgewichte; der sorgsame Umgang mit den geschaffenen Rohstoffen, der Kampf gegen die Vergiftung der Luft, des Bodens und der Gewässer, der Widerstand gegen die Zerstörung der Welt durch immer scheußlichere Kriege: Dies alles muss uns in höchster Wachsamkeit verpflichten. (Voigt)

o    Der Mensch, der die Welt zu „besorgen“ hat, trägt eine ungeheure Verantwortung für die Kreatur. (Voigt)

o    Wer sich dem bildhaft-konkreten Reden … anvertraut, wird geradezu die Spannung empfinden, mit der sich der letzte Akt der Schöpfung des Menschen vollzieht (18ff). (Voigt)

o    Allgemein gesagt: Der Mensch bedarf der „Hilfe“. Er kann seine Bestimmung nicht anders erfüllen als in gegenseitiger Hilfeleistung. Ein Dasein, in dem der Mensch völlig mit sich allein wäre, wäre eben kein menschliches Dasein. (Voigt)

o    Erst in der Erschaffung der Frau kommt die Erschaffung des Menschen zu dem gottgewollten Ziel. Mit der „Hilfe, die ihm entspricht“ ist weder das Geschlechtswesen Frau, noch die Frau als Arbeitskraft zur Hilfe beim Ackerbau, gemeint. Jede solche Eingrenzung verdirbt den Sinn dieser Stelle. Es ist die personale Gemeinschaft von Mann und Frau in umfassendem Sinne gemeint, zu der sowohl die körperliche, wie auch die geistige Gemeinschaft von Mann und Frau, das gegenseitige Helfen bei der Arbeit, das gegenseitige Verstehen, die Freude aneinander, das Ausruhen aneinander, gehören. Keine Bindung im sozialen Leben könnte stärker sein (24). Zwei Menschen werden – gerade im personalen Gegenüber – zu einer Lebenseinheit.

o    Gott gibt seine Schöpfung nicht auf. (Voigt)

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