13-2 Lebendige Opfer Rö 12,1-3

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Rö 12,1-3

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Womit endet das elfte Kapitel?
  • Paulus beginnt hier einen neuen, großen Abschnitt. Wie weit geht der?
  • Wie ist das Wort „ermahnen“ zu verstehen? 1
    • Warum ermahnt Paulus „nun“ (erst)?
  • Wer ist mit „liebe Brüder“ gemeint?
    • Warum werden diese Leute als „liebe“ Brüder bezeichnet?
  • Wie kann man das Wort „Barmherzigkeit“ einem Kind erklären?
    • Was ist „Gottes Barmherzigkeit“?
  • Was ist in der Bibel mit dem Wort „Opfer“ gemeint?
    • Wozu gibt es Opfer?
    • Was ist der Sinn vom Opfern?
    • Was geschieht mit den Opfern?
  • Wie kann man seinen Leib als Opfer hingeben?
    • Was sind „lebendige Opfer“?
    • Was sind „heilige Opfer“?
    • Wann ist ein Opfer Gott wohlgefällig?
  • Was ist „Gottesdienst“?
    • Wann ist ein Gottesdienst ein Gottesdienst?
    • Wann wird eine Handlung zum „Gottesdienst“?
  • Ist Gottesdienst etwas, was ich für Gott tue, oder etwas, was Gott für uns tut?
  • Wie ist das Wort „vernünftiger“ Gottesdienst zu verstehen?
    • Gibt es „unvernünftige“ Gottesdienste?
  • Wie ist das Wort „Welt“ zu verstehen? 2
    • Wie kann man sich der Welt „gleichstellen“ oder eben „nicht gleichstellen“?
  • Beachte den Kontrast: „sondern“!
  • Heißt es „ändert euch“ oder „lasst euch verändern“?
    • Was ist der Unterschied bei diesen Varianten?
  • Was ist mit „Sinn“ gemeint?
    • Wie kann man seinen „Sinn“ erneuern?
    • Was meint „Erneuerung“? (austauschen oder verändern?)
  • Was will das Bindewort „damit“ sagen?
  • Was ist mit „prüfen“ gemeint?
  • Was ist Gottes Wille?
    • Wie flexibel ist Gottes Wille?
    • Schreibt Gottes Wille uns jede Handlung vor?
  • Woran kann man Gottes Willen erkennen?
    • Welchen Weg schlägt dieser Vers vor?
    • Welche anderen hilfreichen Hinweise finden wir noch in der Bibel, um Gottes Willen zu erkennen?
  • Woran erkennt man, dass etwas „gut“, „wohlgefällig“ bzw. „vollkommen“ ist?
    • Wie kann man diese drei Worte definieren?
  • Welche „Gnade“ ist Paulus „gegeben“? 3
  • Beachte die verschiedenen Bindeworte in diesem Vers!
  • Was für verschiedene Leute gab es in der Gemeinde in Rom, die Paulus hier mit „jedem unter euch“ anredet?
    • Welche verschiedenen Gruppen von Leuten gibt es in deiner Gemeinde?
    • Was will Paulus ihnen sagen?
  • Wie kann man „mehr“ von sich halten?
    • Was meint Paulus hiermit?
  • Woher weiß man, „was sich gebührt“?
    • Was ist „maßvoll“?
  • Wie darf ich über mich denken?
  • Was ist das „Maß des Glaubens?
    • Wie kann man Glauben messen?
  • Was hat Gott auf welche Weise „ausgeteilt“?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

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2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

  • Vers 1f sind das Leitmotiv der folgenden Unterweisung. Sie gelten also mindestens bis 13,14. Die Verse 3-8 stellen eine erste (beispielhafte) Anwendung des in Vers 1+2 Gesagten dar. (Voigt)
  • Die Ermahn-Sätze gehören zum Stil offizieller Schreiben. Sie sind ein ermahnen in apostolischer Autorität. … In dem Wort schwingt der Sinn des Zuspruchs und des Trostes mit. (Voigt)
  • Paulus beschließt seine Briefe immer mit äußerst praktischen Ratschlägen. … Auch wenn er mit den tiefsten Fragen und schwersten theologischen Problemen ringt, bilden sittliche Forderungen, die das Leben aller Menschen bestimmen sollten, den Schluss. (Barclay)
  • Unsere „Leiber“ sollen Gott gehören, d.h. die ganze Person, selbstverständlich auch in ihrer Leibhaftigkeit (6,11ff). (Voigt)
  • Im Vers 2 geht es um Nichtanpassung und Verwandlung. (Voigt)
  • Wer vom Evangelium her lebt, hat das, was ihn leitet, hinter sich: die Erfahrung der Barmherzigkeit Gottes. Wer sein Tun als Leistung versteht und das, was er sein soll, als die von ihm zu bewältigende Aufgabe, der konzipiert sein Handeln und dessen Motivation von dem zu Erreichenden her. (Voigt)
  • Wer aus der Barmherzigkeit Gottes lebt und seine Geltung aus dem großen Freispruch um Christi willen gewinnt, braucht nicht mehr um Anerkennung zu dienen und ist frei für ein zweckfreies, von keinem Eigeninteresse geleitetes Handeln. (Voigt)
  • Es wäre sinnlos, wenn einer, der matt gesetzt ist, sich vornähme, mit seinen wenigen letzten Steinen noch ein paar Züge zu tun. Das Spiel ist verloren. Ganz anders jedoch, wenn unser Tun unter dem Vorzeichen der „Erbarmungen Gottes“ steht. (Voigt)
  • Gott hat sich unser Verlorensein „nahegehen“ lassen. Wie „nahe“? Das griechische Wort für „erbarmen“ meint den Affekt der Rührung und des Mitleids; des schmerzlichen Ergriffenseins. Sein hebräisches Äquivalent besagt, dass es einem „durch und durch“, dass es „an die Nieren geht“. (Voigt)
  • Ich brauche durch mein Leben und Tun nichts bei ihm zu gewinnen, denn es ist schon alles gewonnen. … Mich motiviert die durch nichts mehr in Frage zu stellende Liebe Gottes. (Voigt)
  • Auf den Gottesdienst im Alltag kommt es an! (Voigt)
  • Mit dem griechischen Wort „latreia“ (Gottesdienst in V.1) wird in der Bibel nie menschlicher Dienst bezeichnet, sondern stets Gottesdienst. (Barclay)
  • Das „praktische Christentum“ ist Nichtchristen leichter verständlich zu machen als Wort und Sakrament, Bekenntnis, Lob, Gebet, und im gelebten christlichen Leben trifft man sich mit den Kindern dieser Welt leichter als in der Lehre und in der Liturgie. (Voigt)
  • Wer sagt: „Ich gehe zum Gottesdienst in die Kirche“, sollte auch imstande sein, zu sagen: „Ich gehe ins Geschäft, ins Büro, in die Schule, in die Fabrik, aufs Feld, in den Kuhstall, in den Garten, um Gott zu dienen und anzubeten. (Barclay)
  • Ist von „σωματα“ (Leib) die Rede, dann ist damit sicher das Ganze unserer Person gemeint. (Voigt)
  • Der Leib ist der Tempel des Heiligen Geistes, die Wohnung des Heiligen Geistes, das Werkzeug, durch das der Heilige Geist wirkt. (Barclay)
  • Wir haben unser Verständnis des „Gottesdienstes“ auszuweiten. „Was auch immer ihr tut, tut es von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen“ (Kol 2,23). (Voigt)
  • Ein Tieropfer ist immer nur als Ersatzleistung zu verstehen gewesen. Eigentlich schuldet der Mensch seinem Gott sich selbst. … Ich schulde mich, und eigentlich nicht als ein geschlachtetes, sondern als ein „lebendiges Opfer“. (Voigt)
  • Bringe ich Gott statt meiner etwas anderes dar, dann gestehe ich ein, dass ich es nicht schaffe, selbst – mit Leib und Seele – ihm zur Verfügung zu stehen. Tatsächlich habe ich es auch nie geschafft. Jesus hat es für mich, zu meinen Gunsten, geschafft und sich für mich hingegeben „als Gabe und Opfer“ (Eph 5,2; Röm 3,25f; 4,25; 5,9; 1Kor 11,24f; 15,3f; 2Kor 5,14). (Voigt)
  • Der böse Konflikt mit Gott ist aus der Welt. Es bedarf des Ersatzes nicht mehr, weil ich nun – entlastet, befreit, darum unbefangen – Gott gehören darf. Was durch die Opfer ersetzt werden musste, ist jetzt um Christi willen bei mir vorhanden: Ich gehöre Gott. „Bringe ich“ mich ihm jetzt „dar als ein lebendiges Opfer“, dann heißt das: Hier bin ich, lieber Herr, ich stehe dir zur Verfügung. Setz mich ein, wo du mich brauchst, denn ich gehöre dir! (Voigt)
  • So bekommt unser ganzes Leben – in der täglichen Arbeit, im Leben der Gesellschaft, in der Familie, im Freundeskreis, natürlich auch in der christlichen Gemeinde – seinen neuen, nein: den ursprünglichen Sinn: „dass wir etwas seien zum Lob seiner Herrlichkeit“ (Eph 1,12). (Voigt)
  • Es muss deutlich sein, dass die Voraussetzung unseres Weltdienstes eben das Christusgeschehen ist, in dem uns „die Erbarmungen Gottes“ zuteil werden. (Voigt)
  • (Es gibt keine) tätige Hingabe an Gott, ohne dass man auf ihn hört, im Sakrament mit ihm verbunden ist, mit ihm redet und ihn lobt. (Voigt)
  • Sofern Gottesdienst die Begegnung zwischen Gott und seiner Gemeinde ist, nämlich gnädiges, heilendes, Gemeinschaft stiftendes und bewahrendes Handeln Gottes und glaubendes Antwortgeben von Seiten der Gemeinde, ist ebensolcher Gottesdienst gerade in unserem Zusammenhang unerlässlich. (Voigt)
  • „Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe herbeigekommen. So lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts“ (13.12). Dies nötigt uns, unsere Entscheidungen immer so zu treffen, dass wir „prüfen“, was der Wille Gottes ist (V.2; Phil 1,9; Eph 5,9ff). (Voigt)
  • Der Wille Gottes kann sehr tief verborgen liegen; unter vielen, sich anbietenden Möglichkeiten. (Voigt)
  • Weil der Wille Gottes kein von vornherein festgelegtes System von Regeln ist, sondern in den verschiedenen Lebenslagen ein jeweils neuer und verschiedener ist, darum muss immer wieder geprüft werden, was der Wille Gottes sei. Herz, Verstand, Beobachtung, Erfahrung müssen bei der Prüfung miteinander wirken. (Bonhoeffer in Voigt)
  • Darum immer wieder die „Metamorphose“ und die ständige „Erneuerung des Denkens“. (Voigt)
  • Paulus sagt im Vers 2 in etwa: „Versuche nicht, dich allen Moden dieser Welt anzupassen. Mache es nicht wie ein Chamäleon, das die Farbe seines Körpers seiner Umgebung anpasst. Lass die Welt nicht darüber entscheiden, wie du bist.“ … Aber es vollzieht sich ein innerer Wandel, der Mensch wandelt sich in seinem Wesen- Er fährt ein Christus-bezogenes, nicht ein ich-bezogenes Leben. (Barclay)
  • Im Griechischen gibt es zwei Wörter für „neu“: „neos“ und „kainos“. „Neos“ bedeutet, dass etwas zeitlich gesehen neu ist. „Kainos“ bedeutet, dass etwas seinem Wesen, seiner Natur nach neu ist. (Barclay)
  • Immer wieder hat die Christenheit in deprimierender Weise erkennen lassen, dass sie an die der Welt zugewandte Güte und Barmherzigkeit Gottes – trotz aller Bekenntnisse und Beteuerungen – nicht glaubt. (Voigt)
  • Jeder Christ hat etwas bekommen, und das hat er einzusetzen. (Voigt)
  • Gaben wollen entdeckt, entwickelt, eingesetzt, freigesetzt sein. (Voigt)
  • Beides sind „gegebene Gaben“, das apostolische Amt, in dessen Autorität der Apostel „redet“(3), und die „mancherlei Gaben (Chrarismen)“ (6). Die Parole darf nicht lauten: Konkurrenz, sondern: Zuordnung. (Voigt)
  • Selbstüberschätzung gibt es auch unter uns immer wieder, in der Kirche sogar auf eine ganz besonders gefährliche Weise. Keiner von uns hat alle Gaben. (Voigt)
  • Wer sich als mit Gnade Beschenkter versteht, lässt gelten, dass Gott die Gaben zumisst. Meint jemand, er sei zu kurz gekommen, so soll er nur die ihm zuteilgewordene Gabe einsetzen, und es wird ihm an Aufgaben nicht fehlen. (Voigt)
  • Nicht darauf kommt es an, dass einer sich ausleben kann und zum Zuge kommt, sondern dass er dem Ganzen dienlich ist. (Voigt)
  • Niemand sei traurig darüber, dass er in der Kirche nichts Größeres geworden ist. Aber das soll ihn beschäftigen, ob er mit den Gaben, die ihm gegeben sind, an dem ihm zugewiesenen Platz sich nützlich macht. (Voigt)
  • Der Zirkelradius der Ermahnungen wird sich in den nächsten Versen immer mehr öffnen, aber seine Spitze steht fest im Mittelpunkt (12,1-2). (Voigt)
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