34-4 Aus der Trübsal zur Herrlichkeit 2Kor 4,16-18

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2Kor 4,16-18

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Was meint „darum“? -Warum? 16
    • Lies den Kontext ab 3,18!!!
    • Was ist das Anliegen von Paulus?
  • Wer ist „wir“?
  • „müde“ oder „mutlos“ – Was ermüdete Paulus?
    • Was meint er mit „müde“?
  • „sondern“ – Welcher Kontrast ist gemeint?
  • Was ist der „äußere“, was der „innere“ Mensch?
    • Wie verfällt der äußere Mensch?
    • Wie wird der innere Mensch erneuert?
    • Was meint „erneuern“? Wie geht das?
    • Vgl 3,18; 4,6
  • „denn“ – wichtiges Bindewort! Was sagt es aus? 17
  • Um welche Trübsal geht es hier?àKONTEXT
    • Was meint hier „zeitlich und leicht“?
    • Passen die Worte zu „Trübsal“?
  • Was „schafft“ die Trübsal?
    • Wie schafft sie es?
  • Was ist hier mit „Herrlichkeit“ gemeint?
    • Mit welchen Adjektiven wird die Herrlichkeit beschrieben?
  • Für wen ist die Herrlichkeit bestimmt? 18
    • Wie kann man auf das „unsichtbare“ sehen?
    • Was ist das Unsichtbare?
      • 3,18; Hebr 11,1
    • Siehst du auf das Unsichtbare? Wie machst du das?
    • Was ist in unserem Leben alles unsichtbar?
    • Was will Paulus mit dem „Sehen“ auf das Sichtbare und Unsichtbare sagen?
      • Warum steht mitten im Vers ein „denn“?
    • Was ist mit „sehen“ gemeint?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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o

o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o   Paulus setzt sich mit den Gegnern auseinander, die an der Verborgenheitsgestalt des neuen, eschatischen Lebens Anstoß nehmen: daran, dass das Evangelium „verdeckt“ ist (3), wie ein Schatz im irdenen Gefäß (7). Das Leben des Apostels ist gezeichnet durch Leiden, aber doch eben so, dass das Sterben nur die Kehrseite des Auferstehens, also des (künftigen) Lebens mit Christus ist. (Voigt)

o   Unser Abschnitt zieht eigentlich mit „darum“ (1) nur die Folgerungen aus diesem Sachverhalt. (Voigt)

o   „nicht müde werden“ (16) findet sich schon in 1. Dort, weil Paulus die Barmherzigkeit Gottes im Rücken hat; hier, weil er die Auferstehung mit Christus vor sich hat (vgl. Eph 3,3). (Voigt)

o   Der „äußere Mensch (16) ist der Mensch nach seiner vergänglichen Seite. (Voigt)

o   Der „innere Mensch“ (1) bedeutet in Röm 7,22 und hier etwas Verschiedenes: dort ist er mit dem „νους“ (Verstand, Wollen) identisch, hier ist er „das durch den Geist verwandelte Ich“. (Voigt)

o   Der eschatische (neue) Mensch ist schon da! Er wird von Tag zu Tag erneuert. (Voigt)

o   Das „geringfügige an Trübsal“ ist „ein bisschen Trübsal“. Der Gegensatz dazu: das Übermaß: Ein griechischer gedoppelter Ausdruck meint die nicht abzuwägende und nicht endende, alles Maß überschreitende Herrlichkeit. (Voigt)

o   Die zeitliche Trübsal bewirkt, erzeugt etwas; bringt etwas hervor. (Voigt)

o   Es ist vom Anbruch der neuen Welt im eschatischen Sinne die Rede. Die Thematik dieses Sonntags (Quasimodogeniti) weitet sich ins Kosmische: der neue Mensch in der neuen Welt. (Voigt)

o   Die christliche Hoffnung wäre verfälscht und um ihre Kraft gebracht, wenn sie sich auf das bezöge, was diesseits der Todesgrenze liegt (vgl. 10). (Voigt)

o   Die Erwartung des Eschaton veranlasst den Christen nicht, ein finsteres Gesicht zu ziehen, wenn es um uns hier im Frühling grün und bunt wird. Er will nicht bremsen, wenn aktive Menschen mit Optimismus die Aufgaben anpacken, die uns jetzt und hier gestellt sind. Im Gegenteil, der Glaubende weiß, dass er Gott und den Menschen immer in eben der Situation zu dienen hat, in der wir stehen, also im Jetzt und Hier. (Voigt)

o   Wer von der ganz großen, durch nichts zu erschütternden Hoffnung lebt, resigniert auch dann nicht, wenn sein irdisches Tun an enge Grenzen stößt und nur noch Zeichen sein kann – dies aber wirklich sein kann! – für die Realisierung des Unmöglichen. (Voigt)

o   Raum und Zeit setzen uns Grenzen. Früher oder später setzt der Tod seine Zeichen, schon mitten im Leben. Die Spannkraft lässt nach, die Beweglichkeit, die Funktion der Sinnesorgane. Der alternde Mensch wird sich selbst und anderen zur Last. (Voigt)

o   Um sich zu freuen (jubeln) braucht es nicht sonnige Frühlingstage. Es gilt auch dann noch, wenn die in diesem Leben erfüllbaren Hoffnungen sich immer mehr verringern, die Lasten des Lebens schwerer werden und wir – wie es scheint, unbarmherzig – die Grenzen unseres Daseins zu spüren bekommen. Ja, es gilt gerade dann. (Voigt)

o   Die Korinther haben nicht begriffen, dass der Glaube von dem lebt, was außerhalb seiner, jenseits des Menschlichen liegt und was, wenn es uns zugewendet und in uns hineingegeben wird, nur in derselben Verhüllung unserer eigenes werden kann, in der – bis zur Stunde – Jesus Christus selbst geblieben ist (Kol 3,3f). Noch ist der Schatz im „tönernen Gefäß“. Das Gefäß lässt, wenn man es anschaut, in keiner Weise vermuten, welchen Schatz es birgt. So ist das Neue, das Christus an uns tut, ganz ins Sichtbare, Weltliche, daher Unansehnliche, Anfällige, Schwache, Vergängliche hinein verborgen. (Voigt)

o   Der „äußere Mensch“ (16), der Mensch „im Fleische“ ist der ganze Mensch, nicht nur in seiner Leiblichkeit, sondern auch nach seiner geistig-seelischen Seite, eben der Mensch überhaupt. Aber es gibt noch einen anderen Paulus: den „Menschen-in-Christus“, die „neue Kreatur“, das Glied am Leibe Christi, den Menschen in seinem eschatologischen Sein, in dem er – mit Christus gestorben (Gal 2,19) – den Tod schon hinter sich hat, so dass sein Sündenleib vernichtet ist und die Welt für ihn nicht mehr existiert (Röm 6,6; 7,4-6; Gal 5,24; 6,14). Dieser „andere“ Paulus ist „der innere Mensch“. (Voigt)

o   Der gegründetste Christ kann psychisch in tiefer Finsternis leben und sterben. Die „Bedrängnisse“, die dem einzelnen auferlegt werden, die Art und Weise, in der er „das Sterben des Herrn Jesus“ zu tragen hat (10; Mt 27,46), kann sehr verschieden sein. (Voigt)

o   Es ist nicht wahr, dass Christen einen verklärten Tod sterben müssten, wie es denn, umgekehrt, nicht gegen ihre Verbundenheit mit Christus spricht, wenn sie zuletzt noch tief ins Dunkel müssen. (Voigt)

o   Weil Paulus sich in der Verbundenheit mit seinem gestorbenen und auferstandenen Herrn weiß, darum stellt er in aller Gelassenheit fest: der alte Mensch verkommt. (Voigt)

o   Es scheint uns ein bisschen viel verlangt, die – mehr oder weniger deutlichen – Anzeichen des Sterbens positiv zu bewerten, sich vielleicht gar des Verfalls des äußeren Menschen zu freuen. (Voigt)

o   Wir brauchen uns unserer Gesundheit nicht zu schämen, dürfen sie vielmehr zu den guten Gottesgaben rechnen. Aber wir werden auch das andere aus Gottes Händen nehmen, nicht nur im Sinne von Hiob 2,10, sondern deshalb, weil zu dem Guten und Gnädigen, das Gott uns zuwendet, eben auch (in eschatologischer Perspektive sogar vordringlich), unser Mitgehen auf dem Christusweg gehört (11). (Voigt)

o   Je drängender die Leiden werden, desto mehr sollten wir den uns vollendenden, ans Ziel bringenden Gott am Werke sehen. (Voigt)

o   Den inneren Menschen, den „werdenden Christus im Christen“ sieht man nicht. (Lietzmann in Voigt)

o   Unverwechselbar hat Gott mich in Christus – durch die Taufe – zu diesem der Sünde abgestorbenen und für Gott in Christus lebenden Menschen gemacht, für den ich mich allen Ernstes halten soll (Röm 6,11). (Voigt)

o   Indem ich an Christus glaube, kann ich auch mich glauben „als den eschatischen Menschen“, den es jetzt schon gibt. (Voigt)

o   Die „Trübsal“ ist nur von begrenzter Dauer. … Weil das Ewige nicht vergänglich ist, kann es jeden Augenblick der Zeit präsent sein. (Voigt)

o   Zwischen dem, was jetzt ist – Trübsal -, und dem, was kommt – Herrlichkeit – ist ein gar nicht groß genug zu denkender Unterschied. Kein Gleichgewicht! … Wir müssen von dem unsagbaren Übergewicht des Kommenden sprechen. Unsagbar, denn der griechische Ausdruck in 17 ist gar nicht angemessen wiederzugeben. (Voigt)

o   Das Übergewicht dessen, worauf wir zugehen bzw. das auf uns zukommt, ist so groß, dass es sich nicht lohnt, über das zu jammern, was jetzt weh tut. „Das bisschen Trübsal“? Man sollte 4,8-10; 6,4-10; 11, 23-33 heranziehen, Aussage für Aussage. Bagatellen? Für sich genommen keinesfalls. Aber im Vergleich mit dem Kommenden fällt das alles überhaupt nicht ins Gewicht. (Voigt)

o   Paulus freut sich auf das Sein beim Herrn (1Thes 4,17; 5,10; Phil 1,23; 2Kor 5,7f), auf das Schauen von Angesicht zu Angesicht (1Kor 13,12), auf das Teilhaben an der himmlischen Doxa (Röm8, 18), auf das Freisein von diesem Todesleibe (Röm 7,24) und vom Vergehenmüssen (1Kor 15,53f). Das wir auf das alles nicht ungeduldig warten, liegt daran, dass wir noch nicht ahnen, was damit gesagt ist. (Voigt)

o   Es wäre gut, wir lernten es, in den Februarstürmen (in Deutschland) die Anzeichen des kommenden Frühlings zu erkennen. (Voigt)

o   Die Bürgschaft für christliche Hoffnung liegt in Christus Selbst und in Seinem Sterben und Auferstehen. Im Geist, den Er gibt, ist uns das Kommende verbürgt (1,22; 5,5). (Voigt)

o   Wenn wir auf die Verse 8-11 schauen, dann fällt auf, dass es sich dabei durchweg um Partizipien des Präsens handelt. Paulus meint, dass dies eben der Zustand der Kirche Christi und der in ihr Wirkenden sei, grundsätzlich und allezeit. Es ist geradezu ein Lebensgesetz der Kirche, dass die Flamme immer am Erlöschen ist – und weiterbrennt! Es ist Gottes Sache, dass und wie Er das macht. (Voigt)

o   Christliche Hoffnung: Erwartung des Kommenden, ja sogar brennende Sehnsucht. Aber eine Hoffnung, die sich als ermutigende Kraft auswirkt. … Nur: für den alternden Menschen engt sich der Spielraum des Hoffens immer mehr ein. (Voigt)

o   Ein Mann wie Paulus muss nicht gierig nach allem greifen, was sich bietet. Aber er weiß: Alles, was ich tue, ist „im Herrn nicht vergeblich“ (1Kor. 15,58). (Voigt)

o   Paulus müht sich nicht in stummer Verzweiflung, wissend, dass sich zuletzt bewahrheiten wird, es sein alles „eitel“ und „Haschen nach Wind“ (Pred 1,14). Er arbeitet, setzt sich ein, nutzt die Zeit, erträgt Belastungen und Nöte, kämpft sich durch Widerstände durch, kann sich in allem Widrigen und Bedrängenden noch freuen, denn er weiß gewiss: die Trübsal „bewirkt“ Positives (17). (Voigt)

o   Weil in Christi Auferstehung die neue Kreatur begründet ist, wirkt sich das Zerstörende als aufbauend aus. Einen, der sein Leben so versteht, kann nicht nur nichts mehr erschüttern, sondern ihm „müssen alle Dinge zum Besten dienen“ (Röm 8,28). Das ist das Geheimnis seiner Kraft, seiner Ausdauer, seiner Unverwüstlichkeit, seiner Immunität gegenüber allen Rückschlägen und Misserfolgen. (Voigt)

o   Paulus wiederholt gerade jetzt (V.16) nach seinem Blick auf die notwendige Leidensgestalt seines Lebens, was er den Korinthern in 4,1 versichert hatte: „Darum werden wir nicht müde“. „Darum“ werden wir es nicht, weil der Blick auf das, das er führt, zum Blick auf die kommende Herrlichkeit wurde. … Wie könnte es vor diesem Ziel ein Ermatten und Verzagen geben? (de Boor)

o   Der äußere Mensch wird aufgerieben: Dieser ständige Einsatz, diese immer neuen Kämpfe und Bedrängnisse verzehren die Kraft, und wahrlich nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige und seelische Kraft. … Wer selber in anhaltenden Leiden gestanden hat, der weiß, wie gerade auch sein naturgegebenes „Innenleben“ mit zermürbt wird und in Verzagtheit, Müdigkeit und Bitterkeit zu versinken droht. (de Boor)

o   Der innere Mensch: Paulus meint den Menschen, der „denselben Geist des Glaubens hat“, den Menschen, der „mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn widerspiegelt und in dasselbe Bild umgestaltet wird (3,18; 4,13). … Immer neu und immer gründlicher und erprobter ist der Glaube da. Immer neu wird der „Trost“ Gottes in Ermutigung und Errettungen erfahren. (de Boor)

o   „Das augenblickliche Leichtgewicht der Drangsal“ (17): Nicht ein unerfahrener Neuling macht in unverantwortlicher Weise fromme Worte über die Leichtigkeit der Leiden, die von ernstlich Leidenden nur mit Empörung gelesen werden können. Nein, ein Mann, der uns die ganze Last seiner Leiden in 11,23.33 schildern wird, wagt es auszusprechen, dass alles Leiden doch nur „leichtes Gewicht“ haben. … Ein Gewicht ist etwas Relatives. Ist ein Zentner „leicht“ oder „schwer“? Das ist immer nur zu sagen im Vergleich zu andern Gewichten. Gegen ein Kilogramm ist ein Zentner sehr „schwer“; aber für ein Schiff mit 10.000 Tonnen ist ein Zentner eine Kleinigkeit. … Gegenüber der Größe von „Unendlich“ ist jede noch so große Zahl verschwindend klein. (de Boor)

o   Göttliche „Herrlichkeit“ überragt aber auch in sich selbst alles Leiden. „Die Leiden der Jetztzeit sind nicht der Rede wert gegen die Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll“, wird der Apostel bald den Römern von Korinth aus schreiben (Rö 8,18). (de Boor)

o   Drangsal wirkt Herrlichkeit … Die „Tötung Jesu“ führte zum wunderbaren „Leben Jesu“. (de Boor)

o   „Sehen“, griech. „skopeo“ – Darin klingt ein Hinweis auf den „Skopus“, auf jene Säule in der Antiken Rennbahn, die als „Ziel“ umrundet werden musste und auf die darum der Blick des Läufers oder des Rennfahrers angespannt gerichtet war. Es geht um den „Zielblick“. (de Boor)

o   Das „Nicht-Sichtbare“ ist nicht seinem Wesen nach einfach unsichtbar, sondern es ist das, was jetzt aus mancherlei Gründen noch nicht gesehen werden kann und soll. (de Boor)

o   Gerade dort im Zukünftigen liegt für die Glaubenden der „Skopus“, das Ziel. Gerade dorthin ist ihr Blick gerichtet. … Der Glaubende durchschaut die seltsame Täuschung (des Sichtbaren), der die Menschen von Natur aus unterliegen. … Der Glaubende ist der wirkliche Realist, der mit den endgültigen und bleibenden Realitäten rechnet. (de Boor)

o   Sie sind müde. Es fällt Ihnen inmitten all dieser Stürme schwer, die himmlische Stadt zu sehen. Sie verspüren ein verlockendes Verlangen, an die Seite zu fahren und auszusteigen. Ja, Sie möchten eigentlich weitermachen, aber an manchen Tagen kommt Ihnen der Weg unerträglich lang vor. … Gott hat nie gesagt, dass die Reise uns leicht fallen würde. Er hat aber sehr wohl gesagt, dass es lohnt anzukommen. (Lukado)

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