18-1 Verklärung Jesu – Mt 17,1-9

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Mt 17,1-9

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Was war vor „sechs Tagen“? 1
  • Welche Erlebnisse im Neuen Testament haben nur diese drei Jünger gemeinsam?
  • Was weißt du über jeden einzelnen?
    • Schreibe eine kurze Charakteristik zu jedem von ihnen!
  • Warum wählte Jesus gerade diese drei aus?
    • Warum nur die drei?
  • Auf welchen Berg gingen sie?
    • Es gibt zwei Varianten – Was spricht wofür?
  • Wie wird man „verklärt“? 2
    • Was ist dabei an Jesus passiert?
  • Warum Mose und Elia? 3
    • Wie erschienen sie? Real oder in einer Vision?
  • Worüber sprachen sie mit Jesus? (Lk 9,31)
  • Was gefällt Petrus an diesem Ort? 4
    • Wozu die Hütten? Einzelzimmer auf dem Berg?
  • Wo kommt in der Bibel noch eine „lichte Wolke“ vor? 5
    • Was symbolisiert sie?
  • Gott offenbart seine Gedanken!! – Epiphanie!
    • Welche drei Punkte offenbart Gott?
  • Wie ist das Wort „Sohn“ zu verstehen?
  • Was meint das Wort „hören“ hier?
  • Mt 3,17
  • Warum erschrecken die Jünger über diese Worte? 6
    • Welche Bedeutung hat das „auf das Angesicht fallen“?
  • Jesus „aber“ – der Mittler, der Tröster! 7
    • Was macht Jesus als erstes?
  • Warum sollen sie sich nicht fürchten?
    • Was bedeutet „aufstehen dürfen“ nach so einer Begegnung?
  • Standen sie auf? 8
    • Was war jetzt anders?
    • Alles war vorbei?!
  • Hat Petrus mit seinen Worten alles kaputtgemacht?
    • Oder war das Treffen sowieso vorbei?
  • Wie kann man die Worte „Jesus allein“ verstehen?
  • WarumdasSchweigegebot?                         9
    • Warum ist Jesus so streng (er gebot)?
  • Wer ist niemand? Auch die anderen Jünger?
  • Das Redeverbot ist begrenzt – Warum?
  • Was haben die Menschen damals unter dem „Menschensohn“ verstanden?
    • Warum benutzt Jesus das Bild vom Menschensohn für sich?
    • Was will er damit sagen?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Sechs Tage Vorbereitungszeit auf Gott: 2Mo 24,16; 4Mo 19

o    Die Tradition denkt an den Berg Tabor, doch dieser war zur Zeit Jesu bewohnt, ja sogar befestigt. Alternative wäre der Berg Hermon. (Voigt)

o    Gedacht ist daran, dass vor den Augen der vertrautesten Jünger die menschliche Erscheinung Jesu sich für Augenblicke wandelt in die eines himmlischen Wesens der zukünftigen Welt. (Voigt)

o    Von Mose und Elia (3) sagt man, mit Anbruch des Echaton werden sie zusammen auftreten. … Auf Mose und Elia dürfte Offb. 11,3ff zu beziehen sein. … Die Wolke (5) ist Zeichen der Gegenwart Gottes (Richt 5,4f; Ps 18,22; 104,3; „Mo 13,21f; 33,9f; 40,35), sie „beschattet“ das Zelt der Begegnung (2Mo 40,34f; Lk 1,35). Was die Stimme Gottes sagt, stimmt wörtlich mit 3,17 überein. (Voigt)

o    Man könnte in beiden Gestalten – Mose, dem Repräsentanten des Gesetzes, und Elia, dem der Prophetie – die alttestamentliche Gemeinde präsent sehen, die durch zweier Zeugen Mund das Geschehen auf dem heiligen Berge beglaubigt. Lukas gibt der Perikope noch eine besondere Zuspitzung: die alttestamentlichen Gestalten reden mit Jesus über seinen bevorstehenden „Ausgang“, der sich in Jerusalem ereignen wird. Man denkt an Lk 24,26.46, wo das göttliche Muss, unter dem Jesus steht, den Schriften des Alten Bundes entnommen wird. (Voigt)

o    Elia, so hoffte man, werde das Gottesvolk innerlich und äußerlich wiederherstellen. (Voigt)

o    In Offb 11,3ff ist von zwei Zeugen die Rede: Der eine ist, nach dem was er tut, als Elia wiederzuerkennen (Feuer und Dürre), der andere als Mose (Wasser wird Blut, Plagen). Dass diese beiden Gestalten auf dem Verklärungsberg erscheinen, kündet den Anbruch der Endzeit an. (Voigt)

o    Was Petrus in seinem Bekenntnis ausgesprochen hat, wird hier durch Gottes Stimme bestätigt (16,16f. Statt zu sehen, sollen die Jünger künftig „hören“. (Voigt)

o    Das Niederfallen (6) zeigt: Sie haben an Jesus das Göttliche erfahren. (Voigt)

o    Jesus selbst – die Identität ist keinen Augenblick zweifelhaft – richtet sie auf (Offb 1,17). (Voigt)

o    Die Synoptiker sind einstimmig der Meinung, dass die Szene in die Erdentage Jesu gehört. (Voigt)

o    Was Fleisch und Blut nicht offenbaren kann, das kann der Vater denen sichtbar machen, die er dafür ausersehen hat. In 16,17 geschah das dem Petrus allein, hier widerfährt es den drei Vertrautesten. (Voigt)

o    Indem die Gemeinde weitererzählt, was drei der ersten Jünger und Apostel Jesu in einer besonderen Stunde an ihm erlebt und geschaut haben, sagt sie aus, wer Jesus ist. Wer Jesus ist: Darüber muss sich die Gemeinde selbst Rechenschaft geben. Sie ist es auch denen zu sagen schuldig, zu denen sie das Evangelium weiterträgt. (Voigt)

o    Man kann ja, wer Jesus ist, nicht einfach dadurch aussagen, dass man seine Botschaft und sein Werk beschreibt. Botschaft und Werk können nämlich nicht gültig und verständlich beschrieben werden, ohne dass zugleich gesagt wird, wer der ist, des so lehrt und handelt. (Voigt)

o    Die Gemeinde musste auch sagen, wie sie zu solchem Bekenntnis gekommen war. Wie Jesus am Karfreitagmorgen (26,63; 27,43; Joh 19,7), so war die Gemeinde hart gefragt, wieso sie diesem Menschen eine solche unvergleichliche Bedeutung beimisst und von ihm – gerade von ihm und nur von ihm – Rettung erwarten konnte. Die Gemeinde konnte nichts über Jesus sagen, was er nicht von Gott her und darum auch in sich selbst war. Und da das, was er war, keineswegs offen zutage lag, vielmehr zugedeckt und tief ins Menschliche hinein verhüllt war, bedurfte es der Erklärung, wie man dennoch zu solchem Christusglauben hatte gelangen können. (Voigt)

o    Dem Text liegt daran, das Besondere, ja das Einmalige dieser Stunde herauszustellen. Sechs Tage deuten darauf, dass es um eine Gottesbegegnung geht, die so, wie sie hier geschehen sein soll, nicht Sache des Alltags sein kann. Das Geheimnis des uns ständig umgebenen und begleitenden, beschenkenden und fordernden Herrn erschließt sich in einer herausgehobenen Gnadenstunde, ja vielleicht nur in wenigen Augenblicken. (Voigt)

o    Die Urchristenheit weiß, dass die Entdeckung des Geheimnisses der Person Jesu nicht aus eigener Vernunft noch Kraft geschehen konnte, sondern nur als Wunder möglich war. (Voigt)

o    Nach Ostern wird auch so ein Mann wie Paulus so etwas wie eine Verklärung Jesus Christi an sich erfahren (2Kor 4,6 – heutige zweite Predigtreihe). (Voigt)

o    Wer Jesus ist, das kann normalerweise nicht wahrgenommen werden. Wir sehen das Menschliche an ihm. Das Göttliche sehen wir nicht. Die drei bekommen es zu sehen. (Voigt)

o    Was hier in himmlischem Lichte aufleuchtet, ist, was Jesus verborgener maßen schon immer hatte und was nur normalerweise in der Niedrigkeit Jesu unentdeckt bleiben musste. … Was sich verwandelt, ist nicht Jesus, sondern seine Erscheinung. (Voigt)

o    Dem Prediger ist zu wünschen, dass er selber etwas „sieht“, zugleich aber, dass er im Nachzeichnen keusch und sparsam sei. (Voigt)

o    Jesus ist, sosehr er einer von uns ist, zugleich der Eine, der auf Gottes Seite gehört, der geliebte Sohn, der unter der vollen Zustimmung des Vaters redet und handelt. … Gott selbst, verborgen in der leuchtenden Wolke und eben durch sie als der Gegenwärtige angezeigt, bekennt sich, wie einst bei der Taufe Jesu (3,17), zu diesem Jesus. Die drei haben nicht irgendein phantastisches Leuchten gesehen. Was da leuchtete, war das Sohn-Sein ihres Meisters, die in sein Menschsein eingegangene, eingebundene, es völlig durchdringende, göttliche Wesensart. (Voigt)

o    Das Geheimnis des Vaters, wie das des Sohnes, ist von außen nicht aufzubrechen. (11,27) Jesu Gottheit kann uns nur dann erfahrbar werden, wenn Gott selbst das Gottsein Jesu zum Leuchten bringt. … Das Christusbekenntnis des Petrus wird hier auf dem Berge bestätigt und wird sich künftig an ungezählten Menschen als gültig und stichhaltig erweisen. (Voigt)

o    Wir wissen, dass das Kommende (Eschatologische) mit Christus schon heimlich, aber wirklich und wirksam unter uns und in uns kräftig ist. Wir sind nicht mehr in unserer Todeswelt eingesperrt, seit Christus auferstanden ist. Gehört er in die Welt Gottes, dann wir auch; denn wir sind in ihn „hineingetauft“ und haben Anteil an seinem Leben. (Voigt)

 

o    Das Messiasgeheimnis will bewahrt bleiben (16,20); das Geheimnis der geschauten Gottessohnschaft ebenso (17,9). Jetzt gewinnt es seine Bedeutung, dass die Verklärungsperikope zwischen Leidensverkündigungen steht. Die Synoptiker legen Wert darauf, dass wir zusammenzusehen und zusammenzudenken lernen, was wir so gern auseinanderschneiden: Messianität und Kreuz (Mt 16): Gottessohnschaft und Passion (Mt 17). (Voigt)

o    Es bleibt dabei, dass die Hoheit Jesu bis zu seinem großen Tage unter der Dürftigkeit, Machtlosigkeit und Schande seines armen Menschenlebens verborgen bleibt. (Voigt)

o    „Den sollt ihr hören!“ Das war eben Gottes eigene Stimme. Es soll schon einen Ort geben, an dem man Christus und durch ihn den Vater finden kann: nicht die Direktberührung mit dem Zukünftigen, aber durch das Wort des Sohnes, das zugleich des Vaters eigenes Wort ist. (Voigt)

o    Die Kirche schämt sich dessen nicht, dass sie auf die Überlieferung angewiesen ist. Wie anders sollten wir auf den „Sohn“ „hören“ können? Schwärmer möchten gern die Gottunmittelbarkeit gewinnen und behalten („Zelte errichten“). Aber wir sind an das Wort des Sohnes gewiesen. (Voigt)

o    In Offb 1,17 wie in unserm Text: Das Wort des Herrn richtet uns auf. „fürchtet euch nicht!“ – das sagt eben der, auf den zu hören der Vater selbst uns geboten hat. (Voigt)

o    Das Wort Verklärung kann nicht ganz wiedergeben, was das griechische Wort ‚metamorphose‘ besagt: Verwandlung der Gestalt – die Auflösung der physischen Gestalt in eine Lichterscheinung. (Stählin)

o    Die Verklärung ist wie ein „Heimaturlaub“ zum Himmel hin, wenn wir bedenken, dass Jesus (der Kämpfer Gottes) sich anschickt nach Jerusalem zur Großoffensive in den Tod zu reisen. (Bösinger)

o    Die Begebenheit aus dem Leben unseres Herrn steht mit Recht auf der Grenze der Epiphanien- und Passionszeit. (Dächsel)

o    Lk 9,31: Der Ausdruck „Ausgang = exodos“ ist zu beachten. Lukas wählt absichtlich ein Wort, welches beide Begriffe ‚Tod‘ und ‚Erhöhung‘ in sich schließt. Die Himmelfahrt war für Jesus der natürliche Ausgang aus diesem Leben, so wie es für uns Sünder der Tod ist. Diesen Ausgang hätte Jesus in diesem Augenblick wählen und mit den beiden Himmlischen, die mit ihm redeten, auffahren können. Aber da wäre er ohne uns zur Herrlichkeit zurückgekehrt. (Rienecker)

o    Jesus ging auf den Berg Hermon, um Gott zu fragen: „Ist es dein Wille, dass ich nach Jerusalem gehe?“ … Wir sollten niederknien und Gott fragen, ehe wir uns einer Aufgabe stellen. … Der Berg der Verklärung ist dazu da, um uns für unser tägliches Amt zu stärken und uns fähig zu machen, den Kreuzesweg zu gehen. (Barclay)

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