47-3 Angenommen aus Liebe 5Mo 7,6-12

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5Mo 7,6-12

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    In welchem Kontext steht unser Text?

  • Wo befindet sich Israel?

o    Beachte das Bindewort „denn“ mit dem der Absatz beginnt!   6

  • Auf was bezieht sich „denn“?
  • Beachte auch das Bindewort „sondern“ in Vers 5!

o    Was bedeutet heilig?

  • Was bedeutet „Heilig dem Herrn“?

o    Wo steht in der Bibel noch etwas von einem „heiligen Volk“?

o    Warum wird Jahwe „dein Gott“ genannt? Gleich zweimal!

o    Was bedeutet das Wort: „erwählen“?

  • Was bedeutet es Gottes Eigentum zu sein?
  • Was meint: „aus allen Völkern“?

o    Beachte die Negativ-Betonung mit „nicht“!                            7

o    In welchem Zusammenhang stehen „angenommen“ und „erwählen“?

  • Was meint: „du bist das kleinste Volk“?

o    Beachte den Kontrast mit „sondern“!                                    8

o    Was bedeutet „lieben“? Wie liebt man?

  • Was hat lieben mit einem Eid zu tun?

o    Was ist ein „Eid“?

  • Um welchen Eid geht es hier? Wo steht er in der Bibel?
  • Welche Väter sind gemeint?

o    Beachte das Bindewort „darum“!

  • Was ist hier mit „herausgeführt“ gemeint?
  • Was bedeutet „mit mächtiger Hand“?

o    Beachte das Bindewort „so“!                                                           9

  • „wissen“ = „erkennen“! Beachte die verschiedenen Wortbedeutungen!

o    Beachte die Wiederholung „dein Gott“!

  • Warum heißt es, dass „dein Gott, allein Gott ist“?

o    Warum wird Gott, der „treue Gott“ genannt?

o    Was bedeutet das Wort „Bund“?

  • Was haben „Bund“ und „Barmherzigkeit“ miteinander zu tun?

o    Was bedeutet „bis ins tausendste Glied“?

o    Was haben „lieben“ und „Gebote halten“ miteinander zu tun?

o    Beachte die Härte dieses 10. Verses!                                  10

  • Was meint „vergilt ins Angesicht“? à Wiederholt!

o    Was ist „hassen“? Wie hasst man Gott?

o    Beachte das Bindewort „so“!                                                           11

  • Was ist die Schlussfolgerung aus Vers 10?

o    Gibt es einen Unterschied zwischen Geboten, Gesetzen und Rechten?

  • Darf Gott (mir) „gebieten“?
  • Oder sind die Worte der Bibel eher Empfehlungen?

o    Beachte die Verbindung „und wenn …, so wird …!                12

  • Denke über die Verben nach: „hören, halten, tun“!

o    Was wird Gott dann (auch) tun?

o    Was wollte Mose dem Volk Israel mit diesen Worten sagen?

o    Warum wurden diese Zeilen aufgeschrieben?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

o

o

o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

1.6 Neutestamentliche Gedanken

o    Gottes Bundestreue in der Taufe

o    Das ganze Volk ist heilig à 1Petr 2,9

o    Erwählt zum Dienst

o    „Halten“ = „Bleiben“

o    Wiedergeburt ist Berufung

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

o

o

o

o

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Taufgedächtnis ist Thema dieses Sonntags (6.n.Trinitatis). (Voigt)

o    Der Test entstammt dem paränetischen Teil des Deuteronomiums (6,10-9,6), das sich als Ganzes als eine große Abschiedsrede des Moses gibt, jedoch verschiedene Elemente enthält. (Voigt)

o    Nach 5Mo 7,1-5 ist dem in Kanaan einziehenden Israel die strikte Absonderung von der heidnischen Bevölkerung und ihrem Kult aufgetragen. (Gradwohl)

o    Das „Bannen“ (2) mit dem Schwert gehört zur Ausnahme. Vom „Bann“ ist nach dem Fall von Jericho (Jos 6,21, Ai (8,26), Maqeda, Liwna, Lachisch, Eglon, Hebron und anderen Orten die Rede (10,28ff). Zumeist bleiben die Bewohner unversehrt und werden „zu Splittern in euren Augen …“ (4Mo 33,55) (Gradwohl)

o    Mag die Praxis auch anders aussehen, als die Theorie es wünscht – die im 5Mo 7,1-5 angestrebte Abgrenzung bleibt richtungsweisendes Gebot. (Gradwohl)

o    Das Moment des Glaubenseifers für den „eifernden Gott“, der „keine andern Götter“ neben sich duldet (2Mo 20,3.5), ist zweifellos gegeben. (Gradwohl)

o    „Heilig“ (6 – „kadosh“) werden der kultische Raum und die kultische Zeit, nie aber Dinge bzw. Gegenstände genannt, sondern nur Personen, also Gott und die Ihm gehörenden Menschen. (Voigt)

o    „heilig“ (6) meint soviel wie „absondern“. (Gradwohl)

o    Das Israel in seiner Gesamtheit für „heilig“ erklärt und als „heiliges Volk“ bezeichnet wird, findet sich im AT hier zum ersten Mal. Die Formulierung „heiliges Volk“ kommt so nicht mehr im AT vor. … Die Heiligkeit im 5Mo ist keine Forderung, sondern eine Zusage. (Schneider)

o    Ist die Heiligkeit Israels nicht das Ergebnis seiner Anstrengung, sondern reine Gabe Gottes, so ist der Ursprung der Heiligkeit des Volkes nicht in ihm selbst zu suchen. … Um der Tatsache der Gotteszugehörigkeit willen ist das Volk heilig. (Schneider)

o    Die Heiligkeit Israels ist der Umstand, in Anbetracht dessen das betreffende Gesetz erst nötig wird. Sie ist also ein vor allem menschlichen Tun dem Volke von Gott her beigelegte Eigenschaft. (Schneider)

o    Israel soll sich Gott nahen dürfen, wie es das besondere Vorrecht der Priester ist, und soll für alle Welt den Gottesdienst tun. (Schneider)

o    Allerdings hat Israel in diesem Dienst versagt: Gott ist durch Israels Verhalten unter den Heiden nicht groß gemacht worden, sondern gering. (Schneider)

o    Gott wurde blamiert. Er könnte auf Israel verzichten. Aber Er tut es nicht. Warum nicht? Weil Gott Israel liebt, und weil Er seine Treue den Verheißungen gegenüber erweisen will, die Er den Vätern gab. (Schneider)

o    Gottes Liebe zeigt sich konkret daran, dass ER Israel an Sich bindet, also es für sich „erwählt“. (Schneider)

o    Zu welchem Zweck schreibt Petrus (1Petr 2,9)? Antwort: „… deshalb sollt ihr verkündigen die großen Taten dessen, der euch aus der Finsternis berufen hat in sein wunderbares Licht. (Schneider)

o    Das heilige Volk des neuen Bundes ist Zeuge Gottes nicht allein durch sein Dasein, sondern auch durch seine Verkündigung. (Schneider)

o    Nicht aufgrund eurer großen Zahl, sondern aufgrund Seiner Liebe zu euch und aufgrund des Haltens des Schwurs (8). Indem Liebe und Eid nebeneinandergestellt sind, wird deutlich, dass die Wahl nicht nur aus einer Regung der Liebe heraus erfolgte, sondern in einer dauerhaften, sich selbst bindenden Liebe gegründet ist. (Voigt)

o    Der „verlässliche“ Gott, der das von Ihm in souveräner Freiheit eingegangene Gemeinschaftsverhältnis (Bund) und Seine Zuwendung zu Seinem Volk bewahrt, also durchhält für 1000 Generationen, d.h. für immer. (Voigt)

o    „angenommen“ (7) heißt „begehren“, „lieben“, bezieht sich hier aber auf die starke Bindung Gottes an Israel. (Gradwohl)

o    Das gegen Ihn sich richtende Böse lässt Gott „ganz werden“ (vollkommen böse werden), d.h. aber auf den Hassenden zurückfallen, so dass es ihn zugrunde richtet (10). (Voigt)

o    Vers 12 knüpft an Vers 9 an: Gottes Liebe ist Gottes treu bewahrter Bund und Seine Huld, nicht nur für eine Generation, sondern für alle folgenden. (Schneider)

o    Segen heißt: Wie es einmal angefangen hat, so geht es weiter. Darum ist Segen die sichtbare und in der Geschichte wirksam werdende Seite von Gottes Treue. (Schneider)

 

o    Vers 6 ist gleichsam eine Drehscheibe. Er begründet die Notwendigkeit der Abkehr von der Götterverehrung und schlägt zum anderen einen neuen Ton an: „dich hat der Herr dein Gott erwählt, Ihm zum Eigentumsvolk. (Gradwohl)

o    Israel soll nicht so sein wie „alle Völker, die auf Erden sind“. (Gradwohl)

o    Gott erwählt, Er liebt, Er hält seine Verpflichtung und erlöst das Volk. (Gradwohl)

o    In den Versen 9-11 ist Israels erwartete Reaktion festgehalten, und zwar durch die beiden Verben „so erkenne“ (9 – „wisse“) und „so halte“ (11). Die Reaktion liegt im Denk- und im Handlungsbereich: in der Erkenntnis der göttlichen Treue und Wirkungsweise – Seines Wirkens in der Geschichte – und, durch diese Erkenntnis gefestigt, im Erfüllen der Gottesgebote. (Gradwohl)

o    Vers 12 nennt Gottes Reaktion auf Israels Reaktion, mit dem Akzent auf der kausalen Verknüpfung. … Gott steht zu Seinem Bund und schenkt Israel Seinen vielfältigen Segen (13-16). (Gradwohl)

o    Die von Gott gewollte Nähe und Bindung zum Volk verpflichtet es zur Annäherung an den Schöpfer, dessen Wirken anerkannt und dessen Gebot erfüllt werden muss. (Gradwohl)

o    Gottes Zusicherung kommt nur dann voll zum Tragen, wenn Israel zur Reaktion bereit ist. Zunächst durch die Abkehr vom heidnischen Brauchtum und dann durch die positive Zuwendung zu dem von Gott gesetzten Auftrag im Erkennen und Tun (7,9-11; 4,39f). (Gradwohl)

o    Gottes Bundestreue zu Israel wird durch das Verhalten des Volkes in keiner Weise bestimmt. Das „begehrte“, „geliebte“, durch einen „Schwur“ angenommene Israel steht in der besonderen Beziehung, selbst wenn es den Bund bricht. Nur der Segen bleibt aus. (Gradwohl)

o    Gerade weil Israel Gottes Güte erfahren durfte, hat es für schuldhaftes Handeln in besonderem Maße einzustehen. … Israel besitzt keinen Anspruch auf Gottes Zuwendung. (Gradwohl)

o    Die göttliche Wahl beruht auf einem emotionalen Erlebnis, Seiner „Liebe“. … Es kann freilich sein, dass die Liebe durch Israels Verhalten mitbestimmt wurde. So jedenfalls versteht es der Talmud: „ Ich begehre euch, denn selbst in der Stunde, da ich euch Größe schenke, macht ihr euch vor mir gering. Ich gab Abraham Größe, und er sagte: (1Mo 18,27); Mose und Aaron, und sie sagten: (2Mo 16,8); David, und er sagte: (Ps 22,7).

o    Doch die Götzendiener sind nicht so. Ich gab Nimrod Größe, und er sagte: (1Mo 11,4); Pharao, und er sprach: (2Mo 5,2); Sanherib, und er sprach: (2Kön 18,35); Nebukadnezar, und er sagte: (Jes 14,14); Hiram, dem König von Tyrus und er sagte: (Hes 28,2.)“. … Mit anderen Worten: Israels Bescheidenheit führte zu seiner „Erwählung“ durch Gott. (Gradwohl)

o    Wesentlich im Text ist nicht nur die Tatsache, dass diese Erwählung geschehen ist, sondern dass sie andauert. Das häufigste Verb, das genannt wird, heißt „shamar“: hüten, bewahren: Gott bewahrt: … (Gradwohl)

o    So wie die Gott Liebenden auf den „treuen Gott“ zählen dürfen, so haben „die Ihn hassen“ mit der Vernichtung zurechnen. (Gradwohl)

o    Wegen drei Dingen, sagte R. Joschia, ist der Heilige, gelobt sei Er, langmütig mit den Bösen auf dieser Welt: Vielleicht werden sie die Umkehr tun, vielleicht erfüllen sie Gottes Gebote und erhalten Seinen Lohn im Diesseits, vielleicht aber stammen von ihnen gute Söhne ab. (Gradwohl)

o    Die göttliche Langmut, die als gewiss angenommen wird, führt zur Langmut des Menschen, der seinen Gegnern zu verzeihen bereit ist. (Gradwohl)

o    Vers 12 erweckt – im Widerspruch zu Vers 9 – den Eindruck, Gottes Treue, Sein Festhalten an den Versprechen, sei konditioniert. Weil Israel gehorcht, bleibt Gott ihm treu. (Gradwohl)

o    Wenn sich das Volk an seine ihm auferlegten Bundesverpflichtungen hält, wird die Folge (die „Ferse“) der in Aussicht gestellte Segen sein (5Mo 7,12; 8,20). (Gradwohl)

o    Keiner spreche: Ich erfülle die Gebote der Thora und beschäftige mich mit ihrer Weisheit, um allen in ihr vermerkten Segen zu erlangen oder das Leben der Zukünftigen Welt. … So soll man Gott nicht dienen, denn das wäre ein Dienst aus Furcht … Wer aber aus Liebe Gott dient, … folgt der Wahrheit, weil es die Wahrheit ist und der Segen kommt am Ende von selbst. (Maimonides in Gradwohl)

o    Israel – die Menschheit als Ganzes – kann sich auf Gottes Schwur nicht berufen, wenn es seinen ichbezogenen Weg gehen möchte. (Gradwohl)

o    Ohne Recht entstünde ein Chaos, ohne Erbarmen könnte die Welt nicht bestehen. Beides muss vorhanden sein. (Gradwohl)

o    Die Erwählung ist Gottes Geschenk, das man nicht empfängt und dann „verstauben“ lassen kann. Sie ist ein Geschenk, das den Empfangenden zur Tat verpflichtet. (Gradwohl)

 

o    Die Taufe ist das Mittel, dessen Gott sich bedient, um uns an den Stromkreis Seines Wirkens anzuschließen. (Voigt)

o    Taufe ist das Einverleibtwerden in Christus (Röm 6,3; Gal 3,27; 1Kor 12,13). Sind wir mit Ihm verbunden, haben wir Anteil an Ihm und an allem, was Sein ist. (Voigt)

o    Der frühen Christenheit wäre es nicht in den Sinn gekommen, die Taufe für entbehrlich zu halten. „Christ sein“ und „getauft sein“ sind bedeutungsgleich. (Voigt)

o    Wenn sich das Heil Gottes auch in einer Geschichte verwirklicht, in fortschreitendem Geschehen also, so ist doch der in ihr handelnde Gott immer derselbe. Den Eid, den Er den Vätern geschworen hat, hält Er, und wird Seine Zusage einlösen, indem Er, wenn die Zeit erfüllt sein wird, Seinen Sohn sendet (Gal 4,4). (Voigt)

o    Der Text bezeugt eine Reihe von Sachverhalten, die, indem wir durch die Taufe mit Christus verbunden werden, zu ihrer schönsten Erfüllung kommen, ja eigentlich auch schon zur Zeit des Deuteronomiums eben „in Christus“ – in dem noch nicht erschienenen, nur verhüllt gegenwärtigen Christus – wahr sind. Wir nennen Hauptstichworte: ein Volk, dem Herrn heilig – Erwählung – Eigentum – Liebe – eidliche Zusage – Erlösung mit mächtiger Hand – Gottes Gottheit – Bund – freundliche Zuwendung – beides in 1000 Generationen – unserseits: Gott lieben und Seine Gebote halten. (Voigt)

o    Im NT erscheinen diese Anliegen in verwandelter Gestalt und in anderen Zusammenhängen. (Voigt)

o    Die vertragliche Selbstbindung Gottes an Israel als Sein Volk ist zugleich eine Sache Seiner Gnade, Seiner Freundlichkeit, Seiner liebenden Zuwendung zu den Seinen. So ist es ja mit der Taufe auch. Sie ist ein Handeln Gottes – „Er hat uns gerettet … durch das Wasserbad der Wiedergeburt“ (Tit 3,4f) -, ein sakramentales Geschehen. (Voigt)

o    Man weiß in Israels Glauben vom Erwählen Jahwes (Ps 33,12). (Voigt)

o    Die Predigt möge viel Sorgfalt und Liebe darauf verwenden, deutlich zu machen, dass Glaube nicht in der Mutmaßung bestehen kann, es werde wohl irgendein „höheres Wesen“ geben, auch nicht in der Theorie von einer so oder so zu beschreibenden, oder zu denkenden Gottheit, sondern in der auf klarem Wort beruhenden Gewissheit, dass wir einen Gott haben, der auf uns zugegangen ist, mit uns Verbindung aufgenommen, ja sich uns kontraktlich verpflichtet hat. (Voigt)

o    Natürlich muss, wer von der Erwählung spricht, darauf gefasst sein, dass er zu Rede gestellt wird: Und warum nicht die anderen? (Voigt)

o    Erwählung geschieht, weil sie personales Geschehen ist, in Freiheit. Wie jede freie Tat ist sie Wunder, nicht ableitbar, nicht vorausschaubar, nicht zu fordern, schon gar nicht einzuklagen. (Voigt)

o    Gott richtet sich bei Seiner Wahl nicht danach, ob wir es wert sind oder nicht. Bei Jakob gibt es genug schwache Stellen in seinem Leben, und die werden nicht verheimlicht; aber er ist der Mann der göttlichen Wahl. (Voigt)

o    Gott hat uns durch Christus wieder zu Seinem Eigentum gemacht, und, was in Christus geschehen ist, teilt Er in der Taufe an alle die aus, die sie empfangen wollen. (Voigt)

o    Die Wendung in der Taufformel: „auf den Namen“ stammt aus dem Bankwesen und bedeutet Eigentumswechsel. Er hat uns wieder. (Voigt)

o    Der Christuszusammenhang begründet auch die Verbundenheit mit den anderen Gliedern des Leibes, wie es dann im AT die Zugehörigkeit zu Jahwe nur gibt in der Zugehörigkeit zu Seinem Volk. (Voigt)

o    Heilig ist, was der Wirklichkeit Gottes zugehört und darum vom Allgemeinen streng zu scheiden ist. (Voigt)

o    Das Heilige ist nicht das gesteigerte oder überhöhte Menschliche. Man könnte das Heilige als den großen Fremdling in der Welt des Menschen bezeichnen, als eine Erfahrungswirklichkeit, die sich in die dem Menschen vertraute Welt, nie wirklich einordnen lässt. (nach Voigt)

o    Es gibt es tatsächlich, dass die einen (noch) nicht zum Volk Gottes gehören und die anderen es –sola gratia! – schon sind. (Voigt)

o    Man muss die Aggressivität des 5 Mo gegen alles Heidnische, speziell gegen das Kanaanäische verstehen. Je stärker die Faszination war, die für Israel davon ausging, desto wachsamer und kompromissloser musste man sein. „Jahwe, – dein Gott – Er (allein) ist Gott“ (9) (Voigt)

o    Gott ist uns gegenüber eine Selbstverpflichtung eingegangen (das liegt in dem Wort „Bund“). Er nimmt uns damit aber auch in Pflicht. … Es gehört geradezu zum Bundesschluss, dass das Volk sich feierlich verpflichtet (2Mo 24,7). Neutestamentlich: Haben wir in der Taufe Anteil am gestorbenen und auferstandenen Christus, „so sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln“ (Röm 6,4 – heutige Brieflesung). (Voigt)

o    Es täte uns gut, wenn wir wieder besser begreifen lernten, dass Gott uns mit Seinem Gebot etwas Gutes erweist. Wer sich selbst kennt, wird wissen, dass es gut ist, nicht immerzu nur von der Freiheit zu sprechen, in der jeder selbst sich entscheidet, weil wie er argumentiert, die Liebe keinem Gesetz unterworfen ist.

o    Das 5. Buch Mose weiß und sagt, dass die Liebe Gottes all dem, was wir tun können, vorausgeht. Das Voraussein Gottes liegt im Begriff des „Bundes“, und indem (9) sofort von liebender Barmherzigkeit die Rede ist, ist deutlich, worauf der hier erwartete Gehorsam basiert. (Voigt)

o    Wendet Gott uns Seine Liebe zu, dann ist es das Normale, dass wir Ihn wieder lieben. (lieben und Gebote halten -9). (Voigt)

o    Es geht um ein persönliches Verhältnis zu Gott, eben um die von Ihm uns zugewandte und von uns zu erwidernde Liebe. Auf die Taufe bezogen könnte das heißen: Wisse, was dir widerfahren ist, und wo du stehst! (Voigt)

o    Mit einem Menschen, der bei Gott nichts mehr zu hoffen hatte, hat dieser Gott in Christus sich so verbunden, dass das ganze Christusleben nun ihm gehört. Mein neuer Standort heißt Christus. Ich sollte keinen Augenblick vergessen, wo ich stehe (Voigt)

o    Unbeirrbar verbunden! – darin würde liegen, dass keine Enttäuschung, die Gott mit uns erleben muss, ihn veranlassen wird, von Seiner Verbundenheit mit uns zurückzutreten und uns aufzugeben. Warum diese viele Ermahnungen? Warum diese beschwörenden Aufrufe, Gott zu lieben und Ihm zu gehorchen (6,4; 10,12; 11,13; 13,4)? Warum sollen wir den Willenskundgebungen Gottes immerzu „gedenken“ (5,15; 7,18; 8,2.18)? Weil es Sinn hat, aus Verirrungen und nach Verlieren der Richtung auf den befestigten Weg zurückzukehren. Gott gibt nicht auf. Kann sein, wir brechen den Bund; Er wird es nicht tun. (Voigt)

o    Es kann in der Tat sein, dass jemand das Verbundenheitsangebot Gottes grundsätzlich ausschlägt, Gott also „hasst“, dass er also obwohl er könnte, sich nicht lieben lassen will: Dann lässt Gott an ihm das von ihm selbst Erwählte „ganz werden“. Das wäre dann die Selbstverbannung aus dem Kraftfeld der Liebe Gottes. An dieser Grenze endet auch die Kraft der Liebe Jesus Christi (Joh 3,18). (Voigt)

o    Wie oft ich auch schon den Kontakt mit Gott verloren habe, was Gott mir in meiner Taufe zugewendet hat, bleibt in Kraft. Ich habe losgelassen, aber Er hat umso fester zugefasst. Er hat mich schwach werden sehen, immer wieder; aber Seine Einstellung zu mir hat ER nicht revidiert. (Voigt)

o    Ich kann mich selbst vom Heil ausschließen, aber ER wird es nicht tun. (Voigt)

o    Der Glaube ist sich selbst nicht interessant. Er interessiert sich allein für den Gott, der in Seiner vorauslaufenden Liebe die Verbindung (mit mir) geschaffen und durchgehalten hat. (Voigt)

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