42-2 Wir wollen Lieben 1Joh 4,16b-21

1Joh 4,16b-21

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Gott ist Liebe (agape) – Ist Liebe Gott? 16b
    • Wie ist das zu verstehen?
  • Wie kann man in der Liebe „bleiben“?
    • Meint das „verliebt bleiben“?
  • In der Liebe „bleiben“ = in Gott „bleiben“?
    • Wie ist das zu verstehen?
  • Wie kann „er in Gott“ und „Gott in ihm“ sein?
  • Was meint das Wort „Liebe ist vollkommen“? 17
    • Wozu braucht man am „Tag des Gerichts Zuversicht“?
    • Was ist mit dem Tag des Gerichts gemeint?
  • „Wie er ist“ – Wer ist „er“? – Wie ist er „in dieser Welt“?
    • Was versteht Johannes unter Welt?
  • Ist „Furcht“ und Angst dasselbe?
    • Warum ist in der Liebe keine Furcht?
  • Beachte: „sondern“! Was will das Wort sagen? 18
  • Wann ist die Liebe „vollkommen“?
    • Wie kann Liebe die Furcht „austreiben“?
    • Ist „Furcht“ und „Ehrfurcht“ dasselbe?
  • Warum rechnet die Furcht mit Strafe?
    • Ich welcher Weise schließen Furcht und Liebe sich aus?
  • Wie hat Gott uns „zuerst“ geliebt? 19
  • Beachte das Bindewort!
    • Wieso soll seine Liebe Motivation für mein lieben sein?
    • Wen soll ich lieben?
  • Was meint das Wort „hassen“? 20
  • Kann man sagen: „Ein Christ, der einen Mitchristen hasst, ist ein Lügner“?
  • Was hat das „sehen“ und „nicht sehen“ mit „lieben“ zu tun?
  • Muss der zweite Satz nicht eigentlich anders herum lauten?
    • Ist es nicht einfacher jemanden zu lieben, den man nicht sieht?
  • Wir haben ein Gebot!!! 21
    • Von wem haben wir das Gebot?
    • Wo steht es?
  • Warum ist es Gott wichtig, dass wir unsere Glaubensgeschwister lieben?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

 

 

 

 

 

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

 

o    Nicht: Hauptsache ich! Jeder ist sich selbst der Nächste! – Sondern: Sei eine Wärmflasche! Gib weiter, was du empfangen hast!

o    Gottes Liebe ist Ereignis! (Urie)

o    Vers 19 ist wohl besser übersetzt im Indikativ: „Wir lieben (oder: wollen lieben), weil Er als erster uns liebte.“ (de Boor)

o    Wie in 8b soll mit dem Kernsatz in 16b auch das Wesen Gottes beschrieben werden. Der Satz ist keine Definition, er beschreibt vielmehr das Wirken Gottes, sein Handeln in seiner Bedeutung für die Menschen. … Vers 17 meint Gottes Liebe „zu“ uns, die in unserer Zuversicht (Unbefangenheit, Offenheit zu Gott, Freimut) an ihrem Ziel ist. … Vers 18: Wer sich noch immer fürchtet, ist in der Liebe noch nicht ans Ziel gelangt. … Im Vers 21 handelt es sich um ein „Gebot“, das uns bindet. à Konkordanz (Voigt)

o    Johannes hat sich mit Christen gnostischer Strömung auseinanderzusetzen. Sie wollen nicht gelten lassen, dass der Christus kein anderer ist als Jesus (2,22f; 4,15; 5,1.5.13), „im Fleisch“ gekommen) (4,2), hörbar, sichtbar, greifbar (1,1ff). … Bei uns besteht vielleicht eher die Gefahr, dass wir in apologetischem Eifer eine allgemein-menschliche Liebespflicht als das Christliche ausgeben. … Die Liebe, die hier gemeint ist, verwirklicht sich durch unser „In-Sein“ in Gott und Gottes „Bleiben“ in uns. (Voigt)

o    Von der Liebe reden ist nicht schwer, das Tun ist schwerer. (Voigt)

o    Schon Gottes Schaffen und Erhalten ist Beweis seiner Liebe. Gott will nicht mit sich allein sein. Er wird zum Schöpfer, weil er etwas zum Liebhaben braucht. So gibt er uns das Leben und alle irdischen Gaben. So gibt er in seiner Liebe sich selbst. Das ist das Tiefste an Gottes Gottheit. … Gott und Liebe sind nicht in dem Sinne eines, dass Gott nur noch – lächeln kann. Man hat uns einzureden versucht, die Erfahrung des zornigen Gottes sei ein großer Irrtum. Man darf aber über der Güte den Ernst Gottes nicht übersehen (Röm 11,22). (Voigt)

o    Wer aus 16b eine Definition macht, der behauptet damit, dass Gott liebt, weil er lieben muss (wie der Stein schwer ist, weil er eben ein Stein ist). Gott liebt, weil er will! … Wir werden nicht angehalten, in den „Himmel“ zu schauen, wo ein liebender Gott thront, sondern wir werden auf das Geschehen der Liebe Gottes gewiesen, das sich in Jesus Christus ereignet. … Außerhalb von Christus ist Gott für uns „Zorn“ (Joh 3,36). In IHM ist Gott Liebe. (Voigt)

o    „Gott ist Liebe“ Niemals darf der Satz umgekehrt werden: „die Liebe ist Gott.“ Wir können nicht die Liebe zu „Gott“ erklären und dabei von dem ausgehen, was wir unter „Liebe verstehen. Nein Gott allein ist Liebe und zeigt erst, was „Liebe“ in Wahrheit ist. (de Boor)

o    Niemand hat größere Liebe denn die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde (Joh15, 13). „Versöhnung“ heißt das Ziel dieser Liebe. Sie will die Abgefallenen und Verlorengegangenen für sich wiederhaben. (Voigt)

o    „Wir lieben“ könnte auch heißen: „Wir sündigen nicht“ (3,6.9; 5,18) … Man muss sich Vers 18 selbst laut vorlesen, um dann aus Vers 19 den triumphalen Klang herauszuhören: „Wir lieben.“ Dies ist der Erkenntnisgrund – keineswegs der Realgrund! – dafür, dass wir „aus dem Tode ins Leben gekommen sind (3,14). (Voigt)

o    Das wir in Gott sind, bzw. bleiben und unsere Werke in Gott getan werden, meint unser Anteil haben an der uns gehörigen neuen Wirklichkeit, in der Gottes Geist und Kraft alles regiert, bestimmt, schafft, bewirkt. … Leben in Gottes Liebe, dies ist neues Sein. (Voigt)

o    Wo Freiheit ist, da ist Liebe ans Ziel gelangt, denn Liebe „wirft die Furcht hinaus“. Die Liebe Gottes ist also nicht eine ruhende Eigenschaft. Sie ist ein Geschehen, ein Vorgang, eine Bewegung. (Voigt)

o    „Denn wie er ist, so sind auch wir“ (17b) Es ist ein Grundzug in dem ganzen Brief, dass der Apostel die Entsprechung unseres Lebens und Verhaltens zu dem Wesen Gottes oder Jesu fordert oder sogar als gegebene Tatsache bezeugt. (1,7; 2,6; 3,3.7.16; 4,11) In allen Sätzen finden wir das „wie“ oder „gleichwie“, das unser Verhalten in Beziehung setzt zu dem Verhalten Gottes bzw. Jesu. (de Boor)

o    Auch der Erhöhte und Verherrlichte „ist“ (17b) doch ganz derselbe, der er als Jesus von Nazareth sichtbar unter uns war. (de Boor)

o    Die Furcht, von der auch im Neuen Testament nicht selten geredet wird, gibt Gott, was Gottes ist: Respekt, Achtung, das Ernstnehmen seiner göttlichen Autorität. Aber die Gottesfurcht des Christen ist keine Angst mehr. (Voigt)

o    Das Gericht findet statt. Wir gehen darauf zu (2,28 und 4,17 legen sich gegenseitig aus), aber wir haben es – wie die Sünde – hinter uns, sofern wir in Gott wohnen und Gott in uns (Joh 3,17ff). (Voigt)

o    Angstmachen ist ein menschenverderbendes Mittel einer üblen Pädagogik. Angst quält und peinigt den Menschen. … Haben wir schon begriffen, wie sehr Gott uns liebt? (Voigt)

o    Achten wir sofort darauf, dass Johannes nicht von unserem Herzen sagt, dass keine Furcht in ihm sein, sondern seine Aussage von der Liebe macht. (de Boor)

o    „vollkommene Liebe“ (18) „Vollendet“ meint hier – ebenso auch wie 1Kor 2,6 und Phil 3.15 – nicht eine perfektionistische „Vollkommenheit. … Der Ausdruck meint die Ganzheit und Entschlossenheit. … Noch einmal müssen wir daran denken, dass „Lieben“ für Johannes der eigentliche Inhalt des „ewigen Lebens“ ist. (de Boor)

o    „Wenn einer spricht“ (20) Noch einmal treffen wir auf die Formal, die das erste Kapitel kennzeichnete. (de Boor)

o    Unser Brief spricht nicht selten von einem Gebot (2,7f; 3,23f; 4,21; 5,3). Wer die genannten Stellen durchprüft, wird merken, dass wir nicht ans Gesetz verwiesen werden, sondern dass hier vom Evangelium her gedacht ist. … Die Liebe Gottes kommt, wie in unserer Freiheit (Zuversicht), so auch in unserer Bruderliebe, an ihr „Ziel“. (Voigt)

o    „Niemand hat Gott je gesehen“ (4,12; Joh 1,18). Ist Gott Liebe, so wird er eben im Geliebt werden erfahrbar – und in der Liebe, mit der wir lieben. (Voigt)

o    Die Sichtbarkeit des Mitmenschen kann uns bedrängen. Den unsichtbaren Gott kann man, wenn er einem unbequem würde, wegschieben; den sichtbaren Nächsten nicht. Da liegt er, der Lazarus oder der unter die Räuber gefallene; da ist der arme Mensch, den keiner will, auf dem sie alle herumhacken, der auch wirklich schwer zu verkraften ist; da ist der, der objektiv gesehen wirklich im Unrecht ist, so dass man Grund hätte, sich über ihn zu erheben. Aber man hätte immerhin die Chance, durch priesterlichen Einsatz für ihn „ihm das Leben zu geben“ (5,16) In solchen und ähnlichen Fällen wird es sich zeigen, wie weit die Liebe Gottes mit uns und in uns gekommen ist. (Voigt)

o    „Liebe“, wenn sie da ist und lebt, kann immer nur „lieben“, welchem „Objekt“ sie auch begegnet! (de Boor)

o    Wollte ich alle lieben, dann liebte ich keinen. Es geht immer um diesen Menschen, der mir hier und jetzt anvertraut und zugewiesen ist. (Voigt)

o    Wäre ich nicht von Gott geliebt, dann wäre mir mit dem Gebot der Bruderliebe Unmögliches abverlangt. Lieben müssen, gegen das Wollen und Streben des eigenen Herzens, das kann nur eine Katastrophe werden. Wen Gottes Liebe überwältigt hat, der lebt von dem Wunder, dass das „neue Gebot“ „wahr ist in Ihm und in euch“ (2,8). … Bin ich bei Gott gut aufgehoben, habe ich die Hände frei für meinen Bruder. (Voigt)

o    So wie Jakobus die Gefahr eines „Glaubens ohne Werke“ sah, der „tot ist in sich selbe“ (Jak 2,17), so fürchtet Johannes alles „sprechen“, das zur Lüge wird (20), weil keine Wirklichkeit dahinter steht.

 

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