22-1 Die Versuchung Jesu – Mt 4,1-11

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Mt 4,1-11

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Welche Verbindung stellt das Wort „da“ her? 1
  • Wer ist mit „Geist“ gemeint?
    • Beachte, was der Geist macht! Darf er das so einfach?
  • „damit“ – War die Versuchung unumgänglich?
    • War sie Gottes Wille?
  • Welche biblischen Berichte sprechen auch von 40 Tagen 2
    • Hier steht nichts von Durst!
  • Wie wird der Teufel im Vers 3 genannt? 3
    • Welche Begriffe benutzt die Bibel noch für den Teufel?
    • Was sagen die Begriffe über das Wesen des Teufels?
    • Ist Jesus der Meinung, dass der Teufel ein personenhaftes Wesen ist?
  • Was ist das Thema der ersten Versuchung?
  • Welchen Zweifel beinhaltet dieser SatzdesVersuchers?
    • auch Mt 16,23; 26,37+53; 27,40
  • Wie antwortet Jesus auf die Versuchung? 4
    • Diskutiert der Teufel mit Jesus?
    • Warum nicht? – Weil er nicht will, oder weil er nicht kann?
  • Wo findet die zweite Versuchung statt? 5-6
    • Was ist die „Zinne des Tempels“?
    • Wie ist Jesus aus der Wüste dahin gekommen?
  • Um was geht es in der zweiten Versuchung?
    • Warum wäre es für Jesus vorteilhaft, zu springen?
  • Was sollte Jesus mit dem Springen „beweisen“?
    • Wem sollte er es beweisen?
  • Warum war das Bibelwort, das der Teufel benutzt, nicht das richtige Wort für diese Situation?
  • Wie antwortet Jesus auf die zweite Versuchung? 7
  • Wieder ein Ortswechsel zurück in die Wüste! 8-9
    • Wie zeigt der Teufel Jesus all diese Dinge?
  • Ist der Teufel der Herr über all dies, so dass er es geben kann, wem er will?
  • Hier offenbart der Teufel sein wahres Anliegen!
    • Warum ist der Teufel bereit, alles Jesus zu geben für ein Stück Aufmerksamkeit und Verehrung (Anbetung)?
  • Um was geht es hier in der dritten Versuchung?
  • Wie antwortet Jesus auf die dritte Versuchung? 10
    • Was ist hier anders als bei der ersten und zweiten?
    • Aus welchem biblischen Buch kommen alle drei Antworten?
  • Musste der Satan gehorchen (Weg mit dir Satan!)? 11
  • Wie dienten die Engel Jesus?
    • Wozu bedurfte er ihres Dienstes?
  • Wen stellt der Teufel in den Mittelpunkt seiner Aufforderungen?
    • Wen stellt Jesus in den Mittelpunkt seiner Antworten?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Nach rabbinischer Lehre nährte sich Mose vom Lichtglanz Gottes vierzig Tage und Nächte. … Die Versuchung ist gottgewollt. … Der „Fürst dieser Welt“ (Joh 12,31) verlangt Unterwerfung und Huldigung, also Anerkennung seiner widergöttlichen Oberherrschaft. … Jesus besteht die Versuchungen, und dies hat für die Glaubenden in allen Versuchungen des Lebens seine Bedeutung – nun aber mehr als Verheißung denn als Mahnung. … Jesus hat …, die kräftige Ansage des Reiches Gottes als Kampf mit widergöttlichen Mächten und als Entmachtung des Teufels verstanden. (Voigt)

o    Es ist wichtig zu wissen das der Teufel die Menschen auf sehr verschiedene Art und Weise attackiert: z.B. durch ihre Gegner (16,1), aber auch durch den besten Freund (26,22f), vielleicht in der Gestalt eines Lichtengels (1Kor 11,14), oder so, dass er einfach ihr Herz erfüllt (Apg 5,3). … Das Böse ist die mit keiner geschichtlichen Größe identifizierbare unsichtbare Macht des Aufstandes gegen den rechtmäßigen Eigentümer und Herrn der Schöpfung. „Das“ Böse? Der Böse! Die Ausbreitung des Königreiches Gottes bedeutet, dass dem alles bedrohenden Zerstörer die Macht entwunden werden muss. Wie? Gott wird wieder Herr seiner Schöpfung, indem Jesus sich in uns durchsetzt. (Voigt)

o    Wie, wenn am Ende dieser vierzig Tage dies stünde, das der Bewährte, dieser ganz an Gott Hingegebene seine Macht für sich selbst einsetzte? Das hieße aber: Ausbrechen aus dem Gehorsam gegen Gott und aus der Solidarität mit den Menschen. … Jesus musste den Konflikt zwischen Eigensucht und Hingabe an Gott und Menschen austragen. (Voigt)

o    Jesus weiß, was Hunger ist (V.2), er ist selbst in den Hungernden verborgen und setzt sich, als kommender Richter, für sie ein (Mt 25,35ff). … Die letzte, tiefste, schlimmste, alle anderen Nöte verursachende Not der Welt ist die Gottblindheit, Gottentfremdung, Gottesfeindschaft, die Abkehr der Geschöpfe vom Schöpfer, die Verleugnung des Urbildes durch das Ebenbild. (Voigt)

o    Die Versuchungen Jesu (Brot, Ehre, Macht) begleiten die Kirche durch die Jahrhunderte. … Vielleicht lernen wir es einmal wieder, dass wir unsere Freiheit trainieren müssen. … Einer von beiden ‚reitet‘ uns: Gott oder sein finsterer Gegenspieler. Soll Gott gewinnen, kostet es Kampf. … Jesus kämpfte für sich, zugleich aber für uns alle. … Er kam, um zu unserer Befreiung einen Kampf auszutragen. Um die Werke des Teufels zu zerstören (1Joh 3,8). Um uns herauszureißen aus der Befehlsgewalt der Finsternis (Kol 1,13). Das Böse, Gottwidrige ist eine personale Macht. Der Böse streitet um uns. Christus kämpft gegen ihn um uns und für uns. Wer hat über uns das Sagen? (Voigt)

o    Als ein Versuchter hat Jesus gelitten. Gerade so kann er uns helfen (Hebr 2,18; 4,15).Die Methoden (Eph 6,11) des Versuchers sind bei uns nicht viel anders als bei Jesus. Auch in der Abwehr können wir von Jesus lernen. … Wie wehrt sich Jesus? So ernst ist die Situation der Anfechtung, so sehr bis ins Innerste gefährdet ist Jesus, dass er seine Zuflucht bei dem in der Heiligen Schrift gegebenen Wort Gottes suchen muss. … Wer sagt: „wiederum steht auch geschrieben“, weiß, dass hermeneutisches Bemühen von höchster geistlicher Bedeutung ist. Er muss also nach dem Kanon im Kanon, nach dem Wort in den Wörtern fragen. Zuletzt bleibt das erste Gebot als Zuflucht und Halt. (Voigt)

o    Für uns gilt, was die sechste Bitte des „Vater unsers“ sagt. Aber Jesus musste dem Fürsten dieser Welt die Stirn bieten. … Die Überlegenheit Jesu besteht in seinem Gehorsam. … Seinem unsichtbaren Gegner hat Jesus Widerstand geleistet, mehr noch: Ihn hat Jesus angegriffen und außer Gefecht gesetzt durch seinen Gehorsam. … Halten wir uns an Jesus, dann hat Gott auch bei uns gewonnen. (Voigt)

o    Fasten ist ein Training der Seele für den bösen Tag!

o    Jeder Mensch kann nur so versucht werden, dass bestimmte in ihm schlummernde Möglichkeiten für ihn zur Gefahr werden. … Sage mir, welche Versuchungen du besiegt hast. … Die Wüste als ein notwendiger Durchgangsort für den Weg des Berufenen. … Warum soll der Teufel, der Lügner von Anbeginn, nicht verschenken, was ihm nicht gehört? (Stählin)

o    Ein Bauer am Bodensee fährt schon den zweiten Tag mit der Karre Mist auf das Eis des zugefrorenen Sees. Ein Nachbar guckt ihm eine ganze Zeit zu und fragt endlich, warum er den Mist auf das Eis lege. Er antwortete: „Pssst, gleich kommt ein Österreicher und will den Acker kaufen.

o    Bei der Versuchung sollen wir mit getarnter Gewalt von dem rechten Weg abgebracht und in das Verderben gebracht werden. … Die Versuchung hat Totenschädel zu bieten, das ist die Wahrheit. … Der Gehorsame hört! … Das Leben Jesu ist eine einzige Versuchung. Und – ein einziger Sieg! (Bösinger)

o    Wir sind wie die Bürger von Athen, als die Perser in Griechenland eingefallen waren. Sie zittern. Draußen bei Marathon kämpft das Heer. Wenn es verliert, kommt Asien über die Stadt, die Frauen, die Kinder. Da, ein Läufer – der berühmte „Marathon-Läufer“! Er fegt heran und ruft in die Menge: „Nenikäsamen! = Wir haben gesiegt!“ Ein Freudentaumel erfasst die Stadt. Der Läufer selbst aber bricht tot zusammen. Auch Jesus bricht daran tot zusammen. (Bösinger)

o    Es gibt die Geschichte, wie Jesus jener kleinen Nonne mit Namen ‚Blanche de la Force‘ half, ihre Versuchung zu bestehen. In der französischen Revolution erleiden die Ordensmitglieder schrecklichen Tod. Die ängstliche Kleine bricht ihr Gelübde und flieht aus dem Kloster. Wie die Nonnen später in Paris die Balustrade zur Guilliotine beschreiten, singen sie. Der Gesang wird dünner. Denn das Beil arbeitet. Zum Schluss singt nur noch eine den Choral. Aus der fanatischen Menge heraus. Blanche singt, Blanche, die Ängstliche! Sie hat die Kraft, die Letzte zu sein im Sterben, die größte Kraft von allen ward ihr gegeben. Solche Dinge tut Christus. (Bösinger)

o    Das Angebot Satans an Jesus ging völlig daneben. Warum? Ein Angebot hat nur dann einen Sinn, wenn eine Nachfrage besteht. Der Teufel bietet Jesus an, was der nicht begehrt. Die Weltherrschaft – nein, die will Jesus gar nicht. Jesus will nicht groß werden. Er will niedrig werden, damit er uns groß machen kann. (Busch)

o    Das Heraustreten aus der Abhängigkeit von Gott ist die Vernichtung des Vertrauens zu Gott. … Gott aber will ein völlig ungeteiltes Herz. … Als Jesus die Wüste verlässt, um sein Werk zu beginnen, hat er den Fürsten dieser Welt zum allerentschiedensten Gegner, Gott aber zum allerentschiedensten Freund (menschlich gesprochen). … Die Bibel ist und bleibt der geistliche Waffensaal der Streiter Jesu. (Rienecker)

o    Griech. – „peiresis“ à Versuchung und auch Prüfung

o    Ebenso wie Metall einem weit über die spätere tatsächliche Beanspruchung hinausreichenden Testverfahren unterworfen wird, was erforderlich ist, damit es sinnvoll verwendet werden kann, so muss Gott die Menschen prüfen, bevor er sie seinen Absichten dienstbar machen kann. … Geläutert sollen wir aus allen schweren Prüfungen hervorgehen, die keine Strafe, sondern eine Ehre des Menschen sind. (Barclay)

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