33-2 Wir waren irrende Schafe – 1Petr 2,21b-25

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1Petr 2,21b-25

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Was weißt du über den Schreiber (Petrus) dieses Briefes?
  • Wozu sind sie berufen? 21
    • Was ist „Berufung“?
    • Von wem berufen?
    • Mit welchem Recht berufen?
  • Wer ist mit „ihr“ gemeint?
  • Beachte die Bindeworte: „denn“, „da“, „dass“!
  • Wie hat Christus für sie „gelitten“?
  • Um welches „Vorbild“ Christi geht es hier?
  • Was ist unter „nachfolgen“ zu verstehen?
    • Was meint „Seinen Fußtapfen nachfolgen“?
  • ER!!! 22
    • Wie geht das: „keine Sünde getan“?
  • Was ist Sünde?
  • Was ist Betrug?
  • Zeige an Beispielen: nicht widergeschmäht ßà geschmäht 23
  • Zeige an Beispielen: nicht drohte ßà leiden
    • Was hat „drohen“ mit „leiden“ bei uns Menschen zu tun?
  • Was meint „stellte es dem anheim“?
    • Wie geht das?
    • Warum tat Jesus das (anheim stellen)?
  • Wer ist der, der gerecht richtet?
  • Beachte das „aber“!
  • Was will Petrus mit dem Vers 24 über Jesus sagen? 24
  • An welche alttestamentlichen Bibelworte erinnert dieser Vers?
    • Wohin „hinaufgetragen“?
  • Beachte das Bindewort „damit“! Was ist der Sinn des Ganzen?
    • Wie kann man der Sünde „absterben“?
    • Wie lebt man der Gerechtigkeit?
  • Was ist hier mit „heil“ gemeint?
    • Was wurde auf welche Weise „heil“?
  • Warum war das so nötig? Beachte das Bindewort „denn“! 25
  • Was meint das Bildwort von den „irrenden Schafen“?
    • Warum werden Schafe als „irrend“ dargestellt?
  • Beachte: „aber … nun“! Was meint Petrus damit?
  • Wie geschieht „bekehren“?
    • Wie ist das Wort „bekehren“ zu verstehen?
    • Werde ich bekehrt, oder bekehre ich mich?
  • Was ist ein „Bischof“?
  • Was meint „Bischof eurer Seelen“?
  • Wie haben die Menschen damals das Wort „Hirte“ verstanden?

 

  • Warum hat Petrus diese Verse in seinem Brief geschrieben?
  • Was wollte er gerade durch diese Verse seinen Lesern sagen?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

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2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

  • Der ganze Abschnitt fängt mit Vers 18 an und ist an Diener gerichtet. Er betrifft also antike Haus- und Dienstverhältnisse, ist aber offen für Dienstverhältnisse aller Zeiten. … Er ist eine Weisung für alle, die in einem Dienst stehen; Sklaven und Freie. (Holmer)
  • Es wird nicht eine Berufung zum Leiden, sondern zum Gutes tun, auch unter Leiden, gemeint sein (21). Wie kühn, den Leidenden so zuzusprechen! Und wie helfend, wenn Menschen erfassen können, und wenn sie von Gott her, sogar noch unter schweren Leiden, die Berufung zum Gutes tun erkennen können! (Holmer)
  • „Vorbild“ – eigentlich „Schriftvorlage, Muster“. (Holmer)
  • „Seinen Fußspuren nachfolgen“ verlangt genaues Beachten und Nachmachen! (Holmer)
  • Wir brauchen beides: Christus „für uns“, damit wir überhaupt erst die Befreiung zum neuen Leben erfahren und Christus “vor uns“ (sein Vorbild), damit wir wissen, wie wir wandeln sollen. (Holmer)
  • Was haben wir doch für einen Herrn! Andere Herren lassen ihre Knechte für sich leiden. Hier leidet der Herr für seine Knechte (21). (Holmer)
  • Es ist wichtig, dass wir in unserem Abschnitt das doppelte „damit“ beachten. … Wenn es nicht zum „Nachfolgen der Fußspuren Christi“ (21) kommt und nicht zum „Leben für die Gerechtigkeit“ (24), so ist das Ziel Gottes mit unserem Leben nicht erreicht. (Holmer)
  • Seel sorge besteht zum großen Teil nicht aus Verkündigung von neuen Heilswahrheiten, sondern aus Erinnern an schon bekannte, jetzt gerade wichtige Dinge. (Holmer)
  • An der Tatsache, dass Jesus „keine Sünde getan hat“, hängt alles (22). (Holmer)
  • Nur ein Unschuldiger kann stellvertretend für andere sühnen. Ein Schuldiger muss seine eigene Schuld tragen. (Holmer)
  • Wie schwer ist unschuldiges Leiden! Wie schwer ist es, unschuldig Leidende zu trösten. (Holmer)
  • Die Antwort des natürlichen Menschen auf Schmähungen und Leiden ist Vergeltung. (Holmer)
  • Ungerechtes Leiden verletzt das Gerechtigkeitsgefühl, verursacht Schmerz und Gegnerschaft und verfinstert das Herz. Christus übergab das alles Gott (23) und behielt es nicht in seinem Herzen. … Das ist aktives Handeln, geistliche, sieghafte Reaktion. Sie ist nur dem möglich, der mit Gott rechnet, dem, der glaubt, dass Gott immer Herr der Lage bleibt und dass Er zu seiner Zeit eingreift. (Holmer)
  • Richten heißt nach biblischem Verständnis nicht nur Urteilen, sondern immer auch eingreifen, machtvoll handeln. (Holmer)
  • Gott ist so mächtig, dass Er aus Kreuz Sieg machen kann. (Holmer)
  • Gott kann so „mit Joseph sein“ (1Mo 39,2.21) dass sich die Notlage wunderbar ändert. Solange er die Lage aber nicht ändert, gibt Er Kraft, das Unrecht ohne inneren Schaden zu tragen. (Holmer)
  • „Hinaufgetragen“ (24) bedeutet in der Opfersprache „ein Opfer bringen“. (Holmer)
  • Wer die Sünden der Menschheit tragen will, kann sie sich nicht vom Leibe halten. (Holmer)
  • Holz war ein Ausdruck für Hinrichtungsgeräte, Pfahl, Galgen oder Kreuz. Wer an das Holz gehängt wurde, war damit von der Menschheit ausgestoßen, in Israel sogar auch von Gott verflucht (5Mo 21,23; Gal 3,13). (Holmer)
  • Ein Gestorbener ist nicht mehr ansprechbar. Die Sünde hat ihm nichts mehr zu befehlen. (Holmer)
  • Die Gerechtigkeit ist fundamentaler, wesenhafter Gegensatz zu den Sünden. (Holmer)
  • Für die Gerechtigkeit leben, heißt gerecht leben. (Holmer)
  • Jeder Christ in jeder Lage, bei jeder Arbeit muss fragen, was jetzt der Gerechtigkeit entspricht. Der Antrieb zu solch einem Leben für die Gerechtigkeit liegt im Kreuz Jesu. (Holmer)
  • Das paradoxe der Stellvertretung: Der Gesunde wurde wund, und durch die Wunde wurde der Kranke heil. (Holmer)
  • Jesu Striemen heilen auch zerschlagene Sklaven. … Diesen harten Trost für die Sklaven kann nur verstehen, wer mit Petrus konsequent theozentrisch, von Gott her, denkt und weiß: Krank macht letztlich die Sünde. Wer Vergebung hat, ist geheilt vor Gott. (Holmer)
  • Ein verirrtes Schaf hat seinen Beschützer verloren und ist damit selbst verloren. (Holmer)
  • Die Christen, auch die Sklaven, sind nun nicht mehr irrende Schafe, hilflos gefühllosen Verderbensmächten ausgeliefert. Sie haben einen Hirten, der sich ihrer persönlich annimmt. Damit sind sie auch nicht mehr zerstreut, sondern haben Brüder und Schwestern. (Holmer)
  • Hier (25) wird deutlich, dass Bekehrung keine passive Sache ist. Sie ist zwar nicht rein aktiv, nur Handeln des Menschen, weil sie nämlich Antwort auf Gottes Ruf ist. Der Ruf zur Umkehr geht von Gott aus. Aber die Antwort auf Gottes Ruf ist eben doch aktives Handeln. (Holmer)
  • Im AT wird Gott oft als Hirte bezeichnet (1Mo 48,15; 49,24; Ps 23,1; 80,2; Jes 40,11; Hes 34). Das Bild drückt besonders treffend die Fürsorge und Macht Gottes aus, aber auch die Hilflosigkeit der Menschen und ihre Geborgenheit in Gottes Nähe. (Holmer)
  • Wer Jesus gehört, der hat sich nicht nur dem mächtigsten, sondern auch dem achtsamsten Beschützer anvertraut. (Holmer)
  • Bewahrung ihres Leibes kann Petrus den Christen in notvoller Lage nicht zusagen, wohl aber Bewahrung ihrer Person, der Seele (25). (Holmer)

 

  • Es gibt keine „christliche Tugend“, die etwas anderes wäre als Glaube in der jeweils notwendigen Form. (Schweizer)
  • Wie der Sohn getrost hinter dem starken Rücken seines Vaters hergeht, wenn dieser ihm den Weg durch den hohen Schnee bahnt, so darf die Gemeinde getrost in den Fußstapfen Jesu wandern, hinein in die praktischen Entscheidungen ihres Lebens. (Schweizer)
  • Viermal klingt es wie ein Bekenntnis: Jesus ist der im AT gemeinte Gottesknecht (Jes 53). (Schweizer)
  • Jesus ist ein lebendiger Verzicht auf alles Rechthaben (23). Damit hat Er, so absolut wie keiner sonst, den gelten lassen, der gerecht richtet: Gott. (Schweizer)
  • In Vers 24 gilt nicht mehr die Kategorie: Vorbild/Nachahmung, sondern nur noch: Stellvertretung/Annahme. An dieser Stelle zeigt sich besonders unmissverständlich, wie unser Brief mit seinen vielen praktischen Mahnungen zu nichts anderem mahnt als zum Glauben. (Schweizer)
  • Gerecht ist der Mensch also zunächst nicht in sich selber, sondern dadurch, dass das gilt, was in Christus für ihn geschehen ist. (Schweizer)
  • „Der Gerechtigkeit leben“ heißt: mit seinem ganzen Leben sich auf diese Tatsache hin ausrichten, in all seinen Handlungen, Worten und Gefühlen damit rechnen, dass dieses Ereignis auf Golgatha die einzig wirklich entscheidende Tatsache ist. Damit aber ist schon gesagt, dass einer, der so von der ihm geschenkten Gerechtigkeit (Röm 3,21ff) lebt, nicht mehr sein eigenes Recht durchsetzen muss. (Schweizer)
  • Wer im Glauben an diesen Jesus Christus „der Gerechtigkeit lebt“, der – und nur der! – wird erfahren, dass er nicht scheitert, dass er unter einem „rechten Hirten“ (Joh 10,11) und einem gnädigen „Hüter“ lebt. Das Wort, das „Aufseher“, „Bischof“ heißt, bezeichnet in Apg 20,28 denjenigen, der die Herde „hütet“. Es hat denselben Wortstamm wie das Tätigkeitswort, das Lk 1,68.78; 7,16 mit „besuchen“, oder in 1Petr 2,12 mit „Heimsuchung“ wiedergegeben ist. (Schweizer)
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