55-2 Abba, lieber Vater – Röm 8,14-17

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Röm 8,(12-13) 14-17

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Welche Inhalte verknüpft Paulus mit dem Wort „so“? 12
    • Wie ist das Wort „Brüder“ zu verstehen?
  • Was meint Paulus mit dem Wort „Fleisch“?
    • Was kann man dem Fleisch schuldig sein?
  • Was bedeutet „nach dem Fleisch leben“? 13
    • Warum muss man sterben, wenn man nach dem Fleisch lebt?
  • Beachte das „aber“!
  • Wie kann man „durch den Geist“ die „Taten des Fleisches“ töten?
    • Was meint Paulus hier mit „leben“?
  • Wer oder was ist der Geist Gottes? 14
    • Wie treibt der „Geist Gottes“?
  • Was bedeutet es Gottes Kind zu sein?
  • Was sind die Kennzeichen eines „knechtischen Geistes“? 15
    • Um welche Furcht / Angst geht es hier?
  • Was ist das Besondere an einem kindlichen Geist?
    • Was ist das Besondere an diesen Worten: „Abba lieber Vater“?
  • Woher und weshalb haben wir diesen kindlichen Geist empfangen?
  • Wer ist mit „wir“ gemeint?
    • Was unterscheidet „uns“ von anderen Menschen?
  • Wie gibt der Heilige Geist unserm Geist Zeugnis? 16
    • Was ist mit „unserm Geist“ gemeint?
  • Ist Gottes Kind zu sein etwas Besonderes?
    • Wenn ja, was ist das Besondere daran?
  • Warum ist es für Paulus wichtig, dieses Wirken des Heiligen Geistes festzuhalten.
    • Was wollte er den Gläubigen in Rom damit sagen?
  • Welche Rechte hat ein Erbe? 17
  • Wie kann man Gottes Erbe sein?
    • Was hat Gott zu vererben?
  • In welchem Zusammenhang stehen „mit ihm Leiden“ und „mit erhoben werden“?
    • Was meint „mit erhoben werden“?
  • Wie hat man sich die „Herrlichkeit“ vorzustellen?
  • In welcher Beziehung stehen Fleisch, Geist, Kinder, Erben und Herrlichkeit zueinander?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Dass der Rechtsanspruch des Gesetzes durch Christi Sündopfer erfüllt ist, ermöglicht unser Leben in der neuen, „Lebensordnung des Geistes“ (2). (Voigt)

o    „Vom Geist getrieben“ (14) – Die Übersetzung „geführt werden“ wäre eine unstatthafte Abschwächung. (Voigt)

o    Was Jesus von seinem Ursprung her ist, sind die Christen durch ihn, den Geist (14) (Voigt)

o    Erbe war ursprünglich das Land der Verheißung. Im NT ist damit das Leben im vollendeten Reich Gottes gemeint (1Petr 1,4). (Voigt)

o    Anteil an der kommenden Herrlichkeit gibt es für die gesamte paulinische Theologie nicht am Kreuz vorbei. Was unser ist, haben wir in der Gemeinschaft mit Christus, nur dort. (Voigt)

o    Christliches Leben vollzieht sich im ständigen Übergang von einem Raum in einen anderen (aus der Wirklichkeit des „Fleisches“ in die des „Geistes“). Die Grenzüberschreitung wird erst dadurch möglich, dass die andere Wirklichkeit in unser Leben einbricht, uns ergreift, in Bewegung setzt, uns in sich hinein zieht. Doch wiederum nicht so, dass dabei unser Person sein aufgehoben und ausgelöscht würde, sondern so, dass wir aufgerufen, ermuntert, ermahnt, aktiviert werden, in dieser sich uns erschließenden Geistwirklichkeit zu leben. (Voigt)

o    Nun gibt es aber doch bestimmte Erscheinungen pneumatischen Lebens, an denen dieser Einbruch göttlichen Lebens und Wirkens in unserer Welt anschaubar wird. Wir denken besonders an die Gabe des Zungenredens und an das Charisma der Heilung. An vielen Orten der weltweiten Kirche brechen solche Erscheinungen auf. … Die Phänomene als solche gehören der natürlichen Welt an – und sie sind darum zweideutig: Ob es ein heidnisches oder ein christliches „Hingerissensein“ ist, entscheidet das Bekenntnis zu Christus (1Kor 12,1-3) (Voigt)

o    Das neue Leben ist mit Christus verborgen in Gott (Kol 3,3) (Voigt)

o    Christen sind nicht mehr „im Fleisch“, sondern „im Geist“. Wir haben die Größe und Kühnheit dieser Aussage voll gelten zu lassen. (de Boor)

o    Mitten im ganz normalen Leben ereignet sich, seit unserer Taufe, in der uns der Geist gegeben wurde, immer wieder dieses heimliche „Treiben“, dieses „Zeugnis“ und damit die Begründung unserer Anwartschaft auf das „Erbe“. (Voigt)

o    Der Geist ist Motor, Beweger. … Christen sind Menschen, die sich nicht selbst in Bewegung bringen und halten, sondern die vom Geist getrieben werden; so wie ein Schiff, in dessen Segel der Wind fährt, so dass es ohne eigene Kraft Fahrt macht. (Voigt)

o    Es ist ein Unterschied, ob man „im“ Fleisch lebt oder „nach“ dem Fleisch lebt. (Voigt)

o    Fleisch ist der sich Gott eigenmächtig gegenüberstellende, nicht mehr aus Gott leben wollende, sich seiner selbst und seiner Leistungen „rühmende“, auf Sichtbares und Vorzeigbares pochende, seinen Stolz und sein Ansehen auf das Eigene aufbauende Mensch. (Voigt)

o    Wie viel denken, planen, reden, tun wir täglich in der Ohne-Gott-Haltung. … Die fromme Eigenmächtigkeit ist die gefährlichste (Phil 3,3-7) (Voigt)

o    Das stille, unaufdringliche, alles Gewaltsame verschmähende Wort unseres Herrn arbeitet an uns, mehr noch: Wir geraten in Bewegung, weil das Wort den Geist mit sich führt, der von „oben“ in uns eingeht. Ob wir sagen: „Christus lebt in mir“ (Gal 2,20) oder „der Geist wohnt in euch“ (Röm 8,9), kommt auf dasselbe hinaus. (Voigt)

o    Wo der Geist wirkt, ist Freiheit. Er verlangt uns nichts ab, wozu wir nicht ein freies Ja finden. Nur dass wir es finden, das bewirkt der Geist selbst. Wir segeln mit Rückenwind. Es geht ganz leicht und mühelos. (Voigt)

o    Wir sind „frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes“. Aber wir sind eben damit in eine „Freiheit“ gestellt, die wir selber frei zu bewahren haben. … Wir „müssen“ nicht mehr (nach dem Fleisch leben), aber wir „können“ es jederzeit wieder tun. … Das schreibt er längst bekehrten und wiedergeborenen Christen, denen er eben erst bescheinigt hat, dass Gottes Geist in ihnen wohnt. (de Boor)

o    Getötet werden die Verführungen und Zwänge des Fleisches nicht durch uns und die besseren Kräfte, die wir in uns entwickeln, sondern „durch den Geist“. … Wir dürfen der stillen Gewalt Jesu und seines Geistes etwas zutrauen. (Voigt)

o    Wenn du nicht selbst sterben willst, dann musst du töten! … „Durch den Geist“ sollst du es tun und kannst du es tun. Der Geist tut es freilich nicht ohne dich. … Töte durch ihn, was dir sonst den Tod bringt. (de Boor)

o    Der Geist zerstört nicht die natürliche Person, auch überspielt er sie nicht, sondern er heiligt sie. (Voigt)

o    Man muss wissen, woher wir kommen. Die ersten drei Kapitel unseres Briefes sagen es deutlich: …Gottlose, Sünder, Feinde. Dieselben Leute jetzt: „Kinder“. Wir stehen nicht mehr gegen Gott. (Voigt)

o    Nicht ein inneres Geschehen in unseren Herzen machte uns wesenhaft zu Kindern Gottes, sondern vor dem Gnadenthron und um des Werkes des Sohnes Gottes Willen, bekamen wir, unserem Wesen nach fluchwürdige Sünder, die neue Stellung der Gerechtgesprochenen und der Söhne. … Es geht wirklich um eine neue „Rechtsstellung“, die nur im „Glauben“ unsererseits bejaht werden kann. (de Boor)

o    Der Sklave tut, was er tut, weil er muss; nicht weil er will. (Voigt)

o    Es können zwei dasselbe tun: Der eine, weil er muss, der andere, weil er will. Zwei grundverschiedene Situationen! Ein Christ tut, was er tut, in Freiheit. Die Liebe seines Herrn hat ihn so überwältigt, dass er sich einen Zwang antun müsste, wenn er anders lebte und handelte, als es seinem Herrn gefällt. „Ich kann nicht anders!“ – das ist die Freiheit des Geistesmenschen. (Voigt)

o    Vergewissert uns der Geist unseres Kindesrechts, dann liegt darin die Ermächtigung, „Vater“ zu sagen. (Voigt)

o    Die Lautbildung frühester kindlicher Sprache hat das Wort geformt: Abba. Gott erlaubt uns, ihn in der Unbefangenheit und Zärtlichkeit des Kindes anzureden. (Voigt)

o    Wo das Herz nicht wirklich in mächtiger Bewegung „schreit“, da ist noch nicht da, was Paulus „Geist der Sohnesannahme“ nennt. (de Boor)

o    Gott versteht das Gemeinte (26ff). Wo immer wir versagen, soll uns geholfen werden. „Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, …“ (Ps 103,13) (Voigt)

o    Erben: Damit weist Paulus auf das hin, was uns noch erwartet. (Voigt)

o    Indem Gott uns gnädig annimmt, gibt er uns einen neuen Wert und damit auch ein neues Selbstverständnis – wir leben von ihm her. (Voigt)

o    Wie alles Ewige ist der Geist etwas Geheimnisvolles, Nichtausweisbares, Verborgenes. Wir sehen die irdischen Begleiterscheinungen, die, wie wir sahen, mit heidnischen Parallelphänomenen nur allzu leicht zu verwechseln sind. Der Geist selbst gehört in den Bereich der himmlischen Welt. Aber indem er in uns wirkt, uns treibt, uns unseren Kindesstand bezeugt, uns unserer Zukunft vergewissert, haben wir jetzt und hier schon ewiges Leben in uns. … Wir sind Menschen auf der Grenze. (Voigt)

o    Welch einen Vater haben wir und welch ein Erbe treten wir dadurch an. … Wir sind als „Söhne“ tatsächlich neben „den Sohn“ gestellt und „erben mit ihm“. Wenn Jesus es in seinem „Jubelruf“ aussprechen kann: „Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater“, wenn er umgekehrt den „Vater“ im Gleichnis sagen lässt: „Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, ist dein“, so gilt das nun mit und in Jesus auch uns! (de Boor)

o    Messt die Größe dieser Erbschaft an Gott und messt die Gewissheit an Christus! (de Boor)

o    Welch absurde Idee, welche satanische Lüge, dass die Hingabe an Gott „arm“ und „eng“ mache! (de Boor)

o    Das Leiden, die „Drangsal“ ist für Paulus einfach „selbstverständlich“. Es gehört zu dem „in Christus sein“ einfach dazu. (de Boor)

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