53-3 Wenn die Tauben hören werden – Jes 29,17-24

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Jes 29,17-24

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    Wer wird mit „Wohlan!“ ermutigt?                                         17

o    Was ist mit „einer kleinen Weile“ gemeint?

o    Wo befindet sich der „Libanon“?

  • Was meint diese Veränderung: Libanon à fruchtbares Land?
  • Fruchtbares Land à Wald?

o    Zu welcher Zeit?                                                                 18

o    Geht es um Taube und Blinde im direkten oder im übertragenen Sinn?

  • Um welches „Buch“ handelt es sich hier?

o    Wer sind die „Elenden“, wer die „Ärmsten“?                          19

  • Wie kommen sie zur Freude?
  • Was meint: „am Herrn“ und „in dem Heiligen Israels“?

o    Beachte das Bindewort: „denn“!                                           20

o    Wann ist ein Mensch ein „Tyrann“ bzw. ein „Spötter“?

  • Wie könnte es zu ihrem Ende kommen?
  • An welche Tyrannen mag Jesaja gedacht haben?

o    Woran könnte Jesaja bei dem Wort „Unheil“ gedacht haben?

o    Beachte den starken Ausdruck: „vertilgt werden“!

  • Wem gilt dieses Wort?

o    Sagen die 3 Versteile in 21 das Gleiche oder entfalten sie ein Thema?   21

  • Welche Bedeutung hatte das „Tor“?
  • Wieso wurde das „Recht der Unschuldigen“ gebeugt?

o    Beachte das Bindewort „darum“!                                          22

o    Warum benutzt Gott hier seinen Namen (Jahwe)?

  • Warum erinnert Gott die Israeliten an Abraham?

o    Wer ist das „Haus Jakob“?

o    Um welche „Beschämung“ geht es in diesem Zusammenhang?

  • Vor wem und wieso „erblasste“ Jakob?

o    „denn“!                                                                              23

o    Wer spricht im Vers 23?

  • Wer ist mit „sie“ gemeint?

o    Warum sind „Seine Kinder“ die „Werke Seiner Hände“?

  • Wer sind Seine Kinder?
  • Wie können „sie“, „Seine Kinder“, in „ihrer Mitte“ sehen?

o    Wie wird „Sein Name geheiligt“?

  • Warum wird „erst dann“ Sein Name von Ihnen geheiligt?

o    Warum nennt Gott sich hier den „Heiligen Jakobs“ und den „Gott Israels“?

o    Wie ist das Wort „fürchten“ in diesem Zusammenhang zu verstehen?

o    Wer sind die, die irren und murren?                                     24

  • Warum verändern sie sich?
  • Was ist der Auslöser?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

o

o

o

o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

1.6 Neutestamentliche Gedanken

o

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

o

o

o

o

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Die Prognose der jesajanischen Berufungsvision (6,10) ist richtig: Israel ist nicht fähig, die Verheißung seines Gottes zu verstehen. … Israel sieht seine Schwäche gar nicht ein. … Doch wie könnte man von einem Volk „mit verfetteten Herzen, verstopften Ohren und übertünchten Augen“ (6,10) anderes erwarten. (Gradwohl)

o    Der Midrasch verdeutlicht die Unsinnigkeit dieses Verhaltens mit folgendem Bild: „Ein Architekt hatte eine Stadt mit vielen Räumlichkeiten, Kanälen und verborgenen Höhlen gebaut. Später wurde er Steuereinzieher. Die Bewohner versuchten ihre Schätze in den Räumlichkeiten und Höhlen vor ihm zu verstecken. Da sprach er zu ihnen: „Wie dumm von euch! Habe denn nicht ich alles gebaut, wie wollt ihr da eure Schätze (und euch selbst) vor mir verstecken?“ (Jes 29,15) (Gradwohl)

o    Es ist nicht zu übersehen, dass dieser Abschnitt, indem er die positive Seite der „Heimsuchung“ Gottes aufnimmt, an die Zentralaussagen des voranstehenden Abschnittes anknüpft: V.18 nimmt V.11f auf; V.24 kehrt V.10 um. Schließlich gibt V.23 die Lösung des Problems, das V.15f zutage trat: „Wie wird der Mensch dazu gebracht, Gott in seinen heiligen Geschichtsplänen zu ehren und sich ihm zu unterwerfen?“ (Schneider)

o    Das, was der Prophet hier andeutet, führt er, wie so oft, später aus. So gibt es zu diesem Abschnitt manche Parallele in Kap.56ff. (Schneider)

o    V.17 kann man gut als eine Frage verstehen, die Jesajas Zeitgenossen dem Propheten stellen: „Wie lange dauert es noch, bis Gott eingreift?“ (Schneider)

o    Die Heilsankündigungen in 17-19 werden in 20-21 mit dem Tod eines Tyrannen begründet. Der zweite Abschnitt (22-23) nennt die Folge von diesem Ereignis, das dann eine „Heiligungsbewegung“ innerhalb des Volkes Gottes bewirkt. Vers 24 nennt das Ergebnis: Die Verblendung von 29,9f ist aufgehoben. (Schneider)

o    Durch die „kleine Weile“ hält Gott sein Volk in einer gesunden Spannung. (Schneider)

o    Naherwartung ist Ausdruck der Hoffnungsgewissheit. (Voigt)

o    Im Gegensatz zu Jes 2,2 gilt unser Text nicht für die eschatologische Ferne, sondern für die unmittelbare Zukunft (17). Es mag sein, dass die Verkündigung in die Zeit Königs Ahas‘ fällt und die Wende im politischen und religiösen Bereich andeutet, die Hiskia vollzieht. (Gradwohl)

o    Der Baumgarten erinnert an die paradiesische Zeit; der Wald zeigt an, dass die quälende Dürre aufgehört hat, wenn Gott sich erbarmt. (Schneider)

o    Der Verwandlung der Natur entspricht einer Verwandlung im Innern des Menschen(18).

o    Gottes Eingreifen in die Naturgegebenheiten bewirkt die Hellhörigkeit bei bisher Tauben und eine Hellsichtigkeit bei den Blinden. (Gradwohl)

o    Weil Gottes Stunde zur Erneuerung gekommen ist, geschieht das Wunder, dass die Tauben die Worte der Schrift hören, eben der Schrift, die Jesaja einstmals versiegeln musste (8,16). (Schneider)

o    Das Volk kann sich seine Ohren nicht durch einen eigenmächtigen Gewaltakt selbst öffnen. Sie werden geöffnet durch einen gewaltigen Schöpfungsvorgang, den Gott selbst vollbringt. (Schneider)

o    Nicht alle Teile des Volkes werden erst jetzt (18) „hörend“ und „sehend“. Da gibt es die „Demütigen‘“ und „Armen“, die seit eh und je Gottes Wort und Wirken wahrzunehmen vermochten. Die „Demütigen“ sind die „Demütigung Erduldenden“, von denen der Talmud sagt: „Über diejenigen, die gedemütigt werden, ohne zu demütigen, die ihre Schmähung anhören, ohne zu erwidern, die aus Liebe (die Gebote) ausüben und der Züchtigung froh sind, spricht die Schrift (Ri 5,31): Die Ihn lieben, sind wie der Aufgang der Sonne in ihrer Pracht.“ (Gradwohl)

o    Beide Gruppen rebellierten nicht gegen Gott, trotz aller äußeren Bedrängnis und Not. Als Gott jetzt Wunderbares tut, wird ihre „Freude“ (19) – ihre Lebensfreude, die sie nie verloren haben, nur größer. … Die Freude ist nicht materiell, es ist die Freude „um Ihn“, der Jubel um den „Heiligen Israel“, die Freude an Seinem „Wort“. (Gradwohl)

o    Die Freude der Frommen, die jetzt „zunimmt“, hat drei Ursachen: 1. Den von Gott in der Natur bewirkten Wandel, 2. das Ende der menschlichen „Gebrechen“, das durch den Wandel ausgelöst wird, und 3. das Verschwinden der Brutalen, der Spötter und auf Unheil Bedachten, der zur Sünde Verführenden und dem Propheten Fallstricke Legenden. (Gradwohl)

o    Wenn die Übeltäter verschwinden, verschwindet das Übel selbst. Dabei braucht man nicht an ihren Tod zu denken. Sie verschwinden, weil sie Gottes Handeln begreifen und daher von ihrem bisherigen Tun ablassen. (Gradwohl)

o    Jesaja weiß, dass gerade z.Zt. des babylonischen Exils, wenn seine Schüler seine Gnadenbotschaft in Vollmacht neu verkündigen, trotz der Bewegung der Geschichte durch das Auftreten des Kyrus, die Hörunfähigkeit des Volkes das große Problem sein wird (44,8). Aber Jesaja wird es zusammen mit seinen Schülern nicht aufgeben, sein Volk zum Hören und Sehen anzuleiten. (Schneider)

o    Verblendung des Herzens macht unfrei (19) und elend; Erleuchtung des Herzens aber bewirkt, dass man jubeln kann über den Heiligen Israels, der sich in Gericht und Gnade offenbart. (Schneider)

o    Welcher Tyrann hat ein Ende (20)? Man wird an bestimmte ausbeuterische Gruppen von Einflussreichen zu denken haben. Tyrannen sind diejenigen, die sich das Wort der Gnade, das aus dem Gericht erwächst, nicht sagen lassen, die sich also wie Spötter verhalten, wenn Gott aufs Neue redet. Darum ist der Kampf um soziale Gerechtigkeit noch längst nicht ausgestanden, wenn Gott sein Volk erlöst hat. (Schneider)

o    Israel wird prophetisch als das gereinigte Volk Gottes angeredet, obwohl es dies längst noch nicht ist – Zeichen der bedingungslosen Gnade Gottes! (Schneider)

o    Erst Hesekiel kennt Abraham als Vater der Geschichte Israels (33,24). (Voigt)

o    Die Nennung Abrahams erinnert selbstredend an den „Bund“, den Gott mit ihm und seinem Volk eingegangen ist (1Mo 12,1-3; 15,18), in Kraft für alle Zeiten, unkündbar und nie aufgekündigt. (Gradwohl)

o    Das wahre Volksein Israels wird an Abraham geknüpft (22) und mit diesem begründet. Warum wird hier in einem Nebensatz auf Abraham Bezug genommen? „Im Augenblick, da Israel (das Land) verloren hat, wird die alte Verheißung des Landbesitzes höchst aktuell, und der Träger taucht wieder aus der Vergangenheit auf. … Wenn Jahwe den Urvater erlöste, dann steht die Hoffnung, das Er Jakob/Israel erlösen wird, auf festem Grund“. (Wildberger in Schneider)

o    Das, was Gott einmal tun wird, tut Er um Abrahams willen. Dadurch ist jedes Verdienstdenken ausgeschaltet. Gott wird sich um des Urvaters Abraham willen als der Treue und Zuverlässige erweisen. (Schneider)

o    Wie einst Abraham aus einer götzendienerischen Umwelt befreit wurde, so wird auch einmal das ganze Volk – Abrahams Volk! – aus der babylonischen Götzenwelt erlöst. (Schneider)

o    Israel darf stolz sein auf seinen Gott (muss sich nicht mehr schämen – 22). (Schneider)

o    „Der Heilige Israel“ (23) ist Vorzugsbezeichnung Gottes bei Jesaja. (Voigt)

o    Das Werk Gottes inmitten Israel sind Seine Kinder (23). Das meint die Wiederherstellung der vollen Sohnschaft Israels seinem Gott gegenüber. Wenn Gott sich in Gericht und Gnade als der Heilige erwiesen hat, dann wird das Volk seine Beziehung zu seinem Gott ändern: Sie werden heilig halten den Heiligen Israels (23). (Schneider)

o    Gott heiligen heißt: Ihn ausschließlich ehren und auf Ihn allein hören (1Petr 1,15). (Schneider)

o    Worin besteht die Heiligung Gottes? … Es gibt keine Heiligkeit ohne Gerechtigkeit (Jes 5,16!!; Hes 28,22; 38,22f). (Gradwohl)

o    Jesaja erwartet, dass Israel in der Not kommender Bedrängnis zur Erkenntnis dessen, was ihm „zum Frieden dient“, kommen wird. (Voigt)

o    Die geistliche Verblendung des Volkes ist gewichen, aber sie wird noch weiter weichen, wenn Gott erneut handelt und die Antwort von Seiten des Volkes erfolgt (24). (Schneider)

o    Die, die noch verwirrten Geistes sind, werden in einen Prozess der inneren Heiligung dadurch ihre Zuwendung zu Gott festmachen, dass sie, die immer neu Widerspenstigen, Lehre annehmen werden. … Denn nur wer selbst Lehre annimmt, kann lehren. Und schließlich: Wer die Maßstäbe des Handelns Gottes lernend in sein Leben aufnimmt, der versiegelt damit seine Erlösung. (Schneider)

o    Endergebnis sind „Einsicht“ und „Belehrung“, die für immer die Irrenden und die Murrenden, die Nörgler beseitigen. Sie „erkennen“ und nehmen Belehrung an und sind dadurch imstande, die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden. (Gradwohl)

o    Gott wird mit Seinem Eingreifen den Anstoß zum grundlegenden Gesinnungswandel geben. Das Weitere rollt wie von selbst ab: Die Tauben hören, die Blinden sehen, nachdem sie nicht wirklich taub und blind sind. Die Demütigen, an Schmerzen Gewöhnten und den Schmerz Erduldenden, gewinnen wie die Armen Freude an Gott, zumal die nackte Gewalt und die Verspottung der Frömmigkeit aufhören. Nunmehr ist „das Haus Jakobs“ als Ganzes befähigt und zugleich gewillt, Seinem Gott, dem „Heiligen Jakobs“, die Ehre zu erweisen, die IHM zukommt, die „Heiligung“ durch das geläuterte Tun, durch die Erfüllung der moralischen Forderung nach Recht und Gerechtigkeit. (Gradwohl)

o    Jesaja hat seine Jünger darauf vorbereitet, sich so zu verhalten, wie es einmal in ganz Israel Wirklichkeit werden wird (50,4). (Schneider)

o    Nicht die Gewalt hat das letzte Wort, sondern der nach Gottes Gebot Lebende. Allem Unheil zum Trotz bleibt die Hoffnung auf eine „sehr rasche“ Wende zum Guten erhalten. (Gradwohl)

o    Gott „heiligt“ man durch die Tat, durch die Umkehr zu Ihm, die immer eine Abkehr von all dem ist, was Menschen anderen Menschen an Schrecklichem zuzufügen vermögen.

 

o    Das Verheißungswort ist ein Dokument der großen Hoffnung. Es spricht zu Menschen, die darunter leiden, dass die Erde nicht hergibt, was sie brauchen, um satt zu werden (17); zu Tauben und Blinden (18), zu den zu kurz Gekommenen und Verarmten (19), zu denen, die Unterdrückung und Verspottung leiden und es mit Menschen zu tun haben, die immer nur Unheil anrichten wollen (20), mit solchen, die Menschen verführen und die, die für Recht sorgen, unter Druck setzen und auch sonst die Rechtspflege durcheinanderbringen (21). Es spricht zu solchen, die beschämt werden und unter der ihnen angetragenen Gewalt erblassen (22); zu solchen auch, die in Irrtum gefangen sind, unzugänglich für bessere Einsicht (24). (Voigt)

o    Eschatologische Erwartung durchbricht den vom Prediger Salomo beobachteten – entmutigend und lähmend wirkenden – Kreislauf (Pred 1,9f, und wenngleich man sich noch in diesem Äon weiß, lebt man doch schon auf den neuen zu. (Voigt)

o    Das Heil kommt nicht in einer großen Evolution. Es geht durchs Gericht hindurch. Auch in NT geht der Abbruch, das Ende voraus. (1Kor 7,31; Offb 21,4; Jes 65,17; 2Petr 3,12f; Offb 21,1) (Voigt)

o    In Christus Jesus ist das „Heil“ angebrochen. … In Jesu Kommen, in Seiner Predigt, in Seinem Dienst an den Menschen, in Seinen Wundern ist das Kommende gegenwärtig. Es wäre absurd, im alten Stil weiterzumachen (gottabgewandt, selbstsüchtig, lieblos, müde, hoffnungslos, faul, resigniert, verbittert, Menschen verachtend …) wenn man sich auf einem Weg weiß, auf dem Christus uns entgegenkommt. (Voigt)

o    Weil das Heil im Kommen ist, lohnt es sich auch, auf das Wohl der Welt bedacht zu sein. (Voigt)

o    Es kann sein, dass einer sich im perfekten „Wohl“ befindet und dennoch „heillos“ ist. Man kann auch ohne Erfahrung von Wohl mitten im Heil sein. (Voigt)

o    Christen lieben die Welt, weil Gott sie liebt. … Die Welt ist Gottes gute Schöpfung. Christus macht uns nicht von der Welt frei, sofern sie Gottes Werk ist, sondern von der Sünde und von der Verfassung, in der die Welt durch die Sünde geraten ist (Röm 8,19). (Voigt)

o    Die Welt wird fruchtbarer werden, sie wird nicht mehr unter der Dürre leiden (17 und Parallelstellen). … Verwandlung der Welt! Es soll eine Lust sein zu leben. (Voigt)

o    Mehr Ehrfurcht vor dem Geschaffenen, mehr Wissen um unsere schicksalhafte Verbundenheit mit der Natur, mehr Behutsamkeit und Bescheidenheit, mehr Scheu, sich am Gewachsenen zu vergreifen: Dies alles würde uns in die Lage versetzen, dem, was Gott mit der Welt vorhat, besser zu entsprechen. (Voigt)

o    Indem wir uns selbst widerstehen, bekommen wir von Gott her Rückenwind. (Voigt)

o    Die Heilung der Tauben und Blinden steht beispielhaft für „die große Krankenheilung“, die uns zugedacht ist, wenn Gott alles vollendet. (Voigt)

o    Ist Gesundheit „Kraft zum Menschsein“ (Barth), dann ist die Krankheit ja nicht nur etwas Hemmendes, Quälendes, Schmerzverursachendes, also etwas, was das Wohlbefinden stört, sondern etwas, was uns Menschen hindert … im Schaffen und Wirken, auch in der Kommunikation mit den Mitmenschen. (Voigt)

o    Dass wir freilich unser Menschsein auf eine andere, neue Weise verwirklichen können – im Gehorsam, in der Geduld, im Sich-Hineingeben in die Hand Gottes, im Vertrauen darauf, dass Gottes Kraft gerade in der Schwachheit vollendet wird („Kor 12,9) – dies soll nicht abgeschwächt werden. Dennoch: Gott will die Überwindung der Krankheit, Gott will indem er das Heil gibt, auch die Heilung. Auch als Todkranke, die wir eines Tages sein werden (und wäre es nur für einen letzten kurzen Augenblick), haben wir die Gesundung vor uns (Offb 21,4). (Voigt)

o    Wir gehören mitsamt der ganzen Welt dem Gott, der – als Feind und Besieger des Todes – mit Seinem Heil auf uns zukommt, ja unsichtbar schon unter uns ist. (Voigt)

o    Die Geschichte verläuft – soviel Heillosigkeit und Unheil in ihr auch geschieht, so sehr der Teufel in ihr los ist – unter der durch keine Macht mehr in Frage zu stellenden Tatsache: Offb 12,10! (Voigt)

o    Wir leben im Horizont der großen Hoffnung! (Voigt)

o    Die Bibel ist weit davon entfernt, zu behaupten, das Armsein der Armen kümmere Gott nicht und brauche deshalb auch uns nicht zu kümmern. … Dass die Armut der Armen eine Gewissensfrage ist, das gilt damals wie heute. (Voigt)

o    Es liegt in Gottes Art, dass Er immer für diejenigen Partei ergreift, die in ihrem Leben am meisten gestoßen, geschüttelt, beraubt und verachtet werden. Und umgekehrt: Diese sind es, die am meisten nach Gott und seiner Hilfe ausschauen. (Voigt)

o    Man mag sich, was Gott hier zusagt (20f), am Erleben derer veranschaulichen, die im Frühjahr 1945 die Konzentrationslager verlassen konnten. (Voigt)

o    Da werden dem, der Recht zu sprechen hat (21) Schlingen gelegt, so dass er in seinem Amt nicht frei ist, sondern den Interessen der Mächtigen dienen muss. … Das Recht ist also nicht mehr die Größe, die über den Menschen steht, so dass sie alle, Starke und Schwache, ihm gemeinsam unterworfen sind. Das Recht wird zum Instrument in der Hand der Mächtigen. Es wird verzwecklicht. Israel kennt Gott als Hüter des Rechts. (Voigt)

o    Reich Gottes und Heil Gottes hängen aufs engste miteinander zusammen. … Unser Heil und das Heil der Welt besteht letztlich darin, dass Gott uns wieder Gott wird (Mt 6,33). (Voigt)

o    Hier (18f) ist entdeckt, dass das Gottsein Gottes nicht die Krönung oder Überhöhung des Heils ist, sondern sein Fundament. (Voigt)

o    Das neue Ernstnehmen Gottes – nachdem Er uns so ernst genommen hat – ist unser eigentlicher Reichtum, unsere tiefste Gesundheit, unser unanfechtbarer neuer Rechtsstatus, die neue Freiheit. (Voigt)

o    In Jesus Christus kommen wir – aus Irrtum und Unverstand, aus der Illusion unserer Selbstmächtigkeit – zu der heilsamen Klarheit. Es wird sich auf unser ganzes Leben auswirken, wenn Gott in seinem Sohne in uns Raum gewinnt. (Voigt)

o    Dazu ist Christus gekommen, um zu verwirklichen, was uns in dem Verheißungswort aus Jes 29 zugesagt ist. (Voigt)

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