41-3 Heilig, heilig, heilig – Jes 6,1-13

Jes 6,1-13

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    Wer war König Usija?                                                         1

  • Wie hieß Usija noch? Vgl. 2Kön 15,1-7; 2Chr 26,16-20
  • Wie hieß sein Vater, wie sein Sohn?
  • War er König von Israel oder von Juda?
  • Wann starb er? à Lexikon

o    Wer war Jesaja?

  • Sammle biografische Informationen

o    Was sieht Jesaja in seiner Vision?                                      1-4

  • Schreibe eine Liste!

o    Was ist ein Serafim? à Lexikon                                         2

  • Warum bedecken die Serafim ihre Füße und ihr Angesicht?

o    Was bedeutet der Name „Jahwe“?                                       3

  • Was bedeutet „Zebaoth“?

o    Was ist mit Ehre gemeint?

  • Wie sieht Gottes Ehre aus?
  • Was meint, dass „alle Lande voll der Ehre sind“?

o    Was bedeutet es, wenn die Schwelle bebt?                          4

o    Warum wird das Wort „heilig“ dreimal ausgerufen?

  • Was bedeuten Wiederholungen in der Bibel?
  • Was heißt „heilig“?
  • Ist man „heilig“? – Wenn ja, wer?
  • Oder wird man heilig? – Wenn ja, wie?

o    Wie reagiert Jesaja auf die Vision?                                      5

  • Was löst sie in ihm aus?
  • Beachte das zweifache „denn“ (hebr. sogar dreifach)!
  • 5,20 – „Weh mir“
  • Was meint er mit „unreiner Lippen“?

o    Beachte, welche Schuld er als erstes bekennt?

o    Wen hat Jesaja gesehen? – vgl. mit Joh 1,18; 1Joh 4,12

  • Wie passt das zusammen?

o    Was sind die wichtigsten Eigenschaften eines Königs?

o    Was macht Gott mit Jesaja?                                                          6-7

  • Warum tut er das?
  • Was bedeutet es, dass die Kohle „vom Altar“ kommt?

o    Die Serafim redeten, Jesaja redete, jetzt spricht Gott?          8

  • Wen fragt Gott?
  • Warum bewirbt Jesaja sich für diesen Dienst?

o    Beachte: In der ersten Frage heißt es „ich“; in der zweiten „unser“!

  • Wer ist damit gemeint?

o    Gott hat einen ungewöhnlichen Auftrag für Jesaja?                9-10

  • Formuliere mit eigenen Worten in einem kurzen, einfachen Satz, was Gott möchte?
  • Warum will / macht Gott das so?

o    Ist das unser Gott, der Vater von Jesus Christus, der so reagiert?

  • Kennst du noch andere Beispiele aus der Bibel, aus dem Neuen Testament, wo es für Menschen keine Chance mehr gibt?

o    Wie würdest du empfinden, wenn du solch einen Auftrag bekommst?

o    Gibt es noch eine Möglichkeit, diese Verstockung zu umgehen?

o    Wie kommt Jesaja auf die Frage nach der Zeitspanne?         11

o    Was für eine Situation beschreiben die Verse 11-12?

  • Wann ist das eingetreten für Israel, wann für Juda?

o    Wer wird all das machen?                                                   12

o    Wie viel ist der zehnte Teil von 5 Millionen?                          13

  • Was wird Gott tun, wenn im Land nur noch so wenige Menschen leben?
  • Warum ist er so konsequent hart?

o    Was ist die Verheißung in diesem Vers?

  • Wann ist der „Stumpf“ Israel wieder ausgeschlagen?

o    Was meint „ein heiliger Same“?

  • „heilig“ im V.3!
  • Warum heilig?

o    Wie können Menschen „heilig“ sein?

 

o    Warum wird zu Trinitatis über diesen Text gepredigt?

o    Suche nach neutestamentlichen Bezügen?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

 

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

1.6 Neutestamentliche Gedanken

o    Der dreieine Gott

o    Um Christi Willen vergibt Gott

o    Der Botenberuf ist kein leichter Dienst

o    Gott erwählt sich ein heiliges Volk

o    Ein heiliger Rest

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

o

 

 

2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

 

 

 

 

 

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    Das Todesjahr Usijas schwankt zwischen den Jahren 746 und 736 vor Christus. Am wahrscheinlichsten ist wohl 739.

o    Unreine Lippen: Gemeint sein dürften Wortsünden, nicht der Genuss von Unreinem. … Der Entsündigungsakt ist sakramental zu verstehen. Jetzt erst vernimmt Jesaja Gottes eigene Rede. (Voigt)

o    Jesaja legt hier Rechenschaft davon ab, dass er Recht und Pflicht hat, Jahwes Sprecher zu sein. … Die Zustimmung der Menschen wird er nicht finden, und er braucht sie nicht. Genug: Gott hat ihn bevollmächtigt! … Der Anspruch seiner Predigt wird deutlich, indem die gepredigte Botschaft sich selbst beglaubigt. Der Prophet kann nur sagen, wie es zu seinem Auftreten gekommen ist, und er muss es darauf ankommen lassen, dass das, was er selbst weiß und sagt, sein Wort transparent macht für Gottes eigenes Reden und Handeln. (Voigt)

o    Eine andere Frage ist die, ob der Gott des Alten Testamentes unerkanntermaßen schon der Dreieinige ist. … Der, den Jesaja auf hocherhabenem Thron sitzen sah, war – ob Jesaja dies auch nicht hat erkennen können – kein anderer als der dreimal-eine Gott. Uns ist die Decke von den Augen weggezogen, die damals noch über dem Alten Testament lag. Uns spiegelt sich die Herrlichkeit des Herrn in unserem aufgedeckten Angesicht (2Kor 3,14.18). Das heißt nicht, dass Gott nicht auch jetzt noch Geheimnis wäre. Jes 6 liegt nicht hinter uns, aber der majestätische Gott von Jes 6 hat in seiner Erniedrigung für uns bestimmte Gesichtszüge angenommen – „er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth“. Er lebt, als der Geist des Vaters und des Sohnes, in uns und macht uns zu seinem Tempel. Nur im Nachhinein können wir Jesajas Gott wiedererkennen als den einen Gott, der Vater, Sohn und Heiliger Geist ist. (Voigt)

o    Gott wird uns nur erkennbar, wenn und wie Er sich selbst erschließt, im bleibenden Geheimnis. … Der Glaube lebt von der besonderen Offenbarung, die sich ereignet, wie Gott es will. … Es kommt auf die Botschaft an, nicht auf das Erlebnis. Es ist zudem beachtenswert, dass die Schilderung der großartigen Vision sich aller Ausmalung enthält und sich aufs nötigste beschränkt. (Voigt)

o    Das Wort „heilig“ bezeichnet die Sphäre des Göttlichen, tief geschieden von unserer Welt. … Die allem Geschöpflichen entgegengesetzte Andersartigkeit Gottes und seine von allem Sündlichen geschiedene Reinheit und Makellosigkeit gehören zusammen. … „Heilig“ ist das dem Profanen entzogene Gebiet. … Jesaja wurde die Heiligkeit offenbart, die die mit menschlichen Worten und von menschlichen Vorstellungen und Maßen her nicht aussagbare Wesensart Gottes ist. (Voigt)

o    Die Jenseitigkeit Gottes ist sein Unterschieden sein von aller Schöpfung bei ständiger Präsenz im Ganzen dieser Schöpfung. Nicht nur da, wo man ihn kennt, und wo er angebetet wird, sondern auch in den „Landen“, in denen ihn die Menschen noch nicht oder nicht mehr kennen! (Voigt)

o    Niemand könnte Gottes Botschafter sein, den Gott nicht durch Tilgung seiner Sünden tauglich gemacht hat. … Es sollte niemanden verwundern, dass man über die Sünde nicht erschrickt, solange sie Gott noch nicht offenbart hat. … Wie es mit mir steht, erkenne ich nur, indem ich Gott erkenne. Und sobald ich Gott erkenne, ist sofort die Frage nach meiner „Gerechtigkeit“ gestellt. (Voigt)

o    Alle Reinigung, alle Vergebung und Versöhnung, die im Alten Bunde geschieht, hat einen nach vorn weisenden (proleptisch) Sinn. Sie geschieht im Blick auf Christus – von Christi Kreuz und Auferstehung her. Wir zögern nicht zu sagen: um Christi willen wurde Jesaja entsündigt. Alles, was im Alten Bunde zum Heil geschieht, ist „Schatten des Kommenden“ (Kol 2,17; Hebr 10,1). Die Wirklichkeit, die den Schatten wirft, ist Christus. (Voigt)

o    Gottes Gericht macht ganze Arbeit. … Alle prophetische Gerichts- und Unheilspredigt wird „erfüllt“ im Geschehen des Kreuzes: „Die Strafe liegt auf ihm“. … Das verdiente Gericht ist beschlossene Sache. … Paulus hat an der bei seinen Blutsbrüdern vorgefundenen Verstockung gelitten und mit Gott darüber gerungen. Es kann uns, wenn wir die Menschen lieben, mit denen wir leben, eigentlich nicht anders gehen. Hat Gott seine Tür verschlossen? (Voigt)

o    Warum muss die Prophetenpredigt das Gerichtsgeschehen auslösen, herbeiführen? Könnte Gott nicht auch stumm und wortlos handeln? Die Predigt macht, was Unglück oder Katastrophe ist, erkennbar als Gericht. Und eben das wollen Jesajas verhärtete Zeitgenossen nicht annehmen. Wer nimmt so etwas überhaupt an? (Voigt)

o    Der Prophet hört Gottes Wort und reagiert darauf – anders als sein Volk, das nicht hören wird, weil es nicht hören will. … Jesaja hört und wagt einen Einspruch (v.11). … Jesaja hört, dass Israel trotz aller Strafe eine Zukunft besitzt. (Gradwohl)

o    Dass ein wahrer Prophet scheitert, stimmt traurig, denn es zeigt, wie wenig Menschen sich von ihren Gewohnheiten und Denkstrukturen loszureißen vermögen. … Das dreimalige „heilig“ (Septuaginta: hagios, Vulgata: sanctus) weist nach Gorden darauf hin, dass „die Heiligkeit nicht eine Eigenschaft unter vielen Eigenschaften Gottes ist, sondern sein ewiges Wesen betrifft“. (Gradwohl)

o    Jesaja ist zutiefst erschrocken. Er spürt den unüberbrückbaren Graben zwischen dem kleinen Menschen-Nichts und dem „König, dem Herrn der Herrscharen“. … Einen Teilaspekt des göttlichen Seins hat Jesaja erkennen dürfen. Diese Erkenntnis bringt ihn aus dem seelischen Gleichgewicht.

o    Mose widersetzt sich der göttlichen Berufung mit dem Ausruf: „Ich bin unbeschnitten an den Lippen“. … Kaum ist Jesaja „rein“, hört er die Stimme des Herrn. … Das „uns“ (V.8) kann „pluralis majestatis“ sein (vgl. Gen 1,26). … Jesaja meldet sich freiwillig, er ist zum Botengang bereit, obwohl er den Inhalt der Botschaft nicht kennt. Mose, Jeremia, Amos, besonders Jona weigern sich. (Gradwohl)

o    Gott will, meinen die Weisen, die Israeliten zur Umkehr anspornen, indem er sie provoziert, ihnen durch den Prophetenmund sagen lässt, sie seien zum Guten nicht befähig. … Ein Mensch kann in solch große Schuld verstrickt sein, dass ihm die Umkehr verunmöglicht ist. … Ist dies das Ende? Nein, auf die Zerstörung folgt der Aufbau, auf das Exil die Rückkehr. … Letzten Endes wird das Volk der totalen Vernichtung entgehen. (Gradwohl)

o    Israel hat eine Zukunft: Der „heilige“ Gott schenkt sie dem „heiligen“, das heißt, sich Ihm zuwendenden Menschen. Gott wünscht das Überleben seines Geschöpfes. In jeder Sintflut gibt es eine Arche, gibt es einen Noah.

 

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