48-6 Manna genug – 2Mo 16,2-18

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2Mo 16,2-3.11-18

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

o    In welchem Kontext steht unser Text?

  • Was war während des Auszuges schon alles geschehen?

o    Was ist „murren“?                                                              2

  • Beachte, dass es nicht nur Einzelne sind!

o    Wo befinden sie sich?

  • Warum murren sie gegen Mose und Aaron?
  • Was brachte sie so auf, nach all den Wundern?

o    Wie sahen die „Fleischtöpfe“ der Sklaven wohl aus?                       3

  • Gab es wirklich so viel „Brot“?
  • Was wollten die Israeliten damit sagen?

o    Warum sprechen sie vom „Sterben“?

o    Beachte den Gegensatz „durch des Herrn Hand“ und „ihr habt uns herausgeführt“!

  • Was übersehen die Israeliten hier?

o    Wer ist die ganze Zeit über der Führer der Israeliten?

  • Warum können / wollen sie es nicht glauben?
  • Was ist das Schwere am Gottvertrauen in Krisensituationen?
  • Beachte die zwei Bindeworte in 3b!

 

o    Wer ist der Herr?                                                               11

  • Wer ist Mose bis dahin?

o    Lässt Gott sich mit unserer schlechten Laune erpressen?     12

o    Warum ist Gott bereit, ihnen sowohl „Fleisch“, als auch „Brot“ an einem Tag zu schenken?

  • Rö 2,4

o    Gibt es natürliche Erklärungen, die sich Gott zunutze macht, um das Wunder zu erschaffen?

o    Wie mag diese Verheißung in den Ohren des Mose, und erst recht des Volkes, geklungen haben?

  • Woher hatte Mose den Mut, so etwas im Namen Gottes zu versprechen?

o    Was für Vögel sind Wachteln?                                           13

  • Wie kamen die dorthin?

o    Was ist „Tau“?

o    Was meint „als der Tau weg war“?                                       14

  • Was ist „Reif“?

o    Wo lagen diese Körner?

  • Wie kamen sie dahin?

o    Warum heißt dieses „Brot“ „Manna“?                                   15

  • Woher wusste Mose, dass die Körner das „Brot“ waren?

o    Woher kam dieses Brot?

o    Beachte: Zur Gabe kommt der Auftrag, die Rahmenbedingung!  16

  • Ist der „Krug“ eine Einschränkung oder ein Auftrag!

o    Beachte, dass weniger vom Individuum her gedacht wird, als von der Gemeinschaft (Zelt)!

o    Warum gibt der Jahwe zu der Gabe einen Befehl?

o    Sind sie (endlich einmal) gehorsam?                                              17-18

  • 19-20.27-28
  • Was will Vers 18 sagen?

o    Warum wurde dieser Abschnitt in den Bericht über den Auszug aufgenommen?

  • Was wollte der Autor durch diese Worte vermitteln?

o    Was ist das Besondere an diesen Versen?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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o

1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

o

1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

1.6 Neutestamentliche Gedanken:

o    Abendmahl

o    Mt 6,32 „Euer Vater weiß“

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

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o

o

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

  • Das Thema „Manna und Wachteln“ kehrt in 3Mo 4-9.13.31-35 wieder. … Der Schauplatz ist die Wüste (1), nach 6 Wochen Wanderung. … „Elim“ war eine fruchtbare Oase gewesen; nun spürt man den Mangel der Wüste (2). (Voigt)
  • Eine Bleibe kann es in Elim nicht geben, denn das Ziel ist das Land der Verheißung, nicht eine Wüstenoase, so einladend sie sein mag. (Gradwohl)
  • Die Wegzehrung (Teig), die sie aus Ägypten mitgenommen hatten, reichte ihnen für 61 Mahlzeiten während 31 Tagen. Als der Teig zu Ende war, begannen sie zu murren. … „Damals (16,1) hörten die Mazzenfladen auf. Weil die Israeliten in Elim Fruchtbäume sahen, dachten sie, so werde es an allen Orten sein, zu denen sie gelangten. Als sie die Wüste Sin betraten, … begannen sie sich zu sorgen: „Bald werden wir alle Hungers sterben müssen.“ (Reggio in Gradwohl)
  • Das Leben in Ägypten wird in der Rückschau idealisiert; Fleischtöpfe dürften bei den Fronarbeitern selten gewesen sein. (Voigt)
  • Mose und Aaron werden böse Absichten unterstellt; vergessen ist, dass es ja auf Befreiung abgesehen war (vgl. 2,23f). (Voigt)
  • „Gegen Abend“ (12) meint eigentlich „zwischen den beiden Abenden“ (zwischen Sonnenuntergang und Dunkelheit – nicht vielmehr als eine halbe Stunde). (Gradwohl)
  • Anders als im Vers 4 ist hier (12) nicht an „Himmelsbrot“ gedacht. (vgl. Ps 78,24f; daran knüpft Joh 6,23 an, freilich in christologischem Interesse). (Voigt)
  • Der Tau (13) verhüllt das Wunder. Vielleicht erinnert das Wort Tau auch daran, dass das Manna zunächst in Tropfen an der Tamariske hängt. (Voigt)
  • Weder das „weißliche“ Aussehen noch seine stoffliche Beschaffenheit vermögen eine Identifizierung mit einem heute bestehenden Produkt als sicher zu erweisen. Dies gilt auch in Hinblick auf die These, dass Manna sei eine Flechtenart oder gar die „Ausscheidung von kleinen schuppigen Insekten …; die sich von Tamarisken und anderen Bäumen ernähren. Die Unterschiede des biblischen Manna zu diesen Phänomenen sind offenkundig: „Das Manna, das wir aus der Erfahrung her kennen, ist relativ spärlich und konnte keine wichtige Nahrung für eine große Zahl von Menschen werden. … Es ist von bestimmten Wetterbedingungen abhängig und wird nicht regelmäßig entdeckt (15). Es unterliegt keiner raschen Fäulnis (20). Es wird an allen Tagen gefunden, auch am Sabbat (25). … Die Bibel sieht im Manna kein Naturphänomen. Sie verwandelt vielmehr Naturerscheinungen in Handlungen Gottes, die von Ihm gewünscht werden, um Israel zu erhalten. (Plaut in Gradwohl)
  • Ein „Gomer“ (16) = der zehnte Teil eines Epha, also 3,64 Liter. (Voigt)
  • Dass es auch bei unterschiedlicher Sammelmenge zuletzt doch auf gleiche Ergebnisse hinausläuft, lässt die unsichtbare Hand Gottes erkennen, der immer (nur) das für den augenblicklichen Bedarf Nötige gewährt. (Voigt)
  • Das Armutszeugnis, das die Menschheit sich ausstellt, indem sie sich alle möglichen – erfreulichen und unerfreulichen – Dinge leistet (mit hohem Aufwand), aber dem Hungerproblem weithin hilflos gegenübersteht, muss uns beschämen und darf uns nicht zur Ruhe kommen lassen. (Voigt)
  • „Unser tägliches Brot gib uns heute“. … Wie kommt, was wir essen, auf den Tisch? (Voigt)
  • Das Murren und Jammern der Israeliten ist in jedem Wort tadelnswert. Es ist nichts davon gesagt, dass sie, von Elim kommend, schon Hunger leiden … Aber als sie die nackte Wüste vor sich haben, sehen sie sich schon vor Hunger sterben. (Jacob in Gradwohl)
  • Sie besaßen wohl mehrheitlich genügend Tiere. … Die Israeliten hätten sich mit dem Größten unter ihnen (Mose) beraten müssen … Wenn nicht gleich das Notwendige zur Stelle ist, reißt bei ihnen der Geduldsfaden. Die „Prüfungen“, die ihnen die Zeit der Wüstenwanderung bereitet, bestehen sie nicht oder jedenfalls höchst ungenügend. (Gradwohl)
  • Gott stellt sie „auf die Probe“ (4; 5Mo 8,2f), ob sie die Beschwerden zu tragen und das Vertrauen in Ihn und Seine Hilfe zu bewahren vermögen. Doch noch viel stärker stellen sie Ihn auf die Probe, meint der Talmud. (Gradwohl)
  • Wir werden in eine Ausnahmesituation geführt. Die Wüstenwanderung ist geradezu eine Teststrecke für den sich zu bewährenden Glauben. (Voigt)
  • Wir alle haben hoffentlich verstanden, dass der „Wüstenzug“ ein heilsgeschichtliches Ziel hat und es, um dieses Zieles willen, gar nicht die Frage aller Fragen ist, ob wir satt geworden sind, sondern ob wir unsern Gott erfahren und gefunden haben. (Voigt)
  • Die Exodusgemeinde lebt ohne äußere Sicherung. Bejaht sie diese Lage und wagt sie es, weil Gott sie berief und führen will, dann glaubt sie. (nach Voigt)
  • Der Glaube gründet sich nicht auf dingfest zu machende Fakten, aus denen sich mit Notwendigkeit und Sicherheit das Künftige ergibt, sondern er wagt es auf das Unverfügbare hin. Er bindet sich also in dem Zukünftigen fest, das Gott in seinem Wort zugesagt hat. (Voigt)
  • Was zwischen dem Jetzt und der neuen Heimat liegt, der beschwerliche und entbehrungsreiche Marsch durch die Wüste – mit Weib, Kind und Vieh -, das war der hohe Preis, den man zahlen müsste und nur dann würde zahlen können, wenn man es dem rufenden Gott zutraut, dass er selbst das Leben seines Volkes fristet. (Voigt)
  • Der Text spricht vom Nächstliegenden, von der Ernährung. (Voigt)
  • Die (Exodus)Gemeinde kann und soll nicht von äußeren Sicherungen leben. … Auch wir sollen Volk Gottes auf der Wanderung sein. (Voigt)
  • Die Aufforderung, aus dem Glauben zu leben, ist immer eine Zumutung. (Voigt)
  • Es ist nicht leicht, das immer festzuhalten: „unsere Trübsal, die zeitlich begrenzt und leicht ist“, zersetzt und zerstört nicht, sondern „schafft“ (!) eine ewige und über alle Maßen wichtige Herrlichkeit“ (2Kor 4,17). … Ohne Wüstenwanderung keine Freiheit, keine neue Heimat. (Voigt)
  • Man kann Ruf und Versprechen Gottes gehört haben (3,16f) und in gutem Zutrauen zu Gott aufgebrochen sein, und es kommt dann doch zu Situationen, in denen sich herausstellt, man hat sich mehr auf das greifbar Vorhandene verlassen, und an Gottes Zusagen wagt man nicht mehr recht zu glauben. (Voigt)
  • Alles scheint vergessen! Merkwürdige Trübung des Gedächtnisses! … Wo Zorn und Verzweiflung die Menschen überwältigen, da verlieren sie das Maß, und da kommt es ihnen auf Widersprüche, in denen ein Argument das andere aufhebt, nicht an. (Voigt)
  • Mose und Aaron glauben. Sie hören auch jetzt noch die Stimme Gottes, und auf Gottes Zusage vertrauen sie. (Voigt)
  • Noch sehen auch Mose und Aaron das „Brot vom Himmel“ nicht. Aber sie nehmen die Zumutung an, Gott gegen alle bitteren Tatsachen Glauben zu schenken. (Voigt)
  • Der Glaube nimmt Gott ernster als alles andere, wie hart es auch sei. (Voigt)
  • Was für ein Gott! – Er hört auch noch aus dem Murren den Hilfeschrei seiner Kinder heraus. (Voigt)
  • Gott hält seine Kirche (Gemeinde). Dies nicht etwa, weil diese Kirche es wert wäre, erhalten zu werden, sondern „sola gratia“. (Voigt)
  • „Ich glaube wohl an Gott – aber ich fürchte: Er glaubt nicht an mich.“ Aber das ist gerade das Umwerfende: Gott „glaubt“ an mich und an seine Kirche! (Voigt)
  • Israel erlebt das Wunder. … Von der Verblüffung her bekommt das Manna seinen Namen. (Voigt)
  • Gott sorgt für die Seinen im natürlichen Geschehen. Oder sollte Er nur da wirksam sein, wo dessen normaler Lauf durchbrochen wird? (Voigt)
  • Es gibt in unseren Gemeinden immer mal wieder eine Wundergläubigkeit, die geradezu unfromm ist, weil sie die täglichen Liebeserweise Gottes nicht als Gnadenwunder versteht, sondern Gott nur da am Werke sieht, wo es absonderlich zugeht. (Voigt)
  • Die Geschichte, wie sie hier erzählt ist, ist ein stilles Lob des treuen Gottes. (Voigt)
  • Ihr sollt verstehen, „das Jahwe euch aus Ägypten geführt hat“ (6), ihr also nicht deswegen hier seid, weil ein paar Unbesonnene euch in dieses Abenteuer gestürzt haben, sondern weil sich in eurem Auszug göttliches Heil ereignet. (Voigt)
  • In dem, was uns zugeteilt wird, ereignet sich zugleich Zuwendung. … Gott gibt jedem, was er nötig hat. Gott behält, indem Er selbst das Maß zumisst, das wunderbare Geschehen jeden Augenblick in seinen Händen. (Voigt)
  • Vorratswirtschaft ist hier nicht am Platz (19f). Offenbar will Gott nicht, dass wir für den anderen Tag sorgen (Mt 6,34). (Voigt)
  • Gott wollte täglich um das Manna gebeten sein, darum ließ Er nur den täglichen Bedarf niedergehen. (Voigt)
  • Er gibt es begrenzt, damit die Israeliten sich davor hüten, mit dem Manna Handel zu treiben und einen Reichtum anzuhäufen … Es ist eine Nahrung, die Gott wegen des Bedürfnisses geschenkt hat. Sie wird nicht durch Fleiß und Mühe erworben, sondern durch die Gnade des Höchsten. (Abarbanel in Gradwohl)
  • Vierzig Jahre, meint der Erzähler, habe Israel so gelebt: Immer darauf angewiesen, dass Gott tut, was man nicht verlangen, sondern nur staunend empfangen kann. So lebt die Kirche im Grunde allezeit. (Voigt)
  • Am Sabbat (27) die „Gegenprobe“: Wer am Sabbat sammelte, käme mit leeren Händen zurück. Dafür verdirbt die Ration des sechsten Tages nicht. (20). Gott gibt und versagt das Manna auf seine Weise und nach seiner Ordnung, ganz wie Er will. (Voigt)
  • Und warum am Sabbat die regelmäßige Ausnahme? Wir sollen genötigt werden, von den Dingen, die zur Fristung unseres Lebens gehören, einmal wegzuschauen auf den, der zuletzt allein Leben geben und bewahren kann. (Voigt)
  • Das Deuteronomium treibt die geistliche Einsicht noch weiter vor: 8,3 à Mt 4,4. … Zuletzt besteht das Leben nicht darin, dass Er uns etwas gibt, was unser Leben fristet, sondern dass Er Sich selbst gibt (Joh 6,31-35). (Voigt)
  • Der einst „tötende“ Pharao ist ersetzt durch die eigenen „tötenden“ Volkführer (3). Es werden geschichtliche Tatsachen auf den Kopf gestellt, sobald nur der Magen zu knurren beginnt. (Gradwohl)
  • Die Fleischtöpfe (3), an denen sie saßen, waren vielleicht die Töpfe, in denen sie das von ihren Herren Benötigte kochten. … Es ist nur vom „Sitzen am Fleischtopf“ die Rede, nicht vom Genießen seines Inhalts. Sie aßen nur Brot (3). (nach Gradwohl)
  • „Tagtäglich“ müssen die Israeliten eine Aufgabe erfüllen: Sie müssen sich die Nahrung beschaffen, sie können nicht mit verschränkten Armen lediglich darauf warten, dass ihnen die Speise in den Mund fällt. Wer Brot essen will – auch das Himmelsbrot (4; Neh 9,15) – muss es zu mindestens „auflesen“, muss seinen Rücken beugen, bis er schmerzt, damit es vom Boden aufgehoben und in den Speisesack getan wird. (Gradwohl)
  • Durch sein persönliches Bemühen um die Nahrungsversorgung wird er schließlich „erkennen, dass Ich, der Herr, euer Gott bin“. Trotz des eigenen Tuns ist es nämlich nicht selbstverständlich, dass eine Gemeinschaft genug zu essen hat, wenn sie sich „in der Wüste“ aufhält. (Gradwohl)
  • „Gräber der Gier“ – 3Mo 11,31-34 (Gradwohl)
  • Der Fleischgenuss war ein Luxus, das Brot eine Lebensnotwendigkeit. (Gradwohl)
  • Das Manna ist eine Speise „des Himmels“, doch nicht „für den Himmel“. (Gradwohl)
  • Das Ergebnis der Schicksalsnacht, in der die ägyptische Erstgeburt umkam und Gott Seine Hilfe verwirklichte, mochte angesichts der Angst vor dem Hunger verblasst sein. Gott zeigte daher durch ein weiteres Eingreifen Seinen nach wie vor ungebrochenen Beistand. (Gradwohl)
  • Dass Passah ist ein Opfer des Menschen zu Ehren Gottes, das Manna ein Geschenk Gottes für den Menschen. (Gradwohl)
  • Auf das einmalige Mahl des Passah folgt die Versorgung mit dem täglichen „Brot“ zu jeder Zeit. … Mit dem Dank für die Befreiung aus Ägypten verbindet sich der Dank für die immerwährende Errettung. (Gradwohl)
  • „Wer heute zu essen hat und fragt: Was werde ich morgen essen?, zählt zu den Kleingläubigen.“ … Ohne IHN, den Herrn der Welt, der den Tag erschafft und auch seine Nahrung, bleibt die Existenz all Seiner Geschöpfe für immer ungesichert. (Tanchuma in Gradwohl)
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