32-6 Gott wird nicht müde noch matt – Jes 40,26-31

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Jes 40,26-31

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • An welcher Stelle im Jesajabuch steht unser Text?
    • Worum geht es in den Versen unmittelbar davor?
    • Zu wem spricht Jesaja hier?
  • Was ist in der Höhe zu sehen? 26
    • Wer hat was geschaffen?
  • Wer ist mit „ER“ gemeint? Beschreibe ihn ein wenig!
    • Welches „Heer“ führt Er heraus und wen ruft Er mit Namen?
    • An wen oder was erinnert die Formulierung über IHN?
  • Was ist mit der „Macht“ und „starken Kraft“ gemeint?
    • Wann wurde und wird sie sichtbar?
    • Was ist mit „eins“ gemeint?
  • Beachte den Vorwurf, der in der Frage „Warum?“ steckt! 27
  • Was ist mit „Jacob“ und „Israel“ gemeint?
    • Von welchem „Weg“ und „Recht“ ist hier die Rede?
    • Warum dachten die Menschen zur damaligen Zeit, dass Gott ihren Weg nicht sieht?
  • Welches Wort steht hinter dem Wort „Herr“ und was bedeutet es?
  • Beachte die zwei kräftigen Fragen! 28
    • Was will Jesaja der Tröster durch sie ausdrücken?
  • Was wird hier über Jahwe gesagt? Wer ist Er?
    • Was bedeutet „ewig“?
    • Was sind die „Enden der Erde“? Kann man sie finden?
  • Beachte: „geschaffen“: Dasselbe Wort wie in V. 26 und in 1Mo 1,1!
    • Warum wird Gott nicht „müde noch matt“? (vgl.18)
    • Wobei ermüdet Gott nicht?
    • Was meint die Aussage über Gottes „Verstand“?
  • Beachte, dass die Betonung auf „ER“ liegt! 29
  • Was für eine Verheißung!
    • Für wen könnte sie jetzt wichtig sein?!
  • Wer ist mit den „Müden“ und den „Unvermögenden“ gemeint?
    • Meint „Kraft“ und „Stärke“ dasselbe?
  • Wie fühlt man sich, wenn man „müde und matt“ ist? 30
  • An wen denkt Jesaja der Tröster bei „Männern“ und „Jünglingen“?
    • Was ist mit „straucheln und fallen“ gemeint?
  • Beachte das „ABER“ Gottes! 31
  • Was ist „harren“?
    • Wie kann man „auf Jahwe harren“?
  • Wer von unseren Leuten hat schon mal „neue Kraft“ bekommen?
    • Wie sieht diese „neue Kraft“ aus?
  • Was will das Bildwort von den Adlersflügeln sagen?
    • Warum gerade Adler?
  • An welches „Laufen“ und „Wandeln“ denkt Jesaja hier?
  • Was wollte Jesaja seinen Hörern mit diesen Worten im Auftrag Gottes sagen?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

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1.6 Neutestamentliche Gedanken

o    Der Friede Gottes                                – Phil 4,7; 2Petr 1,2

o    Die Schwachheit der Boten Gottes  – 1Kor 4,9ff

o    Die Kraft des Heiligen Geistes          – Apg 1,8; Röm 15,13; 1Th 1,5

o    Die Kraft Jesu ist in den Schwachen mächtig    – 2Kor 12,9; 13,4; Ps 84,8

o    Durch die Schwachheit des Karfreitags zum Sieg über Hölle, Tod und Teufel

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

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2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

  • Gott und die Götter, die „Gottnichtse“, ist eines der großen Themen der hebräischen Bibel. … Sie sind leblos, zu nichts fähig. Jesaja der Tröster begegnet diesem Werk des Menschen mit abgrundlosem Spott (44,10-17). Vor Gottes Kraft schrumpfen alle irdischen Dimensionen zu einem Nichts zusammen. (Gradwohl)
  • Die Verse 12-31 bilden einen Abschnitt, der allerdings in die Teile 12-17. 18-24.25-26.27-31 gegliedert ist. Die ersten drei Stücke, mit rhetorischen Fragen eingeleitet, stehen unter der generellen Frage: „Kann unser Gott uns denn wirklich helfen?“. Dass vierte Stück ist mit einer wirklichen Konfrontation eingeleitet: „Will unser Gott noch etwas von uns wissen?“ Erst im vierten Stück kommt der Text zu seinem Ziel; im ihm fasst 28 das 12-26 von Gott gesagte zusammen und 29-31 antworten auf 27. (Voigt)
  • Die Gestirne (26) sind nicht, wie bei den Babyloniern, Götter, sondern Geschöpfe. Ihre Namen dienen nicht zu ihrer Rühmung, sondern dazu, dass Jahwe sie ruft und auf ihre Bahn weist. (Voigt)
  • „Warum?“ (27) – Merkmal vorwurfsvoller Fragen! Angeredet ist Israel. … Sie sagen: Gott nimmt nicht Notiz von unserem Ergehen, Er hilft uns nicht zu unserem Recht. (Voigt)
  • Gott ist grenzenlos – in der Zeit (ewig) und im Raum (schaffend die Enden der Erde – und natürlich auch alles, was dazwischen liegt). Ermüden würde zur Zeitlichkeit gehören. (Voigt)
  • Die „Müden „ und „Ohnmächtigen“ sind angesprochen (29). Zu ihren „Herzen“ soll gesprochen werden (2). (Voigt)
  • „Männer und Jünglinge“ (30) ist nicht ganz richtig übersetzt. Gemeint sind (im Parallelismus) beide Male „junge Männer“ in ihrer Vollkraft. (Voigt)
  • „kriegen“ (31) meint „wachsen lassen“; in etwa: „ihnen wachsen Schwungfedern“. (Voigt)

 

  • Alttestamentliche Gottesgewissheit und –hoffnung gelangt erst in Christus an ihr Ziel. … Christus ist in dem Text noch nicht „drin“ – jedenfalls nicht im Bewusstsein des Propheten. … Christus sein Kommen setzt, was im Text gesagt ist, nicht außer Kraft. Im Gegenteil: Wir merken, dass der Gott von Jes 40 kein anderer ist als der Vater Jesu Christi. (Voigt)
  • Dass statt der Müdigkeit und Resignation in uns kraftvolles, schwungvolles Leben entsteht, könnte eine Folge des neuen Gottesverhältnisses und Lebens sein. (Voigt)
  • Die Verbannten in Babylon haben gemeint, ihr Schicksal sei vor Jahwe verborgen, Er wisse nichts von ihnen, nehme nicht von ihnen Notiz, sie kämen in Seinen Gedanken, Wahrnehmungen und Überlegungen nicht mehr vor. Hier wird unter der Gottesfinsternis gelitten; Israel hat sie im letzten Jahrhundert noch viel schrecklicher erleiden müssen. (Voigt)
  • Für viele bleibt nur die Hoffnungslosigkeit, das Aufgeben. Dem wirkt der Prophet entgegen. Er verkündigt den Gott, der sich durchaus nicht zurückgezogen und abgewandt hat, sondern machtvoll und unablässig am Werke ist und den Seinen neue Kraft zum Leben zuführt. (Voigt)
  • Aus Gottes unerschöpflichem Kraftreservoir wird mir die Energie zuteil, nicht nur Vorhandenes zu ertragen, sondern auch Besseres zu hoffen und zu bewirken. – Erneuerte Menschen ist das Thema. (Voigt)
  • Es könnte sein, die Zuhörer zweifeln an der Gegenwart ihres Gottes in diesem unseligen Heidenland Babel. Hat nicht nach allgemeiner Auffassung jeder Gott sein Volk und Land? Israels Geschick könnte Jahwe „verborgen“ sein, einfach weil Seine beschränkte Reichweite es nicht erlaubt, dass Er sich in Babylonien ihrer annimmt. Die Exilierung wäre dann zugleich die Verbannung aus Seiner Nähe. (Voigt)
  • Der Sonnengott Marduk hat 597 und 586 gegen Jahwe gewonnen. Die Gestirne sind in Babylonien die obersten, alles beherrschenden Götter, die eigentlichen Herren Babylons. Von ihnen haben auch die menschlichen Herren die Macht. Die Verbannten lassen sich davon unheimlich imponieren: Jahwe kommt gegen solche Macht nicht an. Heillose Welt, heilloses Schicksal: was Nicht-Gott ist, erweist sich in der Welt als stärker. (Voigt)
  • Was kann man dagegen machen? Zunächst: Glaubenswissen sollte aktiviert werden. … Jesaja erinnert sie an das, was sie wissen könnten, weil sie es längst gehört haben. … Der Rückblick auf Israels Glaubenstradition ist von enormer geistlicher Bedeutung. In Stunden, in denen uns der Boden wankt, sollten wir uns daran erinnern lassen, dass wir tatsächlich schon fest gestanden haben. … Glaube hält sich an Gelerntes; in Krankheitszeiten, vielleicht sogar in Gefängniszellen, in Augenblicken größter Angst usw. haben Christen immer wieder vom Gelernten gelebt. (Voigt)
  • Sodann: Was hier aktiv wird, ist der Glaube an Gott, den Schöpfer. Theologisch beachtlich: Schöpfungsglaube stützt den Heilsglauben. … Jahwes Funktion als Schöpfer begründet Seine Macht zu handeln (54,4-6) … und lässt Schöpfung und Erwählung als zwei Aspekte einer göttlichen Tat erscheinen. (Voigt)
  • Ihr meint, Seine Macht reiche nicht nach Babylon? Ihr denkt in völlig falschen Vorstellungen. Ihr tut so, als wolltet ihr das Wasser mit der hohlen Hand abmessen. … Man kann Gott überhaupt nicht mit unseren Maßen messen (22). Reicht Gottes Schöpfermacht bis dahin, wo die Erde zu Ende ist (28), dann ist Jahwe Gott und Schöpfer auch von Babylonien. Ihr redet so daher von der „Abwesenheit Gottes“. Von Seiner „Verborgenheit“ ist zu sprechen (45,15). Aber ich sage euch: Er ist da (28ff). (Voigt)
  • Einem solchen Gott darf sich der Mensch anvertrauen. Aus dem Blick zu den Sternen, dem „Heer“ des Weltenherrn, wird die Zuversicht, die Glaubensüberzeugung, dass Er den Menschen trägt, auch wenn sich dieser Mensch von Gott verlassen fühlt. (Gradwohl)
  • Babels Macht besteht nur solange, wie Gott es will (15+23). (Voigt)
  • Aber wie steht es mit den Göttern, Seinen Konkurrenten? … Die Gestirne sind nicht Götter, sie gehören zur Schöpfung Gottes (26). … Was ist das für ein wunderbarer Gott, der dies erschaffen hat! Die Gestirne gehören mit zu Seiner Welt. … Ruft Gott sie mit Namen (26), dann verfügt Er über sie. (Voigt)
  • Die Himmelsschar untersteht Seinem Wort, Ihm, der oft als der „Herr der Heerscharen“ verehrt wird. … Es ist Zeichen einer besonders engen Beziehung, immer wieder gezählt und mit Namen gerufen zu werden. (Gradwohl)
  • Jeder Stern hat seinen „Namen“, jeder damit nach Auffassung der Alten eine spezifische Funktion (Kimchi). Gott hat die Sterne geschaffen, damit sie wirkten – und zwar nicht zuletzt für den Menschen. Auch wir sehen noch in der Vielfalt der Gestirne und ihrer Konstellation einen Hinweis auf Gottes Herrlichkeit (Ps 147,5; 1Mo 15,5). (Gradwohl)
  • Wie sehr sich Gott, der Schaffende, doch selbst Unerschaffene, von der Schöpfung – Seiner Schöpfung – unterscheidet, zeigt ein Blick „in die Höhe“ zum gestirnten Himmel (26). (Gradwohl)
  • „Erschaffen“ (26) ist dasselbe Verb, das in 1Mo 1,1 steht. Die Schöpfung hat eine Ursache und die Ursache liegt bei Gott. (Gradwohl)
  • Das Wesen des Heidnischen liegt darin, dass Geschaffenes zu göttlicher Würde hinaufgesteigert wird (Röm 1,21.23). (Voigt)
  • Gott ist der nie zur Ruhe kommende Wirker in allen Seinen Kreaturen, und keine lässt Er ruhig stehen. … „Mächtig“ soll heißen: eine wirkende Macht und stetige Tätigkeit, die ohne Unterlass wirkt. (Luther in Voigt)
  • Der Mensch mag sich trotz des Waltens Gottes im Weltall einsam und verloren fühlen. Lässt Gott ihn nicht allein, geht Er nicht an ihm vorüber, ohne ihn zu beachten? In 27 spricht die Gemeinschaft über ihre Not. Sie meinen, Gott sieht nicht hin, Er ist gleichsam mit dem Makrokosmos allzu sehr beschäftigt, um für die Mikrokosmen Zeit zu haben. Das Exil mag für die ungeduldig Gewordenen schon zu lange andauern. … Ein Gefühl der Isolation und Verlassenheit bemächtigt sich der Klagenden. (Hiob 3,20.23). (Gradwohl)
  • Gott verbirgt, verhüllt Sein Antlitz, so dass Sein Blick nicht mehr zur Erde, zu den Menschen gelangt. … Vergisst Gott den Leidenden, den unschuldig Leidenden? … Aber Gott stellt sich bloß taub, in Wirklichkeit ist Er es nicht. (Gradwohl)
  • Die Weisen Israels redeten vom Schweigen Gottes als einer historischen Tatsache, nicht aber von Seiner Abwesenheit. Er, der schweigt, mag nur so genannt werden, weil Er gegenwärtig ist. (Berkovits in Gradwohl)
  • Für die Menschen in Babylonien, die sich übersehen, vergessen, preisgegeben, abgehängt fühlen, heißt dies, dass sie mit dem Gott rechnen sollen, der sich durchaus nicht aufs Altenteil zurückgezogen hat, sondern die Geschichte mit Seinem Volk, ja mit aller Welt, weitertreibt. … Auch und erst recht gilt dies im Bereich dessen, was wir Heilsgeschichte nennen (43,19). Darum wird auch Neues verkündigt (42,9; vgl. 41,22f; 44,7). Die Gemeinde Gottes soll eine Zukunft haben. (Voigt)
  • Mit einem machtvollen „hast du denn nicht?“ (hebr. „halo“), setzt die Antwort Gottes ein (28). (Gradwohl)
  • Seine Kraft von einst ist Seine Kraft von heute! (Gradwohl)
  • Dass Gott die Ihm verlorengegangene Welt wiedergewonnen hat, eröffnet ihr eine neue Zukunft. Jesus Christus ist der „Erstling“; was Ihm widerfahren ist, als Gott Ihn aus den Toten auferweckte, dürfen auch wir erwarten. … Der nicht ermüdende Gott ist mit dem, was jetzt ist, nicht am Ende. Er wird das Neue schaffen, dass der Verwesung nicht mehr unterliegt. Weil dem so ist, haben die Seinen –  damals und heute  –  das Beste immer vor sich. (Voigt)
  • Die unerschöpfliche Lebendigkeit Gottes soll nicht Sein Vorrecht bleiben. Er teilt uns davon etwas mit, macht also Verzagte und Erschöpfte wieder lebens- und handlungsfähig, weckt Lebensfreude und Hoffnung. (Voigt)
  • Wir haben es in unseren Gemeinden zweifellos mit einer nicht geringen Zahl von physisch verbrauchten und übermüdeten Menschen zu tun. Der Prozess des Alterns ist nicht aufzuhalten. … Aber erschöpft und müde sind nicht selten auch Jüngere. Unser anspruchsvolles zivilisiertes Leben bedingt einen hohen Kräfteverschleiß. Wir sollten es lernen, zwischen Anspruch und Aufwand ein gute ökonomisches Gleichgewicht zu finden. (Voigt)
  • Unser ganzes Leben – die weltlichen Energien eingeschlossen – ist umschlossen von dem Schöpfer-Ja Gottes. Wunderbare, ermutigende Entdeckung: Gott will mich! Ich darf leben und wirken, weil Gott – erstaunlicherweise – Freude an mir hat! (Voigt)
  • Gott hat in allem Seine Hand im Spiel; Er hat mir Zeit und Ort bestimmt, die Menschen meiner Umwelt mir an die Seite gestellt und zur Aufgabe gemacht, mir wohl manche Tür verschlossen, aber immer wieder andere geöffnet. (Voigt)
  • Ich lebe unter Seinem ermutigenden Ja. Dieses Ja habe ich also nicht aus mir selbst heraus zu entwickeln; es beruht auch nicht darauf, dass meine Anlagen, Gaben, Erlebnisse und Chancen günstig sind, sondern auf dem „externen“ Schöpferwort und –willen Gottes. (Voigt)
  • Die Kraftzufuhr ist denen zugesagt, die „auf den Herrn harren“, die also von Ihm noch etwas zu erwarten haben. (Voigt)
  • Nicht das macht mich kräftig, dass ich künstlich in mir eine bestimmte Erwartungshaltung erzeuge. Was wirklich vor mir liegt, das ermutigt mich. Für die Verbannten war es die von Gott her in Aussicht gestellte Heimkehr. … Wir dürfen für unsere Situation das Verständnis der Gottesverheißung ausweiten. (Voigt)
  • Unsere Müdigkeit und der lähmende Missmut – die nicht selten sich bis in Körperhaltung und Gesichtsausdruck hinein abbilden – kommen wohl meist daher, dass wir gar nicht wissen und bedenken, was wir vor uns haben. (Voigt)
  • Wen quält nicht, falls er darunter leidet, die Arthrose, das schwache Herz oder der unaufhaltsam wachsende Krebs? Aber man vergesse doch nicht, wir leben im Horizont der Auferstehung.
  • Der Bergsteiger im Hochgebirge ist stundenlang – Serpentine um Serpentine – an der Bergwand aufgestiegen, aber dann kommt der Augenblick, da er den Grat erreicht und die Weite der Landschaft sich auftut, die die Bergwand ihm bisher verdeckt hat. Christi Auferstehung erschließt uns den neuen Horizont. (Voigt)
  • Christi Auferstehung erschließt uns den neuen Horizont. Wo man das begriffen und angenommen hat, mag der äußerliche Mensch verfallen, aber der innere wird von Tag zu Tag erneuert (2Kor 4,16). (Voigt)
  • Das hebräische Wort für „harren“ hat etwas mit dem Wort „Seil, Schnur“ zu tun. Hoffnung „zieht“ uns. (Voigt)
  • Dem Hoffenden „wachsen Schwingen“ (31), sie werden „beschwingte“ Menschen. (Voigt)
  • Was auch immer wir aus Gottes Händen empfangen werden, das Eigentliche, das Er zu geben hat, ist Er Selbst, und mit dem in Christus uns sich schenkenden Gott ist uns nicht weniger als alles geschenkt (Röm 8,32). (Voigt)
  • Die Logik des Textes zeigt es deutlich: die Kräftigkeit und Beschwingtheit, die Unerschöpflichkeit, ja Unverwüstbarkeit der mit Gottes Kraft Beschenkten liegt letztendlich darin, dass Gott Sein Eigenes, also sich Selbst gibt. „Er wird nicht müde und matt“ – „die auf Ihn harren, erneuern die Kraft“. (Voigt)
  • Als die gewissermaßen „von neuem Geborenen“ (Name des Sonntags) erinnern wir uns an die Taufe. – „Christus lebt in mir“ (Gal 2,20). (Voigt)
  • Wir werden nicht aufgerufen, die in uns vorhandenen Kräfte zu mobilisieren und uns selber unbarmherzig anzutreiben, sondern uns wird Mut gemacht, „auf den Herrn zu harren“ (31), also hoffend auf Ihn zu warten und mit Seinem Kommen und Wirken ernsthaft zu rechnen. (Voigt)
  • Der „Staub in der Waagschale“ (1Mo 3,19; Jes 40,12) erahnt als einziges aller Lebewesen die Größe seines Schöpfers. (Gradwohl)
  • „Gott“ (‚Elohim‘, und das meint auch „Richter“ – 2Mo 22,8) gleicht in keiner Hinsicht einem sterblichen Menschen. Ermüdungs-erscheinungen fallen Ihn nicht an (Hiob 5,9; 9,10;Ps 147,5). (Gradwohl)
  • Wenn schon „das Herz der Könige unergründlich ist“ (Spr 25,3, wie erst Gottes Tun und Seine Pläne! (Gradwohl)
  • Es mag dem Zweifelnden und Verzweifelnden (29) scheinen, dass sein Weg vor dem Herrn verborgen ist, in Wirklichkeit schenkt ihm der nie ermüdende, in Seiner Weisheit unergründliche Gott, Kraft und Stärke. (Gradwohl)
  • Die immer und allem zum Trotz Hoffenden „erneuern ihre Kraft“, sie tauschen die verbrauchte Kraft gegen eine frische ein, so wie man Kleider wechselt. Auf die ungebrochene Hoffnung kommt es an (Ps 27,14). (Elieser in Gradwohl)
  • Am hohen Hinaufschwingen, am „Rennen“ und „Gehen“ (31), zeigt sich die Krafterneuerung der zuvor Erschöpften. Die Krise ist überwunden, die Gottesnähe wiedergefunden, der „verborgene Weg“ (27) ist offen, die Verbannten wissen, dass sie nicht untergehen werden. (Gradwohl)
  • Der Mensch glaubt alles verstehen zu können, und versteht doch das meiste nicht. (Gradwohl)
  • Auch wenn das Verständnis der Gotteswege weithin verschlossen bleibt – schon Mose musste erkennen, dass er lediglich die „Fußspuren Gottes“, d.h. Sein Wirken in der Geschichte, zu sehen vermochte (2Mo 33,23) -, besteht kein Grund zum Verzweifeln. (Gradwohl)
  • Der zentrale Punkt in unserm Abschnitt ist die Überwindung der menschlichen Schwäche durch die Stärke Gottes, des „Mächtigen“. (Gradwohl)
  • Der Mensch besitzt „Stärke, wenn Gott sie ihm verleiht, sonst ist er schwach, matt und ermüdet. Die Kraft aber findet er, wenn er auf Gott „hofft“ (31) und auf Ihn sein Vertrauen setzt. (Gradwohl)
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