52-6 Davids Beichte – 2Sam 12,1-14

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2Sam 12,1-10.13-14

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Lies Kapitel 11 und 12 im Zusammenhang!
  • Was weißt du von David? 1
    • Was waren die Geheimnisse seines vollmächtigen Lebens?
  • Was weißt du von Nathan?
  • Wie sendet der Herr – damals und heute?
  • Warum werden in der Bibel gern Gleichnisse gebraucht? 1c-4
    • Beachte, dass auch David Schafe hatte!
    • Auch David war jemand, der Ungerechtigkeit kannte.
  • Warum gerät David so in Zorn über den Mann? 5-6
    • Warum schwört David so heftig?
    • Warum will David den Reichen stärker bestrafen, als das Gesetz es fordert?
  • Woher nimmt Nathan diesen Mut? 7
    • Im Hebräischen sind es nur zwei Worte!
  • Beachte die Autorität in der Nathan spricht!
    • Wo findet sich in der Bibel noch der Titel: „der Herr, der Gott Israels“?
  • Durch wen wurde David gesalbt?
    • In welchen Situationen wurde David vor Saul errettet?
  • Wie wurde damals die Machtübernahme zelebriert? 8
  • Was ist das Haus Israel und was ist das Haus Juda?
    • Warum werden sie getrennt benannt?
  • Warum ist Gott bereit, dem König all das und noch vieles andere zu geben?
  • „Warum“? – ja, warum eigentlich? 9
    • Welches Wort des Herrn hat David verachtet?
  • Wer ist Uria?
    • Hat David ihn wirklich erschlagen?
  • Wodurch hat David Batseba zur Frau genommen?
    • Was heißt dieser Satz (9c) für die Sexualethik?
  • Wer sind die Ammoniter?
  • Was sagt das Bindewort: „nun“? 10
  • Wie ist das Wort „nimmermehr“ zu verstehen?
  • Beachte das harte „weil“! Auch Mose musste dies erleben!
    • Was kann man als geistlicher Leiter daraus lernen?

 

  • David konnte zuhören! 13
    • David macht es anders als Adam!
  • Was ist „sündigen“?
    • Wer ist der „Herr“?
    • Vergleiche Ps 51!
  • Vergleiche „deine Sünde weggenommen“ in verschiedenen Übersetzungen! Gute Nachricht übersetzt interessant!
    • Geht es hier um Vergebung?
    • Was meint „hinweg genommen“ (hebräisch: vorübergehen lassen)?
  • Beachte den Kontrast: „aber“! 14
  • Wer sind die Feinde des Herrn?
    • Worüber haben sie gelästert?
    • Warum haben sie gelästert?
  • Darf Gott so bestrafen?
    • Ist das gerecht?
  • Stellvertretender Tod – wo gibt es das noch in der Bibel?
  • David wird allein gelassen in seiner Situation! 15a
  • Warum wurde diese Geschichte in der Bibel festgehalten?
    • Was wollte der Autor damit seinen Lesern sagen?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

1.6 Neutestamentliche Gedanken

o    Gewissheit der Vergebung: 1Joh 1,9

o    Demütiges Herz: 1Petr 5,5; Lk 18,9-14

o    Gott verschenkt grundlose Gnade: Eph 2,4-10

o    Besondere Verantwortung in geistlicher Leiterschaft

  • Jak 3,1; Hebr 13,17; Apg 20,26-28

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

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2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

  • Der Prophet hatte erst nach der Geburt des in Blutschande gezeugten Kindes den Gottesauftrag auszuführen – viele Monate nach der Sünde. (Gradwohl)
  • Vers 3: Ein „weibliches“ Lämmchen. – Wie anders sollte im Rahmen der Parabel die herzliche Liebe dargestellt werden. (Voigt)
  • „Er ernährte es“ = hebräisch: „Er erhielt es am Leben“, damit es ihm Milch und Wolle schenkte. Im letzten wurde es zu einem Teil der Familie, und zwar zu dem wichtigsten. Was der Arme hat, teilt er mit ihm. … Was das Lamm aber frisst, ist Teil seines Teils, ist ein Bissen von seinem Bissen. (Gradwohl)
  • Dem Propheten geht es nicht um die Verhältnisse. Es geht ihm um das Verhalten – das Verhalten des Reichen zum Armen. (Gradwohl)
  • In der Ausdrucksweise des Talmud ist der „Mann“ (4) vom Teufel besessen, vom „Trieb zum Bösen“ verführt. (Gradwohl)
  • Der König ist oberster Richter (5). David muss annehmen, ihm sei ein Rechtsfall zu letztinstanzlicher Entscheidung vorgelegt worden. Er spricht das Todesurteil (Voigt)
  • David schwört: „so war der Herr lebt!“ (5). Doch das ist ein Schwur im Zorn, und deshalb kein wirklicher, verbindlicher Schwur. Es ist „ein spontaner (Gefühls)Ausbruch, der den König mitreißt. Was er sagt, entspricht keinem schriftlich fixierten Gesetz Israels. (Gradwohl)
  • In dem Augenblick, da David sein ungefiltertes und daher empfindungsmäßig richtiges Urteil ausruft, schlägt Nathan zu: „Du bist der Mann!“ (Gradwohl)
  • „Du bist der Mann!“, der reiche Mann (4), der „dem Mann, der zu ihm kam“, das Lamm beim „armen Mann“, holte und daher das Urteil verdient, das dem „Mann, der dieses tut“ (5), zukommt. Es geht im Kapitel um die „Männer“ (1), aber nicht jeder Mann ist ein wirklicher Mann, eine „Persönlichkeit“. Eine wirkliche Persönlichkeit, ehrlich und charaktervoll, ist der Arme, nicht der Reiche. (Gradwohl)
  • David hat Sauls Eigentum in Besitz genommen (9,7.9), wahrscheinlich auch seinen Harem (8); so jedenfalls hat sich dann auch Absalom verhalten (16,20ff). Gott ist zu weiteren Gaben bereit. (Voigt)
  • Davids Sünde wird schwere Folgen haben für seine ganze Dynastie (10). (Voigt)
  • Batshewa heißt „Tochter des Schwurs“. Ihr Vater ist Eli‘am (Ami’el in 1Chronik), ihr Großvater Achitophel, der Ratgeber Davids (2Sam 23,34). Batshewa (Batseba) ist mit dem Hetiter Uria (mein Licht ist der Herr) verheiratet, der zu den „Starken“, Davids erlesenen Kämpfern, gehört (2Sam 23,39; 1Chr 11,41). Uria ist ein angesehener Mann. Zur Tatzeit steht er vor den Mauern Rabbas, der umkämpften Stadt der Ammoniter (2Sam 11). (Gradwohl)
  • Die vorgeschriebene Trauerzeit betrug 7 Tage (11,27). (Gradwohl)
  • Ein anderer König – Ahab aus Israel – wird rund 130 Jahre nach dem mit seinem Wissen begangenen Justizmord am Weinbergbesitzer Nabot den Schreckensruf des Propheten Elia vernehmen: „Hast du gemordet und willst auch noch erben?“ (1Kön 21,19). David hat gemordet und (Batseba) „geerbt“. Gott kann über die Untat nicht hinwegsehen. (Gradwohl)
  • David hat sich nicht nur an Uria versündigt, sondern an Jahwe (Ps 51,6). (Voigt)
  • Nathan ging (15a). David bleibt nach Nathans harten Worten allein auf der Szene, sich selbst überlassen. Das ist vom Erzähler so gewollt. (Voigt)
  • „Gott sei mir Sünder gnädig!“ betet der Zöllner im Evangelium. „Ich habe gesündigt gegen den Herrn“, bekennt David (13). (Voigt)
  • David kommt erst nach langer Zeit und nur durch die ihn überführende Seelsorge Nathans zum Eingeständnis seiner Lage. (Voigt)
  • 2Sam 11 und 12 zeigen deutlich, wie schwer ein Mensch sich überwindet, vor Gott und Menschen Schuld einzugestehen. (Voigt)
  • Die Einzelbeichte ist dazu da, dass es zur Bereinigung im Einzelnen und zur praktisch wirksamen Umkehr kommen kann. Unsere Gemeinden wissen davon noch zu wenig. (Voigt)
  • Die Predigt sollte darauf hinweisen, wie befreiend und belebend das Eingeständnis der wahren Lage im konkreten Fall sein kann. (Voigt)
  • Auch das summarische Bekenntnis des Zöllners ist geistlich von Bedeutung. Das gestörte Verhältnis zu Gott und Menschen wird sich sehr oft, ja sogar in aller Regel, gar nicht in „deftigen“ Taten des Ungehorsams, der Bosheit, des Rechtsbruchs und der Lieblosigkeit äußern, viel eher in einem „subakuten“ Krankheitszustand unseres Herzens und in einer gottfernen und gemeinschaftswidrigen Grundhaltung, die sich in tausend unauffälligen Verkehrtheiten und Versäumnissen äußert, ohne das man darauf mit dem Finger zeigen könnte. (Voigt)
  • Liegt der Ton des Textes auf dem Erzählen, dann bedarf es keiner lehrhaften Thematik, sondern nur des Bewusstwerdens der in der Erzählung selbst sichtbaren Schritte. (Voigt)
  • Es gibt zu denken, dass es gerade einer der Mächtigen und Angesehenen dieser Welt ist, den Gott durch Sein Wort zur Rede stellt. … Auch der König darf an Gottes Gesetz nicht rütteln, und wenn er es doch tut, trifft ihn Gottes Gericht. (Voigt)
  • Der Gottestitel ist wichtig: „So spricht der Herr, der Gott Israels“! … David wurde durch Gott (durch den Propheten Samuel) zum König gesalbt und später aus der Hand des ihm nachstellenden Saul gerettet (7). Dass David überhaupt noch lebt, ist ein Wunder. Gott hat es gewirkt. Vers 8 beschreibt die Macht, die Gott ihm übertragen hat. … David aber hat „das Wort des Herrn“ schmählich „verspottet“ (verachtet). (Gradwohl)
  • Der König widerspricht nicht, er beugt sich. Eine der eindrucksvollen Stellen der AT, in denen sich König und Prophet einander gegenüberstehen und der Prophet den höchsten Träger irdischer Macht im Namen des allerhöchsten Königs anredet, dem auch er, der Gesalbte, unterworfen ist. (Voigt)
  • David darf sich nicht benehmen wie ein kleiner Gott; denn er hat den lebendigen Gott über sich. (Voigt)
  • Nathan wagt es, weil er von Amts wegen muss. (Voigt)
  • Die Freiheit, die sich dieser Historiker dem König gegenüber gewahrt hat, ist etwas im alten Orient Einzigartiges. Wusste es schon die Mitwelt, der Nachwelt hätte man es verschweigen können. Aber hier stehen Menschen vor Gottes Angesicht. (Rad in Voigt)
  • Hat Gott selbst den König eingesetzt und ist dessen Autorität in ebendieser Einsetzung begründet, dann unterliegt der Träger des Amts nicht dem Zwang, sich unentwegt selbst zu rechtfertigen und sein Königtum damit zu begründen, dass er der Tüchtigste, der Redlichste, der Sauberste, der Gewinnendste ist. (Voigt)
  • Wer ist schon bereit, sich zu demütigen? Was kann der Mensch alles anstellen, um sich aus peinlichen Situationen herauszumanövrieren? Sogar da, wo einer lautstark verkündet, dass er „bürgerliche“ Moral hinter sich gelassen habe, will er nicht im Versagen angetroffen werden. Er will auf alle Fälle eine gute Figur machen, und lebte er unter ganz anderen Standards als seine Umwelt. (Voigt)
  • Der Einzige, der bezeugen könnte, dass es nicht Urias Kind ist, ist tot: Uria selbst. Was aber noch im Raume steht, ist Gottes Meinung zu der Sache: (11,27). (Voigt)
  • David wird – wie Salomo 1Kön3,16f – amtlich in Anspruch genommen und ahnt nicht, dass er seinen eigenen Fall vorgetragen bekommt. Gott hat sich Zeit gelassen; nun geht er die Sache an. (Voigt)
  • Nathan führt sein Beichtkind so weit, dass es sich selbst das Urteil spricht, und das schon als die Geschichte noch nicht mal zur Hälfte erzählt ist. (Voigt)
  • „Für immer“ (10 – nimmermehr) – das heißt so viel wie „alle Tage deines Lebens“ – dominiert die Gewalt. Der Friede ist dahin. (Gradwohl)
  • Man kann an Davids Reaktion studieren, dass wir in der Beurteilung anderer „Fälle“ außerordentlich scharfsichtig sind, scheinbar unbestechlich, unbarmherzig „gerecht“. (Voigt)
  • Weil wir genau wissen, dass uns mit der Aufdeckung unserer Schuld der Boden unter den Füßen weggezogen wird, zwingt uns unser Selbstbehauptungswille, unsere Schuld nicht nur vor andern, sondern sogar vor uns selbst zu verdecken (Mt 7,1ff; Röm 2,17-24). (Voigt)
  • Gott zu David: „Was die Liebe zum Weibe angeht, so habe ich dich wahrhaftig nicht kurz gehalten! Und außerdem sind deine legalen Möglichkeiten noch längst nicht erschöpft. Warum bist du gerade darauf verfallen?“ – Sind wir auch nicht David, so erkennen wir uns doch wieder: Wir greifen zum Verbotenen, als ließe Gott uns darben. Was Er uns gibt, das sehen wir nicht. Was Er uns versagt, das müssen wir haben. Gottes Wort leuchtet uns tief ins Herz. (Voigt)
  • In aller Kürze spricht David sein Beichtbekenntnis. Ebenso kurz und ohne jedes Hin und Her oder Wenn und Aber erfolgt die Absolution. Wir meinen, es geht zu schnell. Man bedenke doch: Es steht, vom obersten Richter gesprochen, ein Todesurteil im Raum. (Voigt)
  • So schnell geht das? … Bei Gott geht es so schnell mit der Vergebung. Sie ist eigentlich immer schon da, weil der Sohn Gottes, der Herr Jesus Christus, unsere Sünden an das Kreuz getragen hat. … Jesu Verdienst ist so groß. Dass Gott um Seinetwillen die furchtbarsten Sünden vergeben kann. … Aber bei uns geht es langsam. Wir leugnen unsere Sünden, Wir entschuldigen sie, wir verteidigen uns. … Nur wer sich selbst verurteilt, kann von Gott begnadigt werden. (Busch)
  • 2Sam 12 und Ps 51 legen sich gegenseitig aus. (Voigt)
  • Weil David die Schuld eingesteht, lässt Gott sie „vorübergehen, und er wird nicht sterben. … Getilgt ist die Schuld freilich nicht. Nur der Tod, den sich David im Aufbrausen seiner Gefühle unbewusst selbst zugedacht hat, ist aufgehoben. (Gradwohl)
  • Davids Größe liegt im Schuldbekenntnis, in der Akzeptanz der bitteren Wahrheit. Dem Propheten wird kein Haar gekrümmt. Nathan bleibt zeitlebens der Vertraute Davids, der ihn maßgeblich in seinen Entscheidungen beeinflusst (z.B. 1Kön 1). In seiner schlimmsten Stunde bleibt David empfänglich für das Gotteswort. (Gradwohl)
  • Das lösende Wort kommt aus der Freiheit Gottes allein. So stützenlos, so unbedingt, wie es dasteht, will es genommen sein. David ist nicht deshalb freigesprochen, weil er nun endlich die inneren Voraussetzungen für die Entlastung bietet. Gott vergibt, wo Er vergibt, um Seiner selbst willen. (Voigt)
  • Erst der von Christus Erfasste und Angenommene kann sich so ansehen, wie Paulus sich in Röm 7 sieht. Solange ich noch unter dem Gesetz bin, in der Lage also, in der ich mir meinen Stand vor Gott selbst verschaffen und halten muss, wäre eine Kapitulation gleichbedeutend mit völliger Selbstpreisgabe, sozusagen mit dem freiwilligen Sturz in den Abgrund. Wer gibt sich schon selbst auf? Der Gesetzesmensch verteidigt seine Haut. – Die überwältigende Erfahrung der vergebenden Gnade Gottes erst setzt uns instand, unsere böse Vergangenheit aufzugeben. Nur Gerettete können das! Jetzt, da Christus mich angenommen hat, jetzt ist mir mein Eigenes leid, und ich kann mich davon lösen, weil ich von dem Seinen lebe. (Voigt)
  • David bringt nichts vor, was für ihn spricht. Im Gegenteil, er versteht seine Sünde als Sünde „gegen den Herrn“ (13). (Voigt)
  • Sünde ist nicht nur menschenfeindliches und menschenschädigendes Verhalten – das auch -; sie ist das Schuldigwerden an Gott. Gottes Gottheit ist verletzt. Sein Herrenrecht ist negiert. David hat sich so verhalten, als wäre Gott nicht da. Das ist die eigentliche, die schwerste Sünde. (Ps 51,6) (Voigt)
  • Setzt aller Gehorsam gegen Gottes Gebot darin an, dass wir „Gott fürchten und lieben“, so ist, umgekehrt, alle Sünde darin sündig, dass sie sich an Gott vergeht. (Voigt)
  • Moralisches Abirren lässt sich oft korrigieren. Die Auflehnung gegen Gott und die Verletzung seines Herrenrechts macht aus relativ Bösem ein absolut Böses. (Voigt)
  • Mit der Absolution macht Gott des Königs eigenes Todesurteil rückgängig (5). Gott löscht eine ganze böse Geschichte aus, die sich in Davids Leben ereignet hat und die ihn hinfort nicht mehr belasten soll. Das Wunder der Absolution: Micha 7,19! (Voigt)
  • Denn sieh, David, der König Israels, brachte sich in Versuchung, und er strauchelte“. (Gradwohl)
  • Mit seinem „Gesündigt habe ich vor dem Herrn“ setzt David ein Beispiel, das für jeden Menschen gilt, wenn er schuldig geworden ist. Adam, der nicht einsichtig ist, schiebt die Schuld von sich fort auf Eva ab (1Mo 3,12). David nimmt die Schuld auf sich. Das ist der Unterschied. (Gradwohl)
  • Nathan lehrt uns das kompromisslose Eintreten für Recht und Gerechtigkeit. (Gradwohl)
  • Das Kind muss sterben. So gilt also das von David in grimmigem Zorn ausgesprochene Todesurteil doch; nur, es trifft nicht den Schuldigen, sondern den Sohn. Gott vergibt dem David, aber eben nicht so, dass Er auf die Durchsetzung Seines – in diesem Falle strafenden – Rechts verzichtet. Stellvertretend erleidet der Sohn den Tod. (Voigt)
  • Das Kind von Bathseba war nicht Christus. … Reden wir vom Gekreuzigten dann im bewussten Überschreiten des Textes. (Voigt)
  • Gott erklärt nicht, es sei Ihm, indem Er vergibt, künftig egal, ob in der Welt gesündigt wird oder nicht. Den Sünder rettet Er, indem Er zugleich die Sünde verurteilt (Röm 8,3). Er denkt nicht daran, auf Sein Herrenrecht zu verzichten und künftig alles gelten zu lassen, was Menschen tun. (Voigt)
  • Auch das Vergangene macht Gott nicht in der Weise gegenstandslos, dass Er beide Augen zudrückt. … Der Bathsebaskandal hat die Feinde Jahwes zum Lästern gebracht (14). Was da geschehen ist, steht noch immer im Raum. Wollte Gott die Sache mit einem bloßen Federstrich erledigen, so würde Er vor aller Welt als der Gott dastehen, der, um Sünder zu retten, Sein Gottsein aufgeben und damit Seinen heiligen fordernden Willen selbst außer Kraft und Geltung setzten wollte. Man würde Ihm nachsagen, Er würde sich zum Komplizen der Sünder machen. (Voigt)
  • Der Sohn muss sterben. Vers 16 zeigt: Es wird David schwer, in diese Verfügung Gottes einzuwilligen. (Voigt)
  • Gott hat dieses kleine Leben gefordert, um auch in der Gnade die Gerechtigkeit zu wahren. Er wird – im gleichen Sinne – noch das Leben Seines eigenen Sohnes geben. (Voigt)
  • Nach dem Tod des Papstes „Johannes Paul II“ registrierte Roger K. für sich eine Internetseite mit der Adresse: Benedict-XVI.com. Im Vatikan kannte noch niemand den Namen des neuen Papstes. Nach der Wahl wollte der Vatikan diese Internetseite kaufen. Roger hätte damit viel Geld verdienen können, aber er wollte etwas anderes. Er erbat sich eine Mitra, einen kostenlosen Urlaub im Hotel des Vatikans und eine vollständige Vergebung aller seiner Sünden, die in der dritten Märzwoche 1987 geschehen sind.
    Vielleicht kennst du auch so eine Woche in deinem Leben?
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