43-2 Gottes Hausgenossen– Eph 2,17-22

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Eph 2,17-22

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Mit welchen Gedanken verbindet das Wort „und“? 17
  • Was ist das „Evangelium“?
    • Was ist am Evangelium Evangelium (die gute Botschaft)?
  • An welchen Stellen der Bibel steht noch „ER ist gekommen“, „ICH bin gekommen“? à Konkordanz
    • Wohin und weshalb kam Jesus?
  • Was meint Paulus hier mit dem Wort „Frieden“?
  • Wer ist mit „euch“ gemeint?
    • Warum waren sie „fern“?
  • Wer war „nahe“?
    • Wozu brauchten sie die Verkündigung des Friedens?
  • Wer ist mit „alle beide“ gemeint? 18
  • Beachte das Bindewort „denn“!
  • Warum wir das „in einem Geist“ betont?
    • Wie sieht der „Zugang im Geist“ zu Gott dem Vater aus?
  • „So seid ihr nun“ meint das eine felsenfeste Tatsache? 19
  • Wie wurden aus „Gästen und Fremdlingen“ Hausgenossen Gottes?
    • Wer sind die „Heiligen“?
  • Woher weiß man, ob man zu den „Mitbürgern der Heiligen“ zählt?
    • Welche Rechte und Pflichten haben Bürger und Hausgenossen?
  • Wer sind die „Apostel und Propheten“? 20
    • „Erbaut“ – Ist das aktiv oder passiv?
    • Wie kann man das „erbauen“ verstehen?
  • Wo befindet sich bei einem Bau der Eckstein?
    • Was ist die Aufgabe eines Ecksteines?
  • Was ist mit „Bau“ gemeint? 21
    • Woher kommt das „Baumaterial“?
  • Was meint das Wort „Tempel“?
    • Was bedeutet „heilig“?
  • Was ist ein „Tempel im Herrn“?
  • Was ist die „Wohnung Gottes im Geist“? 22
  • Wer ist mit „ihr“ gemeint?
  • Wer baut?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

o    „In einem Geiste“ (18) entspricht dem „in einem Leibe“ von Vers 16. Es ist der Geist des erhöhten Christus. (Voigt)

o    „Apostel und Propheten“ (20) – Ein Widerspruch zu 1Kor 3,11 liegt nicht vor. Hier ist kirchengeschichtlich gedacht. Die konkurrenzlose Bedeutung Christi für die Kirche wird hier im Bilde des „Schlusssteins“ ausgedrückt, der den Gewölbedruck von allen Seiten aufnimmt und so das Ganze zusammenhält. … Er ist der krönende Schlussstein, welcher der Kuppel Halt gibt. (Voigt)

o    „Eckstein“ (griech: akrogoniaios) kann dreifach übersetzt werden: Grundstein, Eckstein und Schlussstein. … Auf den „Grundstein“ Christus baut sich das Fundament der Apostel und Propheten. … Jesus Christus ist der einzigartige, „kostbare Eckstein“ unseres Glaubenslebens, nach dem sich unsere ganze Heiligung genau auszurichten hat. … Jesus Christus, der wiederkommende Herr und Heiland, ist, der „krönende Schlussstein“ der gesamten Weltall- und Menschheits- und Gemeinde-Geschichte. (Rienecker)

o    Auf alle Fälle ist die Kirche im Blick, besonders ihre Einheit. Offensichtlich ist die Einheit der Kirche gefährdet – wann wäre sie es nicht gewesen? … Den Heidenchristen damals musste klargemacht werden, dass sie nicht die Erben der alttestamentlichen Verheißungen sind, sondern „‚nur‘ die Miterben“, sie also die Judenchristen als gleichberechtigte Partner anzuerkennen haben. (Voigt)

o    Indem wir zu Christus gekommen sind, haben wir an einer bestimmten Geschichte, an einer Heils- und Glaubensgeschichte Israels Anteil gewonnen, nicht nur in dem Sinne, dass das, was Israel zugesagt war, nun (auch) uns gehört (Rö 1,2), sondern so, dass wir an der Leibhaftigkeit der geschichtlichen Kirche teilhaben. Wir können uns nicht von der Geschichte der hoffenden und glaubenden Kirche lossagen. Wer zu Christus kommt, wird in sie einverleibt, geht in sie ein. … So ist es tatsächlich von größter Bedeutung, dass es die Neuhinzugekommenen erfahren, was ihnen damit widerfahren ist, dass sie in diesen Bau „eingebaut“ worden sind (20). (Voigt)

o    Die Kirche wird nicht dadurch zur Einheit, dass man sie „auf Vordermann bringt“, also alle einem gemeinsamen Gesetz verpflichtet und unterwirft. Im Gegenteil: Christus schließt uns nicht durch Anwendung und Einschärfung zusammen, sondern durch Beseitigung des Gesetzes. Er ist unser Friede (14). (Voigt)

o    Jesu ganzes Leben und Seine ganze Verkündigung waren nichts anderes als ein einziges Friedensgeschenk. (Rienecker)

o    Muss man denn immer noch zu einer Kirche gehören? – Ein Glück, dass man es darf. (Voigt)

o    Zaun und Inschrift im Tempel sagten es deutlich: Du Heide bist hier ausgeschlossen. In die Wohnung Gottes wirst du nicht vorgelassen. Für dich ist Gott nicht zu sprechen. (Voigt)

o    Gott ist in seinem Wählen souverän. … Wir können nur eins: Seine Entscheidung respektieren (Röm 9,15).

o    Gottes Heil wird auf geschichtliche Weise verwirklicht. … Gott gibt sich zu erkennen, indem er mit den Menschen seiner Wahl einen bestimmten Weg geht. So vollzieht sich Heilsgeschichte. (Voigt)

o    Christus hat uns das Zuhause bei Gott gegeben. Dieses Heimatrecht ist einfach unverdient: Von Gott aus gesehen, ist Er nicht dazu verpflichtet; von uns her gesehen ist es nicht zu erwarten, schon gar nicht einzuklagen. (Voigt)

o    Die Gemeinde des Herrn Jesus weiß von keinem Stillstand. Ihr Kennzeichen ist, dass sie ohne Aufhören wächst und sich mehrt. … Die Ehre und die Würde dieser Gemeinde ist jetzt noch verborgen. (Rienecker)

o    Es tut gut zu wissen, dass wir immer mehr sind, als wir darstellen. Das gilt auch von „der einen heiligen christlichen Kirche“. Dem aber, was wir von Gott her sind, sollten wir nachjagen. … Die Heiden, die im Begriff sind, Glieder der Kirche zu werden oder bereits Christen geworden sind, sollen sich zu Hause fühlen dürfen. Hier haben wir Kirchenleute viel zu lernen. Unsichtbare „Zäune“ (14) gibt es leider in großer Zahl. Sie haben mit dem leidigen „Gesetz“ (15) meist noch immer viel zu tun. Es wäre gut, wir gewöhnten uns einen anderen Stil an: Umgangsformen, Lebenspraktiken, Arbeitsweise, in denen die „Heiden“ nicht abstoßende Schranken, sondern das Willkommen von Vers 19 spürten. (Voigt)

o    Die, die ihr Zuhause bei Gott gefunden haben, werden nun selber zur Behausung Gottes. (Voigt)

o    Die Kirche ist ein Bau. Christus selbst errichtet ihn. Das Bild liegt nahe, nicht nur ,weil Jesus selbst Baufachmann gewesen ist, sondern weil darin sehr schön zum Ausdruck kommt, wie die einzelnen Baukörper fest zusammengefügt und unlöslich miteinander verbunden werden, sich untereinander tragen und stützen und nach sinnvollem Plan miteinander ein Ganzes bilden. (Voigt)

o    Wer Christ sein will, braucht die Kirche, und die Kirche braucht alle, die zu ihr gehören. … Die Freiheit der Entscheidung wird niemandem vorenthalten, aber die Notwendigkeit der Entscheidung wird niemandem abgenommen. … Jesus macht die Tür weit auf (Evangelium des Sonntags), damit alle, indem sie glauben, zu Gliedern seines Volkes werden. (Voigt)

o    Der Strom Christi Wirkens fließt im Strombett seiner Kirche. … Eben in der Erinnerung an den Ursprung, die allein im Rückgriff auf das apostolische und prophetische Zeugnis bewahrt werden konnte, verharrt die Kirche unter der Herrschaft Christi. Rückwärtsgewandte Kirche? Ja, sofern sie von der in Christus ein für allemal geschehenen Offenbarung „im Fleische“ lebt. Nein, sofern diese Kirche auf den wiederkommenden Herrn wartet, und indem der „Bau“ errichtet wird und immer mehr wächst (4,13). (Voigt)

o    Die Kirche ist der Ort, an dem Gott noch auf eine andere Weise gegenwärtig ist als anderswo. Anderswo ist er da – hier ist er für uns da; so würde Luther sagen. (Voigt)

o    „Eine Wohnung Gottes im Geist“ Das ist wohl das Höchste, was von der Gemeinde ausgesagt wird. … Die Gemeinde ein „Daheim“ Gottes, wo Er „zu Hause“ ist, wo Er Sich wohlfühlt und erquickt, wo Er ausruht in Seiner Liebe, wo Er sein Herz öffnet und uns hineinschauen lässt in die Tiefen Seines Wesens, Seiner Gedanken und Seiner Liebe. (Rienecker)

o    Das Wörtchen „zu“ (21+22) deutet auf das Ziel des Werdens hin. Die Gemeinde Jesu ist ein werdender und wachsender Tempel und sie vollendet sich zu einem Daheim Gottes im Geist. Das wird unbeschreibliche Herrlichkeit sein. (Rienecker)

o    Was einst sein wird – „siehe da: die Hütte Gottes bei den Menschen“ (Offb 21,3) -, ereignet sich im Verborgenen schon hier. Indem wir Christus im Wort und Sakrament in uns aufnehmen, werden wir Gehäuse für seine Realpräsenz. Die Kirche hat Grenzen und Konturen – das steht im Neuen Testament immer wieder zu lesen. Aber sie hat offene Türen. Sie sollte sie jedenfalls haben. Wir werden die Kirche denen, die noch draußen stehen, nicht anziehender machen, wenn wir die Heiligkeit verschweigen oder verleugnen. Da ist wirklich eine Schwelle zu überschreiten. Aber die Schranke ist weg. Der in diesem Tempel wohnt, heißt jeden willkommen, der zu ihm tritt. (Voigt)

o    Mit den Worten “So seid ihr nun“ wird ähnlich wie in Röm 5,18 all das vorher Gesagte in einer Summe zusammengefasst. … Die Gemeinde ist 1. Ein Bürgerstaat, 2. Eine Familie, 3. Ein Bauwerk, 4. Ein wachsender Tempel und 5. Eine Heimat Gottes im Geist. (Rienecker)

o    Die Heiden haben vollen Anteil an all den Gütern des Reiches Gottes, wie wir sie in Kapitel 1 ausführlich dargelegt haben. … Die,die an ihrem von Gott zugewiesenen Platz zeugend und leidend stehen, sind „Reich Gottes“, „göttlicher Bürgerstaat“. (Rienecker)

o    Wie Kinder schwach und hilfsbedürftig sind und sich nicht selbst beköstigen, bekleiden und beschützen können, so sind auch sie, die Kinder des himmlischen Vaters, ganz und gar auf ihn angewiesen, von dem sie alles erhoffen und erwarten. … Das Wachsen in der Gemeinde ist gleichbedeutend mit dem „Immer-mehr-abhängiger-werden“ von dem Herrn. (Rienecker)

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