10-3 Weg, Wahrheit und Leben – Joh 14,1-6

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Joh 14,1-6 (7-14)

1.    Exegese

1.1 Schreibe den Text ab und finde heraus wer handelt (evt. handeln soll) und Was Warum gemacht wird (werden soll)!

1.2 Beantworte folgende Fragen zum Text:

  • Was versteht die Bibel unter Herz? àLexikon 1
    • Wovor soll das Herz der Jünger nicht erschrecken?
    • Wann hat Jesus das zu ihnen gesagt?
  • Was ist Glauben?
    • Warum „an Gott“ und „an mich“?
    • Gibt es da einen Unterschied?
  • Was meint Jesus mit „seines Vaters Haus? 2
    • Wozu gibt es diese „vielen“ Wohnungen?
  • Warum wiederholt Jesus den Gedanken noch einmal?
    • Um welche „Stätte“ geht es?
  • Wohin geht Jesus? Wovon redet er? 3
    • Was meint Jesus hier mit „wiederkommen?
    • Was beschreiben die Worte „zu mir nehmen“?
    • Beachte das Bindewort: „damit“
  • Von welchem Weg spricht Jesus hier? 4
  • Warum versteht Thomas nichts? 5
    • Verstehst du mehr?
    • Was sagt das Neue Testament über Thomas?
  • Haben die anderen verstanden, oder fehlte ihnen der Mut zu fragen?
  • Beachte den Absolutheitsanspruch Jesu in diesem Vers! 6
    • Um welchen Weg, welche Wahrheit und welches Leben geht es?
    • Warum kommt „niemand“ ohne Jesus zu Gott dem Vater?
  • Warum sagt Jesus: „von nun an“? 7
  • Welche Bedeutungsvielfalt hat das Wort „erkennen“ in der Bibel?
    • Muss man zuerst Jesus erkennen, um wirklich Gott erkennen zu können?
  • Was sagt das Neue Testament über Philippus? 8
    • Was hat Philippus von den Worten Jesu verstanden?
  • Ist Jesus von Philippus enttäuscht? 9
  • Was meint Jesus mit „solange“?
  • Wie sollte Philippus Jesus kennen?
  • Wie sahen die Jünger Gott, wenn sie Jesus sahen?
    • Was sahen sie von Gott?
    • Oder wie soll man diese Worte verstehen?
  • Ist das ein Vorwurf an Philippus? 10
  • Was will Jesus mit den Worten „Ich im Vater und Er in Mir“ sagen?
  • „Die Worte“ – Denkt Jesus an konkrete Worte oder allgemein an alles, was Er sagte?
  • Welches sind die „Werke des Vaters“?
  • Was ist Jesus im Vers 11 wichtig? 11
    • Warum ist es Ihm so wichtig?
    • Was wird in den nächsten Stunden noch alles geschehen?
  • Wie kann man „um der Werke willen“ glauben?
    • An welche Werke denkt Er? Suche nach Parallelstellen!
  • Wieso bekräftigt Jesus Seine Worte mit „Amen, Amen“? 12
  • Was sagt Jesus über den Zusammenhang zwischen Glauben und Werken?
    • Was für Werke meint Er hier?
    • Was sind „noch größere“ Werke?
  • Beachte die Begründung: „denn“!
    • Was meint Jesus mit „ich gehe zum Vater“?
    • Warum ist Seine Gegenwart beim Vater eine Begründung für große Werke?
    • Wie schätzt du deine persönlichen Erfahrungen in Beziehung zu diesem Wort ein?
  • Wie betet man „im Namen Jesu“? 13
    • Was bedeutet diese Redewendung?
  • Weshalb wird Jesus die Bitten erhören?
    • Welche persönlichen Beispiele aus letzter Zeit fallen dir zur Ehre Gottes ein?
    • Wie kannst du Gott mit diesen Erlebnissen verherrlichen?
  • Wie wird „der Vater im Sohn verherrlicht“?
  • Beachte die Wiederholung! 14
    • Was wird wiederholt?
  • Wer wird gebeten, in wessen Namen? Wer wird es tun?
    • Wie kann man das alles verstehen?

1.3 Gliedere den Text in Abschnitte und gib Überschriften

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1.4 Formuliere den Hauptgedanken des Textes in einem Satz!

Etwa so: Der Autor wollte seinen Lesern sagen, …

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1.5 Verschiedene Vorschläge zum Text:

1.5.1     Für die Gliederung

1.5.2     Für den Hauptgedanken

hier

2     Homiletik

2.1 Wo trifft der Hauptgedanke des Textes das Leben meiner Gemeinde?

Formuliere ein Predigtziel als Satz!

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2.2 Plane / gliedere einen Weg zu deinem Predigtziel!

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2.3 Verschiedene Vorschläge zur Predigt:

hier

2.4 Sammle Beispiele, Zitate und Anwendungsideen:

  • Das Wort, das Jesus jetzt wieder an alle Jünger richtet, blickt auf das zurück, was sich eben den Jüngern enthüllt hatte. „Erschreckt nicht!“ (1). Es war vieles, was das Herz der Jünger in dieser Stunde „erschüttern“ konnte. (de Boor)
  • Jesus selbst hatte „im Geist erschüttert“ (13,21) von dem Verräter in ihrer Mitte gesprochen. Dunkle Ereignise standen vor ihnen, die sogar einen Petrus zum Verleugnen Jesu bringen würden. Und jedenfalls kam Trennung von ihrem Meister, der hinging, wohin sie nicht folgen konnten. Wie kann da das Herz nicht erschüttert werden? (de Boor)
  • Jesus nennt sofort den einzigen Weg zur Überwindung dieser Erschütterung: „Glaubt an Gott!“ (de Boor)
  • Vers 2b kann man am einfachsten als Frage verstehen: „Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt, ich gehe hin …?“ oder: „Wenn es nicht so wäre, dann hätte ich es euch gesagt. Denn ich gehe hin …?“ (Voigt)
  • Ohne die Vollendung im Eschaton zu leugnen, weiß der Christ schon heute und hier von einem Zuhause bei Gott bzw. Christus (15,3.4.7), wie umgekehrt der Vater und Christus im Glaubenden Wohnung nehmen (23). (Voigt)
  • Das Thema wechselt vom Ziel zum Weg (4). (Voigt)
  • Weg, Wahrheit und Leben (6) sind nicht Gegenstände und Sachverhalte, sondern sind Ereignisse in der Person Jesu. (Voigt)
  • Alles ist unheimlich und dunkel um die Jünger her. Aber sie dürfen von allem Sichtbaren von sich selber wegblicken auf Gott und in Ihm ihre Geborgenheit finden. (de Boor)
  • Der Glaube beginnt erst da, wo aller Grund vorhanden scheint, ihn aufzugeben. (de Boor)
  • „Und auch an Mich glaubt“ (1) Die Jünger haben nun drei Jahre hindurch Jesu Worte gehört, Seine Taten gesehen, zuletzt Seinen Sieg über den Tod am Grabe des Lazarus; daran dürfen sie sich vertrauend halten, auch wenn es jetzt in den völligen Zusammenbruch Seines Lebens und Seiner Sache hineinzugehen scheint. (de Boor)
  • Irdischen Sieg, Ehre und Reichtum kann und will Jesus ihnen nicht versprechen. Aber fest und herrlich ist das „Haus des Vaters“ (2), in das Er geht. (de Boor)
  • Ein langes Jüngerleben liegt vor ihnen, mit reicher Arbeit, harten Kämpfen und vielfältigen Leiden. Dennoch liegt am Ende des weiten Weges für sie dieses „Haus des Vaters“; ihr Bürgerrecht im Himmel (Phil 3,20). (de Boor)
  • Obwohl die vielen Wohnungen da sind (2), wird es doch tatsächlich erst durch Jesu Hingang, durch Sein ganzes Leiden, Sterben und Auferstehen bewirkt (3), dass schuldbeladene Menschen mit völliger Gewissheit diese Wohnungen erwarten können. (de Boor)
  • Nicht die „Vorbereitung der Stätte“, sondern Seine „Parusie“ (Wiederkunft) ist der eigentliche Inhalt Seines Versprechens. (de Boor)
  • Das griechische Wort „parousia“ bedeutet eigentlich die „Anwesenheit“, die „Gegenwart“. Es kann aber auch die „Ankunft“ bezeichnen, die zu der Anwesenheit führt. (de Boor)
  • Das letzte Ziel für die Jüngerschar ist deutlich: „Damit, wo ich bin, auch ihr seid“ (3). (de Boor)
  • Den Vater kennen sie, und den Weg zum Vater wissen sie auch. Davon handelte im Grunde alles, was Jesus ihnen in diesen Jahren gezeigt hatte. Jesus muss aber feststellen, dass Seine Jünger das noch nicht verstanden haben (8-9). (de Boor)

 

  • Dass man die Jahreswende begeht, entspricht innerer Notwendigkeit. In der „kreisenden“ Zeit – die Erde durchläuft beim Umgang um die Sonne wieder denselben Punkt wie vor einem Jahr – wird uns zugleich unser Dasein in der „strömenden“ Zeit bewusst. (Voigt)
  • Es geht darum, wie wir unser Leben in der Zeit erfahren. Der gegenwärtige Augenblick lässt, kaum gedacht, Zukünftiges in Vergangenes umschlagen. Unser Verlangen: „Verweile doch!“ kann nicht erfüllt werden. Der Film läuft, spult sich unaufhaltsam ab. Fast sieht es so aus, als ob der Gegenwart, sofern sie nur der Punkt ist, der Zukünftiges und Vergangenes scheidet, überhaupt nichts bleibt. Sie scheint der Durchgang zu sein zwischen dem Noch-nicht und dem Nicht-mehr. (Voigt)
  • Die Gegenwart ist ja unser Eigentliches: das Gegenwärtige „erleben“ wir, im Jetzt genießen wir unsere Freuden, stehen wir unsere Leiden aus, gewinnen wir unsere Erkenntnisse, fällen wir unsere Entscheidungen. (Voigt)
  • Die jeweils ergriffene Gegenwart ist unser eigentliches Leben. (Voigt)
  • Der gegenwärtige Augenblick ist durch das, was früher geschehen ist, gezeichnet. Die Entscheidung, die ich heute zu treffen habe; die Bewegung, die sich heute ereignet; die Bewährung, die mir in diesem Augenblick abverlangt wird (usw.): in allem schwingt das Vergangene mit. (Voigt)
  • Die Treue, die mein Freund mir durch Jahrzehnte hindurch bewahrt und gewährt hat, ist aus der Begegnung, die ich eben im Augenblick mit ihm habe, nicht wegzudenken. Sie wird mitbestimmend sein in der Freude dieser Begegnung, in dem Vertrauen, das ich dem Freund eben jetzt wieder entgegenbringe, in dem inneren Verpflichtetsein, das diese freundschaftliche Verbundenheit für mich mit sich bringt. (Voigt)
  • Der gegenwärtige Augenblick wird auch durch Künftiges bestimmt. … Die heute bereits vorliegenden Eintragungen im neuen Terminkalender weisen es aus; die geplanten Dienstreisen, die anstehende Operation, das Jubiläum, der Urlaub, die Steuertermine. Der gegenwärtige Augenblick kann durch Zu-Erwartendes beleuchtet oder beschattet sein. (Voigt)
  • Auch die nicht durchsichtige Zukunft bestimmt unser Heute. Gott allein kennt sie. Wir gehen in eine von Ihm „bereitete“ Zukunft. Wenn man wüsste, was für ein Gott das ist, der sie uns bereitet, dann müsste man ja gar nicht im Einzelnen wissen, was sie enthält. Man könnte sich einfach anvertrauen. (Voigt)

 

  • Die uns so stark beschäftigende Frage, was wohl auf uns „zu-kommt“, wird in unserm Text von der anderen verschlungen: Wer kommt auf uns zu? (Voigt)
  • In unsere Zukunftsperspektive gehört alles hinein, was Gott schenken oder uns versagen wird, das, womit Er uns erfreut oder auch belastet, was Er in den Werken Seiner Schöpfung selbst oder durch andere tut und was Er von uns verlangt. Schöpfungsglaube ist nicht die theoretische Aussage über den Anfang der Welt, sondern die Gewissheit, dass Gott allezeit schafft, schenkt und wirkt, und dass wir, aktiv oder rezeptiv (antwortend) oder auch passiv, „annehmen“ sollen, was Er uns zugedacht hat. (Voigt)
  • Aber eben so, dass uns in den Gaben der Geber wichtig wird, in den Aufgaben der Auftraggeber, in den Menschen, mit denen wir es zu tun haben, der Herr und Freund dieser Menschen. (Voigt)
  • Die Frage aller Fragen für das begonnene Jahr wird die sein, wie es zwischen Gott und uns steht? (Voigt)
  • Nun ist unser Text in eine Situation großer Angst, Traurigkeit und Bitterkeit hineingesprochen. Die Herzen sind „erschüttert, verwirrt, außer Fassung“. Fragt man nach den Zukunftsaussichten dieser Gruppe von Menschen, dann kann es nur eine ganz düstere Antwort geben. Erst von dieser Situation her kann, was Jesus tröstend und aufmunternd sagt, begriffen und gewürdigt werden. (Voigt)
  • Die Nacht vor dem Karfreitag aber und dieser selbst werden ja nicht nur das gewaltsame Ende Jesu bringen, sondern auch den Zusammenbruch aller Hoffnungen, die man auf Ihn gesetzt hat. (Voigt)
  • Das Kreuz wird auch künftig, bis der Herr uns zu sich nimmt (3), die Signatur des Lebens der Gemeinde Jesu sein. (Voigt)
  • Gerade in dieser Situation der Aufruf zum Glauben – oder gar die Erinnerung: „Ihr glaubt doch an Gott – und ihr glaubt an mich.“ (Wir umschreiben:) Ihr sollt nicht meinen, ihr wäret in solchen Augenblicken, in denen der Boden unter den Füßen weicht, im Stich gelassen. Ihr glaubt? Jawohl, bleibt nur dabei! Jetzt wird es darauf ankommen, ob ihr den Vater und mich wirklich kennt, vor Augen habt und für verlässlich haltet. … Ihr habt guten Grund euren Glauben nicht wegzuwerfen! Glaubt nur! Der Glaube glaubt und siegt gegen alle Erfahrung. Er nimmt Gottes Zusage ernst, auch wenn sonst nichts mehr hält und trägt. (Voigt)
  • „Von jetzt an“ (7), sagt Jesus gerade im Blick auf das, was „jetzt“ geschieht mit seinem Gang zum Kreuz. … „Jetzt“ kommt die Erfüllung des prophetischen Wortes, die neue Zeit, in der alle, Große und Kleine, Gott selber kennen dürfen (Jer 31,34). „Jetzt“ ist Gott zu „sehen“, weil nun die Vergebung der Sünden geschieht. (de Borr)
  • Es ist ein großer Trost, dass bei dem, was hier gesagt ist, die „Verwirrung des Herzens“ nicht übersehen und übergangen, noch gar als unter der Würde einen Christen befindlich angesehen, sondern ausdrücklich angesprochen ist. „In der Welt habt ihr Angst“ (16,33). (Voigt)
  • Das Zuhause bei Gott ist uns sicher, auch wenn der Tod dem alten, zeitlichen, vergehenden Leben ein Ende macht. Wir haben bei Gott eine feste „Bleibe“. Wo wir zu Hause sind, da sind wir nicht fremd, nicht nur eben geduldet. Da haben wir eine bleibende Stadt (Hebr 13,14). (Voigt)
  • „Ich will wiederkommen“ (3) bezieht sich nicht nur auf das Kommen „am letzten Tage“ (6,39f.44.54; 12,48), sondern schon auf die Präsenz der Auferstandenen in Seiner Gemeinde, besonders im Geist. (Voigt)
  • Es sollen nicht nur wir in Gott zu Hause sein, sondern Gott will auch unter uns Wohnung nehmen (23). (Voigt)
  • Wir sind jetzt schon bei Gott zu Hause. Kinder kommen zum Vater nicht als Fremde. „Hausgenossen“ sind nicht „Gäste und Fremdlinge“ (Eph 2,19). Hier ist Geborgenheit. (Voigt)
  • Das wir bei Gott zu Hause sind, ist keine Allerweltswahrheit, sondern gilt um Christi willen. Gott liebt uns nicht im „Allgemeinen“, sondern „in Christus“. Gottes Liebe ist nicht Zustand, sondern Ereignis. (1Joh4,10). … Jesus ist die im Versöhnungswerk sich ereignende Gottesliebe! Jesus „geht hin“ – Karfreitag! -, um uns bei Gott das Wohnrecht zu erwerben. Sein Eintreten für uns (Kap. 17) verschafft uns die „Bleibe“ bei Gott, in diesem und im kommenden Leben. (Voigt)
  • Die Welt sieht nun anders aus als vordem. Was einen soeben noch „erschüttern“, „durcheinanderbringen“ konnte (1), ist nun nicht mehr tödlich. Nicht einmal der Tod ist jetzt tödlich, geschweige denn anderes, was uns belastet. (Voigt)
  • Sollte das neue Jahr uns Proben unseres Gehorsams, unserer Geduld, unserer Tragfähigkeit auferlegen: Unser Zuhause bei Gott macht uns niemand streitig, und vielleicht ist es uns nicht unwillkommen, wenn wir Gelegenheit finden, Gott zu zeigen, dass Er unser ganzes Vertrauen hat. (Voigt)

 

  • „Geliebt bei Gott“, das hört sich gut an. Nur, wie gelangt man dahin? (Voigt)
  • Fragt man den Evangelisten, wie man zu der hier gemeinten Glaubensgewissheit gelange, so verweist er auf Jesus. (Voigt)
  • Jesu kann uns nur helfen, indem wir an Seinem Wort und überhaupt an Ihm selbst „bleiben“ (8,31; 15,4.5.9). Jesu will sich gar nicht (wie andere Lehrer) entbehrlich machen. (Voigt)
  • Die heilsame Wende unseres Lebens liegt darin, dass Gott, der Vater, Sohn und Heiliger Geist, uns unentbehrlich wird. (Voigt)
  • Wir wären auf ganz verkehrtem Wege, wenn wir den Gott-im-Stellwerk predigten, der dazu da ist, die Weichen und Signale in der Welt zu betätigen, damit alles plangerecht und unfallfrei laufe, der aber selbst als Person für den Zugverkehr uninteressant ist. (Voigt)
  • Jesus zeigt nicht den Weg, Er ist es. Er lehrt nicht die Wahrheit, Er ist sie. Er gibt nicht das Leben, Er ist es. (Voigt)
  • Wieder haben wir ein „Ich-bin“-Wort vor uns. Wieder fasst Jesus Seine große und wesentliche Sache unseres Lebens in Seine eigene Person hinein und gibt uns in Seiner Person selbst das, was wir sonst vergeblich suchen. Er „ist“ selber das Brot des Lebens und gibt es uns nicht nur. Er „ist“ die Auferstehung und das Leben und vermittelt sie nicht nur. Das wird einzigartig wichtig und klar, wenn es sich um den entscheidenden Weg, den Weg zu Gott, zum Vater handelt. Jesus weist nicht von sich weg auf einen „Weg“, auf dem wir nun bis zum Vater durchdringen müssen. Da kämen wir niemals zu Gott. „Durch ihn“, durch ihn hindurch, finden wir Gott. (de Boor)
  • Allein Jesus ist „der Weg“, Weil Er allein „die Versöhnung für unsere Sünden (1Joh 2,2) ist. (de Boor)
  • „Wahrheit“ steht auch hier wieder in der Einzahl und mit dem bestimmten Artikel und hat den Sinn von „wahrer Wirklichkeit“. In Jesus finden wir die Wirklichkeit des lebendigen Gottes. Darum ist Er allein „das Leben“, das Er uns nicht nur zeigt oder vermittelt, sondern was wir „in Ihm selber“ haben (1Joh 5,12.20). (de Boor)
  • Der Weg: Jesus begegnen, das ist es! Ihn entdecken, indem man Seine Liebe erfährt, und Ihn wiederlieben. Auf Ihn hören und sich Ihm anvertrauen. Die Macht Seiner verborgenen Herrlichkeit an sich erfahren. Durch Ihn und in Ihm unmittelbar vor Gott gestellt sein. Durch Sein freisprechendes Wort gereinigt werden (15,3). Ihn sehen und in Ihm den Vater vor Augen haben (7+9). (Voigt)
  • Es ist bei der Wahrheit nicht anders. Wahrheiten über Gott dozieren, dass brächte uns nicht weiter. … Ganz anders, wenn Wahrheit nicht eine Summe von theologischen Sätzen ist, sondern die Selbstmitteilung Gottes in der lebendigen Zuwendung zu uns in Jesus Christus. Da gibt es nicht Gründe und Beweise, aber da widerfährt einem das Unerwartete, dass einem Gott „aufgeht“ und man weiß, man hat es unmittelbar mit Ihm zu tun. (Voigt)
  • Und das Leben? Anweisungen dazu gibt Jesus nicht. … Aber: Jesus ist selbst das Leben. Er hat „Worte des ewigen Lebens“. Er ist „die Auferstehung und das Leben“. Wer in lebendiger Verbindung mit Ihm steht, ist in Gottes Leben einbezogen und eingetaucht. (Voigt)
  • Dass niemand zum Vater kommt außer durch Jesus, dies ist freilich ein anspruchsvoller Satz. Er kann von niemandem bejaht werden, der die große Begegnung mit Jesus noch vor sich hat. (Voigt)
  • Hier in unserem Text ist nicht Lehre, hier ist Vollzug, hier ereignet sich Weg, Wahrheit und Leben. Es ist wahr: Bewiesen werden kann das nicht. Aber umgekehrt: Wer Christus so begegnet ist, wie dies im Text ausgesagt wird, der kann sich, bei allem tiefen Respekt vor der Welt der Religionen, den Satz, dass man nur durch Christus zum Vater kommt, nicht mehr nehmen lassen. (Voigt)
  • Wenn wir uns zu Christus bekennen, dann nicht mit der Begründung: Er weiß es besser, sondern mit der anderen: ER ist es! Und Er ist es für alle (10,16). (Voigt)
  • Wer nichts hofft, wird nichts tun! (Voigt)
  • Wir gehen auch in dieses Jahr mit allerlei Vorhaben und Vorsätzen, mit Wünschen und Hoffnungen. … Unser Daheimsein bei Gott und unsere Verbundenheit mit Ihm in Christus geben uns für unser Handeln eine wunderbare Rückenfreiheit und eine letzte Unverbrüchlichkeit des Hoffens, die auch dann noch standhält, wenn die „Herzen“ erschrocken und „verwirrt“ sind. … Wir sind auf alle die Fälle Gewinner. (Voigt)
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